Sonstige - Ghost Squad feat. Jensen Ackles, Alex O'Loughlin

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    • *garantiert entstrahltes rotes Plüschsofa hinter sich herzerrt*

      So, angekommen. *Sofa näher zum Fenster schiebt* äh nein, zuviel Sonne *Sofa wieder mehr in den Raum schiebt* *seufz* zu dunkel....*Leselampe dazustellt*

      So jetzt.

      Yummy! Zwei heiße Gerä......erm OPS *blush* ....zwei gutausehende Cops, nette fahrbare Untersätze, spannende Story, gute Hexen.....HOOKED!

      Jensen im Lendenschurz *umkippt zuviel Kopfkino....hey ich habe gerade 12 Tage Isolation hinter mich gebracht* und.....und ... Jensen in Alex' Armen....... *trage* *trage* *trage*
      AIC, das ist genau das was der Doc verschrieben hat..... *tanz3* *tanz3* *danke*
      "A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory.LLAP"
      “Don’t you dare think there is anything, past or present, that I would put in front of you.”


      *rose* Sig by angelinchains
    • @pearlie, du willst na nur Alex nackisch sehen *lach1* Von wegen Therapie, Sex-Therapie oder wie? *wasnt*

      @metal, *dank* schön, dass du jetzt auch mitliest!

      @Melinda, ja Hexen, iwie fehlen die mir im Moment im Fernsehen, überhaupt seit die Charmed Wiederholungen wieder laufen *seufz*

      @Andromeda, das war erst der Anfang, bei mir gibt es sicher noch ganz viel nackte Haut, schon im nächsten Kapitel *lach1*

      @Huntress, sorry für die Reizüberflutung, ich versuch mich zu bessern, möchte dich ja weiterhin bei den Stangen, ähm der Stange halten *lol1*

      Chapter 4

      Müde und völlig ausgelaugt ließ Jensen seine grüne Duffle-Bag im Vorraum auf den Boden knallen. Ein wenig angeekelt sah er an sich herunter. Auf seiner Kleidung waren etliche Blutspritzer verteilt. Zum Glück war es heute nur ein Huhn gewesen, dass er hatte opfern müssen. Trotzdem, es hatte gekämpft bis zum letzten. Je kürzer der Tod eines Menschen zurück lag, umso geringer musste das Blutopfer dafür sein. Wenigstens wusste Mrs. Wang jetzt, wo ihr Mann die Akten, die seinen Besitz an einer Goldmine regelten, hingetan hatte. War er doch vor einigen Monaten bei der Feier seines 85. Geburtstages im Garten vornüber in die Bowle gekippt und darin ertrunken, während in der Küche seine Frau und seine Tochter mit dem Kochen beschäftigt gewesen waren. Es hatte Jensen große Mühe gekostet, während des Gespräches mit Frau Wang nicht vor Lachen vom Stuhl zu fallen und seine Gesichtszüge irgendwie im Zaum zu halten. Einen Typ, der in einer Schüssel voller Bowle ersäuft, hatte er noch nicht gehabt. Normal ersäuft man mit Bowle seinen Kummer. Diese Vorstellung zauberte ihm, trotz seiner Erschöpfung, ein dickes fettes Grinsen ins Gesicht.

      Er hatte seinen Fuß bereits am Treppenabsatz, als er bemerkte, dass in der "Show-Bibliothek" noch Licht brannte. Show-Bibliothek hieß sie deswegen, weil sie zwar einen imposanten Eindruck auf die Kunden machte, jedoch keine wertvollen Bücher beinhaltete.

      Ein Blick auf die große Standuhr verriet ihm, dass es kurz vor ein Uhr morgens war. Normalerweise hockte Alex um die Zeit lieber vor dem großen Bildschirm im Fernsehzimmer und zog sich eine Runde Sport rein. Jensens feine Sinne sagten ihm, dass hier etwas gewaltig im Argen lag.

      Als er die Tür öffnete, fiel sein Blick zuerst auf das flackernde Kaminfeuer und dann auf die angebrochene Flasche Absinth, die in Alex Griffweite stand. In den Staaten war das Zeug erst seit 2007 und nur mit strengen Auflagen verbunden, legal erhältlich. Und Alex trank es nur dann, wenn er sein Alter-Ego im Zaum halten wollte. Absinth wirkte auf Beast in etwa so wie Marihuana auf Menschen.

