Supernatural - Oneshot - Aufsammeln der Scherben (Spoiler 5.04 The End)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Supernatural - Oneshot - Aufsammeln der Scherben (Spoiler 5.04 The End)

      Okay, dann werde ich auch mal anfangen meine Stories zu posten. ^^
      Dies war mein erster Versuch eine Story in Englisch zu schreiben und da es sich nun um die Übersetzung handelt, mag sie an der ein oder anderen Stelle vielleicht ein wenig holprig klingen.
      Ausserdem wage ich meinen Start ausgerechnet mit einer Story aus Zachariahs Sicht und schlimmer noch ... mit dem Tod eines Hauptcharakters, aber trotzdem hoffe ich, sie gefällt euch. Ich kann euch zumindest versprechen, dass ihr einen ganz anderen Zachariah als in der Serie zu sehen bekommt. *ja*
      Schreibt mir, was ihr davon haltet und ob ihr ihn euch so vorstellen könnt ...

      Titel: Aufsammeln der Scherben
      Autor: Jimmy
      Diclaimer:Alle Charaktere und sämtliche Rechte an Supernatural gehören CWs und Eric Kripke. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht, um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden und toten Personen ist zufällig und nicht beabsichtigt. Alle weiteren Charaktere sind Eigentum des Autors.
      Genre: Drama, Charakterstudie, Missing Scene
      Spoiler: 5. Staffel, Folge: "The End"
      Inhalt: Was wurde aus Cass am Ende der Folge? Hier die Antwort...
      Charaktere: Zachariah und Castiel
      Warnung: Tod eines Hauptcharakters


      **********

      Zachariah seufzte und abgestoßen von seiner Umgebung sah er sich um. Soeben hatte er Dean in die Gegenwart – ins Jahr 2009 - zurückgeschickt. Er konnte nur hoffen, dass dieser sture Idiot nun endlich seine Lektion begriffen hatte und seine verdammte Einwilligung dazu geben würde, Michaels Hülle zu werden. Es wurde allmählich lächerlich, wie lange ihm dieser lästige, unbedeutende Mensch schon auf der Nase herum tanzte, dachte Zachariah verärgert, während er sich ein wenig Staub von der Kleidung klopfte. Er würde sich jedoch in Kürze dessen selbst versichern, dass Dean endlich zur Einsicht kam, doch zunächst lag noch eine andere Aufgabe vor ihm. Langsam drehte er sich um und lief zu dem verlassenen Haus, von dem er wusste, dass dort sein Bruder sein Leben verloren hatte.

      Als er es betrat war die Luft staubig und es war unnatürlich still in dem heruntergekommenen Gebäude. Nichts erinnerte mehr an die Kampfgeräusche oder die Schüsse, die erst eine halbe Stunde zuvor aus dem mehrstöckigen Gebäude zu ihm herüber gedrungen waren.

      Zachariah wusste, dass der Leichnam seines Bruders sich auf der zweiten Etage befand. Es wäre ihm ein Einfaches gewesen, sich dorthin zu teleportieren, doch wie
      zuvor bevorzugte er es zu laufen. Die Welt im Jahre 2014 – seines Vaters Schöpfung – war am Ende und nun, mit Deans Tod, war auch der letzte Funke Hoffnung gestorben. Luzifer hatte gewonnen und es war nur noch eine Frage der Zeit bis er, mit seiner Heerschar an Dämonen, vor den Pforten des Himmels aufmarschieren würde.

      Zachariah wollte das Ausmaß der Zerstörung um sich herum auf sich wirken lassen. Er wollte sehen, was aus dieser Welt, in dieser Version der Zukunft, geworden war. Er wollte, dass es für alle Zeiten in seiner Erinnerung eingebrannt war, bevor er diesen Ort für immer verlassen würde.

      Schutt knirschte unter seinen Schuhen, während er die letzten Schritte gemäßigt auf seinen Bruder zuging.

      Castiels Gesicht strahlte Frieden aus. Erschüttert betrachtete Zachariah den ungepflegten Bart, die viel zu dünne Gestalt seines Bruders und dessen verwahrlost und zerschlissen wirkende Bekleidung. Erneut seufzte er auf.

