Supernatural - Hope - *Spoiler Staffel 5* - completed

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    • Endlich konnte ich wieder was von dir lesen, und gleich zwei Kapitel am Stück! Klasse Story, es wird immer spannender. Die Idee mit dem Engel/Dämon Hybriden ist genial! Eine ultimate Waffe ist genau das, was keiner braucht. Und dann Crowley, ich könnte ich hauen od. küssen, je nach dem. *seufz* Mal sehen, ob er die Wahrheit sagt, und es wirklich nur den winzigen Rest Sphinx Blut in seinem Tresor gab. Dem Kerl trau ich ja nicht von der Wand bis zur Tapete! *lach*
      *tea*


    • Vielen Dank für dein *thumps* , Wendigo. Freut mich, dass es dir gefällt! *:)*

      Woah, bei deinem Lob über meinen "Bösewicht" werde ich ganz rot, Melinda! *blush*
      Freut mich ehrlich, dass dir die Idee so gut gefällt.
      Ja ... und Crowley ... hach, ich mag den ... aber das merkt man, glaube ich. *lach*
      Was das Vertrauen zu ihm angeht, hast du allerdings Recht. So sehr man ihn auch mögen mag, trauen sollte man ihm nicht. *:D*

      Ist euch die schattenhafte Gestalt auf Bobbys Schrottplatz aufgefallen? Augen auf, da kommt noch was ... *:D*

      Morgen gehts dann weiter mit einer neuen Überraschung ...
      "Happiness isn't about getting what we want. It's about appreciating what we have."
      Spooks

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      "Some people live more in 20 years than other do in 80. It's not the time that matters, it's the person."
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    • Kapitel 9: Out of the Fire


      Auch nachdem Crowley sich verabschiedet hatte, wurde die Diskussion am Tisch nicht produktiver. Zwar hatten die Informationen des Dämons ihnen die Sorge genommen, die Dämonen könnten versuchen, eine ganze Armee von Hybriden zu erschaffen, aber das Wissen um Anor und seine Macht war trotzdem beängstigend genug.
      Doch sie wären nicht die Männer, die sie all die Jahre im Angesicht hoffnungsloser Übermacht gewesen waren, wenn sie nicht weiter nach Möglichkeiten gesucht hätten.
      Schließlich, nach einer weiteren Stunde fruchtloser Diskussion, stand Dean auf.
      „Ich brauche frische Luft.“
      Sam erhob sich, doch Dean machte eine abwehrende Handbewegung. „Allein.“
      Er griff nach einer Flasche Bier und verschwand durch die Tür.
      Bobby legte Sam eine Hand auf den Arm. „Lass ihn, Junge. Manchmal braucht man es, alleine auf die Sterne zu starren, um den Kopf frei zu bekommen.“
      Sam setzte sich wieder und starrte auf die Tischplatte. „Er traut mir nicht.“
      „Doch, das tut er. Er versteht es nur nicht.“
      „Ich verstehe es ja selber nicht.“
      Sie schwiegen eine Weile, dann räusperte sich Bobby.
      „Was war da unten los, Junge?“
      Sam schüttelte den Kopf. „Ich habe keine Ahnung. Ich erinnere mich an nichts seit dem Sturz in die Tiefe.“
      Bobby musterte ihn eine Weile schweigend. Dann nahm er einen Schluck aus seiner Flasche.
      „Das kannst du sonst wem erzählen, Sam. Wenn ich in deine Augen sehe, steht da deutlich ‚Ich erinnere mich an jede Sekunde und es war nicht erfreulich’ geschrieben.“
      Sam schüttelte den Kopf. „Ich kann nicht, Bobby … ich wünschte, ich könnte, aber …“ Er starrte auf die Tischplatte, als gäbe es dort, in den Rissen und Maserungen der Holzplatte, alle Antworten auf die Fragen der Menschheit zu entdecken.
      Bobby nickte und legte seine Hand auf Sams Schulter.
      „Ist schon gut, Junge. Du weißt, wo du uns findest, wenn du deine Meinung änderst.“
      Es war aus seinem Tonfall deutlich zu hören, dass Bobby genau wusste, dass es Dinge gab, die man tief in sich selber verschließen musste, um weitermachen zu können. Dass manche Dinge einfach zu schmerzhaft waren, um sie zu teilen.
      Auf eine gewisse Weise war das eine Erkenntnis, die die drei Männer teilten, ohne es je ausgesprochen zu haben.
      Das Schweigen, das sich nun zwischen Bobby und Sam ausbreitete, war alles Andere, als unangenehm.

