Supernatural - Five completed

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    • Supernatural - Five completed

      Ein paar von Euch haben vielleicht schon mitbekommen, dass ich an einer FF geschrieben habe. Und ich denke sie ist nun soweit, um sie hier auch vorzustellen und ich hoffe, dass ihr beim lesen soviel Freude habt, wie ich beim schreiben der Geschichte.

      Die Story ist übrigens schon komplett geschrieben, ihr werdet also auf jedenfall das Ende erfahren und könnt euch auf regelmäßige Posts einstellen. [IMG:http://www.supernatural-board.de/wcf/images/smilies/smile.png] Am Anfang werde ich einmal die Woche ein Kapitel posten. Sollten wir mit der Beta gut voran kommen, werde ich die Schlagzahl später erhöhen. [IMG:http://www.supernatural-board.de/wcf/images/smilies/smile.png]

      Bevor es losgeht möchte ich hier noch ein paar ganz dicke Danke loslassen.

      Zuerst meiner Schwester, natürlich weil sie mich auf SPN gebracht hat und weil sie mich mit ihren tollen Geschichten auch immer inspiriert. Und auch für so viel mehr, das hier aber den Rahmen sprengen würde. [IMG:http://www.supernatural-board.de/wcf/images/smilies/hug.gif]

      Danke auch an Kiray. Ohne sie hätte ich dieses Monster nie niedergeschrieben. [IMG:http://smiles.kolobok.us/big_he_and_she/give_rose.gif]

      Und last but not least: black pearl, die sich nicht abschrecken lies und sich nun als Betaleserin auf die Jagd nach Vertippsler, fehlenden Kommas und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Satzgebilde begeben hat. Feuert sie an, denn ich weiß sie hat es nicht leicht mit mir. [IMG:http://www.supernatural-board.de/wcf/images/smilies/Cheer-1.gif] *grins und heimlich ein paar Striche von der Liste weg radiert*


      Titel: Five
      Autor: AngelA.(aka Muecke49)
      Dislaimer: All publicly recognizable characters, settings, etc. are the property of their respective owners. The original characters and plot are the property of the author. The author is in no way associated with the owners, creators, or producers of any media franchise. No copyright infringement is intended.
      FSK: 16
      Genre: Mystery
      Spoiler: Staffel 4 (die Geschichte setzt nach 4x11 an)
      Charaktere: Dean, Sam, Bobby, ein paar alte Bekannte sowie neue Figuren.

      Inhalt: Dean und Sam werden auf den Fall einer Gruppe von Studenten aufmerksam, welche seit zwei Wochen im Glacier Nationalpark verschollen sind. Ihre Recherche führt die Jäger schon bald in die Tiefen des Naturschutzgebietes, an einen zerstörten Steinkreis. Noch ahnen die Brüder nicht, dass dies erst der Anfang einer Jagd ist, welche sie weit über die Grenzen Montanas hinaus führen wird. Denn es sind fünf Türen, welche die Dunkelheit einsperren.

      Und die erste Tür wurde bereits geöffnet.



      ~~~~Five~~~~


      Prolog


      Träge trieb es durch die absolute Dunkelheit. Nur langsam kehrte das zurück, was ein Mediziner Bewusstsein nennen würde.

      Das "Wo?" spielte für es keine Rolle. Ebensowenig wie das "Wann?".

      Es hatte Zeit.

      ES würde warten.


      ES hatte begonnen!





      1.Kapitel

      Kein Anfang, denn es endet Nichts

      23.August 2009
      Glacier Nationalpark, Montana

      Die Hitze eines Sommertages lag wie eine Bleidecke über der Ebene. Sehnsüchtig blicke Kristin zu dem dichten Waldrand hinüber.
      Im Schatten der Bäume wäre es bestimmt wunderbar kühl, doch sie musste die idealen Lichtverhältnisse ausnutzen und durfte sich nun keine Pause gönnen. Die junge Frau wischte sich also zum gefühlten hundersten Male mit dem Taschentuch den Schweiß von der Stirn, bevor er Ihr in die Augen laufen konnte und konzentrierte sich dann wieder auf die Runen. Ein dunkles Haarband hinderte die blondgelockte Mähne daran ihr in die Augen zu fallen.

      "Abkühlung gefällig?"Mit einem leisen Schrei fuhr die angehende Historikerin herum.
      "Ben, du bist ein Idiot!" Das Lächeln das sie ihm schenkte, nahm ihrem Ausruf die Schärfe.

      Während sie einen großen Schluck aus der eiskalten Wasserflasche nahm, die besagter Idiot ihr eben in den Nacken gehalten hatte, grinste sie dieser einfach nur vielsagend an.

      "Ich weiß, ich hab dich auch lieb." Mit einem frechen Lausbubengrinsen stahl sich ihr Freund einen Kuss, bevor er sich mit beschwingtem Schritt wieder zu der kleinen Zeltstadt begab, die Ihre Forschungsgruppe am Rande der Lichtung aufgebaut hatte.

      Verträumt folgte Kristins Blick dem atlethisch gebauten, jungen Mann und in Gedanken suchte sie sich schon ein lauschiges, abgeschiedenes Plätzchen, für die laue Sommernacht aus. Bevorzugt ohne Ameisen, doch mit vielen Sternen am Himmel.

      Doch vorher sollte sie ihre Arbeit hier beenden. Die schlanke Blondine wandte sich wieder dem Stein in ihrem Rücken zu.
      Irgendwas hatte sich verändert. In dem kurzen Augenblick von Bens Auftauchen bis jetzt. Verwirrt berührte die Studentin den Runenstein und fuhr mit der Fingerspitze die Linien, der darauf eingeritzten Rune, nach. Der Stein fühlte sich kühl unter Ihrer Fingerspitze an, ganz normal. Sie vollendete die Spirale und im selben Moment fühlte sie einen kleinen Stromschlag welcher sich von ihrer Fingerspitze ausbreitete. Ihre Hand wurde taub und mit einem kleinen Aufschrei riss sie sich von dem Stein los.

      Sofort ließ das taube Gefühl nach und obwohl sie ihre Fingerspitze intensiv untersuchte, so fand sie nicht die kleinste Verletzung, welche ihr zeigen konnte, dass sie sich den kleinen Stromschlag nicht nur eingebildet hatte.
      Verunsichert blickte die Historikerin um sich, doch niemand schien von ihr Notiz zu nehmen.

      Kristin beschloß das sie für heute genug getan hätte. Sie war sowieso die einzige der 10-köpfigen Studentengruppe, welche der Hitzewelle getrotzt hatte und ihre Forschungen in dem Steinkreis, trotz Mittagshitze, fortgesetzt hatte.
      Der Steinkreis, welcher tief in den Wäldern des Nationalparkes verborgen lag, bestand aus 10 grob geschlagenen Dolomitblöcken. Das Gestein kam in dieser Gegend häufig vor, und auch hatten sie mit einer Größe von ca. 1,50 m nicht viel mit ihren imposanten Brüdern aus Schottland gemeinsam. Einzig die Runen, welche in die Steine geritzt worden waren, wiesen auf eine Verwandtschaft mit dem schottischen Stonehenge hin.

      Die junge Frau ließ schnell ihre Ausrüstung in der dafür vorgesehen Tragetasche verschwinden, als sie jedoch die Papiere mit den Pauskopien der Runen in die Mappe schieben wollte, fiel ihr auf was sich verändert hatte. Die Hand, welche das Papier mit der durchgepausten Rune neben die Rune auf dem Stein hielt, zitterte leicht. Fassungslos betrachtete die Studentin die beiden Spiralen. Die auf dem Blatt und die auf dem Stein. Sie waren identisch in Größe und Form und das war auch nicht verwunderlich, immerhin hatte sie diese Kopie vor gerade mal einer Stunde erstellt, indem sie die Rune mit Bleistift auf das Blatt durchgepaust hatte. Doch während die Spirale auf dem Papier sich im Uhrzeigersinn wandte, bewegte sich die Spirale auf dem Stein in die entgegengesetzte Richtung.

      "Ich glaub ich werd verrückt."


      ~~~~~~~~



      05.September 2009
      Highway 2, Montana

      Sam warf seinem Bruder einen vorsichtigen Blick aus dem Augenwinkel zu. Das einzige was er zu sehen bekam war Deans nicht sehr gesprächiger Hinterkopf. Dessen Kopf lehnte an der Seitenscheibe des Impalas, das Gesicht war abgewandt. Da mittlerweile die Nacht hereingebrochen war und draußen keine Lichter existierten, die sich in der Scheibe spiegelten, konnte Sam nicht erkennen ob sein Bruder nach wie vor mit brennenden Augen die vorbeifliegende Landschaft betrachtete oder ob er nun schlief.

      Ein einsames Straßenschild wies den Weg zum nächsten Highway. Die Lampe, welche das Schild beleuchten sollte, lies kurz Deans Spiegelbild in der Fenstscheibe aufblitzen. Die Augen waren geschlossen und ausnahmsweise wirkte sein Gesicht mal vollkommen entspannt. Erstaunt stellte Sam fest, wie jung er in dem Moment aussah. Ihm schien es, als sei Dean um Jahre gealtert, seit dem er aus der Hölle zurück war.

      Entschieden drehte er das Radio leiser. Er musste Nachdenken und das blecherne Scheppern von AC/DC war dabei nicht gerade sehr hilfreich. Es war eine bewährte Methode des Älteren, die lästigen Fragen des Jüngeren abzublocken, in dem er ihn mit lauter Rockmusik einfach übertönte. Und so war Deans erster Griff der zum Radio gewesen, als sie vor ein paar Stunden wieder ins Auto gestiegen sind.

