Supernatural - Oneshot - Ein wahnwitziger Valentinstag

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    • Supernatural - Oneshot - Ein wahnwitziger Valentinstag

      Titel: Ein wahnwitziger Valentinstag
      Autor: Leonie
      Betaleser: Angelinclains (Vielen Dank für die Mühe!)
      Diclaimer: Die Rechte an Supernatural gehören nicht mir. Ich schreibe nur zum Vergnügen und verdiene kein Geld damit.
      FSK: 16
      Genre: Humor
      Inhalt: Dean und Sam übernehmen einen neuen Job. Plötzlich ist Dean völlig verändert. Sam bittet Castiel um Hilfe.
      Charaktere: Dean, Sam, Castiel, Bobby, ein weiterer Originalcharakter

      *******************************************************************

      Die Brüder hatten soeben das Stadtarchiv verlassen. Sam hielt eine Vielzahl von Fotokopien in der Hand, die er während des Gehens betrachtete und dabei immer wieder eine andere in der obersten Position ablegte. Ihr neuer Job hatte sie zu einem 118 Jahre alten Wohnhaus geführt, das eindeutige Anzeichen für ein Geisterhauses aufwies.

      In diesem Haus lebten bereits seit mehr als zwei Jahren Mr. und Mrs. Jackson. Das junge Ehepaar erwartete in etwa 5 Monaten ihr erstes Baby. Bis vor drei Wochen geschah nichts, was man als übernatürlich bezeichnen könnte. Dann jedoch wurde Mr. Jackson plötzlich von Gegenständen wie Büchern, einer Bratpfanne, Blumentöpfen, Tellern, Tassen, Bilderrahmen und einem Stuhl attackiert, wovon er zum Glück nur geringe Blessuren davontrug. Die Lage spitze sich schließlich vor 10 Tagen zu, als ihn ein pfeilschnell durch die Luft fliegendes Fleischermesser nur knapp verfehlte und fast 15 cm tief im Türrahmen stecken blieb. Die Ehegattin hingegen wurde nie angegriffen.

      Verängstigt durch die Geschehnisse und völlig überfordert hatte das Paar mittlerweile bei den Eltern der Frau Unterschlupf gefunden. Denen erzählten sie natürlich nicht die Wahrheit. Für sie dachten die Beiden sich eine Geschichte aus und zwar, dass eine Überprüfung ihres Hauses ergab, dass mehrere Gasleitungen marode geworden waren, eine Instandsetzung sofort erfolgen müsste, die Sanierung mehrere Wochen dauern würde und sie in der Zeit das Haus nicht betreten dürften. Die herausgeschundene Zeit, wollten sie dazu nutzen, um jemanden zu finden, der ihnen helfen konnte. Auch wenn die meisten Menschen an Geister und Ähnliches nicht glauben, schlossen die Beiden, nachdem was geschehen war, die Existenz von Übernatürlichem nicht mehr aus.

      An den Job gelangten die Winchesters über Bobby, der seinerseits über sieben Ecken von den Vorfällen gehört hatte. Vor rund 20 Jahren sollten es in dem Haus bereits einmal ähnliche Probleme gegeben haben.

      Im Stadtarchiv konnten Dean und Sam einige Informationen über das Gebäude selbst und seine Bewohner zusammenstellen. Eine sehr adrette Rothaarige mit strahlendblauen Augen und zwei guten Argument für mehr als einen Hingucker in Körbchengröße Doppel-D, hatte Fotokopien für sie angefertigt und dabei heftig mit Sam geflirtet. Genau diese Dokumente studierte der jüngere Winchester nun.

      „Sam, du bist so ein Trottel. Die Kleine hat dich dermaßen angebaggert und du kriegst deine Nase nicht aus den Grundbüchern und dem ganzen Kram. Lade sie doch zum Essen ein.“ Dean zwinkerte seinem Bruder zu und grinste jungenhaft.
      „Ich überlasse dir auch unser Zimmer. Die Kleine hat doch fast danach geschrien von dir flachgelegt zu werden.“
      „Dean, warum müssen wir so eine Diskussion schon wieder führen? Ich bin alt genug, um zu entscheiden, wann mir eine Frau gefällt und ob ich mit ihr was anfangen möchte oder nicht.“ Sams Gesichtsausdruck unterstrich seinen genervten Tonfall. „Wenn ich dich so reden höre, dann habe ich das Gefühl, du hast keinerlei Respekt vor Frauen. Bei dir klingt es immer so, als wären sie für dich nur Freiwild.“

      „Klar respektiere ich sie. Jede Frau verdient Respekt dafür, wenn sie weiß, wie sie es mir ordentlich besorgen kann.“ Deans Grinsen war noch breiter und feister geworden.
      „Toll Dean. Der Spruch drückt genau das aus, was ich meine. Wann hast du dich das letzte Mal verliebt? Oder zumindest etwas verknallt? Sind die Frauen immer nur Frischfleisch für dich?“
      Sam war mittlerweile stehengeblieben und sein Bruder folgte seinem Beispiel. Während der Jüngere sprach, fuchtelte er mit der Hand, in der er die Zettel hielt, in der Luft herum. Die Geste wurde durch das Auf- und Abflattern der Papierblätter unterstrichen.

      „Sam, du Träumer.“ Schlagartig wicht jede Fröhlichkeit aus seinen Gesichtszügen.
      „Wir sind Jäger. Heute hier und morgen da. Wir können froh sein, wenn wir ein paar Tage Pause haben und uns nicht ein…“ Er sah sich um und vergewisserte sich, dass niemand mithören könnte. „… Scheißdämon oder durchgeknallter Engel à la Zachariah am Hintern klebt. Warum sollte man sich da in irgendwen verlieben? Nee, sorry. Da gehe ich weiter meinen Weg. Sex ist auch ohne den ganzen Gefühlskram sehr befriedigend. Du solltest es mal ausprobieren.“ Beim Aussprechen der beiden letzten Sätze kam sein Grinsen spontan wieder zurück.
      „Okay, Dean. Ich akzeptiere deine Einstellung, aber ich erwarte auch, dass du meine akzeptierst!“ sagte Sam bestimmt. Danach setzte er sich wieder in Bewegung und lief nun zielstrebig auf eine Geschäftszeile zu. „Dean, ich gehe dort drüben in den Laden. Ich brauche einen neuen Notizblock und der Kugelschreiber hat auch den Geist aufgegeben.“

      Der ältere Winchester folgte seinem Bruder bis vor das Ladenlokal. Während des Wartens betrachtet er die Auslage, die über und über mit Herzen verschiedenster Größe und in leicht variierender Form dekoriert war. In den Räumlichkeiten selbst sah er eine Gruppe junger Mädchen, vielleicht 16 oder 17 Jahre alt, die sich vor einem Ständer mit Grußkarten positioniert hatten. Sie lachen, kicherten und tuschelten untereinander derweil sie sich gegenseitig vergnügt die eine oder andere Karte vor die Nase hielten.

      Deans Blick bekam etwas Nachdenkliches, gleichzeitig bildeten sich aber auch kleine Lachfältchen in seinen Augenwinkeln. Ja, sweet sixteen, in dem Alter war das Leben noch einfach und unkompliziert. Der raue Alltag hatte noch keinen Einzug ins Leben gehalten. Es gab noch viel Raum für Träume, Wünsche und Erwartungen an die Zukunft. Direkt der nächste Gedanke holte ihn unvermittelt in die Realität zurück und die Lachfalten wichen einer ernüchterten Miene. Als er so alt war, hatte er bereits zusammen mit seinem Vater die ersten Jagden erfolgreich beendet und wusste, dass sich hinter harmlos wirkenden Fassaden schreckliche, monströse Wesen verstecken konnten.