      oooOOOooo

      Dean trat aus dem Haus und blieb auf der Veranda stehen. Er starrte in die Dunkelheit hinaus und genoss den kühlen Hauch der Nachtluft, der ihm ins Gesicht wehte.
      Er trat einen Schritt auf den Impala zu, als er einen Widerstand an seinem Fuß fühlte, das Gleichgewicht verlor und stürzte. Die Bierflasche flog in hohem Bogen aus seiner Hand und zerschellte mir einem Klirren, das die Stille der Nacht zerriss, am Boden.
      Dean konnte gerade noch einen Schmerzensschrei unterdrücken, als seine geprellte Schulter gegen deinen Pfeiler des Verandageländers stieß. Leise fluchend wollte er sich aufrappeln, als er etwas an seinem Wagen bemerkte, das ihm störend ins Auge fiel. Er kniff die Augen zusammen, es war nur ein vager Schatten unter dem vorderen Kotflügel und würde er nicht hier auf dem Boden liegen, hätte er es niemals bemerkt.
      Vorsichtig erhob er sich und ging vor dem Vorderrad in die Hocke. Seine Hand tastete den eleganten Bogen des Kotflügels ab, bis sie an der Unterseite einen kleinen Gegenstand erfühlte. Er zog das Päckchen hervor, musterte es in dem schwachen Licht, das aus den Fenstern von Bobbys Haus drang und stieß einen wütenden Fluch aus.
      „Was ist los? Wir haben Lärm gehört“, ertönte Sams Stimme hinter ihm und als er sich umdrehte, sah er seinen Bruder und Bobby in der Tür stehen.
      Bobby trat einen Schritt vor und stolperte, wurde jedoch von Sam, der seinen Arm packte, im Gleichgewicht gehalten.
      „Was zum …“ Bobby starrte auf den Boden und entdeckte im Licht, das durch die Tür fiel, dass eine der hölzernen Bodendielen der Veranda ein wenig hoch stand.
      Er runzelte die Stirn. „Warst du das, Dean?“
      Dean wandte den Blick von dem Päckchen ab und sah Bobby an. „Ich bin selber darüber gestolpert“, sagte er und wandte sich wieder dem Päckchen zu. „Und dabei habe ich dieses Drecksding hier entdeckt, dass unter dem Impala befestigt war.“
      Er hielt den Hexenbeutel hoch.
      Sie starrten das kleine, so unscheinbar aussehende Beutelchen an und Sam murmelte: „Auch das noch.“
      Misstrauisch starrte Dean in die Dunkelheit, die wie eine samtene Matte über dem Schrottplatz lag und lauschte in die Nacht. Doch außer dem sanften Rauschen einer nächtlichen Brise und dem leisen Rascheln kleiner Tiere war nichts zu hören.
      Sam hockte sich und fingerte an der losen Diele herum, bis er sie gelöst hatte, nur um dann mit einem triumphierenden Geräusch einen weiteren Hexenbeutel aus der Lücke hervorzuziehen.
      Die drei Männer sahen sich an, dann gingen sie in wortloser Einigkeit um das Haus herum und suchten nach weiteren Anzeichen für Hexerei und dämonisches Wirken.
      Sie gingen gründlich vor und nach über zwei Stunden hatten sie noch drei weitere Hexenbeutel gefunden.
      Zurück im Haus warf Dean die Beutel mit einem wütenden Fluch in das Feuer im Kamin.
      „Das hat uns gerade noch gefehlt“, knurrte er. „Dämonen, die die Herrschaft über die Hölle und die Erde übernehmen wollen, unbesiegbare Hybriden und nun auch noch Hexen. Was denn noch alles?“
      „Das ergibt durchaus einen Sinn“, erwiderte Sam ruhig und fischte mit dem Schürhaken einen der Beutel aus dem Feuer. „Wenn die Dämonen die Macht übernehmen wollen, warum sollten sie dann nicht hier alle Kräfte zu ihrer Unterstützung mobilisieren, die sie bekommen können. Die Hexen können ihnen eine Menge Dreckarbeit abnehmen.“
      Er hatte schließlich Erfolg und fischte einen ziemlich angekokelten Hexenbeutel aus dem Kamin. Dean drehte sich zu ihm um und kniff die Augen zusammen.
      „Was zur Hölle machst du da?“
      „Ich will mir einen der Beutel genauer ansehen“, erwiderte Sam ruhig. „Es kann nicht schaden, zu wissen, womit wir es zu tun haben. Der Inhalt kann uns vielleicht sagen, welchen Fluch genau man auf uns ausgesprochen hat und je mehr wir wissen, desto besser können wir uns wehren.“
      Er legte das noch leicht qualmende Bündel auf den Tisch und zog zwei Stifte aus dem Becher auf Bobbys Schreibtisch. Vorsichtig zog er das durch das Feuer brüchig gewordene Gewebe auseinander und schob den Inhalt des Beutels hin und her. Mit einem Stirnrunzeln betrachtete er den Inhalt.
      „Und?“, ließ sich Dean vom anderen Ende des Zimmers vernehmen.
      „Das ist merkwürdig“, murmelte Sam in einem Tonfall, der Bobby erst aufhorchen und dann zu Sam an den Schreibtisch treten ließ. Er betrachtete die Ingredienzien des Hexenbeutels mit ebenso gerunzelter Stirn, wie Sam. Dann schob er einen kleinen Gegenstand zur Seite und untersuchte ihn genauer. Langsam hob er den Kopf, schloss einen Moment die Augen und zog dann ein dickes, sehr alt aussehendes Buch aus einem Regal und blätterte darin.
      Kopfschüttelnd ließ er es achtlos auf den Schreibtisch fallen und griff nach einem anderen Band. Er blätterte eine Weile, dann begann er zu lesen.
      Sam und Dean sahen ihn fragend an, als er schließlich das Buch sinken ließ und die Brüder ansah.
      „Heilige Scheiße!“, sagte er mit fast tonloser Stimme.


      -tbc

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    • Vielen Dank. Melinda! *umarm*

      Ja, das ist ein fieser Cliffhanger, das gebe ich zu. *:D*
      Aber morgen erfährst du ja mehr. Bis dahin lasse ich dir ein kleines Fresspaket mit Keksen, Tee und Kaffee hier, um dir die Wartezeit zu verkürzen.
      Morgen erfährst du, was in dem Hexenbeute ist, allerdings gibt es da noch ein paar Komplikationen ... *lach*
      Naja, wann läuft es schon einfach, wenn Sam und Dean beteiligt sind?

      Liebe Grüße
      Lyth
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    • Kapitel 10: A witch at the door