      "Dabei hättest du Dir das auch sparen können!", grummelte Sam leise an die zusammengesunkene Gestalt auf den Beifahrersitzt gewandt. Nicht das dieser das gehört hätte und selbst wenn, hätte es wohl nichts geändert.

      Seit Deans Ausbruch unter der Brücke hatte Sam kein Wort mehr gesagt. In ihm nagte das Gefühl, dass der Jäger sich etwas anders von ihm erhofft hatte. Doch er selbst hatte nur geschwiegen, zu fassungslos um Worte zu finden und schon war der Moment vorbei und sein Bruder setzte sich mit verschlossener Miene auf dem Beifahrersitz und drehte, als Zeichen für das Ende des Gesprächs, die Musik ganz laut.

      Die einsame Landstraße führte gerade wie ein Strich Richtung Horizont. Hier, in der Dunkelheit und Stille des Impalas, wanderten Sams Gedanken zurück zu der Brücke, unter der sie zuletzt Rast gemacht hatten.

      "Was hätte ich denn anderes sagen sollen?" Ein leises Grunzen vom Beifahrersitz war die einzige Reaktion.

      Ihr letzter Fall war keiner von der Sorte gewesen, der das gute Gefühl hinterließ ein paar Menschenleben gerettet zu haben. Er war eher ein"Vergessen-und-schnell-abhaken" Fall gewesen. Eine Sache die sein Bruder zur Zeit aber nicht hinbekam. Dem jungen Winchester lief immer noch ein Schauder über den Rücken, wenn er an die toten, seltsam stumpfen Augen des irren Mädchens dachte. Früher hätte es ihm wohl auch belastet, dass es notwendig war, sie und ihren Bruder zu töten. Er hätte tagelang drüber nachgegrübelt, ob es nicht doch noch einen anderen Weg gegeben hätte. Heute? Sie tat ihm leid, das schon. Doch Ihr Tod war notwendig gewesen, sie hätte sonst weiter gemordet. Egal was sie dazu getrieben hatte. Keine Vergebung für Mörder.

      "Denkst du das? Das du keine Vergebung verdienst? Selbst von mir nicht?"

      Deans Geständnis unter dieser Brücke hatte ihn unvorbereitet getroffen. Er hatte gemerkt das es da noch mehr gab. Sein Bruder hatte ihm nach seiner Rückkehr nur nach und nach erzählt, was ihn so beschäftigte.

      Das einst so gute Verhältnis der Brüder war aus dem Gleichgewicht geraten, denn nicht nur Dean hatte seine kleinen Geheimnisse, auch Sam hatte seinem Bruder anfangs so manches verschwiegen. Doch letztlich hatten sie es so gehalten, wie schon immer, wenn es schwierig wurde - sie rauften sich wieder zusammen und arbeiteten gemeinsam weiter. Nach und nach wurden die Geheimnisse ausgepackt.

      Trotzdem blieb Ihr Verhältnis angespannt. Sie hatten einen wackeligen Waffenstillstand gefunden. Dean hatte sich, zumindestens vorrübergehend, mit Ruby arrangiert. Und Sam... er versuchte seinem Bruder aus dem Trauma zu helfen, dass er sich aus der Hölle mitgebracht hatte. Bis heute war er auch davon überzeugt gewesen, dass er es irgendwie schaffen würde.

      Er hatte geahnt, das es dort noch irgendetwas gab, dass der Ältere ihm bisher verschwiegen hatte. Über die Jahre hatte Sam gelernt, dass er nur beharrlich bleiben musste. Irgendwann kapitulierte Dean und rückte mit der Sprache raus. Immer!

      Und so hatte er die letzten Tage dem Jäger immer wieder Gesprächsvorlagen geliefert und gewartet. Und Dean...

      hatte kapituliert.

      Fast wünschte sich Sam er hätte es nicht getan.

      In der Stille des Impalas kamen die Erinnerungen an den Nachmittag ungewollt zurück. In Gedanken spielte Sam die Szene immer und immer wieder durch, ohne eine Lösung zu finden.

      < Wie so oft in letzter Zeit schien sich Ihr Gespräch im Kreis zu drehen. Dean sah sich selber als das absolut Böse, dass es scheinbar nicht verdient hatte gerettet zu werden. Sam versicherte ihm zum hundertsten Male, das er nichts dazu konnte. Es war die Hölle, Gott verdammt. Wer wäre da nicht irgendwann eingebrochen? Und sein Bruder hatte 30 Jahre "Nein." gesagt. Der jüngere Winchester war überzeugt davon, dass dies kein anderer so lange geschafft hätte.

      Sam stieß einen leisen, genervten Seufzer aus und verdrehte die Augen mit einem Blick gen Himmel, als würde er die Engel als Zeugen für die Sturheit seines Bruders anrufen, als dieser ein weiteres Mal dazu ansetzte ihm zu erklären, um wie viel schlimmer er als das gewesen war, was sie zuletzt gejagt hatten. Er war sich sicher nun wieder dasselbe zu hören, wie schon die anderen hundert Male davor.

      Gerade deswegen traf ihn Deans nächster Satz vollkommen unvorbereitet:

      "Das waren Tiere, Sam, die ihr Revier verteidigt haben. Und ich...ich habs aus Vergnügen getan.">

      ~ ~ ~ ~ ~ ~

      In der Ferne tauchten die Lichter einer kleinen Stadt auf. Sam war einen Großteil des Tages gefahren, einzig mit dem Ziel eine größtmögliche Entfernung zwischen sich und dieses alte Farmhaus zu bringen. Der Highway 2 schlängelte sich durch dichte Wälder und hohe Berge umgaben ihn nun. Ein großes Werbeschild hieß sie in East Gracier Park willkommen. Nun sehnte er sich nach einer Dusche, einem kalten Bier und einem Bett. Und bitte in dieser Reihenfolge. Schon bald kam die bunt beleuchtete Werbetafel für ein kleines Motel in Sicht und ohne zu zögern bog Sam auf den kleinen Parkplatz und stellte dort den Impala ab. Den fest schlafenden Dean lies er im Wagen zurück, während er schnell beim Nachtportier die Zimmerschlüssel besorgte. Das kühle Bier würde er von seiner Liste streichen müssen, doch immerhin gab es eine Dusche. Aus reiner Gewohnheit nahm er noch eine Ausgabe der örtlichen Zeitung von der Theke mit. Vielleicht gab es hier in der Gegend Arbeit für sie. Ihm war mittlerweile alles recht um seinen Bruder vom Grübeln und Trinken abzuhalten.

      "Und wenn ich ehrlich bin, will ich auch nicht weiter grübeln müssen.", gestand sich Sam ein.

      Während er zum Impala zurückkehrte um Dean zu wecken, warf er noch einen kurzen Blick auf die Zeitung:

      "Archäologengruppe weiterhin verschollen."

      Darunter ein Zusammenschnitt mehrerer Bilder. Die Gesichter von 10 jungen Leuten lächelten ihn an.

      Der junge Winchester zog eine Grimasse und rollte die Zeitung zusammen. Er war am Auto angekommen und stand nun auf der Beifahrerseite. Mit Schwung ließ er das zusammengerollte Papier auf die Autoscheibe klatschen und rief laut:

      "Aufwachen Dornröschen."


      Links:
      1)(Glacier-Nationalpark (Vereinigte Staaten) – Wikipedia )
      2)Swiftcurrent Motor Inn and Cabins - East Glacier Park
    • Da die Story schon auf anderen Portalen seit letzter Woche online ist, gibt es hier noch direkt das 2 Kapitel hinterher. In Zukunft werde ich jeden Dienstag ein Kapitel posten.

      Direkt weiter also und viel Spaß mit Kap.2 Noch kann Dean Grinsen, doch ich verspreche Euch, das wird sich ändern. *;)*


      Kapitel 2


      East Glacier Park,Swiftcurrent Motor Inn and Cabins

      06.September 2009

      Kerzengerade saß Dean Winchester in dem harten Hotelbett und wartete drauf das dieses Zittern endlich aufhörte. Schweißtropfen perlten ihm über die Stirn und brannten in seinen Augen. Er konnte spüren, wie die Feuchtigkeit seinen Rücken und seine Brust überzog. Aus dem Nachbarbett drang nur ein leises Schnarchen. Noch 2 min., dann würde das Zittern aufhören und der Alptraum verblassen. So war es bisher immer gewesen.

      Ans Einschlafen war nun nicht mehr zu denken, auch wenn der Morgen erst grau hinter dem Fenster dämmerte. Seufzend rollte sich Dean aus dem Bett und verschwand erstmal unter der Dusche. Das Wasser spülte endgültig die Gedanken an den gestrigen Tag weg und so begann er Pläne zu schmieden. Erstmal die örtlichen Quellen prüfen, ob es hier in der Gegend ungewöhnliche Vorkommnisse gab und wenn nicht, mal bei Bobby anrufen, und checken, ob er etwas hatte.

      "Und wo steckt Castiel? Es musste doch irgendwelche Hinweise auf ein Siegel geben, welches diese Ausgeburten der Hölle als nächstes brechen wollen." Während Dean noch über diese Frage nachgrübelte, zog er die Jeans über die Hüfte und griff sich ein schwarzes T-Shirt.