      "Du meine Güte, so schlimm?" fragte Jensen unvermittelt.

      Alex fuhr erschrocken aus dem Fauteuil hoch, "hast du sie noch alle? Wie wäre es mit Anklopfen? Du weißt, wie ich deine Anschleichnummern hasse."

      "Sorry Kumpel, ich hatte einen harten Tag und einen noch härteren Abend", entschuldigte sich Jensen und gähnte herzhaft.

      Alex konnte nicht anders, tat es ihm gleich und bemerkte erst jetzt, wie derangiert sein Partner daherkam.

      Schlagartig wurde seine Körperhaltung angespannt, "du hast doch nicht schon wieder mit dem Blutzauber rumgespielt?"

      Jensen winkte ab, "heute gab es Hühnchen", meinte er leicht sarkastisch, "schon wieder 'ne Erbschaftsangelegenheit. Aber hey, Kleinvieh mach auch Mist, wie man sieht." Er deutete auf die einzelnen Blutspritzer.

      "Eigentlich wolltest du keine derartigen Aufträge mehr annehmen", meinte Alex stirnrunzelnd.

      "Es war auch mehr so was wie ein Gefallen für Lisbeth."

      Täuschte sich Alex oder wurde Jensen ein wenig rot?

      ROT – ein schrecklicher Schmerz fuhr urplötzlich durch seinen Körper und zwang ihn gleich darauf in die Knie.

      Sofort war Jensen an seiner Seite, "Himmel, was ist denn mit dir los?"

      "Absinth", presste Alex mühsam hervor, während er sich vor Schmerzen krümmte.

      Mit zittrigen Fingern schenkte ihm Jensen ein Glas ein, drückte es ihm in die Hand. Das Glas wurde mit einem Zug geleert, Alex entspannte sich ein wenig.

      "Was zum Teufel war das eben?" fragte Jensen, während er seinem Freund hoch und in den Fauteuil half.

      Alex brach der Schweiß aus allen Poren, er zitterte am ganzen Körper.

      "Das geht schon fast den ganzen Tag so. Ich hab keine Ahnung", keuchte er.

      "Na toll. Und du hast es nicht der Mühe wert gefunden, mich davon in Kenntnis zu setzen?" blaffte Jensen.

      "Was willst du schon groß tun? Mir zusehen, wie ich mich wie ein Wurm winde? Glaub mir, es gibt schöneres. Ein Huhn schlachten und Tote zum Leben zu erwecken, zum Beispiel. Deine Lieblingsbeschäftigung." Er schenkte ihm ein schiefes Grinsen und versuchte, langsam wieder die Kontrolle über seine Atmung und seinen Puls zu bekommen.

      "Kumpel, du bist heute mal wieder der Knaller, hast wohl 'nen Clown gefrühstückt?"

      "Hör auf, mich wie der Herr Oberlehrer anzuglotzen, Jenny. Ich hasse das. Es reicht wenn Beast mir zusetzt."

      "Wann hattest du zum letzten Mal Sex?" fragte Jensen unverblümt.

      "Wann hatte ich zum letzten Mal …", Alex schüttelte den Kopf, "was zum Geier geht dich das an?"

      "Vielleicht hat Beast so was wie Schluckauf, weil er nicht ausgelastet ist. Vielleicht ist dem kleinen Kerl da drinnen langweilig." er kraulte Alex Kinn.

      Der ihm natürlich prompt auf die Finger klopfte, "hör auf mit dem Scheiß. Was soll das? Weg mit deinen Pfoten."

      Jensen seufzte und ließ sich in den anderen Fauteuil fallen, "reg dich ab, ich wollte dich nur auf andere Gedanken bringen."

      "Danke, ist dir gelungen", murmelte Alex und goss sich noch ein Glas Absinth nach.

      "Hey, sei vorsichtig mit dem Zeugs. Ich hab keine Lust, dass du uns die Toilette vollkotzt und verkatert räumläufst."

      "Keine Sorge Jen, mir tut das nichts. Davon werde ich nicht besoffen."

      "Dann ist ja gut. Und was ist das jetzt, was dir so zusetzt?" hakte Jensen noch einmal nach.