      „Was?“, schnappten Dean und Sam wie aus einem Mund.
      Bobby schüttelte den Kopf. „Gebt mir noch einen Moment, ich muss da noch etwas überprüfen.“
      Dean stöhnte genervt auf und griff sich noch ein Bier, während Bobby eilig mehrere Bücher aus den Regalen zog und sich an den Schreibtisch setzte. Er holte eine Pinzette aus einer der Schubladen und begann den Inhalt des Hexenbeutels sorgfältig zu trennen. Vorsichtig schob er einige kleine Dinge zusammen, andere platzierte er etwas abseits.
      Dann begann er in den Büchern zu blättern, hob ab und zu kleine Teile mit der Pinzette an und betrachtete sie unter einer Leselupe.
      Schließlich schob er die Bücher zur Seite und murmelte: „Also ich habe ja vieles erwartet, aber das hier …“
      Ein Geräusch aus dem Flur ließ die drei Männer herumfahren, gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie Hope den Raum betrat.
      „Wie bist du hier hoch gekommen?“, fragte Bobby, während er sie ungläubig anstarrte. „Wir haben dich doch …“
      „Eingesperrt?“, erwiderte Hope mit einem kalten Lächeln. „In diesem winzigen Raum mit der Teufelsfalle, all dem Eisen und den vielen kleinen Dingen, die Dämonen bannen sollen? Ich habe euch gesagt, dass mich das nicht aufhalten kann. Ebensowenig, wie ein Schloss an der Tür. Wenn ihr mich einsperren wollt, hättet ihr mich auch gleich in der Mine lassen können. Ich will nicht mehr eingesperrt sein, ich will keine Gefangene mehr sein, weder die der Dämonen, noch eure.“
      Bobby öffnete den Mund, um etwas zu sagen und machte einen Schritt auf sie zu. Mit einer wischenden Handbewegung stoppte sie ihn, hob ihn von den Füßen und schleuderte ihn durch den Raum. Das Geräusch, mit dem sein Kopf gegen eines der Bücherregale geschmettert wurde, war scheußlich, doch Hope wandte nicht einmal den Kopf zu ihm um.
      „Ich werde nicht erlauben, dass jemand mich einsperrt oder sich gegen mich wendet, habt ihr das verstanden?“
      Trotz der Bedrohung bewegte Sam sich langsam, ohne den Blick von Hope zu wenden, auf den am Boden liegenden Bobby zu.
      „Hope, tu das nicht, wir wollen dir helfen“, sagte er leise und ruhig, doch man konnte die Anspannung in seiner Stimme hören.
      Sie runzelte die Stirn und ihr Blick wanderte zu Bobby, der reglos am Fuß der deckenhohen Regale lag.
      „Ich will niemanden verletzen“, sagte sie mit einer herzzerreißenden Traurigkeit im Blick. „Ich will nur nicht mehr benutzt werden. Weder von euch, noch von irgendwem sonst. Ich will meine eigenen Entscheidungen treffen können.“
      Dean hatte sich die Ablenkung zu Nutze gemacht und war ein paar Schritte auf sie zu gegangen, doch nun wandte sie sich von Bobby ab und sah Dean mit kalten Augen an. „Wie ich sagte, ich will niemanden verletzen, aber ich werde es tun, wenn es nötig ist. Geh mir aus dem Weg, Dean Winchester, oder du lernst die Ernsthaftigkeit meiner Worte kennen.“
      Sie hob die Hand in seine Richtung und Dean griff sich mit einem abgewürgten Schmerzenslaut an die Kehle. Seine Mimik zeigte deutlich, dass er vergeblich versuchte, Luft zu holen. Ohne ihre Hand zu bewegen, drehte Hope sich wieder zu Sam, der neben dem bewusstlosen Bobby kniete.
      „Ich glaube nicht, dass es für mich Hilfe gibt, Sam. Ich muss meinen eigenen Weg finden, vielleicht verschwinde ich einfach irgendwo hin, wo mich nie wieder ein Mensch findet. Die Welt ist groß genug, um jemanden zu verstecken, der nicht gefunden werden will.“
      Sie senkte die Hand und Dean schnappte hörbar keuchend nach Luft.
      „Verfluchte Schlampe …“, begann er, doch Hope war bereits verschwunden.
      „Bist du okay, Dean?“, fragte Sam besorgt, wich jedoch nicht von Bobbys Seite.
      Dean hustete krampfhaft, nickte jedoch. „Mir ging’s schon schlechter.“
      Er eilte an Sams Seite und gemeinsam trugen sie Bobby zum Sofa im Wohnzimmer. Sam tastete den Hinterkopf des Freundes ab, wo sich schnell eine beeindruckende Beule bildete.
      Sie holten einen Eisbeutel aus dem Tiefkühlschrank und brachten ihn zum Sofa, wo Sam ihn vorsichtig gegen Bobbys Hinterkopf drückte, während er den Kopf schüttelnd murmelte: „Ich verstehe Hope nicht.“
      „Wer versteht schon Dämonen?“, meinte Dean mit Abscheu in der Stimme. „Und Engel sind genauso schwer zu durchschauen. Und wo wir dabei sind, die meisten Menschen versteht man auch nicht. Wie kannst du also darauf, eine Frankenstein-Kreatur, die aus allen drei besteht, verstehen zu wollen?“
      „Sie ist keine Frankenstein-Kreatur“, erwiderte Sam und sah seinen Bruder lange an.
      „Sie ist ein Freak. Und ein verdammt mächtiger dazu“, bestand Dean auf seiner Ansicht. „Ich würde es nicht schade finden, wenn sie ihr Wort hält und für alle Zeiten irgendwo in der Versenkung verschwindet.“
      „Dean, sie ist verwirrt und verängstigt, das ist doch kein Wunder bei dem, was mit ihr geschehen ist.“
      „Verwirrt und verängstigt? Vielleicht, aber auch gefährlich und mächtig und verdammt zickig. Sie gibt dem Konzept „Stimmungsschwankung“ eine völlig neue Bedeutung.“
      Sam lachte leise.
      Plötzlich bemerkte er eine Bewegung hinter den Fenstern des Wohnzimmers. Mit einem Satz war er auf den Beinen und auch Dean, der die Reaktion seines Bruders bemerkt hatte, war sofort an seiner Seite, als die über Jahrzehnte trainierten Reflexe des Jägers das Kommando übernahmen.
      Sie sahen einen Schatten, der im hinteren Bereich des Schrottplatzes mit der Dunkelheit verschmolz. Dass sie überhaupt etwas gesehen hatten, verdankten sie nur der Tatsache, dass die Wolken sich verzogen und einem fast vollen Mond erlaubten die Nacht milde zu erhellen.
      Vielleicht waren es auch die geschärften Sinne der Jäger, die ihnen Details zeigten, die wohl jedem normalen Menschen entgangen wären. Immerhin hatten diese Sinne ihnen mehr als einmal das Leben gerettet oder sie vor einer tödlichen Falle bewahrt und es war ihnen in Fleisch und Blut übergegangen, ihnen blind zu vertrauen.
      Sie sahen sich kurz an, nickten synchron und bewegten sich schweigend und schnell zur Tür.
      Draußen war alles still, kein Hinweis deutete darauf hin, dass sich hier irgendein Schatten eben noch bewegt hatte. Stumm deutete Dean auf den hinteren Bereich des Schrottplatzes und erklärte Sam mit Gesten, wie sie dort hin gelangen sollten.
      Sie schlichen vorsichtig zum westlichen Rand des Platzes und wandten sich dort an einigen kleineren Lagerschuppen vorbei dem rückwärtigen Zaun des Geländes zu. Es war Dean, der ihnen den Weg wies, durch diverse Reparaturaktionen des Impala kannte er das Gelände wie seine Westentasche. Sie bewegten sich fast lautlos, ihre Schritte gedämpft durch den sandigen Untergrund, die Stille der Nacht unterbrochen durch das leise Rufen eines Käuzchens und das Fiepen kleiner Nager.
      Eine Wolke schob sich vor den Mond und mit einem Schlag lag der Schrottplatz in tiefer Dunkelheit. Sie konnten gerade noch die vagen Umrisse des ungenutzten, halb verfallenen Schuppens sehen, den Dean als wahrscheinlichsten Unterschlupf für das schleichende Wesen identifiziert hatte. Mit einer knappen Geste signalisierte er Sam, dass sie sich von unterschiedlichen Seiten nähern sollten, dann bewegten sie sich weiter auf die kleine Hütte zu.

      Der Kampf mit der Frau war kurz, wenn man es denn überhaupt einen Kampf nennen konnte.
      Sie leistete kaum Widerstand und als sich Dean in dem kargen Raum umsah, der von einigen Kerzen erhellt wurde, entdeckte er Gegenstände, die er einem okkulten Hintergrund zuordnen konnte. Allerdings wusste er zu wenig über Hexen, um einordnen zu können, um was es sich genau handelte. Und im Grunde war es ihm auch egal, sie würden es früher oder später sowieso erfahren, da war er sich sicher.
      Die Hände auf dem Rücken gefesselt, schleppten die Brüder die junge Frau, deren langes, braunes Haar sich aus einem Knoten am Hinterkopf löste, zum Haus zurück.
      Als sie das Haus betraten, warf sie einen Blick durch die halbgeöffnete Tür ins Wohnzimmer und schnupperte.
      „Ihr habt meine Geschenke also verbrannt“, sagte sie mit einem Lächeln, das Dean sehr süffisant vorkam. „Clever. Aber nicht clever genug.“
      „Halt’ die Klappe, Schlampe“, knurrte er und schob die Frau in eines der Gästezimmer.
      Sie fesselten sie an einen Stuhl, zogen einen Salzkreis darum und verschlossen die Tür.

