Sonstige - Dreams are my reality

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    • Sonstige - Dreams are my reality

      by angelinchains

      FSK16

      Disclaimer
      Mir gehört nix, außer die Idee zu der Story und meine Figuren und ich verdiene kein Geld damit!

      Inhalt:
      Eine kleine amüsante Geschichte über Angie, die es liebt Fan Fiction zu schreiben und ihre prüden Freundinnen aufm Dorf. Entstand aus einer spontanen Idee heraus (und die Diskussion um das Alter hat hier sicher den letzten Ausschlag gegeben)

      Warnung
      teilweise etwas deftige Sprache *;)*

      ++++++++++

      Dean biss in den Hals der jungen Jägerin. Ungestüm und voller Lust. Es gab keinen Platz für Romantik, es gab keinen Platz für Zärtlichkeit, der Dämon der Lust hatte ihn voll im Griff. Es war ein wahrer Höllenritt. Die Luft war erfüllt vom Geruch nach Sex und dem Stöhnen zweier Liebender. Es dauerte nicht lange, da fing es in Deans Lenden an zu brodeln. Heißes Magma pumpte durch seinen Venen, seinen Körper. Ein heiserer Schrei entrang sich seiner Kehle ….

      „Also ehrlich Angie, du findest das lustig?“ riss mich Tessas schrille Stimme aus meiner Fantasie.

      „Was, wieso?“ ich stand mal wieder komplett auf dem Schlauch.

      „Ich erzähl hier gerade von Stephans Herpes und du grinst wie blöde.“

      „Ach nein liebe Tess, is mir gar nicht aufgefallen, tschuldige.“

      „Was ist dir nicht aufgefallen, dass sie über Stephan geredet hat oder dein dummes Grinsen“, Marion, mehr oder weniger stolze Mama von Drillingen, Kampfgewicht 320 Pfund, „du bischt in leschtzter Scheit escht komisch“, und wieder wanderte ein großes Stück Torte in ihren Mund.

      Ängstlich guckte ich auf ihre Bluse. Die spannte schon bedrohlich um ihren Megabusen und den Bauch. So ein Knopf konnte durchaus zum Geschoß mutieren.

      „Ach bin ich das?“ antwortete ich schnippisch.

      „Nein, so hat sie‘s doch net gemeint Angie“, mischte sich Nadine ein, die graue Maus in der Runde, die immer darauf bedacht war, dass alle miteinander in Eintracht und Harmonie lebten, weil sonst ihr Feng Shui beim Arsch war.

      „Wenn sie’s nicht so meint, wieso sagt sie es dann so?“ heut war ich mal wieder auf stur programmiert.

      Ich mochte die Mädels, echt, aber seit ich von der Supernatural Convention aus Vancouver zurück war, gingen sie mir furchtbar auf den Keks. Ging mir unsere kleine Dorfidylle furchtbar auf den Keks.

      Drei Wochen lang hatte ich mich nicht zu verstellen brauchen, drei Wochen hatte ich so sein können, wie ich bin, ohne Rücksicht auf die "zarten" Gefühle anderer nehmen zu müssen, hatte mich mit gleichgesinnten ausgetauscht. Kaum war ich wieder „daheim“, wobei es sich gar nicht so anfühlte, kam ich mir vor, als wär ich aus nem Raumschiff gepurzelt und zufällig hier aufgeschlagen. Mitten im Stepfordland wo Frauen hinterm Herd ihren Männern dienen und punkt 18:30 Uhr das Abendmahl am Tisch stehen musste. Und wenn sie vom Kindergeschrei Migräne hatten, mussten sie es mit einem Lächeln überspielen und sich Männes gequirlte Kacke über Bürostress und Sparmaßnahmen anhören. Ihre Probleme wurden dabei wohlweislich übergangen. Wer konnte schon welche haben? Den ganzen Tag, daheim am Herd oder im Supermarkt.

      Und daher frage ich mich ernsthaft: WAS zum Geier interessierte mich der Ömmes von Tessas kleinem Sohn? Wer weiß wo der kleine seinen Pipimann diesmal hingesteckt hatte? Wie der Papa so der Sohn. Tessas Mann hatte glaub ich schon die halbe Firma durch, nur sie wollte es nicht sehen und klebte an ihm wie Kaugummi an einer Schuhsohle. Denn bei allem was man sie fragte, hieß es, keine Ahnung, das macht mein Mann.

      Ich hatte mal scherzhaft gefragt, ob sie zwischen Binden und Tampons wechselt und prompt kam, "keine Ahnung, das macht mein Mann". Die dürftige Erklärung war, sie hätte nur wechseln verstanden und an Reifen gedacht. Ah, ja.

      Offensichtlich störte sich auch keines der anderen Mädels, wenn im Kaffeehaus laut über die Geschlechtsorgane von Klein-Stephan gesprochen wurde. Aber wehe, ich würde hier zum Beispiel das Thema Stellungen beim Sex aufs Tapet bringen.

      „Vögeln.“ Au Mann, so laut wollte ich das gar nicht sagen.

      Alle Köpfe ruckten in meine Richtung. Marion wurde noch roter im Gesicht, falls das überhaupt möglich war.

      „Was hast du gerade gesagt?“ hakte Nadine vorsichtig nach.

      „Vögeln“, wiederholte ich und zuckte mit den Schultern, „hat irgendwer ein Problem damit?“

      „Hör mal, wir sitzen hier im Kaffeehaus“, Tessa beinahe hysterisch.