      Mittlerweile waren die ersten Leute auf dem Parkplatz vor dem Motel unterwegs und Sam lag immer noch schnarchend im Bett. Draußen sammelte sich eine Gruppe Jugendlicher, alle mit großen Rucksäcken bewaffnet und festen Wanderschuhen ausgerüstet.

      "Auf du junger Wandersmann...", flüsterte Dean und zog dabei eine ironische Grimasse. So wie es aussah hatte sein Bruder sie mitten im Niemandsland abgesetzt. Ein paar Holzhäuser und ansonsten nur Wälder und Berge. Sie sollten so schnell wie möglich von hier verschwinden und sich einen Job suchen. In der festen Absicht diesen Plan auch direkt umzusetzen, schnappte er sich sein Kissen vom Bett. Vorher gab es da noch eine Rechnung zu begleichen. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht schleuderte Dean das Kissen auf Sams Kopf. Dieser fuhr sogleich wie von der Tarantel gestochen hoch, die Haare standen wild in alle Richtungen ab, in der Hand hielt Sam ein Messer und blickte wild um sich.

      "Wie? Wer?....Dean?"

      "Komm schon Alice, ich will raus aus diesem Wunderland!", rief sein Bruder gut gelaunt und verschwand dann nach draußen, vermutlich auf der Suche nach etwas Essbarem.

      Sam lies sich mit einem genervten Schnauben aufs Kissen zurücksinken.

      "Jerk!"

      Von draußen hörte er ein gedämpftes “Bitch” durch die schon geschlossene Tür.

      ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~


      Wütend fixierte Dean den Türknauf ihrer Zimmertür. Erneut jonglierte er mit den Kaffebechern und versuchte den Türknauf zu bewegen, ohne den Kaffee zu verschütten oder die Tüte mit den Sandwiches fallen zu lassen. Der einzige Erfolg, den er dabei erzielte war der, sich die Hand erneut am wirklich sehr heißen Kaffee zu verbrühen.

      "Dammit" Jetzt reichte es, dann eben der dezente Weg. Er trat mit dem Fuß gegen die Tür. "Sammy, jetzt mach schon die verdammte Tür auf."

      Beladen schob er sich an seinem kleinen Bruder vorbei und ließ die Tüte mit den Sandwiches einfach auf den Tisch fallen und sich selber auf den Stuhl daneben.

      "Lass uns etwas essen und dann so schnell wie möglich von hier verschwinden."

      Der ältere Winchester biss herzhaft in sein Schinkensandwich und warf seinem Bruder, der immer noch nicht geantwortet, hatte einen fragenden Blick zu. Sam hatte sich wieder aufs Bett gesetzt und war in seinem Laptop vertieft.

      "Ich glaube nicht, das wir das sollten.", antwortete dieser, ohne aufzuschauen.

      Fragend zog Dean die Augenbraue hoch, da Sam dies nicht sehen konnte, schluckte er eilig um die Wangen wieder leer zu bekommen. Dabei verschluckte er sich auch noch fast und es dauerte einen Moment bis er wieder genug Luft hatte um ein:

      "Warum?", zu krächzen.

      "Lies die Zeitung! Schlagzeile auf der ersten Seite."

      Der Ältere zog sich die aufgeschlagene Zeitung heran. Er überflog die Bilder der vermissten Personen. Alles junge Leute, Studenten der Geschichtswissenschaften, laut dem Bericht.
      Von den Bildern lächelte ihn eine attraktive Blondine an.

      "Holla, die würde ich gerne mal retten.", sagte Dean und ließ dabei die Zunge schnalzen.

      Sein Bruder warf ihm nur einen seiner genervten Blicke zu. "Dean, sie ist verschwunden, vielleicht sogar tot."

      "Och Sammy, du solltest dir auch ab und zu ein wenig Entspannung gönnen. Zumindest wäre sie ein Mensch und keine Dämonenschlampe." Dabei grinste Dean so dreckig er nur konnte und zwinkerte vielsagend. Er wussste genau das sein Bruder nun entnervt schnauben und sich wieder dem vermeintlichen Fall zuwenden würde.

      Sam schnaubte genervt.

      "Zehn Studenten untersuchen einen erst kürzlich entdeckten Steinkreis in diesem Nationalpark. Sie schlagen ein Zeltlager dort auf und planen sich zwei Wochen dort aufzuhalten. Nach dem fünften Tag hat niemand mehr etwas von ihnen gehört, zwei Tage später sind die Suchmannschaften unterwegs und kämmen das Gebiet durch."

      "Vielleicht sind sie einfach weitergezogen, weil sie noch einen anderen historischen Steinkrümel entdeckt haben. Oder es wurde ihnen langweilig und sie sind zur nächsten Bar losgezogen.", erwiderte Dean mit einem Schulterzucken, nach wie vor nicht davon überzeugt, dass an der Geschichte mehr dran war.

      "Ohne Ausrüstung? Zwei Tagesmärsche von jeder Zivilisation entfernt?"

      "Wenn du das hier Zivilisation nennen willst.", warf Dean leise ein.

      Sam ignorierte dies einfach und fuhr fort.

      "Das Zeltlager wurde quasi unberührt vorgefunden. Es scheint die Gruppe wollte gerade essen, denn die Suchmannschaften fanden das Essen noch im Topf über dem Gaskocher vor sich hin köchelnd. Die Ausrüstung war unversehrt, keine Kampfspuren, kein Blut...Nichts. Als hätten sie sich in Luft aufgelöst."

      Dean zog fragend die Augenbrauen hoch, zwei Tage im Wald rummarschieren? Konnten sie sich nicht einen Fall suchen der mit dem Impala erreichbar war? Ok, das klang zwar alles etwas merkwürdig, zehn Leute welche einfach so spurlos verschwanden, doch es wäre nicht das erste Mal das eine Gruppe von Wanderern in irgendeiner Höhle verschüttet wurde oder ähnliches.

      "Ok, dann hör dir das mal an: Eine andere Wandergruppe, welche ca. einen halben Tagesmarsch von dem Steinkreis entfernt lagerte, will in der Nacht von Montag auf Dienstag silberne Lichtblitze gesehen haben, welche sich rasend schnell über den Boden bewegten und dabei ihr Lager kreuzten. Die örtliche Ermittlungsbehörde sieht dabei aber keinen Zusammenhang mit der vermissten Studentengruppe und geht davon aus, dass es sich hierbei um ein seltenes Wetterphänomen handelt." Nun war es an Sam eine Augenbraue fragend zu heben.

      Der ältere Winchester erwiderte den Blick frustiert. Er hatte es schon befürchtet als er die Worte "Dann hör dir das mal an" vernahm. Das klang wirklich nach einem Fall für sie.

      Genervt rollte er mit den Augen, als Zeichen seiner Kapitulation."Dann schauen wir uns eben dieses Wunderland mal näher an."

      Damit griff er sich tatendurstig den Rest des Sandwiches und schob diesen mit einem Rutsch in den Mund, zog sich die Jacke über und lief zielstrebig zur Tür. Den Türknauf in der Hand, warf er einen schnellen Blick über die Schulter zu Sam, der immer noch auf dem Bett vor seinem Laptop saß.

      "Kmmscht du metzt oder scholl isch mmalleine gehn?"


      ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~


      23.August 2009

      Glacier Nationalpark, Montana

      Kristin trat vor das Zelt, in dem sie ihre Ausrüstung verstaut hatte. Unwillkürlich wanderte ihr Blick wieder zu dem Steinkreis hinüber. Sie hatte Ben von ihrer Entdeckung erzählt. Mittlerweile hatte sie sich regelrecht in die Sache reingesteigert, doch ihr Freund hatte sich nicht davon anstecken lassen und so zweifelte sie nun an sich selber. Die hellen Dolomitblöcke lagen friedlich im Sonnenlicht. Hatte sie wirklich nur das Blatt vor lauter Aufregung verkehrt herum gehalten? Hatte die Hitze ihr einen Streich gespielt, so wie Ben behauptete?

      Ben beobachtete seine Freundin wie sie aus dem Zelt heraustrat. Ein warmes Gefühl breitete sich in seiner Magengegend aus und er musste unwillkürlich lächeln.

      "Ich bin ein Glückspilz.", murmelte er leise. Kristin trug die rote Bluse die er so mochte und dazu Blue Jeans. Ihr langes, blondes Haar fiel ihr nun in sanften Wellen über den Rücken und er stellte sich vor wie er Ihr heute Abend langsam die Bluse aufknöpfen würde und dann...

      "Hey! Ist mit Kristin alles OK? Sie sieht aus, als ob sie irgendwas erschreckt hätte."

      Markus, sein bester Freund und Studienkollege riß ihn aus dem angenehmen Tagtraum. Bens Blick nahm nun die Haltung seiner Freundin bewusst wahr und im Gegensatz zu eben sah sie jetzt wirklich etwas verängstigt aus, wie sie da mit vor der Brust gekreuzten Armen vor dem Zelt stand und sich wieder und wieder über die Arme strich.

      Kristin hatte ihn nicht kommen hören und so zuckte sie zusammen, als sich ein paar kräftige, braun gebrannte Arme um sie legten und sie gegen eine Person, welche hinter ihr stand, gezogen wurde. Sie schnappte überrascht nach Luft und sofort wehte Ihr der wohlbekannte Geruch von Old Spice um die Nase.

      "Ben, ich hab dich nicht kommen hören."