      Als sie ins Wohnzimmer zurückkamen, begrüßte sie ein gequältes Stöhnen vom Sofa. Sie eilten an Bobbys Seite, der, sich eine Hand auf den Hinterkopf pressend, vorsichtig aufsetzte.
      Es dauerte nur wenige Sekunden, bis sein Blick klar war und er ihnen versicherte, außer einem brummenden Schädel habe er keine weiteren Beschwerden.
      Bobby blinzelte kurz, dann schien er sich zu erinnern, wobei sie unterbrochen worden waren. Langsam und vorsichtig ging er zum Schreibtisch und musterte die leicht angebrannten Gegenstände darauf.
      „Seht euch das an, Jungs“, sagte er und die Brüder traten zu ihm an den Tisch.
      „Bist du sicher, dass es dir gut geht?“, fragte Sam besorgt und musterte das noch etwas blasse Gesicht des älteren Mannes.
      „Jaja, ich habe schon Schlimmeres überstanden“, knurrte dieser, griff nach der Pinzette und hob einen kleinen, dünnen Zweig hoch.
      „Das hier ist, wenn ich mich nicht täusche, der Zweig einer Esche.“
      Er sah die Brüder erwartungsvoll an, doch deren Gesichter zeigten nur Ratlosigkeit.
      Seufzend nahm Bobby ein weiteres, kleines Teil mit der Spitze der Pinzette hoch und zeigte es ihnen.
      „Sieht aus, wie eine Feder“, kommentierte Dean das Offensichtliche.
      „Und zwar von einer Eule“, ergänzte Bobby und sah sie an, als erwarte er nun spätestens einen Geistesblitz. Doch dieser blieb aus, einzig ein leichtes Stirnrunzeln auf Sams Gesicht war die Reaktion.
      „Eine Eule?“, murmelte er. „Seit wann sind Eulen dämonisch?“
      „Richtig!“ Bobbys Stimme klang erfreut. „Und dann das hier.“
      Er hob einen weiteren Zweig auf. „Schlehdorn.“
      Vorsichtig fischte er ein kleines Holzstück aus den Häufchen heraus. „Und hier haben wir Runen, in Holzstücke aus Eberesche geschnitzt.“
      Er schob das Holzstückchen unter die Leselupe. „Das hier ist eine sehr mächtige Rune, die den Geist vor negativen Einflüssen schützt. Eine andere Rune schützt vor Krankheiten, wenn ich das richtig gesehen habe. Leider hat das Holz im Feuer ziemlich gelitten.“
      „Aber das heißt …“
      „Genau. Diese Hexenbeutel sind zu unserem Schutz hier angebracht worden. Die unter dem Impala wohl besonders zu eurem Schutz unterwegs. Die Esche ist ein heiliger Baum, der Schutz gewährt, die Eule gilt als Symbol der Weisheit, schützt aber auch. Schlehdorn neutralisiert schon vorhandene negative Einflüsse und das Holz, in das die Runen eingeritzt sind, ist Eberesche, ein Baum, dem starke Schutzeigenschaften gegen das Böse zugesprochen wird. Das Ganze ist keltischen Ursprungs, druidische Magie und hat wohl kaum etwas mit den dämonischen Hexen zu tun, die wir bisher kennen gelernt haben.“
      Während er sprach deutete Bobby auf die Bücher, die er vor Hopes Auftritt durchsucht hatte.
      „Wenn ich es richtig sehe, haben wir etwas sehr, sehr mächtiges zerstört.“ Er seufzte.
      „Aber warum sollten Hexen oder keltische Druiden uns beschützen wollen, das frage ich mich, seit ich die Eulenfeder entdeckt habe“, fuhr er fort und rieb sich über den Hinterkopf, wobei er schmerzerfüllt das Gesicht verzog.
      Sam und Dean sahen sich an.
      „Oh shit“, sagte Sam leise. „Das werden wir wohl herausfinden können.“
      „Wir haben die Hexe gefangen“, ergänzte Dean und sah schuldbewusst drein.
      „Ich hoffe nur, sie ist entweder nicht so mächtig, wie du denkst, oder nimmt uns zumindest die Behandlung nicht allzu übel“, sagte Sam und wandte sich an Bobby. „Ich hole sie wohl besser mal rein.“
      „Moment“, hielt Dean ihn auf. „Ich bin davon noch nicht überzeugt. Hexen haben immer einen Dämon hinter sich, nur deshalb sind sie fähig, überhaupt Magie zu wirken. Mag sein, dass das hier Schutzzeichen sind, aber das heißt nicht, dass sie es gut mit uns meint. Vielleicht wollen sie uns nur schützen, weil sie uns für irgendetwas benutzen wollen. Ich schütze mich lieber selber und fälle auch selber die Entscheidungen. Wir sind zu lange Spielball von allen mögliche Mächten gewesen, ich plane nicht, diesen Weg fortzusetzen.“
      Bobby machte eine beschwichtigende Geste. „Nicht so hastig, Junge. Ich verstehe deine Zweifel, aber lassen wir sie doch erst einmal selber zu Wort kommen. Wenn ich das, was ich gelesen habe, richtig interpretiere, hättet ihr sie nicht gefangen nehmen können, wenn sie es nicht gewollt hätte.“
      „Dann holen wir sie mal besser her und entschuldigen uns.“ Sam verzog das Gesicht.
      Sie gingen zum Gästezimmer und schlossen die Tür auf, doch der Anblick, der sich ihnen bot, war nicht der, den sie erwartet hatten.


      -tbc

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    • Gnihihi .... ja, ich kann fies sein, was Cliffhanger angeht. *:D*

      Die Hexe wird noch für einigen Wirbel sorgen, das kann ich schon mal versprechen. Da muss so manche Ansicht ein wenig zurecht gerückt werden. Aber unsere Jungs sind ja flexibel, gell? *vorsicht ironie* *ggg*

      Um die Zeit bis Montag zu überbrücken lasse ich dir heute keine Kekse, sondern einen Mohn-Mandel-Kuchen da.