      Er versuchte die Erkenntnis abzuschütteln und trat dabei zwei Schritte zurück und betrachtete nun das Schaufenster in seiner Gesamtheit. In großen Buchstaben, angeordnet in Form eines Bogens, der sich über die komplette Breite der Scheibe erstreckte, stand dort: VALENTINSTAG. In zwei Tagen würde es wieder soweit sein. Direkt schoss es ihm durch den Kopf: ‚Ich hasse Valentinstag. Wer braucht so einen Mist?‘ Seine Ablehnung stand ihm ins Gesicht geschrieben.

      Was Dean nicht wusste, war, dass er die ganze Zeit von einem etwas pummeligen, komplett unbekleideten Wesen in irgendwie schon männlicher Gestalt beobachtet wurde, das weder der Jäger noch jemand anderes sehen konnte.

      Noch kurz vorher hatte dieser Mister Unsichtbar einer einsamen, liebesuchenden Frau zu einem ebenso fühlenden Mann verholfen. Die beiden begegneten sich zufällig an der Bushaltestelle und tauschten verstohlene Blicke aus, bis plötzlich die Einkaufstasche, der braunhaarigen Mittvierzigerin umkippte. Über seinen Einfall mit der umstürzenden Tasche, freute sich das Pummelchen diebisch. Der etwas untersetze Brillenträger im gleichen Alter wie die von ihm angehimmelte Frau, eilte sofort zur Hilfe, um die in alle Richtungen kugelnden Einkäufe einzufangen. Als er ihr die letzte eingesammelte Orange in die Hand legte und tief in ihre rehbraunen Augen blickte, löste der unsichtbare Beobachter seinen Liebeszauber aus. Beide durchfuhr blitzartig die Erkenntnis, dass ihr Gegenüber der Mensch war, auf den sie schon immer gewartet hatten. Zusammen stiegen sie in den mittlerweile eingetroffenen Bus und bereits zwei Tag später würden sie sich zu einem Candlelightdinner am Valentinstag wiedersehen.

      Der Liebesbote wischte sich ein Tränchen aus dem Augenwinkel. Egal wie oft er seinen Job, den er über alles liebte, erfolgreich beendete, es rührte ihn immer wieder von Herzen. Er liebte nun Mal die Liebe. Als er nun so da stand, dem Bus nachschaute und extreme Zufriedenheit ihn erfüllte, wurde er auf das Gespräch der Winchesters aufmerksam. Die Beiden kannte er doch! Einmal neugierig geworden trabte er ihnen hinterher und hielt sich in diesem Moment nur einen Schritt von Dean entfernt auf. Sehr traurig betrachtete er den älteren Winchester und ließ einen lauten nur für ihn hörbaren Seufzer erklingen. Auch wenn der Jäger seine Gefühle hinter einer dicken Schutzmauer versteckte, zu diesem ganz besonderen Freund der Liebe, drangen sie hindurch und erfüllten ihn mit Schmerz.

      „Armer Dean. So ganz ohne Zuneigung und Liebe. Wie kalt ist dein Herz. Könnte ich dir nur helfen.“ sagte er zu sich selbst.
      Er mochte den Jäger sehr, auch wenn er von ihm bei ihrem ersten Zusammentreffen geschlagen wurde, aber das hatte der Liebesbote ihm längst verziehen. Mister Nackig fühlte nämlich, dass sich unter der harten Schale ein Mensch mit viel Herz verbarg, der für andere alles gab – wenn notwendig sogar sein Leben.

      Eine dicke Träne rann über seine runden Wangen. So lange, wie sich Dean derart gegen die Liebe zu einer Frau sperrte, konnte er nichts ausrichten. Eine gewisse Offenheit für Emotionen musste schon vorhanden sein, damit sein Liebeszauber Früchte trug. Er dachte nach und legte dabei auf niedliche Weise den Kopf schräg. ‚Vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit. Das muss ich aber noch überprüfen.‘
      Kaum zu Ende gedacht begab er sich auf den Weg, um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.

      „Sam, da bist du ja endlich. Man, hat das gedauert.“ Dean lief ungeduldig vor dem Schaufenster auf und ab.
      „In dem Laden war die Hölle los. Jeder musste etwas für den Valentinstag kaufen. An der Kasse war ein riesen Stau.“ Sam lächelt. „Früher mochte ich Valentinstag immer gerne. Weißt du noch, wie ich mich nicht getraut habe dem Mädchen, das in meine Klasse ging und in die ich total verschossen war, die Valentinskarte zu geben?“
      „Ja, weiß ich. Du hattest schon früh ein Problem mit Frauen.“ feixte der ältere Bruder.
      „Jerk.“ schmetterte ihm Sam entgegen.
      „Bitch!“ lautete die Retoure. „Und hör mir mit Valentinstag auf. Valentinstag ist ätzend.“
      „Du meinst das wegen dem Valentinstag vor zwei Jahren, den wir netterweise mit dem Hunger verbringen durften?“
      Sam erschauderte bei dem Gedanken daran. Die Hungersnot hatte ihn dazu getrieben seiner Gier nach Dämonenblut nachzugeben, es gab viele Tote und selbst Castiel blieb nicht von den Auswirkungen, die dieser apokalyptische Reiter heraufbeschwor, verschont.
      „Nein, wegen Valentinstag im Allgemeinen. Dieser ganze Blödsinn mit den Herzen, den Grußkarten und so. Plötzlich haben sich alle lieb. Das ist so lächerlich.“
      „Was anderes habe ich von dir eigentlich auch nicht erwartet.“ antwortete Sam frustriert.

      Die Beiden hatten mittlerweile den Impala erreicht, beendeten das Gespräch, stiegen ein und fuhren zurück zum Motel. Sie nutzten den Rest des Tages für die Auswertung der gesammelten Informationen, planten ihr weiteres Vorgehen und ließen den Abend mit einem guten Essen und ein paar Gläsern Bier in einem Pub ausklingen. Jedes hübsche Mädchen wurde von Deans Blicken regelrecht ausgezogen und Sam rechnete schon damit, dass er alleine zum Motel zurückkehren und sich sein Bruder von seiner „Jagdbeute“ mit nach Hause nehmen lassen würde. So richtig schien Dean heute Abend jedoch nicht in Form zu sein. Es gelang ihm nicht eine der Schönen zu einem One Night Stand zu verführen und schließlich ging es gegen 24 Uhr gemeinsam in Richtung Motel zurück.

      Am nächsten Tag setzten sie ihre Recherche fort. In ihrem Geisterhaus war eine Person durch Gewalteinwirkung gestorben und eine andere durch die eigene Hand. Die beiden standen ganz oben auf ihrer „könnte der Geist sein“-Liste. Da der Mord an einem alten Mann, Mr. Smith, bereits 82 Jahre und der Selbstmord einer jungen Frau, Mrs. Rockwood, 66 Jahre zurücklagen, erwies es sich als äußerst schwierig Hintergründe zu ermitteln. Zeitzeugen konnten sie keine auftreiben und die örtliche Presse hatte kaum etwas berichtet. Im Nu verging der Tag mehr oder weniger ergebnislos. Der jüngere Winchester startete abends nochmals eine Internetrecherche und der Ältere besorgte in der Zeit ihr Abendessen.

