2.14 Unter einem schlechten Stern (Born under a bad sign)

    • 2.14 Unter einem schlechten Stern (Born under a bad sign)

      Sam ist verschwunden und Dean sucht ihn verzweifelt. Nach einer Woche meldet sich Sam mit einem aufgebrachten Anruf und Dean macht sich sofort auf dem Weg zu ihm. Sams Hemd ist voll mit fremdem Blut und zu allem Übel kann er sich an nichts mehr erinnern.
      Sie finden schließlich heraus, dass Sam einen Jäger umgebracht hat. Sam fordert Dean dazu auf, sein Versprechen einzulösen, doch Dean denkt nicht daran. Plötzlich schlägt Sam ihn nieder und sucht Joe Harvell auf, um sie zu quälen. Dean findet die beiden und begießt Sam mit Weihwasser. Er reagiert darauf, womit feststeht, dass Sam von einem Dämon besessen ist. Sam flieht und will den nächsten Jäger umbringen; Bobby. Dieser merkt jedoch, dass mit Sam etwas nicht stimmt und überwältigt ihn. Mithilfe von Dean versucht er, den Dämon auszutreiben - doch es handelt sich nicht um irgendeinen Dämon. Es ist Meg, die sich mithilfe dunkler Künste in Sam verankert hat...

      Englischer Titel: Born Under a Bad Sign
      Erstausstrahlung USA: 08.02.2007
      Erstausstrahlung D: 17.11.2008


      ( Quelle: supernatural-serie.de )

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    • … nie war das Böse aufregender …

      … das waren meine ersten Gedanken als ich mich hinsetzte um über ein Review zu <Born Under A Bad Sign> nachzudenken. ----

      Diejenigen von euch die schon den einen oder anderen Beitrag von mir gelesen haben wissen sicher von der magischen Anziehungskraft die „halb-böse“ Geschöpfe auf mich haben. So bin ich immer wieder fasziniert von Vampiren und Werwölfen. Warum?
      Nun – während Geister rachsüchtig, Monster grausam und Zombis dumm sind, haftet dem Vampir oder Werwolf ein Hauch von Romantik an und nicht selten fesselt ein tragisches Schicksal ihn an seine furchtbare Existenz. Möglicherweise ist es das Unberechenbare und Unvorhersehbare an einer solchen Person das uns in ihren Bann zieht! Wir taumeln wie die Motten ins Licht – wissentlich um die tödliche Gefahr. Übrigens liegen Unberechenbarkeit und Erotik oft sehr dicht beieinander - dass wusste schon Bram Stoker als er vor über 100 Jahren den Edelsten aller Untoten ins Leben rief.
      Nun in diese Reihe der „edlen Bösen“ können wir ohne Zweifel auch Sam Winchester einreihen: gebildet, mit guten Manieren, zuvorkommend, hilfsbereit und in letzter Konsequenz, so befürchte ich – tödlicher als der Tod!

      Um was geht’s?

      Sam ist verschwunden. Dean sucht ihn seit einer Woche verzweifelt als er endlichen einen Anruf bekommt. Sam sitzt in einem unbekannten Motel, völlig desillusioniert und blutverschmiert. Er kann sich an nichts mehr erinnern. Wie sich später herausstellt hat Sam einem Tankwart eine Bierflasche über den Kopf gehauen, ein Auto geklaut, raucht und säuft wie ein pubertierender Teenager und hat das Schlimmste getan was ein Jäger jemals tun kann: einen anderen Jäger getötet.
      Später gesteht er Dean seit Wochen unter einem unerklärlichen Gefühl der Wut und des Hasses zu leiden – dass es jeden Tag schlimmer wird und er keine Möglichkeit sieht diese dunkle Entwicklung zu stoppen. Sam bittet Dean ihn zu erschießen um Schlimmeres zu verhindern. Dean kann es nicht – darauf hin schlägt Sam ihn zu Boden und flieht – zu Jo. -------
      Er überwältigt sie um ein Lockmittel zu haben. Die anschließende Unterhaltung der Beiden ließ mir mehr als einmal wohlig eisige Schauer über den Rücken gleiten – und das mit Sicherheit nicht wegen des Gruseleffektes ...
      Ein höhnisch fast gesungenes: “My father shot your father in the head” (Evil Dead lässt grüßen) ließ mir spontan die Kinnlade runter fallen und ich dachte bei mir: Leute, Leute sperrt mich niemals mit DIESEM Sam allein in einem Raum ein – ich wüsste wirklich nicht wer unberechenbarer wird ...

      Als Dean ihn später bei Jo (in wirklich letzter Sekunde) stellt, finden wir heraus: Sam ist besessen. Ich war erst mal erleichtert – NUR ein Dämon – DIESMAL ! Es kommt zum Kampf zwischen Sam und Dean. Plötzlich erwischt Sam Dean in einem unachtsamen Moment und schießt auf ihn. Eigentlich sollte diese Szene Sam noch unbeliebter und bedrohlicher machen – aber als er so an der Reling steht und ins Wasser blickt um nach Dean zu suchen mit diesem kalten, berechnenden, sooooooo wundervollem bösen Grinsen - dachte ich bei mir: Sexy – Bad - Sammy … Wow! Gar nicht so weinerlich und weichgespült wie wir ihn kennen!
      Wieder kann Sam entkommen und lässt seinen Bruder verletzt zurück. Er versucht nun Bobby zu überwältigen. Der alte Jäger jedoch lässt sich nicht so leicht täuschen wie die unerfahrene Jo und biete Bad-Sam ein Spezialbier an. Nach einem Schluck raucht Sammy aus allen Öffnungen wie ein alter Ofen. Beim folgenden Exorzismus müssen Bobby und Dean allerdings feststellen, dass der Dämon stärker ist als erwartet. Sammy befreit sich und geht auf Dean los. Hilfe – noch nie habe ich so viel Hass bei Sam gesehen - ja überhaupt vermutet. Er schlägt den armen Dean windelweich und dieser wehrt sich nicht eine einzige Sekunde lang - er winselt nur. Glücklicherweise gelingt es Bobby die Verankerung des Dämons, den wir übrigens mittlerweile kennen, zu lösen. Sam erwacht wie aus einem Traum und bekommt von Dean einen wirklich verdienten Fausthieb.