      /hugs
      Lyth
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    • Hehe, deinen bissigen Humor fand ich schon beim ersten lesen gut. Das hier hat mir besonders gut gefallen. Auch in Hinblick auf kommende Kapitel. *;)*
      „Verwirrt und verängstigt? Vielleicht, aber auch gefährlich und mächtig und verdammt zickig. Sie gibt dem Konzept „Stimmungsschwankung“ eine völlig neue Bedeutung.“

      Und an die Hexe erinnere ich mich auch noch. ^^ Reizend. *;)*

      ~ ~ Avatar & Sig by Jimmy :love:
    • @AngelA:
      Freut mich wirklich, dass dir mein bissiger Humor gefällt, ich mag in der Serie die Sprüche der Jungs sehr gerne und finde, sowas lockert immer sehr auf.
      Deshalb versuche ich es auch in meiner FF umzusetzen. Und Hope ist nun vieles, aber ein Muster an mentaler Stabilität ist sie definitiv nicht *ggg*

      @Melinda:

      Melinda schrieb:

      Sollte deine Anspielung bedeuten, dass Dean lernen muss, dass es auch gute Hexen gibt? Das wäre mal an der Zeit!

      Nunja, die Jungs haben streckenweise doch recht verknöcherte Ansichten, oder?
      In manchen Punkten weigert sich gerade Dean, einzusehen, dass es Dinge gibt, die jenseits seines Erfahrungsschatzes liegen und ich mag es, in meinen Geschichten genau an solchen Punkten anzusetzen. *:D*
      Das ist das schöne am Schreiben von FFs, man kann bei den Dingen ansetzen, wo einem entweder im Original etwas fehlt, oder man das, was im Original ist, nicht so ganz unterschrieben kann. *;)* *:D*

      Liebe Grüße
      Lyth
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    • Kapitel 11: Not alone


      Der Raum war leer und die Stricke, mit denen sie die Frau an den Stuhl gefesselt hatten, lagen auf dem Boden. Eine kurze Durchsuchung des Raumes zeigte ihnen, dass die Frau sich nirgendwo versteckt hielt und da das Fenster ebenso verriegelt, wie die Tür verschlossen gewesen war, blieb ihr Verschwinden ein Mysterium.
      Sie berichteten Bobby von der Jagd auf die Frau und er schüttelte den Kopf, was ein schmerzerfülltes Knurren zur Folge hatte.
      „Euch kann man aber auch keine fünf Minuten aus den Augen lassen“, murmelte er, während er ins Wohnzimmer zurückging, um sich den Eisbeutel zu holen.
      „Und was machen wir nun?“, fragte Sam, als sie alle gemeinsam wieder vor dem Tisch mit den Überresten des Hexenbeutels standen. Sie studierten die Überreste, als könnten diese ihnen die Lösung für ihr Problem liefern, doch die Gegenstände schwiegen.
      Eine Bewegung am Fenster ließ sie herumfahren und zu ihrem grenzenlosen Erstaunen erkannten Dean und Sam die Frau, die sie auf dem Schrottplatz gefangen genommen um im Haus gefesselt hatten.
      Sie sah die drei Männer an, dann hob sie eine Hand und winkte ihnen zu. Verblüfft starrten diese zurück, denn sie hatten vieles erwartet, doch ein fröhliches, fast vertrauliches Winken hatte nicht dazu gehört.
      Bevor sie sich jedoch von ihrer Verblüffung erholen konnten, hatte die Frau sich schon wieder abgewandt und widmete sich wieder dem, was sie getan hatte, bevor sie den Blickkontakt zu den Männern hergestellt hatte.
      Sie mussten nicht überlegen, oder sich absprechen, die drei Jäger traten gemeinsam auf die Veranda hinaus, um zu sehen, was die Frau dort trieb.
      Völlig in ihre Arbeit vertieft stand sie einige Meter von ihnen entfernt an einem der abgelegeneren Fenster und zeichnete mit einem Stück Kreide Symbole unter, über und neben den Fensterrahmen.
      Dean runzelte die Stirn, und betrachtete die Fenster, die sich zwischen ihnen und der Frau befanden. Und wie er vermutet hatte, waren diese schon mit Kreidesymbolen und Zeichen verziert.
      „Hey“, rief Sam und machte ein paar Schritte auf die Frau zu. „Was soll das?“
      Sie reagierte nicht, sondern zeichnete das Symbol ruhig zuende. Dann wandte sie sich den Männern zu.
      „Ich bringe Schutzrunen an“, sagte sie mit ruhiger Stimme. „Nachdem ihr ja alle meine Hexenbeutel entfernt habt, sollte das zumindest einen kleinen Ersatz darstellen. Bei Weitem nicht so effizient, wie die Beutel, aber immerhin ein bisschen mehr, als gar nichts.“
      Sie lächelte so freundlich, dass die drei Männer sich irritiert ansahen.
      „Äh … wollen wir hinein gehen?“, fragte Bobby und klang dabei so, als wäre er selber nicht von seinem Vorschlag überzeugt.
      Sie nickte und ging auf die drei zu, die immer noch, wie angewurzelt, nahe der Tür standen.

      Drinnen angekommen, betrachtete die Frau mit kummervoller Miene die verkohlten Überreste ihres Hexenbeutels auf dem Tisch.
      „Eberesche verbrannt. Nicht gut, gar nicht gut“, murmelte sie und schüttelte den Kopf. „Ihr habt da deutlich mehr Schaden angerichtet, als ihr denkt“, fügte sie dann an die Männer gewandt hinzu. „Was habt ihr euch nur dabei gedacht?“
      „Moment mal“, protestierte Dean. „Hier sind wir diejenigen, die die Fragen stellen.“
      Sie legte den Kopf schräg und musterte ihn aus dunkelbraunen Augen.
      „Wenn ihr meint.“ Ihre Blicke wanderten von Dean über Sam zu Bobby und dann zu dem Bücherstapel auf dem Schreibtisch. Wieder runzelte sie die Stirn.
      „Interessante Lektüre. Allerdings ziemlich weit am Thema vorbei.“ Sie zwinkerte Bobby verschmitzt zu. „Trotzdem wundert es mich, dass ihr die Beutel verbrannt habt, obwohl ihr dieses Wissen hattet.“ Sie nickte in Richtung des Bücherstapels.
      „Wir haben da gewissermaßen aneinander vorbei gearbeitet“, sagte Sam mit einem entschuldigenden Unterton, der Dean veranlasste, seinem Bruder einen strafenden Blick zuzuwerfen.
      Die Frau sah Sam an und zog die Augenbrauen hoch. „Passiert das öfter, dass ihr … gewissermaßen aneinander vorbei arbeitet?“
      Dean riss der Geduldsfaden. Er sprang auf, packte die Frau grob am Arm und drückte sie auf einen Stuhl.
      „Also. Wer bist du und was hat es mit deinen Hexenbeuteln auf sich? Und komm mir nicht mit 'Schutzrunen', wir sind nicht blöd und du bist nicht die erste Hexe, mit der wir es zu tun haben.“
      „Das bezweifle ich“. Erwiderte sie kühl und rieb sich den Oberarm, wo er sie wenig sanft gepackt hatte.
      „Was?“
      „Sowohl als auch“, antwortete sie kryptisch auf Sams Zwischenfrage. „Ich bezweifle, dass ihr nicht blöd seid, denn eure bisherigen Aktionen lassen weder auf sorgfältige, alle Eventualitäten berücksichtigende Planung, noch auf überragende Intelligenz schließen. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber so ist es.“
      Sie sah die drei Männer mit hochgerecktem Kinn an und in ihren braunen Augen blitzte es kämpferisch. „Und ich bezweifle, dass ihr es vor mir schon mit Hexen zu tun gehabt habt. Mag sein, dass ihr auf Menschen getroffen seid, die sich die Macht von Dämonen zunutze gemacht haben, um anderen zu schaden. Mag auch sein, dass ihr sie Hexen nennt, aber das hat mit wirklichen Hexen nichts zu tun. Es zeigt nur, dass ihr euch in den letzten Jahrtausenden nicht verändert habt, dass ihr eure Vorurteile gepflegt und eure Ignoranz erhalten habt. Es war ja schon von je her so, nicht wahr? Frauen, die außergewöhnliche Fähigkeiten haben, müssen mit dem Teufel, oder Dämonen im Bunde sein. Und wenn tatsächlich Menschen Dämonen beschwören und ihre Kräfte nutzen, selbst wenn sie dafür willfährige Diener dieser Dämonen geworden sind, dann müssen das ja natürlich Hexen sein.“ Sie schnaubte verächtlich.