      Während Sam eifrig tippte und zwischendurch die Ergebnisse sichtete, lief im Fernseher ein Teil der Twilight Verfilmungen. Eigentlich konnte er den Filmen und dem Thema an sich nicht viel abgewinnen, aber so als Hintergrundberieselung fand er es im Moment in Ordnung. Nach einer geraumen Zeit kehrte Dean beladen mit Speisen und Getränken zurück. Mit zwei Fingern nahm er widerwillig eine der Speisenbehälter aus der Plastiktüte und stellte sie unsanft vor Sam ab. Das ganze wirkte so, als würden sich im der runden Dose mit Klarsichtdeckel hunderte widerwärtige Insekten tummeln. Stattdessen befand sich nur ein gemischter Salat mit Dressing darin. Deans Gesichtsausdruck verdeutliche seine große Abscheu.
      „Damit du es weißt, ich habe heute wirklich nur ein einziges Mal eine Ausnahme gemacht und dir dieses scheußliche Grünfutter mitgebracht. Das nächste Mal isst du was Vernünftiges! Und nicht das du demnächst willst, dass ich dir diesen Collegeboy-Kaffee Latte Macchiato mitbringe. Nein, das mache ich nicht!“
      „Ja, ja, Dean, ist schon gut.“ entgegnete ihm Sam genervt. Dean war für seine Intoleranz gegen die Essengewohnheiten und Kaffeevorlieben seines Bruders bekannt.

      Nun fiel Deans Blick auf das Fernsehgerät.
      „Sam wie bist du denn drauf? Twilight? Mir wird schlecht!“ Er verzog das Gesicht zu einer angewiderten Grimmasse.
      „Oh Bella, du bist so schön, ich liebe dich so sehr. Mein Herz gehört nur dir allein. Aber wir können nicht zusammen sein, weil du ein Mensch und ich ein Vampir bin. Das bricht mir das Herz. Wenn ich mit dir mein Leben nicht teilen kann, dann will ich sterben.“ lautete seine ganz spezielle, völlig überzogene und sehr dramatisch vorgetragene Interpretation von Edward Cullen.
      „So viel Schmalz ist nicht zum Aushalten.“ fasste der Twilight- und Lovestory-Hasser seine Meinung in einem Satz zusammen. Anschließen griff er energisch zur Fernbedienung und wechselte das Programm. Bei der Arztserie „Dr. Sexy MD“ blieb er hängen.
      „Das ist cool. Guck dir mal die Krankenschwester an. Hat die ein Fahrgestell.“ rief er begeistert seinem Bruder zu. Dieser schüttelte nur den Kopf und begann seinen Salat zu essen. Bis zum Schlafengehen setzte Sam seine Nachforschungen am Computer fort und es wurde klar, dass sie die Ermittlungen am nächsten Tag fortsetzen mussten.

      In der Nacht quälten Dean erneut Alpträume, finstere Erinnerungen, die direkt aus der Hölle zu ihm emporstiegen. Er wälzte sich unruhig von der einen auf die andere Seite. Plötzlich erschien direkt neben seinem Bett der pummlige, nackte Kerl, der ihn vor zwei Tagen beobachtet hatte. Er strahlte über allen Maßen, denn er hatte eine Möglichkeit gefunden, genau genommen einen uralten Zauber, um Dean mit Liebe und Herzlichkeit zu erfüllen. Da er den Jäger so wahnsinnig gern hatte, freute ihn das ganz besonders. Wenn er ihm aufgrund seiner ablehnenden Haltung schon zu keiner Partnerin verhelfen konnte, so wollte er ihn zumindest mit diesem Zauber beschenken. Wahrscheinlich würde sich danach alles Weitere in Sachen Verlieben von alleine ergeben.

      Soweit war das der Plan. Es gab da nur ein ganz winziges, kleines, geradezu unbedeutendes Problem, wie er fand. Mit dem Zauber kannte er sich nicht sonderlich gut aus, eigentlich überhaupt nicht. Die Frage, die er sich stellte, betraf die Dosierung. Bei Dean schien es sich um einem sehr hartnäckigen Fall von Liebesverweigerung zu handeln. Reichte hier die einfache Dosis? Der Pummlige überlege und kam zu dem Schluss, dass doppelt besser hält und keinesfalls schaden kann. Ein Zuviel an Liebe konnte es doch gar nicht geben.

      Er sprach einige magische Formeln und trat ganz nah an Deans Bett heran. Dann beugte er sich über Dean und küsste ihn sanft auf die Stirn, so wie Eltern dies gelegentlich bei ihren schlafenden kleinen Lieblingen tun. Mit dem Kuss nahm die Übertragung des Zaubers seinen Lauf. Ein starkes Gefühl von Zufriedenheit erfüllte den pummligen Kerl.
      „Ich wünsche dir einen schönen Valentinstag Dean!“ sagte er gefühlvoll und verließ das Motelzimmer.

      Ausgehend von der Stelle des Kusses, durchströmten die Liebe und Herzlichkeit nach und nach den Körper des Schlafenden. Mit einem Mal wandelten sich seine düsteren Träume in pure Poesie.

      Mehrere Liebespaare flanierten Hand in Hand durch einen sattgrünen, blumenreichen Park. Die Frauen, allesamt wunderschön, elfengleich und mit langem Haar, trugen bodenlange weiße Kleider mit weich fallenden Röcken, dazu Hüte mit breitem Rand. Alle Männer waren mit weißen Anzügen sowie gleichfarbigen Hemden und Westen bekleidet. Derweil Singvögel ihre schönsten Lieder trällerten, hauchten sich die Verliebten gegenseitig sanfte Küsse auf Wangen und Lippen und tauschten zärtliche Berührungen aus. Die Liebenden gestanden sich in poetischen, wunderschönen Worten ihre innige immerwährende Liebe. Herrlich duftende, blutrote Rosen flankierten ihren Spazierweg. Die tiefstehende Sonne tauchte die märchenhaft anmutende Kulisse in ein warmes, weiches Licht.

      Den träumenden Dean durchströmte ein behagliches Glücksgefühl. Aus diesem wunderbaren Traum wachte er gegen 6 Uhr früh auf. Er fühlte sich ausgeruht wie nie zuvor, unendlich heiter und von Wärme und Glück durchdrungen. Zu seinem noch schlafenden Bruder herüberblickend, stand er lautlos auf, ging ins Bad, zog sich an und setzte sich vorsichtig an den Tisch auf dem das Laptop stand. Sammy durfte er auf keinen Fall wecken, er selbst musste ganz leise sein, denn sein kleiner Bruder brauchte seinen Schlaf. Für Dean hingegen gab es aber noch viel zu erledigen, denn endlich war der unübertreffliche Valentinstag gekommen und an diesem Tag hatte jeder einen lieben Gruß verdient.

      Gegen 8 Uhr hatte er allen Jägern und sonstigen Helfern, die sich in Sams Datenbank befanden, eine elektronische Valentinskarte geschickt. Er bedauerte sehr, dass Crowley und Meg über keinen Emailaccount verfügten. Sie hätten sich sicher auch über eine schöne Valentinstag-Email gefreut. Auch an Castiel, seinen besten Freund, dachte er. Hoffentlich würde er ihn heute noch treffen. Wenn er nicht von alleine vorbeischaute, würde er ihn anrufen.

      Bei besonderen Menschen, wie zum Beispiel Bobby, gab Dean sich richtig viel Mühe. Sie sollten sofort erkennen, wie sehr sie ihm am Herzen lagen. Mit einem mehr als glücklichen und zufriedenen Lächeln lehnte er sich auf dem Sitzmöbel zurück und warf seinem kleinen Bruder einen zärtlichen, liebevollen Blick zu. Er war der wichtigste Mensch in seinem Leben und seine Valentinsüberraschung musste alles andere in den Schatten stellen.