      Diese Folge treibt die Rahmenhandlung der Geschichte zwar nicht wirklich weiter- erlaubt uns aber einen unmissverständlichen Blick in die tief verborgenen Gedanken und Ängste unserer Lieblingsjäger! Dean ist wie besessen vom Gedanken Sam zu retten. Er kann und wird nicht akzeptieren dass er Sam möglicherweise eines Tages jagen muss. Dean leugnet in dieser Folge alles: zuerst die bösen Omen, dann Vermutungen über Sams mörderisches Handeln und zuletzt sogar die endgültigen Beweise. Dean lässt alle Beweise verschwinden und ignoriert die Warnungen, denn er kann es nicht ertragen allein zu sein. Allein fühlt er sich noch wertloser. Manchmal frage ich mich wirklich warum Dean unter solchen extremen Minderwertigkeitskomplexen leidet – dass kann doch nicht nur an einer hier oder da verpatzten Aufgabe als Kind liegen < Something Wicked >. Ich befürchte in der Tat, dass da noch mehr ist – wir wissen es nur noch nicht! Wie auch immer: Sam ist alles was er hat und er wird ihn niemals an die dunkle Seite aufgeben, dafür ist ihm jedes Mittel recht. Sehr deutlich wird das bei Sammys Exorzismus: „ Euer Masterplan ist mir egal – ihr werdet Sammy niemals bekommen – ich werde es verhindern und wenn ich dafür persönlich in die Hölle reisen muss um jeden einzelnen von euch Mistkerlen zu erledigen“ Was für gewaltige Worte – zu diesem Zeitpunkt – dachte ich … Dean! Dean! Dean! Und wie ernst ihm diese Aussage tatsächlich ist sollten wir im Verlaufe der Staffel noch erfahren!

      Beängstigend ist auch der Blick auf eine mögliche Zukunft von Sam. Das erste Mal in der gesamten Serie bekommen wir einen kleinen Vorgeschmack auf das was aus Sam werden kann. Beunruhigend war für mich allerdings, dass ich ihm nicht mal böse sein konnte – zumindest nicht in dieser Folge.
      Natürlich war es nicht verwunderlich, dass Sam Megs Opfer wurde. Schon in den Folgen: < Simon Said, Croatoan und Playthings > wird überaus deutlich wie sehr Sam mit seinem Schicksal hadert, wie unsicher er angesichts der vielen Merkwürdigkeiten die ihm passieren ist – wie sehr er sich selbst für böse hält und wie verzweifelt er dagegen ankämpft! Er hat Angst sich endgültig zu verlieren. „Möglicherweise wird aus mir nun dass was ich wirklich bin“. Also fette Beute für einen Dämon.


      Fazit: Trotz einiger kleiner Logiklöcher eine meiner Lieblingsfolgen – mit viel Emotionen, einem bitterbösen und nachtragenden Dämon, einem verzweifelt winselnden Dean und einem hypnotisch berauschenden Sam.
      Eine Geschichte über Loyalität, Vertrauen, Angst, Gewalt und Selbsthass mit perfekt dargestellter dämonischer Besessenheit – für Shadow…

      >>> great <<<
    • Ich habe die Folge gestern nach langer Zeit endlich mal wieder angeschaut und erst jetzt festgestellt, wie gut sie eigentlich ist!

      Sie ist für die 2. Staffel ungewöhnlich düster und gruselig und natürlich sehr spannend und ich finde, Jared hat da wirklich sehr gute Schauspielarbeit abgeliefert.
      Besonders die Szenen mit Joe fand ich stark.
      Und die Szene, in der er Dean bittet, ihn zu töten...schwere Kost, wenn man bedenkt, was später noch alles auf die Jungs zukommt.
      Wie passend Deans "Eher sterbe ich" im Nachhinein betrachtet ist.

      Es ist doch immer wieder schön, die alten Folgen zu sehen und sie mal im ganz großen Zusammenhang zu betrachten.

      Ava & Sig by angelinchains. Vielen Dank! *umarm*

      TimeDrop just got sherlocked.
    • Ich fand die Folge auch echt genial und weil ich in Vancouver war und ne Freundin so nett war mich in der Umgebung herumzukutschieren und mir Drehorte von SPN zu zeigen, hier der Ort an denen die Szenen mit Jo und Sam gedreht wurden - ab Reihe 6 1. Bild rechts. Vorher sehr ihr die Kulisse, wo sie die s/w Folge gedreht haben und wenn ihr weiterguckt, kommen Euch sicher noch einige Orte bekannt vor. *:D*
      LG angelinchains