      „Jetzt hör mal“, warf Dean ein, der aussah, als würde er jeden Moment explodieren.
      Sie hob die Hand und fuhr ungerührt fort. „Was nun eure Fragen betrifft: Mein Name ist Kendra und meine Hexenbeutel sollten dazu dienen, euch zu schützen. Glaub' es oder nicht, Dean Winchester, nicht jeder, der sich dir nähert, will dir automatisch Böses. Ihr Jungs seid mittlerweile so daran gewöhnt, dass man euch manipuliert, benutzt und dann wegwirft, dass ich es euch nicht einmal übel nehmen kann, dass ihr sofort dunkle Mächte wittert, sobald jemand keiner von euch ist. Aber die Sache, um die es jetzt geht, geht viele mehr an, als nur euch Jäger. Ihr solltet das wissen und hättet euch darauf vorbereiten müssen, mit anderen zusammen zu arbeiten.“
      Ihr Tonfall war eindeutig vorwurfsvoll.
      „Es ist ja nicht so, als würden andere sich keine Mühe geben, aber ihr tut so, als wäret ihr die einzigen Menschen, die etwas wissen dürften und mit dieser Art von Cowboy-Mentalität habt ihr schon die Apokalypse und Armageddon verbockt.“
      Dean starrte die Frau – Kendra, rief er sich ins Gedächtnis – an, als wäre sie von einem anderen Planeten. Sie redete unverblümt über Dinge, die sie gar nicht wissen konnte und die sie, aller Wahrscheinlichkeit nach, auch nichts angingen. Und dennoch sprach sie darüber, als wäre es etwas, das jedermann wusste.
      „Was weißt du genau? Und woher weißt du das?“, warf Bobby ruhiger ein, als seine Haltung vermuten ließ.
      Kendra wandte sich ihm nicht zu, als sie antwortete, sie blieb Dean zugewandt und beobachtete ihn genau, als wisse sie, dass es sich um einen Tiger handelte, der nur auf eine Gelegenheit wartete, zuzupacken.
      „Die Zeichen sind eindeutig, für die, die sie zu sehen vermögen. Etwas, eine Abscheulichkeit, so grauenhaft, dass es keinen Namen dafür gibt, wurde geschaffen und so etwas bringt das Gleichgewicht der Natur durcheinander. Und es gibt eine Prophezeiung, die auf euch deutet, deshalb bin ich hier. Um euch zu schützen und davor zu bewahren, dass niedere Mächte euch das Leben so schwer machen, dass ihr euch nicht auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren könnt.“

      Stille erfüllte den Raum, die plötzlich von einem kaum wahrnehmbaren Geräusch unterbrochen wurde.
      Kendra löste ihren Blick von Dean und sah auf. Ihr Gesichtsausdruck veränderte sich und ihre empörte, aber doch freundliche Miene verwandelte sich in eine kühle Maske. Ihre Lippen bildeten einen dünnen Strich und sie kniff die Augen zusammen.
      Synchron drehten die drei Männer sich um, um zu sehen, was eine derartige Abneigung in der Frau ausgelöst hatte.
      „Kendra“, sagte Castiel mit einer ebenso versteinerten Miene. Seine Augen waren auf die Frau gerichtet, deren Augen wütend blitzten.
      „Castiel“, erwiderte sie in einem Tonfall, der tiefe Abscheu verriet


      -tbc

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lythanda ()

    • *bollerwagen mit belegten brötchen und frischer, heißer schokolade in den thread zieh*
      Heute mal etwas Deftiges. *:D*

      Hach, das freut mich, dass dir meine Hexe gefällt. *freu*
      Ja, sie nimmt kein Blatt vor den Mund und das ist Dean nicht so gewohnt.
      Die Sache mit Castiel wird natürlich aufgeklärt ... die Abneigung ist ja durchaus gegenseitig ... *engel* *luzi*

      Morgen erfährst du schon mal ein bisschen mehr.
      Vielen Dank für deine Treue, ich freue mich immer ganz krümelig, wenn ich lese, dass du hier etwas geschrieben hast! *kiss1*
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    • Melinda schrieb:

      Ich liebe deine Story, und das meine ich auch so.

      *schnurr* Moah ... das geht mir runter wie Öl ... ich sitze hier, grinse wie ein Honigkuchepferd und bekomme ganz rote Öhrchen. *den smilie für die roten öhrchen suchen geh*
      *blush* Ah, da isser ...

      @angelinchains:
      Also ich finde, in so einem Thread ist die Gemeinschaft mit Essen und Trinken ungemein wichtig. Man verbringt Zeit zusammen und dabei liest man dann (wenn Zeit dazu ist). Ich stelle ja auch immer wieder gerne fest: "RL is a bitch!". Tausend Dinge halten einem vom Lesen und Schreiben ab ... *seufz*
      Aber eine Geschichte läuft ja bekanntermaßen nicht weg und ich habe selber ja auch bei einigen FFs lange hinterhergehinkt.
      Zumindestens ersparst du dir die Cliffhanger, mit denen ich Melinda dauernd quäle. *:D*
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    • Kapitel 12: Fire in the Night