      "Bist du OK?", sein Tonfall war ungewöhnlich sanft. Ihr Freund war ein ständig gutgelauntes Energiebündel. Was leider auch bedeutete, dass es manchmal schwer fiel etwas ernsthaftes mit ihm zu besprechen, denn er nahm fast nichts wirklich ernst.

      Kristin drehte sich um und sah ihrem Gegenüber in die blauen Augen.
      "Ja, ich denke schon. Ich...ich hab mir da wohl etwas eingebildet."
      In Wirklichkeit war sich die junge Frau drüber so ganz und gar nicht sicher. Um weitere Fragen zu verhindern, drückte sich die Blondine an ihren Freund und die beiden versanken in einem intensiven Kuss.

      "Ok, ich würde diese Diskussion heute Nacht gerne weiterführen, doch jetzt muss ich Markus beim kochen helfen, oder wir essen heute Abend alle kalt." Markus' Kochkünste waren in der Gruppe berühmt und berüchtigt. Er schaffte es sogar ein Essen zu verderben, wenn er nur die Dose öffnete und es auf den Teller beförderte. Mit langen Schritten kehrte Ben zur Kochstelle zurück.

      "Baldhhhhhhhhhh."

      Erschrocken für Kristin herum. Es war mehr ein heiseres Stöhnen gewesen, doch dieses eine Wort war so deutlich zu verstehen, als wäre es direkt in ihrem Kopf erklungen.
      Doch sie war alleine!
      Eine Gänsehaut rannte über ihren Körper und wild sah die junge Frau um sich. Ihr Blick blieb schließlich am Waldrand haften. Täuschte sie sich oder stand da jemand? Sie kniff die Augen zusammen und ging vorsichtig ein paar Schritte näher. Tatsächlich.

      Eine kleine Gestalt machte kehrt und schien in den Wald flüchten zu wollen. Die junge Historikerin dachte nicht lange nach und setzte ihr nach. Bereits nach wenigen Schritten umfing sie dämmriges Licht und die Kühle des Waldes. Verwirrt hielt sie inne.

      "Wo bist du hingelaufen?", fragte sich Kristin leise, während sie sich einmal im Kreis drehte, in der Hoffnung eine Spur zu entdecken. Sie machte eine 360° Drehung und als sie am Ausgangspunkt wieder ankam...

      ...blickte sie geradewegs in ein paar hellbrauner Augen.

      Vor ihr stand eine zierliche Frau, die Beine steckten in einer dunklen Jeans und eine dunkelgrüne Bluse sorgte dafür, dass sie sich vom Wald im Hintergrund kaum abhob. Ein grünes Kopftuch verbarg die Haare.

      Kristin Herzschlag beruhigte sich langsam wieder und erleichtert sties sie den angehaltenen Atem wieder aus. Diese Frau konnte ja wohl kaum gefährlich sein. Wahrscheinlich gehörte sie einer Wandergruppe an und war zufällig auf diese Lichtung gestoßen.

      "Brauchen sie Hilfe? Haben sie sich verirrt? Wir haben ein Satelitentelefon im Lager und könnten Hilfe rufen."

      Die fremde Frau legte den Kopf ein wenig schief, als schien sie zu überlegen. Dann antwortete sie mit rauchiger Stimme.

      "Ihr müsst gehen. Sofort! Er wird heute Nacht kommen, um euch zu holen."

      "Wer wird kommen? Uns holen? Wovon reden sie da bitte, ich verstehe das nicht."

      Ihr Gegenüber kniff verärgert die braunen Augen zusammen.
      "Sie haben es doch gehört. Vertrauen sie ihrem Gefühl. Fliehen sie, oder sie sterben."

      Kristin glaubte sich verhört zu haben und starrte die merkwürdige Frau ungläubig an. Sie warf einen Blick über die Schulter, Richtung Lager, und setzte erneut zu einer Frage an.

      "Aber...", die Stelle an der die Frau eben noch gestanden hatte war leer. Nur ein paar raschelnde Zweige wiesen darauf hin, dass sie dies nicht geträumt hatte.
    • [IMG:http://smiles.kolobok.us/artists/just_cuz/JC_hurrah.gif] Ein Leser, ein Leser.............ganz aus dem Häuschen sei.

      Freut mich das dir die Geschichte bisher gefällt. Tatsächlich habe ich noch so einiges mit den Jungs vor. *8)* Und bis Dienstag ist es ja nur noch 6x schlafen. [IMG:http://smiles.kolobok.us/standart/lazy3.gif] *:D*

      @black pearl

      Daumen drücken? Hrmm, vielleicht kannst du ja dann keine Striche mehr auf der Strichliste machen? *hoffnungsvoll frag* Das geht doch garantiert nicht, mit abgekniffenen Daumen. *lach* Scheint jedenfalls schon geholfen zu haben. *;)*
    • [IMG:http://smiles.kolobok.us/artists/just_cuz/JC_ThankYou.gif] Vielen Dank für dein liebes Feedback, Pandora. Ich freue mich jedes Mal wie blöd, wenn mir jemand sagt, dass er die Jungs wiedererkennt. [IMG:http://smiles.kolobok.us/artists/just_cuz/JC_dance.gif]

      Wie es weitergeht? Hrmm, ein wenig Grusel, ein wenig Drama und ein Hauch von Romance. *Licht ausschalt und ein paar Kerzen anzünd*

      Bis Dienstag, dann gibts wieder etwas auf die Augen. *freu*
    • *:D* Nenene meine Liebe, so haben wir nicht gewettet. Aber ich schicke euch meinen persönlichen Gnom vorbei, der die Kekse auffüllt und auch frischen Kaffee kocht.[IMG:http://smiles.kolobok.us/artists/just_cuz/JC_cookies.gif]

      Und nur die Ruhe, der Countdown läuft. Keine 24 Stunden mehr und schon gehts weiter. *wecker* Bin schon sehr gespannt was ihr zum nächsten Kapitel sagt. [IMG:http://smiles.kolobok.us/artists/laie/Laie_19.gif]
    • Drei
      -
      Zwei
      -
      Eins
      --

      Countdown abgelaufen, weiter gehts mit Kap. 3. *:D*

      Ich hoffe ihr erkennt mich, ich hab mich nämlich "umgezogen." *;)*
      Soju war so lieb und hat ein wenig für mich gezaubert. Ergebniss ist dieses tolle Set von dem ich ganz hin und weg bin. [IMG:http://smiles.kolobok.us/artists/just_cuz/JC_cupidgirl.gif] Vielen lieben Dank, Soju. You Rock.[IMG:http://smiles.kolobok.us/artists/just_cuz/JC_rockin.gif]

      Ich wünsche Euch viel Spaß mit Kapitel 3. ^^

      Kapitel 3



      Bozeman, Montana

      06.September 2009

      Der Kinderspielplatz im Park von Bozeman lag im goldenen Licht eines Spätsommernachmittages.
      Die Montana State University war nur eine Straße entfernt und Sam war der Meinung, dass sie hier wohl am ehesten Informationen über die Studentengruppe und ihr merkwürdiges Verschwinden erhalten würden.
      Von den Rangern des Nationalparks hatten die Brüder erfahren, dass die Gruppe mit einem Satellitentelefon Kontakt mit Ihrem Professor gehalten hatte. Die kleine Expedition war wohl von einem Institut finanziert worden, welches sich auf Runenkunde spezialisiert hatte.

      Während Sam scheinbar regelrecht aufblühte, wenn er mit einem Universitätsprofessor Fachsimpeln konnte, waren Dean solche Besuche immer ein Graus. Und so war Sam nicht sonderlich überrascht, als sein Bruder ihm erklärte er werde draußen warten.

      Erleichtert beobachtete der Jäger wie der Jüngere in dem Universitätsgebäude verschwand. Im selben Moment überkam ihn schon ein schlechtes Gewissen, doch er brauchte nun dringend einen Moment für sich allein. Die Hände tief in den Hosentaschen vergraben und die Schultern hochgezogen, schlenderte Dean über die gepflegten Wege der Parkanlage. Ohne sein Zutun führten ihn seine Schritte zu einer Bank am Rande des Kinderspielplatzes. Mit einem leisen Seufzen lies er sich auf die Parkbank fallen, legte die Ellenbogen auf die Knie und stütze den brummenden Kopf in seine Hände. Die Gedanken purzelten wild durcheinander und ließen ihn keine Ruhe finden. Resigniert fuhr er sich mit den Händen durch die kurzen Haare und lehnte sich dann an die Rückenlehne an. Sein Blick richtete sich auf die spielenden Kinder und er konnte nicht anders als sie zu beneiden. Eine Mutter welche die Kinder zum Spielplatz begleitete, ein Vater der am Wochenende mit den Kids zum Football ging, ein Heim und das unbezahlbare Gefühl, dass die Welt in Ordnung war. Wann hatte er sich zum letzten Mal so gefühlt?

      Anna. Sie hatten nichts mehr von dem Engel gehört, seit dem sie ihre Gnade zurückerlangt hatte. Doch sie hatte ihm gesagt er solle mit jemanden über die Hölle und das was dort passiert sei reden. Sich helfen lassen.

      Bevor sie aus seinem Leben verschwunden war, für einen kurzen Moment, hatte ihm Anna auf ihre ganz eigene Art einen kurzen Augenblick des Friedens geschenkt. In dieser Nacht, in ihrem Armen. Wo sie ihn ohne zu zögern aufnahm, obwohl sie doch wusste was er getan hatte.