      "Es hat bei dem Ritual in der Gruft angefangen. Irgendwie war ich mit dir Gleichgeschaltet. Ich hab für den Bruchteil einiger Sekunden alles gesehen, was du gesehen hast. War echt komisch und ist mir noch nie passiert."

      "Dann wäre es wohl ratsam den Coven zu kontaktieren", er erhob sich und ging in Richtung Tür.

      "Was, um die Uhrzeit? Hexen brauchen sicher auch ihren Schönheitsschlaf", protestierte Alex, "besonders die kleine Rothaarige, die hat so einen süßen kleinen Hin…"

      "Okay, es geht dir offensichtlich wirklich besser. Aber morgen früh statten wir ihnen gleich als erstes einen Besuch ab. Keine Widerrede."

      Alex salutierte, "Ja Sir, aye aye Captain."

      Kopfschüttelnd verschwand Jensen nach oben auf sein Zimmer. Ihm gehörte der ganze erste Stock und Alex der zweite. Es war praktisch in einer Stadt wie New York in dem Haus zu wohnen, wo man arbeitete. Man sparte sich Zeit und Nerven mit dem täglichen Straßenverkehr.

      Zehn Minuten später.

      Es gab echt nicht herrlicheres auf der Welt, als heißes Wasser auf seinen Körper eintrommeln zu lassen. Jensen fühlte, wie sich jede seiner Muskelfasern einzeln entspannte. Herrlich.

      Ein Friedhof.

      Aufgebrochene Särge.

      Ein Feld.

      Leichen, halb verwest.

      Ein Blitz.

      Wieder ein Friedhof.

      Skelette, wie Konfetti über den Boden verstreut.

      "WAH, was …", wie von der Tarantel gestochen sprang Jensen aus der Dusche.

      Schnappte sich ein Handtuch, hätte dabei fast einen Spagat gemacht, weil die Fliesen so rutschig waren, wickelte es sich um die Hüften und stürmte nach draußen. Im Foyer brüllte er ein paar Mal hintereinander Alex' Namen.

      Der erschien in Boxershorts und mit seiner Colt Python in der Hand einen Stock höher und beugte sich über die verschnörkelte Mahagoni Balustrade.

      "Was ist, wo brennt's, wer ist bei uns eingebrochen?"

      Jensen sah hinauf, "hör bloß auf mit dem Ding da rumzufuchteln. Keine Einbrecher, außer mir ist niemand hier."

      "Bist du sicher?"

      "Alex, bitte. Es tut mir leid. Aber ich hatte so was wie eine Vision, während ich unter der Dusche stand. Es war grauenhaft. Es sah aus, wie nach der Apokalypse."

      "Und deswegen machst du so einen Aufstand, schon gut, ich komm runter", brummte Alex.

      Zwei Minuten später standen sie sich gegenüber. Jensen trug lediglich seine Jeans. Alex Boxershorts und ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Mamas Liebling".

      "Hör sofort auf, so dämlich zu grinsen. Ich hab auf die Schnelle einfach in meinen Kasten gegriffen und mir das nächstbeste Shirt gekrallt. Das hab ich mal auf der Kirmes gewonnen. Erzähl mir endlich was los ist."

      "Ich stehe mit dem mir von Gott gegebenen Körper unter der Dusche. Wasser prasselt auf mich ein, ich entspanne miiiiiiiiiiiiii …." Erneut überfällt Jensen ein Lachflash.

      Alex Augen sprühen förmlich Funken, wäre Beast nicht in Absinth ersäuft worden, hätte er sich schon längst gezeigt.

      "Sorry Kumpel, sorry. Aber dein T-Shirt, ich kann …. bwahahahahaaaaaa."

      "Soll ich's ausziehen?" faucht Alex.

      "Nein, bloß nicht, sonst werde ich vielleicht noch scharf …. bwahahahahahaaaa."

      "Man könnte fast meinen du hast die halbe Flasche Absinth gesoffen und nicht ich. Also was ist. Willst du reden? Oder soll ich mich wieder vertrollen, damit du dich einkriegst?"

      Jensen sog hörbar Luft ein, wischte sich mit dem Handrücken der rechten Hand die Tränen aus dem Gesicht und erzählte, weiterhin nach Fassung ringend, von seiner Vision.

      Danach schwiegen beide nachdenklich.