      Jetzt würde er ihn erst einmal mit einem grandiosen Frühstück verwöhnen. Leise schlich er nach draußen, kam nach 15 Minuten zurück, deckte den Tisch und sogar an eine rote Rose hatte er gedacht. Auf Sammys Teller legte er das Kuvert mit der Grußkarte. Wie gut, dass der Laden mit den Karten schon geöffnet hatte. Nun wurde es Zeit ihn behutsam zu wecken.

      „Sammy, kleiner Bruder, wach werden.“ sagte er sanft und strich ihm behutsam über das Haar.
      Sofort erwachte sein geliebter Bruder, räkelte sich und gähnte herzhaft.
      „Morgen Dean.“ Er klang etwas verwirrt, denn er dachte darüber nach, ob Dean ihm gerade wirklich über das Haar gestrichen oder ob er das nur geträumt hatte.

      Sam schwang seine Beine aus dem Bett und erhob sich. Sofort nahm sein Bruder ihn in den Arm und drückte ihn liebevoll an sich.
      „Sammy, ich wünsche dir einen wunderschönen Valentinstag. Habe ich dir schon gesagt, wie sehr ich dich liebe, kleiner Bruder. Was würde ich nur ohne dich machen. Komm lass dich noch mal ganz fest drücken.“
      Deans Gesichtsausdruck drückte unendliche Glücksseligkeit aus.

      Der jüngere Bruder hingegen konnte mit der Situation gar nichts anfangen, harrte aber in der Umklammerung aus. Währenddessen lief sein Gehirn auf Hochtouren. Wo war sein Bruder? Der ihn eng umschlungen hielt wie eine Würgeschlange seine Beute, konnte es einfach nicht sein. Oder etwa doch? Ihnen waren in den letzten Jahren schließlich schon die merkwürdigsten Dinge passiert.

      Endlich löste sich Dean und präsentierte Sam das Frühstück. Es gab verschiedene Brotsorten, Croissants, Wurst, Käse, Erdnussbutter, Marmelade, Schokocreme, Rührei, Orangensaft, Butter und Latte Macchiato für Sam.
      ‚Latte Macchiato?‘ dachte Sam mehr als überrascht. ‚Vielleicht ist das doch nicht Dean. Verdammt, was geht hier vor?‘
      Der komplett irritierte Sam betrachte den reich gedeckten Frühstückstisch und nun nahm er auch die Rose und den Briefumschlag wahr, auf dem „Für meinen lieben Bruder Sammy“ stand. Wenn der Dauergrinser, der neben ihm stand, wirklich sein Bruder war, dann musste er über Nacht den Verstand verloren haben oder von irgendwas besessen worden sein, schlussfolgerte er.

      „Dean ist mit dir alles in Ordnung?“ startete er einen ersten Versuch, um eine Erklärung für die Merkwürdigkeiten zu finden.
      „Mir ging es nie besser, Sammy. Komm lass uns frühstücken, bevor dein Latte Macchiato kalt wird. Ich weiß, den trinkst du so gerne und es ist so schön dir eine Freude zu bereiten. Es gibt doch nichts, was ich nicht für dich tun würde.“
      Sam ließ sich zögerlich den Stuhl fallen und behielt den Typ, der vorgab sein Bruder zu sein, fest im Blick.
      „Dean, weißt du noch, wie das Mädchen hieß, dem ich nicht die Valentinskarte gegeben habe?“ Damit wollte er ihn testen. Gleich würde er mehr wissen.
      „Ja sicher! Das war die kleine Amanda. Du warst so verliebt in sie. Sie hatte auch wirklich unglaublich schönes blondes Haar. Das glänzte wie Gold und floss dahin wie Seide. Und ihre grünen Augen, einfach toll. Schade, dass nichts aus euch Beiden geworden ist.“
      Sams Gegenüber strahlte über beide Backen und seine Augen funkelten wie Sterne.

      Der Dauerstrahlemann war wirklich sein Bruder, denn er war der Einzige, der von der Peinlichkeit wusste und alle Details kannte. Trotzdem, hier stimmte etwas nicht, er musste dringend etwas unternehmen. Sam schaute das Frühstück an und danach Dean, dann wieder das köstliche Frühstück und entschied schließlich, unabhängig davon, was hier gerade passierte, sich dieses keinesfalls entgehen zu lassen und griff nach einem Croissant. Auch die Karte öffnete er. Während des Lesens legte er seine Stirn in viele kleine Falten und schaute immer wieder ungläubig zu dem Strahlegesicht herüber. Auf der Valentinskarte stand in schön geschwungener Schrift geschrieben:
      Liebster Sammy!
      Du bist der beste kleine Bruder auf der großen, weiten Welt! Sammy, ich liebe dich so sehr und möchte dich niemals missen!
      Ein Leben ohne dich ist für mich unvorstellbar. Fühle dich ganz, ganz fest gedrückt und durchgeknuddelt.
      Zusammen schaffen wir alles! Ich bin so unendlich stolz dein großer Bruder sein zu dürfen und
      wünsche dir einen unvergleichlichen Valentinstag!

      Dein großer und dich innig liebender Bruder Dean

      Hinter „Dean“ und um das erste „Sammy“ hatte der Kartenschreiber ein Herzchen gemalt. Sams Bruder sah unendlich glückselig aus.
      „Die Karte habe ich extra für dich ausgesucht. Hast du das schöne rote Herz auf der Vorderseite gesehen, Sammy?“
      „Ja, Dean habe ich, danke.“ sagte er in einem Tonfall, der eigentlich verdeutlichte, dass er es nicht so meinte. Darauf reagierte Happy Dean jedoch nicht.

      So langsam bekam Sam wirklich Angst, genau genommen unglaublich schreckliche Angst.

      Gegen 9 Uhr schellte Sams Handy. Bobby war dran.
      „Ist bei euch alles in Ordnung?“ Der Anrufer klang sehr gereizt.
      „Kommt drauf an, wie man es sieht. Wieso rufst du an?“ Sam nahm auch beim Telefonieren seinen Augen nicht von „überschwänglich-glücklich-Dean“. Er musste mit Bobby darüber reden, nur, wie sollte er es ihm erklären?
      „Ich habe von Dean einen elektronischen Valentinsgruß bekommen.“ erklärte Bobby. „Ich versuche den mal zu beschreiben. Zuerst siehst du ein großes pochendes rotes Herz. Das zerplatzt dann in viele kleine Herzen, die in alle Richtungen über den Bildschirm wegfliegen, dann bildet sich eine Herzumrahmung und darin steht:

      Lieber Bobby!
      Du bist wie ein Vater und Freund für mich.
      Keiner steht mir und meinem geliebten kleinen Bruder so nah wie du. Immer bist du für uns da und dafür danke ich dir von ganzem Herzen.
      Ich drücke dich tausendfach und freue mich auf das nächste Wiedersehen in hoffentlich nicht allzu weiterer Ferne.
      Mit diesem Gruß wünsche dir einen besonders schönen Valentinstag, alter Brummbär. :-)

      Dein dich liebender Dean!

      Verarscht der Kerl mich oder ist der komplett durchgedreht?“ Bobby schrie nun ins Telefon, so dass Sam das Handy etwas vom Ohr entfernt halten musste.

      Der jüngere Winchester ging ins Badezimmer, damit Dean nicht mithören konnte und berichtete Bobby, was sich hier gerade zutrug. In der Zwischenzeit räumte Dean gut gelaunt sowie eine fröhliche Melodie summend den Tisch ab. Danach setzte er sich an denselben und griff den Notizblock, den Sam neulich gekauft hatte. Eine Schere und Stifte lagen schon bereit. Nun begann er damit die Blätter so zuzuschneiden, dass möglichst große Herzen zurückblieben. Dabei gab er sich alle ersichtliche Mühe. Die Herzen sollten dem Anlass entsprechend richtig schön werden. Auf diese schrieb er in Schönschrift:

      Hallo!
      Ich wünsche dir einen wunderbaren Valentinstag!