      Er sehnte diesen Augeblick des Friedens zurück. Was wenn Sammy ihm doch helfen konnte? Was wenn er mal seinen Sturkopf aufgab und Sam wenigstens die Chance gab. Dieser Gedanke hatte ihn seit Anna nicht mehr losgelassen. Verfluchter Engel. Erst setzte sie diesen Gedanken in seinem Kopf fest und dann verknüpfte sie diesen auch noch mit seiner zweitliebsten Tätigkeit, nach dem Monstertöten. Mit Sex. Nun kam, mit dem Gedanken an die Nacht mit Anna, auch unwillkürlich der Gedanke an ihre Bitte doch mit jemanden zu reden. Das war nicht fair.

      Auf seinem Gesicht machte sich ein bitteres Lächeln breit.

      "Du hast falsch gelegen, Anna. Hörst du?", er hob das Gesicht in den blauen Himmel.
      "Niemand kann mir helfen.", setzte er leiser mit rauher Stimme nach.

      Jeden Tag sah er Betroffenheit in Sams Blick, wenn dieser sich unbeobachtet wähnte. Und schlimmer als die Betroffenheit, war die Ratlosigkeit die sich nur all zu deutlich im Gesicht des Jüngeren abzeichnete.
      Nach seiner Rückkehr hatte Dean alles getan um seinen Bruder vor der grausamen Wahrheit zu beschützen. Er war ein Monster geworden. Es zählte nicht, wie viele Menschen er seit dem gerettet hatte, denn er konnte damit nicht verbergen was da tief in ihm zu schlummern schien. Zu welchen Taten er fähig war.

      Er war für kurze Zeit zu dem geworden, was er jahrelang gejagt hatte. So wie es ihm sein Traum kurz vor dem Trip in die Hölle auch gezeigt hatte.

      Nun war er zurück, doch er brachte den Menschen um sich herum immer noch Leid. Denn Sam litt unter seinem Geständnis.

      Und Gott sollte angeblich unfehlbar sein? Also wenn Gott der Meinung war, dass Dean Winchester die Welt retten konnte, so machten seine Propheten offensichtlich einen schlechten Job.

      Der Blick des Jägers folgte den tobenden Kindern. Das unbeschwerte Lachen der Kids drang ihm ins Bewusstsein und entfaltete so langsam seine beruhigende Wirkung. Die harten Züge auf dem Gesicht des jungen Mannes schwanden allmählich und sein Blick wurde weich.

      ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

      Sam stand im Schatten der Bäume und betrachtete nachdenklich seinen Bruder. Es war ihm nicht entgangen, dass Dean mal wieder mit seinen Erinnerungen rang. Das Gefühl der Hilflosigkeit war dann überwältigend, denn bisher hat er noch keinen Weg gefunden in solchen Momenten seinen Bruder zurückzuholen.

      "Was ist das nur mit dir und den Kindern, Bruder?",er kniff die Augen zusammen und versuchte die Stimmung des Älteren einzuschätzen.
      Da war es! Dieses feine Lächeln, kaum erkennbar. Die entspannt hängenden Schultern und die Hände, welche nun locker auf den Oberschenkeln lagen.

      Das war das Zeichen worauf er gewartet hatte, er trat aus dem Schatten der Bäume hervor, um sich neben seinen Bruder zu setzen.

      ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

      Dean brauchte nicht neben sich zu blicken, um zu wissen wer sich da zu ihm gesetzt hatte. Die große Gestalt seines Bruders warf einen langen Schatten und sofort bildete sich eine Gänsehaut auf seinen Armen, nachdem er nun der wärmenden Sonnenstrahlen beraubt war.

      "Und? Ist an der Sache was dran?", fragte der Ältere, ohne den Blick von den spielenden Kindern zu lösen.

      "Hrmm, die Sache stinkt. Ich hab mal ein wenig nachgeforscht. Diese Lichtblitze waren vielleicht wirklich ein Wetterphänomen, doch sie waren nicht das Einzige."

      Nun wandte Dean doch interessiert den Kopf seinem Bruder zu.
      "Omen? Reden wir hier von Dämonischen Omen?"

      "Bobby checkt das gerade für uns. Bis er soweit ist sollten wir mit der Zeugin sprechen."

      "Zeugin? Ich dachte alle Studenten sind verschwunden?"

      Mit einem genervten Seufzer wandte sich Sam seinem begriffstutzigen Gegenüber zu.
      "Alter, ich red von der Führerin der anderen Wandergruppe aus der Zeitung. Sie hat dieses "Wetterphänomen" gesehen, vielleicht kann sie uns noch etwas erzählen, dass die Behörden nicht hören wollten."

      ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

      Glacier-Nationalpark

      23.August 2009

      Kristin war nach der unheimlichen Begegnung am Waldrand zu der Studentengruppe zurückgekehrt. Dort, in der abendlichen Betriebsamkeit, kam ihr das Gespräch im Wald unwirklich und schemenhaft vor. Auch die Stimme in ihrem Kopf schob sie auf eine Einbildung.
      Steine die Stromschläge austeilten, unheimliche Stimmen aus dem Nichts und geheimnissvolle Frauen welche Warnungen aussprachen?....
      'Was soll das bitte sein? Das ist ja wie in einem dieser billigen Horrostreifen.' Und so behielt die Blondine die Warnung für sich.

      Die Augustsonne stand lange am Himmel und erst spät verschwand die drückende Hitze und Dunkelheit umfing allmählich die kleine Lichtung. Die Gruppe hatte es sich angewöhnt erst nach Einbruch der Dunkelheit zu essen, keiner hatte Hunger, so lange ihm die Sonne den Schädel röstete. Jeder war nun beschäftigt. Es wurden die Unterlagen des Tages gesichtet und sortiert, der Küchendienst war dafür zuständig irgendwas Warmes zu fabrizieren und der Rest verstaute die teure Ausrüstung für die Nacht in regenfesten Behältern, falls es in der Nacht doch mal Gewittern sollte.

      Die junge Historikerin ging gerade an einem Zelt am Rande des Lagers vorbei, als sie plötzlich gegriffen und hinter dem Zelt in einen Haufen Büsche gezogen wurde. Vor Schreck schlug ihr das Herz bis an die Kehle hinauf und sie bekam nicht mehr als ein hohes Quicken heraus.

      "Hey, ich hätte da eine Idee.", hörte sie eine schmeichelnde Stimme.

      "Ben! Du hast mich zu Tode erschreckt!" Kristin war wütend und ganz und gar nicht in Stimmung sich die blöde Idee ihres Freundes anzuhören.

      "Für einen Geist bist du aber verdammt sexy." Der junge Historiker ließ sich jedoch nicht so leicht beirren, zog seine Freundin wieder fest an sich heran und knabberte dabei leidenschaftlich an ihrem Ohrläppchen.

      "Verdammt." War alles was die junge Frau darauf noch erwidern konnte. Er wusste eben was seine Freundin schwach werden ließ und so erlaubte sie es, dass er sie in einen langen und leidenschaftlichen Kuss zog.
      "Und was war das für eine Idee?", fragte sie wenig später etwas atemlos.

      Sie musste schon zugeben, Ben hatte sich mächtig ins Zeug gelegt. Wie er die Champagnerflasche heil bis hier oben transportiert hatte, war ihr ein Rätsel, ganz zu schweigen von den Champagnerflöten. Doch in Wirklichkeit interessierte sich im Moment keiner der beiden für die "Blubberbrause".

      Kristin lag auf der Picknickdecke und genoß es einfach nur, wie Ben ihr langsam die Bluse aufknöpfte. Nach jedem Knopf der aufging, gab er ihr einen Kuss auf das freigelegte Stück Haut und als er endlich am letzten Knopf angekommen war, dachte sie schon sie würde zerfließen und sie versuchte sich aufzurichten um ihren Freund einen hungrigen Kuss zu geben. Doch dieser schien es sich in den Kopf gesetzt zu haben, sie heute quälend langsam zu verwöhnen und drückte sie entschieden auf die Decke zurück und gab ihr noch einen leidenschaftlichen Kuss. Er schenkte ihr eines seiner Lausbubengrinsen, die sie früher gehasst hatte und nun liebte. Dann tauchte Ben wieder ab und sie spürte wie seine Zunge langsam über ihren Bauch nach oben wanderte, während seine Hände sich dran machten das letzte störende Kleidungsstück an ihrem Oberkörper zu entfernen.

      "Bhaaaallllddhhh."

      Abrupt fuhr die Historikerin in die Höhe und lauschte mit weit aufgerissenen Augen.

      "Hast du das gehört?" fragte sie panisch.

      "Was gehört?" Vollkommen verwundert musterte Ben seine Freundin, doch die echte Panik, welche sich in ihren Augen spiegelte, lies ihn aufmerksam werden und so verstummte er und lauschte ebenfalls.

      Tatsächlich vernahm er nun einen leisen, monotonen Sprechgesang. Und dieser schien auch noch aus dem Lager zu kommen.
      "Was geht da vor?" Langsam stand Ben auf und hielt Kristin eine helfende Hand hin. Vorsichtig bahnten sie sich ihren Weg durch das Unterholz, was sich in der nun vorherrschenden Dunkelheit als gar nicht so einfach erwies. Doch ihr Instinkt sagte ihnen, dass sie lieber auf die Taschenlampe verzichten sollten. Als sie den Waldrand erreichten, lagen die Zelte des Lagers direkt vor Ihnen. Kein Mensch war dort unterwegs, statt dessen standen die Studenten auf der Lichtung. Vor jedem Stein des Kreises stand ein Mensch. Nur vor 2 Steinen war der Platz noch leer.