      "In Zusammenhang mit dem was ich gerade durchmache sind das für mich nicht wirklich tolle Anzeichen. Außer man steht darauf, dass Luzi die Chefrolle auf Erden übernimmt." Alex rieb sich das stoppelige Kinn.

      "Du denkst das gleiche wie ich, nicht wahr?" meinte Jensen, "irgendjemand rüttelt an Türen, die besser verschlossen bleiben sollten."

      "Oh ja, genau DAS denke ich! Unsere böse Hexe wird sich doch keine Verstärkung holen, jetzt, wo sie aufgeflogen ist?"

      Jensen schüttelte den Kopf, "das hat nichts mit ihr zu tun, da steckt jemand anders dahinter. Ganz sicher. Jemand, der sich nicht richtig mit Magie auskennt."

      "Teenies auf dem Grufti Trip?"

      "Nein, Alex. Es ist schon eine besondere Form der Magie, alt … jedenfalls denke ich das …"

      "Denkst du es, oder weißt du es?" fragte Alex.

      "Die Signale, die ich da empfange sind mehr als verwirrend. Und die Stimmen, die ich höre …"

      Alex Augen wurden größer, "jetzt hörst du auch schon Stimmen?! Und du meinst ich hab Probleme?!"

      "Nein, Quatsch, nicht solche Stimmen."

      Jensen drängte sich an ihm vorbei nach draußen.

      "Was ist denn nun schon wieder? Wo läufst du hin?"

      Er folgte ihm die Treppe hinunter in die Show-Bibliothek. Dort machte sich Jensen an einem der Unterschränke zu schaffen.

      "Komm, hilf mir, wir werden gleich wissen, woher der Wind weht."

      "Wenn du meinst."

      Alex half ihm einige Zutaten für einen Zauber auf den Tisch zu stellen.

      "Und was wird das, wenn wir fertig sind", knurrte er genervt.

      "Für Mamas Liebling bist du aber heute ganz schön gereizt", neckte Jensen, "das ist ein Ortungszauber. Damit werden wir die Quelle der Magie lokalisieren."

      Skeptisch zog Alex eine Augenbraue hoch, "ach, werden wir? Wenn du es sagst.",

      Unterdessen hatte Jensen schon einen Stadtplan von New York auf dem Tisch ausgebreitet und murmelte eine Formel.

      Neugierig blickten sie auf den Plan. Nichts. Jensen versuchte es erneut. Wieder nichts.

      "Kann es sein, dass deine Kräuter ein Ablaufdatum haben?" scherzte Alex, "oder sprichst du vielleicht ein Wort falsch aus?"

      "Was soll ich bei "Zeig mir wo die Sonne scheint" falsch aussprechen?" blaffte Jensen.

      "Zeig mir … Zeig mir wo die Sonne scheint? Was ist das denn für ein Schwachsinn?"

      "Alex, bitte … hör auf zu Nerven."

      Auf einmal gab es einen lauten Knall. Nachdem der Rauch sich verzogen hatte, sahen sie es. Sowohl die Karte, als auch der Tisch hatten ein faustgroßes Loch.

      "Na super, das ist China Lack, hast du eine Ahnung, was mich das Teil gekostet hat? Der ist gerade mal zwei Monate alt." Alex Stimme hatte einen weinerlichen Ton angenommen.

      "Wenigstens wissen wir jetzt, wo wir suchen müssen. In Hells Kitchen."

      "In Hells Kitchen. Soso und das hätten wir auf anderem Weg, ohne das Mobiliar zu zerstören, sicher nicht rausgefunden. Nächstes Mal gehst du in den Hof spielen, Jenny, so wie alle anderen kleinen Jungs auch." Wütend gab er ihm einen Klaps auf den Hinterkopf, machte auf dem Absatz kehrt und verschwand in Richtung Wohnräume. tbc

      Und jetzt wieder ab auf die Couch. Wie beim Psychotherapeuten. *lol1*
      LG angelinchains

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von angelinchains ()

    • Gruselcomedy *grööööööööööööööl*
      Wieder eine witzige, gut geschriebene Story, wie ich sie liebe!
      weiterweiterweiter...