      “War es das wirklich Wert gewesen?”, fragte Zachariah bekümmert, indessen er sich niederkniete. Zärtlich berührte er Castiels Haar und strich ihm eine der langen, braunen Strähnen von der immer noch leicht verschwitzten Stirn.

      Natürlich war die Frage rhetorisch gemeint, denn Zachariah kannte bereits die Antwort. Er wusste, dass sein Bruder sein Leiden als gerechtfertigt angesehen
      hatte. Castiel hatte schon immer die Tendenz dazu gehabt sich für die Menschen, die unter seinem Schutz standen, zu sehr einzusetzen. Es war sein Leben lang seine größte Schwäche gewesen.

      Zachariah gab zu, dass sie ihre Differenzen miteinander gehabt hatten und dass Castiel von Zeit zu Zeit ein Ärgernis dargestellt hatte. Doch was immer zwischen
      ihnen gestanden hatte, es konnte nichts daran ändern, dass Castiel seine jüngerer Bruder geblieben war. Beide hatten getan was sie für richtig hielten. Der Pfad, den sein kleiner Bruder dabei für sich gewählt hatte, war steinig gewesen und dafür zollte Zachariah ihm seinen Respekt.

      Gott hatte sie zum Hüter der Menschheit gemacht. Er dabei soweit gegangen, sie aufzufordern, die Menschen mehr zu lieben als ihn selbst und Castiel hatte diese
      Verantwortung ernst genommen. Er hatte sie sich sogar so sehr zur Pflicht gemacht, dass er letztlich, als er keinen anderen Weg mehr gesehen hatte, dieser Aufgabe nachkommen zu können, gegen seine eigenen Brüder und Schwestern rebellierte.

      Von dem Moment an, als Castiel sich für die Seite von Dean Winchester entschied, hatte sein kleiner Bruder den ultimativen Preis dafür bezahlen müssen. Es war Zachariah klar, wie schwer es für Castiel gewesen sein musste, ein Mensch zu werden, zu fallen. Wie grausam es wahrscheinlich für ihn gewesen war, seine Gnade und die Verbindung zum Himmel zu verlieren und doch hatte sein Bruder nicht klein beigegeben, als die Chance dazu noch bestand.

      Wenn ein Engel starb, dann endete sein Leben üblicherweise komplett. Es wartete kein Leben nach dem Tod auf ihn. Er war verloren, da seine Gnade, seine Präsens,
      gemeinsam mit seiner Hülle aus dem Leben schied.

      Castiel auf der anderen Seite war kein wirklicher Engel mehr gewesen als er starb. Als der letzte Rest seiner Gnade entschwand, hat sie sich in seine Seele
      verwandelt und ihn dadurch zu einem richtigen Menschen gemacht.

      Zachariah legte seine Hand auf Castiels Brust, direkt neben eine der unzähligen Schusswunden mit denen der Körper seines Bruders übersät war. In seinen Fingern
      fühlt er ein zartes Prickeln, das von einer Stelle unter Castiels Haut ausging. Ein zufriedenes Lächeln stahl sich auf sein Gesicht.
      Die Seele seines Bruders war noch intakt und somit sollte er auch wiederhergestellt werden können.

      Vorsichtig hob Zachariah seinen kleinen Bruder hoch und nahm ihn in seine Arme. Castiels Kopf rollte leblos an Zachariahs Schulter und für einen Augenblick
      wunderte dieser sich, wann sein Bruder so zerbrechlich geworden war. Er fragte sich, was es für Castiel wohl bedeutet haben mochte, schwach und sterblich zu werden? Wie es sich für ihn angefühlt haben mochte? Doch Zachariah erkannte, dass er dies nicht vermochte. Es übertraf seine Vorstellungskraft bei weitem und es war ihm noch nicht einmal ansatzweise möglich dies nachzuvollziehen.