      „Äh … ihr kennt euch?“, fragte Dean und sah von Kendra zu Castiel und zurück.
      „Ja“, kam es unisono von dem Engel und der Hexe, in einem Tonfall, der deutlich klar machte, dass weder der eine, noch die andere wünschten, dieses Thema näher zu erläutern, geschweige denn, darüber zu diskutieren.
      „Wo ist Hope?“, fragte Castiel, nun komplett die Anwesenheit Kendras ignorierend.
      Bobby sah ihn fragend an, doch als er merkte, dass Castiel keinerlei Anstalten machte, irgendetwas zu erklären, zuckte er mit den Schultern.
      „Sie wollte fort. Sich irgendwo verkriechen, wo sie keinen Schaden anrichten kann.“
      Castiels Miene wandelte sich zu Frustration. „Das ist nicht gut. Es reicht nicht, dass sie sich versteckt, alleine ihre Existenz reicht aus, um Schaden anzurichten.“
      Er ließ sich nicht darüber aus, inwiefern die Existenz des Hybriden alleine schon Schaden anrichtete und die drei Männer kannten ihn inzwischen lange und gut genug, um zu wissen, dass er nicht mit der Sprache herausrücken würde, bevor er selber dazu bereit war.
      Selbst Kendra schien das zu wissen, denn sie warf ihm nur noch einen vernichtenden Blick zu und wandte sich dann an Sam.
      „Was hat es mit dieser Hope auf sich?“
      Sam warf erst Dean und dann Castiel einen fragenden Blick zu, den Dean nicht und Castiel mit einem fast unmerklichen Nicken beantwortete. Derartig bestärkt, erklärte Sam der jungen Frau in einer kurzen Version das, was geschehen war und was es mit Hope auf sich hatte. Den Teil mit Arnor ließ er zunächst aus, es schien so schon viel zu verdauen zu sein, fand er.
      Kendra hörte schweigend zu, einzig die sorgenvolle Miene und eine zunehmend tiefer werdende, steile Falte zwischen ihren Augenbrauen verrieten, dass sie die Tragweite verstand.
      Dean beschlich ein ungutes Gefühl, eine Mischung aus Irritation und Wut auf seinen Bruder, der so selbstverständlich alles erzählte. Und auf Bobby, der kommentarlos dabei stand und es anscheinend völlig normal fand, dass sie einer vollständig Fremden vertrauten.
      Es war schon schlimm genug, dass sie eine Hexe war, denn trotz des deutlichen Inhaltes ihrer Hexenbeutel und ihrer Versicherung, ihnen nichts Böses zu wollen, war Dean keineswegs von den guten Absichten der Frau überzeugt.
      Und was war es, dass sie mit Castiel eine solche, gegenseitige Abneigung verband?
      Da steckte doch mehr dahinter und das wollte Dean nicht so einfach hinnehmen. Er wollte dieser Sache auf den Grund gehen, bevor er auch nur Anstalten machen würde, der Frau zu vertrauen. Nicht, dass er vorhatte, ihr zu vertrauen und es ärgerte ihn, dass Bobby und Sam das scheinbar anders sahen.
      Auch wenn Castiel sein stummes Einverständnis gegeben hatte, so war das für ihn noch lange kein Grund diese höchst suspekte Frau in alles einzuweihen. Aber Sam war offensichtlich anderer Meinung und genau das schürte den Ärger in Dean mehr und mehr.
      Es konnte doch nicht so schwer sein, einmal auf ihn zu hören, oder?
      Er sah besorgt von Sam zu Bobby. Auch der ältere Jäger schien sich von dieser Hexe einwickeln zu lassen. Was für ein Wahnsinn! Sie steckten hier mitten in einer gefährlichen Geschichte und als wären die Hybriden noch nicht schlimm genug, mischten nun auch noch Hexen mit.
      Er hasste diese verfluchten Weibsbilder, die sich zu Marionetten der Dämonen machen ließen und ihren eigenen Leuten in den Rücken fielen. Als wäre das, was die Hölle ausbrütete nicht schon schlimm genug.
      Normalerweise hätte er zumindest Bobby für vernünftig genug gehalten, dass Sam auf jedes Mädel reinfiel, dass versicherte, helfen zu wollen, hatte er ja nun schon oft genug erlebt. Überhaupt neigte Sam dazu, den falschen Leuten zu vertrauen und das ging dann meistens übel in die Hose. Nicht nur für ihn selber, sondern meistens für sehr viele Menschen. War es also zu viel verlangt, nur einmal auf den älteren Bruder zu hören?
      In seine Gedanken versunken, bekam Dean nicht mit, was am Tisch gesprochen wurde, aber er bemerkte, dass die drei nun gerade vertraulich die Köpfe zusammen steckten.
      Benommen schüttelte er den Kopf. Hatten denn hier alle den Verstand verloren?
      Er drehte sich um, um Castiel zu fragen, musste jedoch feststellen, dass der Engel in der Zwischenzeit verschwunden war.
      Ruckartig stand Dean auf und ging, ohne die drei Menschen am Tisch eines Blickes zu würdigen, in die Küche.
      Ein kaltes Bier würde ihn wieder auf den Boden zurück bringen.


      oooOOOooo


      5. Oktober 2010, Oak Park, Chicago, Illinois


      Mrs. Louisa Donwell setzte sich kerzengerade in ihrem Bett auf und sah auf die Uhr auf ihrem Nachttischchen. 23:15. Es war empörend, was da zu nachtschlafender Zeit für ein Lärm aus dem Nachbarhaus kam.
      Sie seufzte. Früher war der westliche Vorort von Chicago eine ruhige Wohngegend gewesen, damals, als sie mit ihrem Mann hierher gezogen war. In den 50ern war es gewesen, die Nachbarschaft war angenehm, es war ein guter Ort, um die Kinder großzuziehen, doch inzwischen hatte sich alles verändert. Mehr und mehr der alten Nachbarn waren weggestorben, nach Florida gezogen, um das Alter im milden Klima zu verbringen oder zu ihren Kindern überall im Land gezogen.
      Sie selber war hier geblieben. Trotz des Wunsches, eine Familie zu gründen, weshalb sie ja ursprünglich in diesen Vorort gezogen waren, waren Kinder ihnen verwehrt geblieben. Irgendwann hatten Eddie und sie die Hoffnung auf Nachwuchs aufgegeben und sich in ihrem Leben zu zweit eingerichtet. Und es war kein schlechtes Leben gewesen, das sagte sie sich immer wieder. Bis Eddie dann vor drei Jahren an einer Hirnblutung gestorben war.
      Sie war alleine zurück geblieben und obwohl sie manchmal mit dem Gedanken gespielt hatte, wie viele ihrer Freunde in ein milderes Klima zu ziehen, hatte sie es nie über sich gebracht, das Haus zu verkaufen, in dem sie alles an ihren lieben Mann und ihr gemeinsames Leben erinnerte. Was würde sie denn noch haben, wenn sie das alles hier aufgab?