      What the hell?! I mean, normal people, they see a monster, and they run. But not us, no, no, no, we -- we search out things that want to kill us. Yeah? Huh?
      Or eat us! You know who does that? Crazy people! We...are insane!
    • *rofl* *trage*
      Wow ...erm....naja..... *rofl* ....zusammenhängenden Satz sucht.....
      Grusel, Magie und ein Schuß Humor.....mehr, mehr, mehr.

      *thumps* *thumps*
      Review gibt es wenn das Kopfkino aufgehört hat. *;)*
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      *rose* Sig by angelinchains
    • *lol1* Bei dem "Meeting" auf der Treppe wäre ich gerne dabei gewesen, das muss ein Anblick für die Götter gewesen sein! *lol1*
      Mamas Liebling!!! *lach*

      Muss Jensen jedesmal ein Tier opfern, wenn er mit den Toten reden will? Eklig, und beängstigend. *faint*

      Das mit dem Absinth erinnert mich an den einen Johnny Depp Film, ich glaube das war From Hell.
      Das muss ja ein Höllenzeug sein. Bei uns ist das noch verboten, oder nicht? Jedenfalls war es das mal.

      Aber wenn Beast sich so unter Kontrolle halten lässt, dann muss es wohl sein. *purp*
      *chimney*
    • Wurde leider Montag - musste am WE relaxen Dafür gibt's Verwirrung und Zweifel satt *lach1* Ich bin fies, ich weiß, aber ich verspreche auch hoch un heilig einiges im nächsten Chappi aufzulösen, wenn auch nicht alles. Danke für mitfiebern *thumps* *dank* *yr* *hdl* sollte eigentlich EUCH heißen *cool*

      Chapter 5

      Es tummelten sich zirka sechshundert Menschen dicht an dicht in der großen Fabrikhalle. Wo einst das Surren von Nähmaschinen zu hören gewesen war und das ohrenbetäubende Klappern riesiger Webstühle, brachten wummernde Bässe und harte Beats die Erde buchstäblich zum Beben. Unmengen von Alkohol flossen durch die Kehlen der Partygäste. Drogen gab es ebenso in Hülle und Fülle, selbst die Drinks waren zu neunzig Prozent damit versetzt. Aber deswegen ging man ja dorthin. Um Spaß zu haben und den ganzen Stress der vergangenen Woche hinter sich zu lassen.

      Normal waren solche Raves nicht sein Ding. Aber dieser Ort hier hatte schon etwas Magisches an sich. Etwas, dass seine dunkle Seite einfach die Führung übernehmen lies. Die Frauen lagen ihm buchstäblich zu Füßen. Er konnte nicht sagen mit wie vielen von ihnen er heute Nacht schon Sex gehabt hatte. Sie wurden von ihm angezogen wie Motten vom Licht. Sie konnten sich seines Charmes nicht erwehren. Und es gefiel ihm. Doch zu fortgeschrittener Stunde fühlte er wieder diese Unruhe in sich. Die Gesichter der Partygäste veränderten sich zu Fratzen. Die laute Musik und die dröhnenden Bässe schienen etwas noch dunkleres in ihm zu wecken.

      Sein Blut verwandelte sich in glühend heiße Lava, die nun durch seinen Körper pumpte. Jedenfalls kam es ihm so vor. Und der Geruch von Schweiß und Sex rüttelte an seinen Urinstinkten. Jenes Wesen, das er dachte so gut im Griff zu haben, brach gänzlich aus ihm heraus. Er wurde vom "Gejagten" zum Jäger. Nun war er es, der seiner Beute nachstellte. Doch das Ziel war nun ein völlig anderes. Leider machten sie es ihm viel zu leicht. Willige Opfer brachten bei weitem weniger Vergnügen. Und ihre gellenden Schreie verhallten ungehört in dem unterirdischen Labyrinth der Kanalisation.

      #####

      "Guck mich nicht so an Trey, ich hab keine Ahnung, weshalb es nicht funktioniert hat", schnappte seine Schwester Izzie.

      "Ich schwöre dir, ich hab mich streng nach den Anweisungen in dem alten Buch gehalten."

      "Offensichtlich nicht, oder siehst du hier einen Dämon herumrennen oder einen Durchgang in eine andere Dimension?" fauchte ihr Bruder wütend.

      "Ich jedenfalls nicht. Ich dachte immer, du hättest das Talent unserer Mutter geerbt. Deine Fähigkeiten reichen grad mal für den Jahrmarkt."