      Er wusste, dass sein Bruder immer darauf gehofft hatte, dass ihr Vater doch noch einschreiten und Armageddon aufhalten würde, dass er Luzifer durch die pure Kraft seines Willens stoppen würde. Dass er der Menschheit, die er früher einmal so sehr geliebt hatte, doch noch zur Hilfe eilen würde. Aber nichts dergleichen war geschehen und Castiel versank in Schmerz und Verzweiflung. Bis zuletzt hatte er gedacht, dass er seinen Vater enttäuscht und bei seiner Aufgabe versagt hatte. Was sein kleiner Bruder dabei nie verstanden hatte, dachte Zachariah, war, dass er genau die Rolle gespielt hatte, für die Gott ihn ausersehen hatte.

      Längst hatte ihr Vater erkannt, wie verantwortlich Castiel sich für die Menschen fühlte und er hatte geahnte, dass der Engel bis an seine Grenzen gehen würde, um seiner Aufgabe gerecht zu werden. Es war ein Test gewesen, den Castiel mit fliegenden Fahnen bestanden hatte.

      Nun war es Zachariahs Aufgabe den gefallen Engel nach Hause zu bringen. Armageddon war noch nicht vorbei und ihr Vater wollte einen seiner jüngsten Söhne
      zurück an seiner Seite haben.

      "Lass uns nach Hause gehen, kleiner Bruder”, raunte Zachariah leise seinem jüngeren Bruder ins Ohr.

      “Du hast deine Sache gut gemacht”, flüsterte Zachariah liebevoll der leblosen Gestalt in seinen Armen zu, während er mit dem gebrochenen Mann der
      einst sein Bruder gewesen war, entschwand.

      ENDE

      Signatur + Ava by myself


      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Jimmy ()

    • Also ich weiß nicht, ich fand Zachariah eigentlich immer total gut. Seine Ideen, seine Sprüche - folgen mit Zach versprachen immer eine Menge Spaß. Wenn auch meistens nicht für die Brüder. *:D*

      Ich finde die Geschichte sehr schön und kann mir Zach auch sehr gut vorstellen. Wenn ich ihn nun in der Serie sehe, habe ich sowieso immer diese Geschichte im Hinterkopf. Und ich war damals sehr dankbar, dass du eine deutsche Übersetzung der Story geschrieben hast. *cool*

      ~ ~ Avatar & Sig by Jimmy :love:
    • @myca und Angel

      Vielen Dank für euer Feedback. Ich freue mich, dass euch die Story trotz des unpopulären Charakters gefällt und ihr euch die Zeit genommen habt sie zu lesen. Es ist schön zu sehen, dass sie bei dem ein oder anderen ein wenig die Sichtweise auf Zachariah beeinflusst. Er gehörte auch bei mir nicht gerade zu den bevorzugten Figuren der Serie und dennoch hat er sich einfach in die Story gezwängt und macht sich dort - wie ich finde - überraschend gut. *:)* Also nochmals lieben Dank für eure Antworten. *umarm*

      Signatur + Ava by myself


    • Zac und nett???

      Im ersten Moment klingt das paradox, doch wenn man es aus Zacs Sicht sieht, dann ist sein Job schon zum Verzweifeln. Diese kleinen unbedeutenden "Kohlenstoffeinheiten" die sein Vater so sehr liebt, die machen einfach nicht was sie sollen, spielen nicht die Rollen, die ihnen im Plan zugedacht wurden.....oder doch?. Mit ihrem freien Willen, sind sie quasi immer die Wildcards, die unberechenbare Variable.

      Auch bei Engeln, ist Blut dicker als Wasser.....das gibt doch Anlass zur Hoffnung, dass sie nicht alle nur "dicks with wings" sind. *;)*

      Schöne Story Jimmy! *umarm*
      "A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory.LLAP"
      “Don’t you dare think there is anything, past or present, that I would put in front of you.”


      *rose* Sig by angelinchains
    • Naja, das ist eine Sache die ich an SPN schätze, selbst die Bösewichte sind so erschaffen, dass die eine Art von "menschlicher" Seite haben, die bis zu einem gewissen Grad sowas wie Mitgefühl weckt, denn letztlich haben sie gegen Sam und Dean doch keine Chance.
      *:)*
      "A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory.LLAP"
      “Don’t you dare think there is anything, past or present, that I would put in front of you.”


      *rose* Sig by angelinchains