      Dein Dean

      Auch über diese Vorgänge wurde Bobby von Sam informiert, der immer verzweifelte wurde.

      „Bobby, was soll ich nur machen? Ich bin mir sicher, dass er Dean ist, aber ich weiß mir keinen Rat.“ Tiefe Sorgenfalten malten sich auf seiner Stirn ab. Er fühlte sich komplett überfordert und hilflos. Lieber hätte er sich jetzt um irgendein gefährliches Monster gekümmert, alles wäre einfacher gewesen als seinen Bruder in einem Zustand von Liebes- und Glückswahn erleben zu müssen und nichts tun zu können.

      „Ruf doch euren himmlischen Freund herbei, vielleicht weiß der was.“ lautete Bobbys Tipp. „Ich schaue in der Zwischenzeit in meine Bücher. Vielleicht finde ich da irgendwas, was uns weiterhilft. Und melde dich, Junge, wenn es was Neues gibt.“
      „Okay Bobby! Ich versuche Cas zu erreichen. Bis später.“ Sam hätte Bobby als moralische Unterstützung jetzt gerne bei sich gehabt. Er stand immer noch im Badezimmer und rief: „Cas bist du da? Cas bitte, Dean hat ein Problem. Mensch Cas komm schon. Bitte nur das eine Mal.“

      Entmutigt ließ er die Schultern sinken. Das war natürlich klar. Eigentlich funktioniert das bei ihm nie, nur Dean konnte Castiel so rufen. Nun blieb nur noch eines, er musste den Engel auf dem Handy anrufen. Hoffentlich war er erreichbar und nicht im Himmel unterwegs. Als er gerade seine Rufnummer wählen wollte, signalisierte das Telefon, dass der Akkuladezustand zu niedrig sein. Verdammt, wieso gerade jetzt? Er wusste, dass das Handy sich jeden Moment abschalten würde, da diese Meldung immer erst knappt davor angezeigt wurde.

      „Dean wo ist dein Handy?“ fragte Sam.
      „Warte lieber Bruder ich hole es sofort.“
      Zur Verwunderung seines Bruders eilte Dean sofort beschwingten Schrittes fort, kam lächelnd mit seinem Mobiltelefon in der Hand wieder und überreichte das seinem Bruder.
      „Bitte Sammy. Ich freue mich immer total darüber, wenn ich was für dich tun kann.“
      „Danke Dean.“ Sam stellte fest erneut, dass sich Dean heute wirklich komplett gegensätzlich zu dem verhielt, wie er sich sonst benahm.

      Sam wählte die unter „Cas“ eingespeicherte Nummer. Es schellte drei Mal.
      „Hallo?“ erklang eine tiefe fragende Stimme.
      „Cas hier ist Sam.“
      „Warum rufst du mit Deans Handy an?“ fragte Castiel verwundert.
      „Das kann ich nicht erklären. Bitte komm vorbei und schaue es dir selber an. Aber bitte schnell.“

      Nur wenige Sekunden später tauchte der Engel im Raum auf. Dean erblickte ihn, warf die Arme in die Luft, wedelte damit wild rum, sprang vom Stuhl auf und rief freudig erregt: „Cas, toll das du vorbei kommst. Ich habe schon die ganze Zeit an dich gedacht, mein Freund.“

      Danach stürzte er auf den Engel zu und umarmte diesen überaus herzlich. Er drückte ihm sogar einen kurzen Schmatzer auf die Wange.
      „Cas, habe ich dir schon gesagt wie gern ich dich habe? Du bist einer meiner aller, aller besten Freunde. So Freunde wie dich trifft man nicht oft. Und dann bis du auch noch ein Engel.“
      Seine Mimik und Körperhaltung strahlte tiefe Zufriedenheit und vollkommenes Glück aus. In einem Comic wären die Beiden nun von roten Herzchen umkreist worden. Er legte seinen Kopf an die Schulter des Engels und machte keine Anstalten diesen wieder loszulassen.

      Castiels Gesichtsausdruck war einmalig. Irgendwo lag er zwischen peinlich berührt sein, absoluter Verwirrung, Abscheu und „Hilfe nehmt den Kerl weg“. Schließlich befreite er sich selber aus dem Klammergriff. Dean, davon unbeirrt, ging zurück zum Tisch.

      „Was ist mit Dean passiert?“ fragte Cas äußerst entsetzt.
      „Wenn ich das mal wüsste. Deshalb habe ich dich gerufen. Der ist seit heute früh so. Er zelebriert den Valentinstag und hat alle lieb. Er hat sogar Bobby per Email eine Valentinskarte geschickt.“
      In dem Moment kehrte Dean zurück und übergab Castiel eines der ausgeschnittenen Herzen. Der Engel nahm es entgegen und Dean rief aufgeregt: „Bitte, bitte lies den Text laut vor, Cas.“
      Der Engel kam seinem Wunsch nach, bereute das aber sofort.
      Lieber Castiel!
      Du bist der beste Engel, den ich kenne und ein wahrer Freund in jeder Lebenslage. Unsere Freundschaft soll niemals enden.
      Mit Worten kann ich nicht ausdrücken, wie viel du mir bedeutest, daher überreiche ich dir symbolisches mein Herz.
      Egal worum es geht, ich bin immer für dich da! Ich wünsche dir einen himmlischen Valentinstag!

      Dein Freund für immer Dean

      Der Grußkartenautor zappelt aufgeregt vor ihm herum und strahlte ihn wie ein 1000 Wattstrahler an.
      „Hast du gesehen, ich habe extra Castiel geschrieben. Ich habe dich nie gefragt, ob du es überhaupt magst, wenn ich dich Cas nenne. Und freust du dich?“
      Danach wartete er einen Moment auf eine Reaktion, da jedoch keine erfolgte fügte er hinzu: „Ich weiß, du hast es nicht so mit dem Zeigen von Gefühlen, aber ich bin mir sicher, du freust dich.“
      Er klopfte dem verblüfften Engel auf die Schulter und ging mit leichtfüßigen Schritten wieder zurück an seine Bastelarbeiten. Weitere Herzen wurden liebevoll ausgeschnitten und beschriftet. Der Grußkartenkünstler arbeitete dabei mit voller Konzentration und ließ dabei die Zunge ein Stück aus dem Mund hervorschauen.

      Castiel verharrte peinlich berührt sowie rat- und sprachlos mitten im Raum und hielt seinen Valentinsgruß in der Hand. Sein Blick wechselte mehrfach zwischen Dean und seinem Valentinsherz hin und her. Er wusste, dass er eindeutig Dean vor sich hatte, er hatte es in ihm gelesen als er in seine Augen schaute, aber wer hatte Dean das angetan?
      „Cas was meinst du?“ fragte Sam.
      Noch bevor der Engel antworten konnte stand das Bastelass auf, zog seine Jacke an, griff seine Papierherzen und machte sich auf den Weg zur Tür.
      „Dean wo willst du hin?“ fragte Sam perplex.
      „Ich muss meine Grüße verteilen. Es gibt so viele wunderbare Menschen, die einen verdienen. Willst du mitkommen?“
      Kaum zu Ende gesprochen, durchschritt er die Türöffnung.
      „Cas ist muss ihm unbedingt hinterher.“ rief Sam mit panischem Unterton.
      „Ja, lasse ihn nicht aus den Augen. Ich habe eine Idee, wer dahinterstecken könnte und melde mich später bei dir.“ teilte der immer noch vollkommen konsternierte Engel mit.
      „Gut Cas bis später!“
      Sam musste sich sputen, um mit seinem dauerlächelnden Bruder Schritt halten zu können.