      „Was, hab ich gar nicht mitbekommen“, schnappte ich, „wenn du hier lauthals und in haarkleinen Details vom Pimmel deines Sohnes erzählen kannst, kann ich wohl das V-Wort laut aussprechen.“

      Ein Typ der gerade bei mir vorbeiging, drehte sich kurz um. Die Mädels dachten wohl, er würde über mich herfallen, stattdessen grinste er nur breit.

      „Seht ihr, dem jungen Mann gefällt das auch“, sagte ich und grinste zurück. Kein Wunder, es war der schwule Sohn meines Nachbarn und der guckte auch Supernatural – wegen der Jungs und las meine Storys, aber das konnten sie nicht wissen.

      „Also entschuldige mal, Stephans Herpes und das V-Wort sind doch wohl echt zwei Paar Schuhe“, regte sich Tessa weiter chemisch auf.

      "Ich hab halt eben nur mal lauter gedacht, als ich es eigentlich vor hatte“, stellte ich klar.

      Tessa stand kurz vor einem Schlaganfall. Zeit für Nadine einzugreifen. Marion steckte ohnehin gleich bis zum Hals in ihrer Schokocremetorte. Jedenfalls wirkte sie sehr vertieft. Obwohl ich wetten konnte, dass sie unserer Unterhaltung mehr als gespannt folgte.

      „Bitteschön meine Damen, beruhigt euch doch. Ach Gottchen, ist doch alles halb so wild. Angie hat’s sicher nicht so gemeint.“

      „Also ehrlich Naddie, ich wüsste nicht, was man bei dem Thema Vögeln nicht so meinen könnte“, sagte ich kopfschüttelnd.

      „Du bist einfach nur ekelhaft“, fauchte Tessa in meine Richtung, „ekelhaft und krank.“

      „So? Und von Kinder Oimeln, Herpes und angekackten Windeln zu reden, während man hier bei Kaffee und Kuchen sitzt, is normal oder wat?“

      Könnten Blicke töten, läge ich jetzt regungslos auf dem Fliesenboden der Konditorei.

      „Guckt doch nicht so, wie die Gruppe Uhus nach nem Waldbrand. Ist doch wahr. Ihr erklärt mich für abartig ... tickt ihr noch richtig?“

      „Eigentlich wollte ich es ja für mich behalten“, zischte Tessa, „aber findest du es wirklich normal über zwei Dämonen jagende Typen zu schreiben, die sich nebenher durch die Weltgeschichte vögeln?“

      Jetzt fiel Marion endlich die Gabel aus der Hand.

      „Du hast mich ja gefragt, was ich so in meiner Freizeit treibe“, verteidigte ich mich, „und ich hab dir angeboten, dir eine meiner Stories zu geben. Ich hab dich vorgewarnt.“

      „Hast du, aber … aber was du da schreibst, also ehrlich, das ist perverser Müll. Überhaupt der Schluss.“

      „Und weil’s so pervers war, hast du’s gleich bis zum Ende gelesen, lobenswert“, schoss ich zurück, „und das auch noch innerhalb von zwei Tagen, gratuliere. Du musst die Geschichte gefressen und nicht gelesen haben.“

      Tessas Wangen unterschieden sich kaum noch von der altrosa Tapete hinter ihr. Sie warf einen Blick auf die Uhr, „ich muss jetzt noch in die Apotheke, die Salbe holen wegen Stephans Pimmel Herpes.“

      Damit stand sie auf und ließ uns sitzen. Marion sah alles andere als glücklich aus, auf ihrer Bluse prangte ein toller Schokofleck und Nadine würde sich, nachdem sie zu Hause war, sicher gleich für vier Pilgerfahrten hintereinander nach Lourdes anmelden. Vorher musste sie jedoch ihren Göttergatten um Erlaubnis fragen.

      „So Mädels, ich lass euch jetzt auch in eurem Elend allein“, beschloss ich und stand auf, „ich muss nämlich noch ein paar Seiten übers Dämonen jagen und vögeln schreiben. Vielleicht ist auch noch ein bisschen Gruppensex im Hexenzirkel dabei, da bin ich noch am überlegen. Schönen Tag auch, meine Süßen und vielleicht erinnert ihr eure Männer daran, dass sie euch weniger Kohle für die Haushaltskasse geben müssten, würden sie es euch nur öfter besorgen. Die Batteriepreise sind in letzter Zeit nämlich exorbitant gestiegen. Tschüssi!“

      Wahrscheinlich konnte ich mich in der Runde in absehbarer Zeit nicht mehr blicken lassen, aber was soll’s? Mir wurscht. Ich würde nach Hause fahren, meinen Schlepptopf nehmen und meiner Fantasie endlich freien Lauf lassen. Here I come Dean and Sam!

      FIN

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von angelinchains ()

    • mann, du..., sorry, frau, du hast es vollgetroffen. Ich kenne solche Gespräche und habe sie nur einmal geführt. Jedes weitere Mal wäre Zeitverschwendung gewesen. Ich rede weder mit meiner Familie, noch mit meinen Freunden über meine Leidenschaften. Sie verstehen es nicht, das Frau sich für sowas interessieren kann, damit stehe ich allein, aber damit kann ich leben. *;)* *:D*

      *thumps* hat Spaß gemacht zu lesen
    • *rofl* *yr*
      Wie immer in deinen Stories triffst du den Nagel auf den Kopf. *dank*
      So iss' es leider nicht nur auf den Dorf, auch in mittelgroßen Städten kann man sowas abkriegen. Wie gut, dass man zu solchen engstirnigen Damen den Kontakt abbrechen kann, und unbehelligt sein Leben so leben kann, wie frau es für richtig hält. *thumps*
      "A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory.LLAP"
      “Don’t you dare think there is anything, past or present, that I would put in front of you.”


      *rose* Sig by angelinchains