      Wieder kam ein lautes Krachen, gefolgt von einer schrillen Stimme aus dem Nachbarhaus und ließ sie aus ihren Erinnerungen aufschrecken.
      Eigentlich waren die Lawsons nette Leute, die sich freundlich um ihre Nachbarin kümmerte. Gerade letzte Woche hatte Henry Lawson ihr angeboten, sich um ihren Zaun zu kümmern, der an einigen Stellen ein wenig verrottet war. Und Anne, seine Frau, fragte sie immer, ob sie ihr etwas vom Supermarkt mitbringen sollte, oder ob sie etwas von der Pastete wollte, die es zum Abendessen gab.
      Es waren angenehme Nachbarn und Mrs. Donwell freute sich schon darauf, wenn im Sommer das erste Kind zur Welt kommen würde. Anne war gerade erst schwanger geworden, hatte es ihrer Nachbarin jedoch brühwarm erzählt und Mrs. Donwell hatte sich sofort als Babysitter angeboten, falls das Paar gerne mal einen Abend frei haben wollte.
      Sie verstand nicht, was da drüben auf einmal los war. Sonst waren es immer ruhige Nachbarn und nun war dort all der Lärm und die lauten Stimmen. Feierten die Lawsons etwa eine ausgelassene Party? Und das auch noch an einem Werktag?

      Sie zog sich einen geblümten Flanell-Morgenmantel über und ging zum Fenster. Vorsichtig zog sie den Vorhang ein Stück zur Seite und lugte durch den Spalt zum Nachbarhaus. Fröstelnd zog sie den Morgenmantel enger um ihren knochigen Körper, als sie wieder laute Stimmen von nebenan hörte. Das Geschrei und Gepoltere wurde nicht weniger und sie überlegte gerade, die Polizei zu rufen. Immerhin war sie eine alte Frau und brauchte ihre Nachtruhe. Sie musste es keinesfalls hinnehmen, wenn in der Nachbarschaft eine derartige Ruhestörung stattfand.
      Gerade als sie ihre gerechte Empörung über diese Zustände an den Punkt gebracht hatte, ihre natürliche Zurückhaltung aufzugeben und sich zu beschweren, wurde es schlagartig still.

      Von einem Moment auf den anderen stand das Haus lichterloh in Flammen. Mrs. Donwell blinzelte. Was war da geschehen? Sie verstand ein wenig von Feuern, immerhin hatte Eddie 30 Jahre beim Chicago Fire-Department gearbeitet und davon, dass ein ganzes Haus auf einen Schlag in Flammen stand, ohne, dass es eine Explosion gegeben hatte, hatte sie noch nie etwas gehört.
      Erschrocken wollte sie zum Telefon greifen, um die Feuerwehr zu rufen, als ihr etwas Neues auffiel. Ein Geruch nach verbranntem Holz, verschmortem Kunststoff und etwas Fremdartigem, das sie nicht identifizieren konnte, wallte zu ihr hinüber und war trotz der geschlossenen Fenster deutlich wahrzunehmen. Angewidert schnüffelte sie und dann erkannte sie den Geruch. Es roch, als hätte jemand am 4. Juli einen Feuerwerkskörper angezündet, oder ein Streichholz angerissen. Es roch eindeutig nach Schwefel.
      Und dann sah sie ihn. Eine hoch gewachsene Gestalt trat langsam, gemessenen Schrittes aus dem tosenden Flammeninferno und blieb vor dem Haus stehen.
      Sie konnte keine Details erkennen, er war einfach nur eine tiefschwarze Silhouette vor dem orangen Licht der Flammen. Unbewegt stand er da, weder die Hitze, noch der tosende Lärm schienen ihm irgendetwas anhaben zu können.
      Unwillkürlich hielt sie den Atem an, froh, hinter den langen Vorhängen ihres Schlafzimmers verborgen zu sein. Doch dann drehte die Gestalt den Kopf und obwohl sie kein Gesicht erkennen konnte, war sie sicher, dass er direkt zu ihr herüber sah.
      Louisa Donwell schauderte und ein eigenartiges Gefühl kroch ihr die Wirbelsäule hoch.
      Sie war nie sehr religiös gewesen, doch jetzt wandte sie sich ihrer Kommode zu und zog die oberste Schublade mit bebenden Fingern auf. Ohne besondere Vorsicht hob sie ein altes, mit schönen Schnitzereien verziertes Schmuckkästchen heraus, doch ehe sie es abstellen konnte entglitt es ihren zitternden Händen. Es polterte zu Boden und eine Flut aus Schmuckstücken ergoss sich über den Boden.
      Sie sank auf die Knie, suchte mit fahrigen Bewegungen nach dem Kreuz, das ihre Mutter ihr kurz vor ihrem Tod geschenkt hatte. Ihre Mutter war eine fromme Katholikin gewesen und hatte dieses kleine, schlichte, goldene Kreuz 1922 bei einer Pilgerfahrt nach Rom gekauft und dann während einer Audienz vom Papst segnen lassen. Seitdem hatte sie es getragen, in dem sicheren Bewusstsein, vor allem Übel geschützt zu sein. Auf ihrem Sterbebett hatte sie es Louisa in die Hand gedrückt und diese hatte es pflichtschuldig und aus Sentimentalität einige Monate nach dem Tod der Mutter getragen. Geglaubt hatte sie nie daran, dass es etwas anderes sein könnte, als ein Schmuckstück und eine Erinnerung an die Mutter.
      Nun jedoch schob sie fieberhaft Broschen, Ketten, Ringe und Armbänder hin und her, bis sie schließlich fand, was sie gesucht hatte.
      Sie zog das kleine, goldene Kreuz an der dünnen Goldkette aus dem Durcheinander heraus und drückte es an ihre Brust. Dann versuchte sie, es umzubinden, doch ihre zitternden Finger schafften es nicht, den filigranen Verschluss im Nacken zu schließen. Sie gab den Versuch auf und begnügte sich damit, den kleinen Gegenstand fest in ihrer Hand zu halten und sich die Hand gegen die Brust, über ihrem Herzen zu pressen.
      Ohne es zu merken murmelte sie die Gebete ihrer Kindheit, während sie auf dem Boden ihres Schlafzimmers kniete und Tränen über ihre Wangen liefen.


      -tbc


      Next: Kapitel 13: Borderline
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lythanda ()

    • Ok, jetzt bin ich verwirrt. Das kommt öfter vor und hat nichts weiter zu bedeuten.
      Also Cass & Kendra hassen sich, sagen aber nicht wieso. Gut, meinetwegen, ist auch im Moment nicht so wichtig. Dean sieht Gespenster und hat Angst vor der Hexe, ist auch bekannt.
      Aber dann der Sprung nach Chicago zu Louisa, die um 32:15 aus dem Schlaf gerissen wird! ( sicher ein Zahlendreher, oder?)
      Was war da denn los? Dämonen im Nachbarhaus! Wer tötet eine junge Familie und warum? Und wieso bringt das Mrs. Donwell so aus der Fassung, dass sie gleich zum Kruzifix greift und weint?

      Jetzt sitz ich hier wieder mit so einem Cliffhanger und kann bis zum St. Nimmerleins...na gut, bis Montag auf das nächste Kapitel warten.
      Du grausame Autorin, du! *rose* *umarm*
      *tea*