      Der Engel steckte Deans Valentinsgruß in die Tasche seines Trenchcoats, löste sich in Nichts auf und tauchte nur 2 Sekunden später auf einer kleinen Erhöhung oberhalb der Stadt auf. Er hatte einen Verdacht, sondierte die Umgebung und konnte nicht behaupten, dass er sich auf das Treffen mit dem Gesuchten freute. Die Ortung stellte sich als gar nicht so einfach heraus. Kaum lokalisierte er ihn irgendwo, verlor Castiel auch schon wieder seine Spur. Ja, der Bursche hatte am Valentinstag viel zu tun.

      Schließlich verweilte der Gesuchte lange genug an einer Stelle, so dass sich Castiel dorthin teleportieren konnte. Vor Ort blieb er für alle anwesenden Menschen unsichtbar, ganz genau wie sein Gegenüber. Dieser bemerkte sofort den Engel im Trenchcoat und rannte mit weit ausgebreiteten Armen auf ihn zu.
      „Castiel!“ schrie er außerordentlich erfreut.
      Im nächsten Moment prallte er ein kleines bisschen unsanft auf den Engel auf, umarmte ihn stürmisch und hob ihn dabei etwas vom Boden hoch.
      „Castiel, ich freue mich so sehr dich zu sehen. Ich liebe euch Engel. Wie lange haben wir uns nicht gesehen? Sind es wirklich schon 2 Jahre?“

      ‚Hörte das mit dem Gedrücke heute gar nicht mehr auf?‘ dachte der Umarmte verzweifelt.

      „Es ist so toll, dass du gerade heute hier erscheinst. Einen schönen Valentinstag wünsche ich dir, Castiel. Ich liebe diesen Tag. Der Tag der Liebe.“
      Der nackte Kerl wuschelte durch das kurze braune Haar des Engels.
      „Hat dir schon mal jemand gesagt, was für tolles Haar du hast?“
      Er drückte sich noch fester an den Engel, der einen gequälten Gesichtsausdruck zeigte.

      Das wäre jetzt eigentlich der Moment, in dem Castiel jeden anderen mit aller Kraft von sich gestoßen hätte und davon besaß er reichlich. Wahrscheinlich hätte er demjenigen danach auch noch eine Abreibung verpasst. Das ging jetzt aber nicht und zwar aus folgenden Gründen:

      1. Um Dean helfen zu können, brauchte er dringend Informationen.
      2. Der Liebesbote, war ein äußerst sensibler Bursche und neigte dazu in Tränen auszubrechen und das schon bei Nichtigkeiten.
      3. Bei rauer Behandlung brach er völlig zusammen.
      4. Wenn er einmal richtig losheulte, hatte man ein echtes Problem und man konnte hundertprozentig keine Antworten mehr von ihm erwarten. Eher musste man befürchten, dass die Tränenmassen zu einer erneuten Sintflut führten.
      Somit war Zurückhaltung und Feingefühl gefragt.

      „Ich freue mich auch dich zu sehen und habe eine dringende Frage an dich.“ Eigentlich hielt sich Castiels Freude in Grenzen, war genaugenommen überhaupt nicht vorhanden. Zumindest ließ der Umarmer endlich los und schaute den Engel eindringlich an. Noch bevor der Engel seine Frage stellen konnte, konterte Mister FKK mit einer anderen.
      „Castiel, wie steht es denn um deine Herzensangelegenheiten?“

      Unangenehm berührt wusste dieser zuerst gar nicht was er antworten sollte, dann entschied er sich für: „Ich habe keine.“
      Das war leider der komplett falsche Text. Schon wieder klebte das nackte Pummelchen an ihm und zeigte sich sehr betroffen.
      „Castiel, das tut mir so leid. Lass dich von mir ganz fest drücken. Am Valentinstag sollte niemand allein sein, auch kein Engel.“
      Er legte seinen Kopf an die Schulter des Engels und streichelte ihm zart den Rücken.
      ‚Warum wollen heute nur alle Kerle mit mir kuscheln?‘ fragte sich Castiel.

      Der Engel überlegte fieberhaft. Wenn er jetzt nicht das Richtige sagte, würde ihn der Kerl wahrscheinlich für die nächsten 1000 Jahre umklammert halten. Nein, darüber wollte er lieber nicht nachdenken. Er räusperte sich, versuchte etwas zu lächeln und startete dann einen Erklärungsversuch.

      „Das ist so. Ich bin seit Längerem ziemlich eingebunden, du weißt schon, erst die Apokalypse und was danach noch so alles folgte. Das könnte ich doch einer Partnerin gar nicht zumuten, wenn ich ständig unterwegs wäre.“
      Gleichzeitig dachte Castiel ‚Verdammt, welchen Oberschwachsinn gebe ich gerade von mir?‘
      Früher lag ihm lügen fern, mittlerweile hatte er das Prinzip Notlüge jedoch verstanden und wendete es manchmal an, wenn es notwendig schien.
      „Wenn mal Ruhe eingekehrt ist, habe ich noch tausende von Jahren Zeit für eine Partnerschaft. Also kein Problem.“

      Er schaffte es tatsächlich Mister Klammergriff zu überzeugen, denn dieser ließ los.
      „Castiel, du bist so ein feiner Kerl. Das ist so was von rücksichtsvoll. Du hast eine Frage?“

      „Es geht um Dean Winchester.“ Der Engel schilderte Deans Verhalten und schloss mit den Worten. „Weißt du darüber etwas?“
      Der Gefragte reagierte sofort sichtlich geschockt und war den Tränen nahe.
      „Oh nein, das wollte ich nicht. Wirklich, ich schwöre. Der Zauber war wohl doch zu stark. Ich kümmere mich darum, versprochen. Sehen wir uns später bei Dean?“
      Ohne die Antwort abzuwarten, ließ er Castiel allein zurück. Dieser seufzte und fühlte sich völlig ausgelaugt. Alles, was gerade von ihm abverlangt wurde, empfand er anstrengender als einen Kampf mit drei Dämonen gleichzeitig. Auch er wechselte nun seinen Aufenthaltsort.

      In der Zwischenzeit lief Mega-freundlich-Dean mit Sam im Schlepptau, durch die Stadt und verteilte seine selbstgestylten Herzen. Jeden, der sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte, drückte er herzlich an sich. Einige Male befürchtete Sam, die betreffende Person würde Dean dafür verprügeln. Er konnte aber immer noch rechtzeitig eingreifen und die Situation retten. Mit seinem allerletzten Papierherz betrat Dean einen Imbiss. Hinter der Theke stand eine etwa 30 Jahre alte Frau. Sie hatte langes braunes Haar, braune Augen und konnte als sehr attraktiv beschrieben werden. Kaum erblickte Dean sie, blieb er stehen und drehte sich in Richtung seines Bruders.

      „Dean siehst du sie?“ Er deutete diskret in ihre Richtung. Sein Gesicht drückte Verzückung aus.
      „Ja. Was ist mit ihr?“ Eigentlich wollte er es nicht wissen. Der Tag war bisher schon peinlich genug.
      „Sie ist das Schönste, was meine Augen je erblickten. Schau nur ihr glänzendes Haar und diese Augen. Sie ist so unendlich liebreizend. Ich wünschte so sehr, ich konnte Shakespeare rezitieren.“
      ‚NEIN!‘ dachte Sam. ‚Das ist noch schlimmer als befürchtet‘.
      „Jetzt verstehe ich wieso Edward Cullen solch tiefe Gefühle für Bella Swan empfindet. Er muss das Gleiche fühlen wie ich jetzt auch. Findest du nicht, sie sieht fast wie Bella aus?“
      Sam stellte fest, dass eine gewisse Ähnlichkeit wirklich bestand.