      "Sie doch nur!" Kristins Hand krallte sich in den Arm Ihres Freundes.


      Gregory West war eindeutig ein Streber. Er war ein schleimiger Arschkriecher und niemand konnte ihn leiden.

      Gregory wandte sich zu Kristin und Ben um und ein geradezu beängstigendes Lächeln überzog sein Gesicht, doch es erreichte nicht seine schwarzen Augen.

      "Sehr gut. Wir haben nur noch auf euch gewartet."


      Kristin began zu schreien.

      ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~


      Bozeman, Montana

      06.September 2009

      "Mr. Angus, Mr. Young, wir kommen vom Wetteramt, Bonzeman. Dürften wir ihnen ein paar Fragen zu den Blitzen im Glacier Park stellen?"

      Misstrauisch schaute ihn die Frau, welche in der Haustüre stand, an. "Die Behörden haben das doch alles schon als "Wetterleuchten" eingestuft. Warum wollen Sie noch mehr darüber hören?"

      Sam setzte sein gewinnendes Lächeln auf. "Sehen Sie Ma'am, das sind zwei getrennte Behörden. Wir versuchen es kurz zu machen."

      Wenig später saßen die Winchester Brüder in einem altmodisch eingerichteten Wohnzimmer, vor sich eine Kaffeetasse und eine recht wortkarge Mrs. Miller. Die Frau musste schon auf die 60 zugehen, doch sie sah zäh wie altes Stiefelleder aus und war von den langen Wanderungen tiefbraun gebrannt. An den Wänden hingen unzählige Fotos von Vögeln. Sie war Ornithologin und führte seit vielen Jahren Gruppen von begeisterten Vogelkundlern durch den Glacier-Nationalpark.

      "Viel gibt es da nicht zu erzählen. Es war so, wie ich es dem Officer vom Policedepartment schon erklärt habe. Wir saßen noch am Lagerfeuer, es war bereits dunkel geworden und auf einmal schien der Wald um uns herum in einem silbrig-weißen Licht zu glühen und unter unseren Füßen zogen diese Lichtblitze vorbei. So schnell wie sie aufgetaucht waren, waren sie auch schon wieder vorbei." Mrs. Miller machte eine kurze Pause und sah dann Sam fest in die Augen. "Es waren Kugelblitze...ein Wetterphänomen." Doch ihre Stimme klang nicht überzeugt.

      "Wenn es Blitze waren, hätten Sie und Ihre Begleiter dann nicht Verletzungen davon tragen müssen?" Dean beugte sich interessiert vor und erwiderte den Blick der älteren Dame offen.

      Diese schien nun Mut zufassen, da jemand scheinbar die selben Zweifel angesichts der Erklärung mit dem Kugelblitz hatte, wie sie selbst.

      "Das verstehe ich ja auch nicht. Da war nichts, die Leute erzählen doch immer von einem kribbelnden Gefühl oder der Spannung in der Luft. Einer dieser.....Blitze...er zog genau unter meinen Füßen vorbei, doch ich spürte - nichts."

      Sam und Dean tauschten einen verblüften Blick und der Ornithologin entging dies nicht.

      "Wissen Sie, da war noch etwas Merkwürdiges. Die Polizei wollte diese Aufnahmen nicht haben, doch vielleicht werden Sie daraus schlau."

      "Aufnahmen? Von was für Aufnahmen reden wir hier? Sie haben Fotos gemacht?" Nun war Sam aufs höchste gespannt.

      "Fotos?" Mrs.Miller lachte kurz auf. "Nein, keine Fotos. Dafür ging alles viel zu schnell. Ornithologen benutzen für ihre Studien Videokameras, welche sie an guten Aussichtspunkten installieren. Hohe Bäume, Jägersitze mit Weitsicht, Sie verstehen? Wir hatten eine Kamera da draußen, auf dem Bergrücken. Sie hat fast das gesammte Tal erfasst, da wir nach Stellen gesucht haben, die von vielen Vögeln aufgesucht werden."

      Dean pfiff leise durch die Zähne, als ihm klar wurde, auf welche Goldmine sie da gerade gestoßen waren.

      "Mrs.Miller, wir würden uns diese Aufnahmen sehr gerne mal ansehen."

      ~ ~ ~ ~ ~

      Sam saß im Schneidersitz auf seinem Bett im Motor Inn. Verblüfft starrte er auf den Monitor seines Laptops, das vor ihm auf dem Bett stand.

      "Was zum...?", murmelte er. Der jüngere Winchester stützte sich mit einem Bein auf dem Boden neben dem Bett ab, während das andere angewinkelt blieb. Faziniert vom Geschehen auf dem Monitor beugte er sich vor und betrachtete das Video erneut.

      "Dean, das musst du dir ansehen. Ich habe sowas noch nie gesehen."

      Der Gerufene streckte kurz den Kopf aus der Badezimmertür, eine Zahnbürste im Mund, nickte und murmelte etwas Unverständliches. Dann verschwand der Kopf auch schon wieder und man hörte Wasser rauschen. Kurz darauf stand Dean neben ihm.

      "Siehst du wie groß es ist? Es zieht durch das ganze Tal."

      "Was immer das ist, ein Kugelblitz ist es auf keinen Fall.", erwiderte der Ältere und kniff konzentriert die Augen zusammen. "Spiel das nochmal ab."

      Sam klickte wortlos auf den Wiedergabeknopf des Mediaplayers. Die angespannte Stimme seines Bruder verriet ihm allerdings, dass dieser irgendetwas entdeckt hatte.

      "Stopp! Da ist es." Deans Blick hatte sich auf den Monitor geheftet. "Diese Linien haben keinen zufälligen Verlauf. Sie bilden ein Symbol."

      "Kennst du es?"

      "Ich bin mir sicher das ich es schon mal gesehen habe. Nur wo?" Der Jäger fixierte den Monitor, als könne er dort die Antwort auf die Frage finden.

      "Warte." Dean fuhr herum und fing an in den Unterlagen des Professors zu wühlen, die dieser ihnen mitgegeben hatte. Er kam mit einer Liste der Runen zurück, welche die Gruppe auf den Steinen identifiziert hatte.

      "Dagaz! Und was bedeutet das?" Dean betrachtete die abgebildete Rune auf dem Papierbogen, während Sam schon konzentriert Buchstaben in den Laptop tippte. Der Ältere war sich sicher, dass sein Bruder in kürzester Zeit alles herausfinden würde, was es über diese Rune zu wissen gab.

      "Dagaz. Es ist ein uraltes Symbol. Die alten Schamanen verwendeten es vor mehr als 2000 Jahren. Es ist eine Botschaft des Erwachens, der Klarheit und der Transformation. Eine mystische Zeit wird erwachen und alle Gegensätze wie Licht und Dunkelheit, Freude und Kummer, Leben und Tot werden verschmelzen." Sam warf seinem Bruder einen nachdenklichen Blick zu. "Wenn du mich fragst, klingt das nicht gut."
      "Ich hasse es, wenn du recht hast." Dean warf seinem Bruder einen genervten Blick zu, denn ihm war klar geworden, dass er um die Wanderung zu diesem Steinkreis nicht mehr herum kam.
      Mit einem breiten Grinsen im Gesicht schloß Sam seinen Laptop.

      Erläuterungen:
      1. Kugelblitz: Als Kugelblitz bezeichnet man eine seltene, kugelförmige Leuchterscheinung meist in der Nähe eines Gewitters.
      2. Die Rune dagaz
    • *Wegweiser im Forum aufstellt, die alle total zufällig zu Five weisen* :whistling:

      Hi Pandora,

      schön das du noch dabei bist. ^^ Die Woche Wartezeit ist immer gemein, doch ihr könnt Euch ja mit Spekulationen ein wenig die Zeit vertreiben. *;)* Vielleicht lasse ich mir dadurch die eine oder andere Info aus der Nase ziehen. Vielleicht aber auch nicht. *:D*
    • Hallöchen,

      schön, wie du den Spannungsbogen langsam aufbaust. *nimmt sich mal einen Keks und schreibt mampfend weiter* Die Stelle auf dem Kinderspielplatz hat mir sehr gut gefallen. Es passt zu Dean sich zurückzuziehen und in ein brütendes Schweigen zu verfallen, gerade nach seiner Rückkehr aus der Hölle. Langsam kommt die Sache am Steinkreis ja in Fahrt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und da ich ja erst heute den letzten Teil gelesen habe, ist die Zeit bis Dienstag auszuhalten. *:D*
      [IMG:http://abload.de/img/1hobbit3jqjzf.jpg]
      Signatur + Ava by myself


    • Hey Süße, auch wenn ich nicht oft was dazu schreibe, du weisst, wie toll ich deine FF finde ....und mach weiter so....deine Art Dean und Sam zu beschreiben trifft die beiden aufs genaueste. Ich freu mich schon, weitere FF von dir lesen zu dürfen, die du bestimmt auch hier posten wirst..Gelle *tanz3*

      AngelA *cheer*

      LG pearlie

      It takes forever to find yourself
      But it only takes one second
      to forget who you are.
    • Aww, Leute ihr seid total lieb. *lieb*

      @Jimmy

      Jetzt ist ja bald Dienstag und ich bin schon immer sehr gespannt auf deine Reviews. *hibbel* Die Spielplatzszene musste einfach sein und sie ist eine meiner Lieblingsszene in der Story.