      „Pass auf Dean! Wir machen das so.“ reagierte Sam blitzschnell. „Ich gebe ihr das Valentinstagsherz in deinem Namen und arrangiere für dich und sie ein Date in ein paar Tagen. Das wäre doch toll. Oder?“
      Er hoffte inständig, dass Dean bis spätestens morgen wieder der war, den er kannte.
      „Das würdest du für mich tun?“ Dean wirkte sehr gerührt.
      „Ja, sicher, du bist doch mein großer Bruder.“ Er legte seine Hand auf seine Schulter.
      Dean lächelte glücklich und drückte Sam einmal kurz.

      Sam schnappte sich das Herz, ging zu der Frau, setze seinen Welpenblick auf und flüsterte so, dass Dean es nicht hören konnte: „Mein Bruder hat von gestern auf heute bei seinem Junggesellenabschied viel zu viel getrunken und ich versuche ihn gerade nach Hause zu kriegen, was nicht so einfach ist. Er will nur mitkommen, wenn ich dir das hier gebe. Es wäre toll, wenn du ihn einmal anlächeln könntest. Wir sind danach auch wirklich wieder weg. Ich schwöre.“
      „Ja, klar mache ich. Ich wünsche euch einen guten Weg nach Hause. Schade, dass dein Bruder schon vergeben ist.“

      Sie lächelte Dean an und Sam erklärte, die Mission sei erfüllt und es wäre toll, wenn sie jetzt zum Motel gehen könnten, er hätte eh alle Herzen verteilt. Das sah Dean dann auch sofort ein und Sam atmete auf. Auf dem Rückweg kam Dean noch eine Idee.
      „Ich glaube im Moment läuft ein neuer Teil der Twilight-Verfilmung im Kino. Den könnten wir uns doch heute Abend zusammen anschauen. Das wird sicher toll, du schaust die Twilight Film doch so gerne und ich auch. Bella ist so schön.“
      „Ja, Dean das ist eine super Idee.“ Sam verzagte immer mehr.
      Zum Glück erreichten sie das Motel bereits nach wenigen Minuten und nur zwei weiteren umarmten Passanten. Sie betraten gerade das Zimmer als sich Castiel materialisierte.

      Dean sah ihn und es gab wieder eine Umarmung für den Engel, der sich schon langsam etwas abgegriffen fühlte.
      „Cas oder lieber Castiel?“ fragte Dean mit herzlichem Tonfall.
      „Cas ist O.K.“ sagte dieser zerknirscht.
      „Schön, dass du wiedergekommen bist. Hattest du bisher einen schönen Valentinstag mein Freund?“
      „Ja, Danke!“ Eigentlich hätte die Antwort ‚Nein, überhaupt nicht!‘ lauten müssen, aber Castiel befürchtet längere Knuddelattacken um ihm Trost zu spenden, wenn er das zugeben würde.

      Auch Dean fuhr mit seinen Fingern durch des Engels Kurzhaarschnitt.
      „Deine Haare sind so toll. Nimmst du irgendwelche Styling- und Pflegeprodukte?“
      Castiel sagte eigentlich zu sich selbst, aber Sam bekam es natürlich mit und fühlte sich angesprochen: „Was haben heute alle mit meinen Haaren?“
      „Was soll mit deinen Haaren sein?“ Sam verstand nur noch Bahnhof.
      „Ach vergiss es.“ meinte der Engel knapp und irgendwie war ihm das Thema unangenehm. Endlich entließ Dean ihn aus seinen Armen und machte sich daran neue Herzen zu produzieren.

      „Ich habe den Schuldigen gefunden. Leider wird er hier vorbeikommen.“ Castiel schaute verlegen zu Boden und mied es Sam anzuschauen.
      „Was heißt in dem Fall leider?“ fragte Sam argwöhnisch.
      „Es ist Amor. Auch unter Cupido oder Cupidus bekannt.“ referierte Castiel, wie er es gerne tat, wenn er sein Wissen mit anderen teilen wollte.
      „Amor??? Der nackte Kerl?“ Sein Gesichtsausdruck zeigte Fassungslosigkeit.
      Sam erster Gedanke war: Hilfe, dann sein zweiter: Hilfe, und schließlich sein dritter: Hilfe. Er erinnerte sich gut an das erste Treffen mit dem völlig nackten Liebesboten, der besonders gerne engen Körperkontakt suchte. Warum musste er schon wieder auftauchen? So langsam fing er an den Valentinstag zu hassen.

      Und schon passierte es, Amor erschien und Sam wurde wüst durchgeknuddelt. Castiel befürchtete für sich selbst Schlimmstes. Sollte er einfach verschwinden und so einer weiteren Begrabbelei entkommen? Nein, er musste wohl oder übel hier bleiben und Sam und Dean beistehen. Wie erwartet, erfolgte erneut eine stürmische Umarmung, dieses Mal zum Glück nur kurz, trotzdem fand Castiel es schrecklich.

      „Amor, du hast damit etwas zu tun?“ fragte Sam ziemlich angesäuert.
      „Ja, leider. Ich wollte Dean - du musst wissen, ich habe ihn so gern, - etwas Gutes tun, aber die Dosierung war wohl falsch.“
      „Die Dosierung war falsch?“ Sam wurde zunehmend lauter. Der Engel versuchte Sam zu signalisieren, dass er nicht so harsch mit Amor umgehen sollte, der Bursche brach doch immer sofort in Tränen aus, wurde aber ignoriert.
      „Bist du bescheuert? Wer sagte dir, du sollst irgendwas mit Dean machen. Ich will den alten Dean wiederhaben und das sofort.“

      Wie Castiel es bereits kommen sah, geschah es auch, das Dickerchen brach kläglich in Tränen aus und konnte sich gar nicht mehr beruhigen.
      „Sam, da hast du es. Er weint! Dieses Mal tröstest du ihn. Ich mache das nicht noch mal.“

      Die Vorgeschichte zu Castiels Verweigerung war folgende: Vor zwei Jahren lernten die Winchesters und der Engel das erst Mal genau diesen Liebesboten kennen. Sie konfrontierten ihn damit, dass Menschen, die er mit seinem Liebeszauber markiert hatte, sich anschließend regelrecht zum Fressen gern hatten. Für Amors zartes Gemüt, war das damals zu viel und er weinte kläglich. Dean und Sam drängten schließlich Castiel dazu, ihn zu trösten, was in den Armen des Nackten endete. Der Engel entschied, dass nach dem heutigen Tag sein Bedarf an unfreiwilligen Umarmungen für mindestens 10.000 Jahre mehr als gedeckt wäre.

      Zögerlich und widerwillig ging Sam auf den hemmungslos Weinenden zu und dieser kuschelte sich sofort an Sams muskulöse, männliche Brust. Sams Blick zeigte Verzweiflung, aber da musste er jetzt durch.
      „Ich habe es doch nicht so gemeint. Dean ist mein Bruder. Du musst das verstehen. Ich sorge mich um ihn.“ Die Worte, die er gewählt hatte, waren genau die richtigen, um den nackten Kerl zu beruhigen. Langsam versiegte der Tränenfluss und er zeigte sich wieder ansprechbar.