      @ black pearl

      *umarm* Juhu Liebes, Feedback von dir ist immer eine Freude und es ist schön dich ab und an hier zu lesen und zu überfallen. Außerdem weckt das in mir die Hoffnung, dass die Strichliste in der Zeit unbewacht ist und ich ein paar Striche heimlich wegradieren kann. [IMG:http://smiles.kolobok.us/standart/whistle3.gif] *hihi*
      Weitere FanFictions....nur wenn du sie Betaliest..... *zerr* *lach*

      @Dean74

      Juhu, noch einen Leser gefangen. [IMG:http://smiles.kolobok.us/artists/just_cuz/JC_dance.gif] Ich habe die Kapitel auch mit Extra klebrigen Harz eingeschmiert, damit viele Leser hängen bleiben. :whistling:
      Morgen geht es weiter, du musst diesmal also nicht so lange warten. Und ich verspreche, nächste Woche wird es dann so richtig unheimlich. [IMG:http://smiles.kolobok.us/artists/snoozer/moderator.gif]
    • Wie versprochen geht es heute weiter. Genehmigt euch ein paar Kekse, macht es euch gemütlich und seid froh das ihr nicht durch die Mückenverseuchten Wälder des Naturparks stolpern müsst. ^^

      Kapitel 4
      07.September 2009

      East Glacier-Nationalpark, Rangerstation Ost


      "Nein mein Herr, es gibt auch keine Motocross-Rides im Parkgelände." Der grauhaarige Mann hinter der Ladentheke hatte einen deutlich genervten Unterton und warf seinem Gegenüber einen grimmigen Blick zu, bevor er sich an den scheinbar etwas verständigeren Begleiter wandte.

      Sam warf seinem Bruder einen beschwörenden Blick zu, den dieser jedoch gekonnt ignorierte. Der Jüngere versenkte deswegen kurzerhand den Absatz seines rechten Schuhs auf dem linken Fußrücken des Älteren und schenkte dabei, mit einer Unschuldmiene die Castiel Ehre gemacht hätte, dem Parkranger seine Aufmerksamkeit.

      "Sie müssen verstehen, dies ist ein Naturschutzgebiet. Jeder Einsatz motorisierter Fahrzeuge würde die hiesige Flora und Fauna empfindlich stören. Es gibt eine Trailführerin, welche Touren zu Pferd anbietet. Doch sie ist nur unregelmässig hier und ich habe sie jetzt schon länger nicht mehr gesehen." Der Ranger hatte seine geschäftsmässige Freundlichkeit wiedererlangt und zuckte mit einem fast entschuldigenden Lächeln die Schultern.

      "Eines steht fest. Jetzt werden wir statt der zwei Tage bestimmt drei Tage unterwegs sein." Damit drehte sich Dean um und verließ mit demonstrativen Humpeln die Hütte. Sollte doch sein Bruder die Details klären.

      Sam beantwortete den verwunderten Blick des Rangers mit einem schiefen Lächeln.
      "Ignorieren Sie ihn einfach. Den hat heute morgen eine Biene gestochen."

      Als wäre diese Erklärung tatsächlich ausreichend winkte der ältere Mann lächelnd ab und begann in den Wanderkarten zu wühlen.


      ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

      Eine Viertelstunde später verließ der Jäger die Blockhütte der Parkranger. In seiner Tasche befanden sich nun einige Wanderkarten, ein mobiles GPS Gerät, Kompass und die Notfallnummer der Parkrangers.

      Der junge Mann schirmte die Augen gegen die Sonne ab und suchte den Platz vor der Hütte nach seinem Bruder ab. Wie erwartet stand dieser lässig gegen seinen Wagen gelehnt. In der Nähe rief eine Erzieherin die aufgeregte Gruppe Kindergartenkinder zur Ordnung. Für einen winzigen Moment strahlte Deans Gesicht eine solche Sehnsucht aus, dass es Sam das Herz zusammenzog. Doch so schnell wie er gekommen war, verflog dieser Moment auch wieder und das Gesicht seines Bruders schien sich wieder zu verfinstern. Mit langen Schritten näherte sich der Jüngere dem Auto. Der ältere Winchester nahm das Knirschen des Kieses wahr und als er sich Sam zu wandte, war nichts mehr von dem Gefühlskonflikt wahrzunehmen, der ihm eben noch so deutlich ins Gesicht geschrieben stand.

      "Wir sollten den Tag nutzen, uns mit Ausrüstung versorgen und morgen in aller Frühe aufbrechen. Ranger Reilly startet morgen mit einer Gruppe Jugendlicher zu einer Tour. Laut Mr. Harrison können wir uns für den ersten Tag einfach anschließen. Danach sind wir auf uns allein gestellt."
      "Ist auch besser so. Ich spiele nicht gerne den Babysitter. ", sagte Dean leichthin. "Was meinst du Sammy? Ist ES noch da, oder ist ES - weitergezogen?"

      Der jüngere Jäger blickte sich unauffällig um und senkte dann die Stimme. Ein junges Pärchen stand in ihrer Nähe, schenkte den beiden Männer aber keine weitere Beachtung.
      "Was die Dämonen angeht, die sind weg. Bobby ist sich da sicher, keine weiteren dämonischen Omen mehr und das schon seit sieben Tagen. Doch diese Rune..." Sam blickte seinen Bruder eindringlich an. "Bobby glaubt das sie etwas befreit hat und DAS könnte durchaus noch da oben warten."

      "Mitten in der Wildnis? Sam, da oben kann es höchstens ein paar Kaninchen erschrecken. Warum sollten die Dämonen so etwas machen? Ich meine, wollen sie uns Menschen jetzt auch noch den Urlaub verderben, oder was?" Die Augenbrauen des Jägers schienen nun fast seinen Haaransatz zu erreichen, während er sein Gegenüber ungläubig anstarrte.

      Sam seufzte genervt.
      "Ich weis es nicht! Doch Bobby ist überzeugt das da etwas großes dahintersteckt. Also sollten wir nachsehen."

      "Also gut, folgen wir dem Ruf der Wildnis." Damit schwang sich der ältere Winchester auf den Fahrersitz des Impalas. Wenn er schon in den nächsten Tagen auf den Komfort seines Babys verzichten musste, dann wollte er diesen Tag nochmal so richtig auskosten. Und so dröhnte Led Zeppelin aus den Boxen, während das schwarze Muscle Car vom Parkplatz fegte, dass der Kies nur so spritzte.

      ~ ~ ~ ~ ~ ~

      08.September 2009, früher Morgen

      Parkplatz Rangerstation Ost, East Glacier Park




      "Dean, nun komm schon. Der Wagen steht hier sicher und Harrison hat bestimmt ein Auge auf sie.", genervt zog Sam seinen Bruder am Ärmel von dessen Baby fort und ließ erst los, als er sich sicher war, dass dieser nicht noch ein weiteres Mal umdrehen würde, weil er etwas im Auto vergessen hatte.

      "Wobei ich mir nicht sicher bin, ob er dies wegen der 10 Dollar macht, oder wegen deinem Blick, als du ihm gedroht hast, was du ihm antun würdest, wenn du wiederkommst und der Wagen wäre dann nicht so, wie du ihn verlassen hast." Der Jüngere lachte leise bei der Erinnerung an das Gesicht des armen Aufsehers.

      "Halt die Klappe, Sam!", brummte dieser nur missmutig. "Wo steckt denn nun dieser Reilly? Pünktlichkeit ist wohl nicht sein Ding." Suchend blickte Dean sich um, doch auf dem Parkplatz stand nur eine Gruppe von sechs Teenagern gähnend herum und eine junge Frau, welche er für eine Lehrerin hielt. Sie hatte jedenfalls diesen "Lehrertonfall" drauf.

      "Und Bergwandern ist eindeutig nicht Ihr Ding." Die vermeintliche Lehrerin warf einen abschätzenden Blick auf Deans Boots, ihr Blick wanderte nach oben über die zerrissenen Jeans, das karierte Baumwollhemd und erwiderte schließlich kühl Deans Grinsen. "Angie Reilly. Pünktlichkeit ist eindeutig mein Ding. Bauen Sie da draußen bloß keine Scheiße, weil ich es bin, die Ihren Arsch dann retten muss."

      Damit drehte sich Ranger Reilly auf dem Absatz um, streckte den Arm in die Höhe und machte eine kreiselnde Bewegung. "Los, los. Abmarsch!" Und ging schnurstracks auf den Waldrand zu.


      "Oh wow, die hätte auch als Drill Sergant beim Militär Karriere machen können." Dean sah fassungslos der rotblonden Frau hinterher.

      "Du hast sie gehört. Bau bloß keinen Scheiß da oben." Mit einem breiten Grinsen im Gesicht schulterte Sam seinen Rucksack, zog die Riemen fest und verschwand ebenfalls im dichten Wald.

      ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

      ES trieb durch absolute Dunkelheit.

      Tausende Stimmen schienen in ihm zu toben und dann war es doch wieder nur eine. Die Mauern seines Gefängnisses existierten nach wie vor.

      Hätte ES Arme und Beine besessen, so hätte es diese wohl gestreckt um die Barriere zu ertasten. Doch ES brauchte keine Gliedmaßen, es streckte und dehnte sich, während der Chor der Tausend Stimmen erwartungsvoll anschwoll.

      Lauter.
      Noch lauter - und dann, die Grenze.

      Frustration Tausender Seelen machte sich Luft, während der Eine Geduld mahnte.


      Die Mauer wurde dünner.


      ES konnte sie schon spüren.


      Millionen von Seelen!


      ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

      09.September 2009
      Rangerstation Ost, East Glacier Park


      "Der Termin im Oktober geht klar, doch hier an Halloween habe ich auf keinen Fall Zeit und streich mich an Thanksgiving auf jedenfall von Mrs. Harrison Gästeliste. Ich werde dort auf keinem Fall im Kleid aufkreuzen. November geht klar..."

      "Du hast da vielleicht gestern was verpasst, Mac. Da wollten zwei komische Vögel zum Goat Haunt raus. Ich glaube, die wären am liebsten mit ihrem Angeberauto da hoch gefahren."

      Mit einem schmalen Lächeln sah die kleine Frau vor ihm auf. Wie üblich trug sie Jeans und heute eine hochgeschlossene Bluse, statt dem sonst üblichen Shirt und Halstuch. Harrison unterdrückte einen leisen Seufzer, als sein Blick an dem Kleidungsstück hängenblieb. Die rauchige Stimme riss ihn aus seinen trüben Erinnerungen."Du hast ihnen also ein Video verkauft und sie nach Hause geschickt."

      Harrison schluckte sein Lachen herunter, als er merkte das dies keine Frage gewesen war. "Naja, eigentlich nicht. Die Kerle wollten unbedingt den Steinkreis sehen, waren nicht davon abzubringen." Als der Ranger sah wie sich die Miene seines Gegenüber verfinsterte, fügte er eilig hinzu: "Gestern morgen sind sie mit Reilly aufgebrochen, in Boots." Dabei zwinkerte er. "Keine Sorge, ich bin mir sicher, sie sind geläutert mit Reilly zurückgekehrt."

      "Sind sie?"

      "Keine Ahnung, wenn du das unbedingt wissen willst, dann schau doch nach einem schwarzen Impala auf dem Parkplatz." So langsam wurde ihm der stechende Blick, mit dem sie ihn fixierte, unangenehm. Scheinbar geschäftig fing er an seine Statistiken zu studieren und fragte scheinbar beiläufig. "Doch warum interessiert dich das so brennend?"

      Bevor Harrison die Frage beendet hatte, war die Trailführerin auch schon zur Tür raus.
      'Das kommt davon, wenn man wochenlang nur im Wald haust. Die werden dann alle ein wenig merkwürdig.' Kopfschüttelnd machte er sich wieder an den Papierkram.

      ~ ~ ~ ~ ~ ~

      Angie Reilly konnte sich ein erleichtertes Seufzen nicht verkneifen, als die letzte Wegkreuzung vor der Rangerstation in Sicht kam. Von hier aus noch eine Stunde Fußmarsch und dann warteten ein paar dicke Socken, eine bequeme Couch und ein gutes Buch auf sie. Hinter ihr war es in den letzten Stunden ruhig geworden, trotzdem war sie froh, wenn sie für den Rest der Woche kein Teeniegeschnatter mehr hören musste.

      Der Gedanke an eine warme Dusche wurde plötzlich vom Geräusch eines sich schnell nähernden Pferdes vertrieben. Verwundert sah die junge Frau auf ihre Uhr. In zwei Stunden würde es im Wald stockdunkel sein. Schon kam der erwartete Schecke in Sicht, mit seiner wild winkenden Reiterin.

      "Angie! Was für ein Glück das ich dich treffe." Der Blick der zierlichen Frau auf dem Pferd, glitt suchend über die Menschengruppe. "Die jungen Männer mit den Boots, sind sie mit dir umgekehrt?"

      "Nein, die sind weiter zum Goat Haunt rauf. Ich muss sagen, ich habe mich in den Kerlen getäuscht. Sie haben den Weg nach Three Oaks ohne Probleme bewältigt und sind dann alleine weiter. Und ehrlich gesagt, war ich froh." Angie warf einen Blick über die Schulter, zu ihren Schützlingen. "Da hinten waren schon die Hormone am hüpfen, wenn du verstehst was ich meine, Mac." Erwiederte sie leise und zwinkerte der Frau vor sich vielsagend zu.

      Verblüfft starrte Angie dem davon eilenden Pferd hinterher. Normalerweise war die Trailführerin immer für einen schlüpfrigen Scherz zu haben, doch nun galoppierte sie grußlos davon, als wäre der Teufel hinter ihr her. Kopfschüttelnd machte sich die Blondine mit ihrer Gruppe auf den Heimweg.


      ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~


      Mit einem Ächzen ließ Dean den Rucksack vom Rücken gleiten und auf den Boden fallen. Sein Hemd war am Rücken schweißnass und die Schultergurte vom Rucksack hatten schmerzhafte Scheuerstellen hinterlassen. Kurzerhand ließ der Jäger auch Hemd und Shirt dem Rucksack folgen.
      Mit geschlossenen Augen stand er da und genoss einfach nur den lauen Wind, welcher nun seinen Oberkörper trocknete.

      Ein leises Keuchen kündigte seinen Bruder an, der nun ebenfalls den letzten, heftigen Anstieg zu der Lichtung mit dem Steinkreis bewältigt hatte. Atemlos ging Sam ein wenig in die Hocke und beugte den Oberkörper vor, während er die Hände auf die Knie stützte, in der Hoffnung so besser Luft zu bekommen. Nach drei tiefen Atemzügen fühlte er sich imstande ebenfalls seinen Rucksack neben Dean's auf den Boden fallen zu lassen und sich direkt daneben. Mit geschlossenen Augen blieb er im Gras liegen.

      "Es soll tatsächlich Leute geben denen so was Spaß macht.", murmelte Sam, während er mit dem Arm seine Augen vor der grellen Sonne abschirmte.

      Die einzige Antwort darauf war Stille. Irritiert nahm der jüngere Winchester den Arm zur Seite und sah zu dem anderen auf. Dieser stand immer noch mit nackten Oberkörper am selben Fleck. Die Gänsehaut welche langsam seine Arme überzog schien er nicht wahrzunehmen, der Blick war starr aufs Tal gerichtet.

      "Gehts dir gut?", fragte der junge Jäger leise.

      "Schau Dir das an. Ich meine – Das Ganze hier.", antwortete Dean im Flüsterton, fast als könne er mit einem lauten Wort etwas zerstören.

      Sein Bruder setzte sich auf und ließ den Blick ebenfalls über das Tal schweifen. Die letzten zwei Stunden waren sie nur damit beschäftigt gewesen, einen schmalen Ziegenpfad bergauf zu klettern. Kleine Steinkiesel, welche unter den Schuhen davon rollten, erschwerten den Aufstieg noch und so verfielen beide Jäger sehr schnell in die Monotonie, die so viele Bergwanderer überfällt. Den Blick auf den Boden gerichtet, einfach nur einen Schritt vor den anderen setzen, ohne der Umgebung die geringste Aufmerksamkeit zu schenken.

      Zum ersten Mal wurde den beiden bewusst wie hoch sie gestiegen waren und da keine großen Tannen die Sicht behinderten, breitete sich die ganze Talebene wie ein grüner Teppich vor ihnen aus. Es gab keine Straßen, kein Autolärm und auch keine Siedlungen.

      "Kannst du dir an so einem Ort die Apokalypse vorstellen? Oder ein anderes Übel?"

      Sam blieb seinem Bruder die Antwort schuldig. Er war sich sicher, das sie in diesem Moment nicht über den Fall sprachen. Vielmehr vermutete er, das der Ältere dran glauben wollte, dass es noch einen Ort gab, der Frieden versprach. Selbst wenn dies eine kleine Lichtung mitten im Nirgendwo sein sollte. Doch dieser Ort war nicht friedlich. Irgendetwas lauerte hier und der junge Jäger konnte es spüren. Er war sicherer denn je zuvor, dass an diesem Ort etwas abgrundtief Böses geschehen war.

      Deans Blick ruhte nun auf ihm. Ständig schienen Sam die richtigen Worte zu fehlen und die seltsamen Stimmungsschwankungen seines Bruders machten es auch nicht leichter. Mal war er tief deprimiert und verschlossen und dann überfiel er ihn mit so einem Eingeständnis wie eben – und es war, als ob er etwas erwarten würde....etwas was Sam tun oder sagen sollte? Doch was?

      Sam umging auch diesmal dieses Gespräch. "Wir sollten auspacken und nach Spuren suchen, bevor es dafür zu dunkel wird." Schnell stand der große Mann auf und wandte sich ab, um sich nicht der grimmigen Enttäuschung, weil er mal wieder das falsche gesagt hatte, in den Augen des Älteren stellen zu müssen.


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      Unwillig brachte die junge Frau ihre Stute zum Stehen und warf einen bangen Blick auf die Hügelkette vor sich. Die Sonne streifte bereits den Rand des Bergmassivs. Die Zeit lief ihr davon, denn schon bald würde es auf den Berghängen dunkel werden. Resigniert musste sich die Reiterin eingestehen, dass sie ihr Pferd bis zur Leistungsgrenze treiben könnte und es trotzdem nicht schaffen würde die beiden Männer rechtzeitig zu erreichen.

      "2000 Jahre! 2000 Jahre hast du geschlafen und ausgerechnet jetzt musst du aufwachen?" Mit einem frustrierten Ausruf lies sie die Stute nach vorn preschen, weiter auf die Berghänge zu.


      1)Glacier National Park - Goat Haunt (U.S. National Park Service)