      „Ich habe den Gegenzauber. Morgen ist Dean wieder wie vorher.“
      Er ging zu Dean rüber und gab ihm etwas, was wie ein Schokoherz aussah.
      „Dean, das ist für dich. Es würde mich sehr freuen, wenn du es sofort isst.“
      „Vielen Dank. Das ist so lieb von dir. Klar esse ich das sofort, wenn ich dir eine Freude damit bereite.“
      Er stopfte es sich in den Mund, kaute glücklich aussehend darauf rum und schluckte. Wenige Sekunden später kippte er nach vorne und blieb mit der Stirn auf der Tischplatte liegen.

      „Was ist mit ihm?“ rief Sam besorgt. Die Aufregungen nahmen heute wirklich kein Ende!
      „Er schläft jetzt bis morgen und dann ist er wieder der Alte.“
      Kaum hatte Amor das verkündet, war er nicht mehr zu sehen. Der feige Kerl hatte sich still und heimlich verdrückt.
      „Cas, hilfst du mir Dean aufs Bett zu legen.“ fragte Sam.
      „Wenn du mir versprichst, dass du mich dafür nicht umarmst, ja. Ansonsten nein.“ sagte der Engel sehr bestimmt.
      „Warum sollte ich dich umarmen?“ fragte Sam verständnislos.
      „Am heutigen Tag ist alles denkbar.“ meinte Castiel.
      „Cas, ich verspreche es!“ teilte der junge Winchester mit und hob die rechte Hand wie zum Schwur.

      Sie legten Dean auf dem Bett ab und er schlief bis zum nächsten Morgen selig durch. Als er erwachte, fiel ihm sofort ein, was passiert war. Das war an absoluter Peinlichkeit echt nicht zu überbieten. Wo war der Klappspaten, um sich ein Loch zu buddeln und darin für immer zu verschwinden???

      Zum Glück hielten die Meisten, die zum Valentinstag eine Gruß-Email von Dean erhalten hatten, diese für einen Dean-typischen Scherz. In ihrer Rückmeldung schrieben sie, wie witzig sie die Idee fanden und dass Dean wohl immer zu einem Spaß aufgelegt sei.

      Obwohl Sam etwas den Drang verspürte, ihn mit seinem Verhalten am Liebesfeiertag aufzuziehen, verkniff er sich dieses. Dean geriet schließlich völlig unverschuldet in diese Situation.

      Abends suchten sie erneut den Pub auf. Als sie gehen wollten, kam ihnen eine dralle Blondine entgegen. Dean gaffte ihr mit seinem „Ist die heiß!“ Blick hinterher.
      „Hast du gesehen, was für Holz die vor der Hütte hat?“
      Sam lachte laut und herzlich los.
      „Was?“ Dean zuckte verständnislos die Schultern.
      „Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage, aber ich bin echt froh, dass du wieder genauso bist, wie du bist. Los komm du Weiberheld. Lass uns gehen.“

      Drei Tage später klärten sie ihren Fall auf. Die Selbstmörderin, Mrs. Rockwell, geisterte durchs Haus. Die Brüder ermittelten folgendes: Als sie damals vor 66 Jahren ein Baby erwartete, betrog ihr Ehemann sie und verließ sie schließlich. Völlig verzweifelt nahm sie sich daraufhin das Leben und wurde zum Geist. Immer wenn eine schwangere Frau, die in dem Haus lebte, betrogen wurde, sann sie auf Rache. Mr. Jackson, er jetzige Bewohner nahm es nicht so genau mit seiner Treue. Er hatte eine kurze aber heftige Affäre mit seiner Sekretärin Joslyn Miller, die Dean im Übrigen richtig heiß fand. Nach Salzen und Verbrennen der Knochen von Kate Rockwood endete der Spuk. Letztendlich hatte somit sogar ihr Job mit Liebe zu tun, wenn auch mit enttäuschter und böse endender.

      Epilog
      Wochen später kramte Castiel in seinen Trenchcoattaschen. Er suchte verzweifelt sein Handy. Wo steckte das Ding nur? Anstatt des Mobiltelefons beförderte er das Papierherz, das er von Dean zum Valentinstag bekommen hatte, ans Tageslicht. Die letzten Wochen hatten dem Herz etwas zugesetzt, zahlreiche Knitter verliehen dem Blatt eine unregelmäßige Struktur. Der Engel strich das Papier etwas glatt, hielt es in der Hand, las noch einmal den Text und überlegte unschlüssig, was er damit tun sollte. Schließlich faltete er das Papierstück sorgsam zusammen und steckte es wieder in die Tasche zurück. Auf seinem Gesicht zeichnete sich der Hauch eines Lächelns ab.

      Signatur von angel - vielen Dank!!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Leonie ()

    • Ja, halllooo, was habe ich denn hier für ein kleines Schmuckstück gefunden? *lol1* Verrat mir mal, wenn dir das eingefallen ist!

      Dean ist nicht unbedingt men Lieblng, daher denke ich, das ihm die liebevolle Aufmerksamkeit von Amor mal richtig gut tut. In diesem verbesserten Zustand mag sogar ich ihn. *:D* Die neue Charakterbeschreibung gefällt mir echt gut. *;)*

      Was für mich das Schokoladenstückchen der Geschichte ist, sind Cass, die Umarmungen und er hat die Haare schön....

      „Cas, hilfst du mir Dean aufs Bett zu legen.“ fragte Sam.
      „Wenn du mir versprichst, dass du mich dafür nicht umarmst, ja. Ansonsten nein.“ sagte der Engel sehr bestimmt.


      An dieser Stelle hatte mein Lachanfall seinen Höhepunkt erreicht!

      Eine wundervolle, kleine Geschichte, die einem herzliches Lachen beschert... *thumps* Hat großen Spaß gemacht zu lesen. *:D*
    • @myca:
      Vielen herzlichen Dank für deinen Kommentar! Es freut mich sehr, dass dich meine Story zum Lachen gebracht hat, denn das ist genau das, wozu ich sie geschrieben habe.

      Eingefallen ist mir die Story morgens auf dem Weg zur Arbeit. Der Grundgedanke war, Dean in einen Edward Cullen-ähnlichen Zustand zu versetzen und so nach einigen Überlegungen kam eines zum Anderen und raus kam die Story.

      Wenn nun mal jemand die Haar schön hat, dann ist das eben so, auch wenn er selbst das nicht weiß. *;)*
      By the way: Auch Dean hat die Haare schön. *:D*

      Signatur von angel - vielen Dank!!!
    • Was ist das denn? Diese super Story hab ich ja total übersehen. *lol1* *lol1* *lol1*

      Meine Güte, hab ich laut gelacht! Dean als liebeskranker Kater, vom Geiste des Valentinstages beseelt! Alleine die Vorstellung ist zum Schreien komisch. Obwohl ich es diesem Macho ja mal von Herzen gönnen würde, sich so zu Affen zu machen. Und die Peinlichkeit am nächsten Tag...Unbezahlbar! *lach1*
      Aber Sam hat sein super Frühstück bestimmt genossen, mal was anderes, als der McFat Krempel, den Dean ansonsten bevorzugt.

      Der arme Cas, wie verwirrend war das denn für ihn, ein Dean, der mit ihm Körperkontakt sucht.
      Ich hab sein Gesicht direkt vor mir gesehen, und wieder laut gelacht. *lach*

      Da bin ich aber richtig froh, dass ich hier noch mal rein geschaut und diese Story gefunden hab. Vielen Dank dafür! *thumps*
      *tea*


    • @Melinda:
      Vielen herzlichen Dank für deinen Kommentar. Ich habe mich darüber sehr gefreut. *:D*

      Beim Schreiben der Story hatte ich jede Menge Spaß, als ich mir die einzelnen "Dean im Liebeswahn"-Szenen vorgestellt habe. Ein bisschen mehr Herz in Bezug auf Frauen würde ich ihm wirklich wünschen.

      Signatur von angel - vielen Dank!!!