      "Vielleicht hat dich dein Freund Karoli beschissen, als er dir dieses Amulett angedreht hat? Ich hab dir gleich gesagt, das ist nicht das wofür wir es halten. Für mich sieht es noch immer wie eine billige Imitation aus."

      Am liebsten hätte Izzie ihrem Bruder alles vor die Füße geworfen und ihm eine gescheuert. Wenn jemand in der Familie ein Scharlatan war, dann er. Nichtsnutziger Bastard.

      "Karolis Familie sind alles Ehrenmänner und –frauen. Da hat ein Versprechen noch Handschlag-Qualität."

      "Ja sicher, glaub du nur, was du willst. Ich fahr jetzt wieder zurück ins Hotel. Morgen haben wir noch eine Chance, dann schließt sich unser Zeitfenster für 6 Wochen."

      Ohne auf eine Erwiderung von Trey zu warten, packte sie ihre Sachen und verschwand in die Dunkelheit der Nacht.

      Gedankenversunken starrte Trey auf die Überreste des Rituals. Zum Glück brauchte er nicht sauber zu machen, das würde einer der Neuen tun. Die mussten sich ohnehin erst bewähren, indem sie ihrem Meister zu Diensten waren. Bedingungsloser Gehorsam war unabdinglich, für das, was er vorhatte. Und es gefiel ihm so gar nicht, dass Izzie sich dermaßen aufspielte. Was dachte sie, wer sie war? Sie sollte das Tor in die andere Dimension öffnen. Für den Rest war er zuständig. Aber nicht einmal das schaffte sie.

      Mit einer fließenden Handbewegung fegte er die schwarzen Kerzen, Götzenbilder und was sonst noch dort lag vom Altar. Das Amulett blieb jedoch an seinem Platz. So, als hätte es jemand festgeklebt. Das Ding rührte sich keinen Millimeter. Seltsam. Ohne an etwaige Konsequenzen zu denken, griff er danach. Augenblicklich durchzuckte ihn so etwas wie ein heftiger Stromschlag. Er schrie kurz auf und sank anschließend bewusstlos zu Boden.

      #####

      Montagmorgen

      Caleb fielen beinahe die Augen aus dem Kopf, als er Jensen gesund und munter zum Tatort marschieren sah.

      "Na, Cal, nen Geist gesehen?" witzelte Jensen, obwohl ihm absolut nicht danach zumute war.

      Seit zwei Tagen plagten ihn schreckliche Visionen von toten Menschen, die seinen Namen riefen, ihre, teilweise bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten Körper, in seine Richtung schleppten, ihn mit leeren Augen anstarrten und sofern vorhanden, mit klammen Fingern nach ihm griffen.

      "So in etwa", murmelte Caleb.

      Jensen klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter, "du weißt doch was man über Totgesagte sagt, die leben einfach länger. Aber in meinem Fall, war es ein kleiner Irrtum."

      "Das hat aber nicht so ausgesehen, als ich dich da in deinem Blut hab liegen sehen."

      "Cal, vergiss es, die Jungs haben dir einen bösen Streich gespielt, einen sehr bösen, okay?"

      "Aber Jen …"

      Jensen hob abwehrend die Hand, "sch, belassen wir es einfach dabei, okay?"

      In dem Moment wünschte er sich Alex' Kraft – die Menschen einfach vergessen zu lassen – doch er war ohne ihn hier, also versuchte er es mit einer lahmen Ausrede beziehungsweise einem ebenso lahmen Beschwichtigungsversuch.

      "Du weißt doch Cal, uns von der Ghost Squad haut nichts so leicht aus den Latschen."

      Caleb nickte langsam, "wenn du meinst, aber offensichtlich hast du Recht. Ich sollte zur Abwechslung mal wieder in die Kaffeekanne von Laffertys Abteilung pinkeln."

      Nun war es an Jensen die Augen aufzureißen, doch er sparte sich seine Worte und zeigte Caleb bloß zwei Daumen hoch. Gleichzeitig schwor er sich nie wieder einen Kaffee im Revier anzurühren. Er schüttelte sich und ging erhobenen Hauptes hinüber zu den Kriminaltechnikern, die buchstäblich ihre Zelte neben einer ehemaligen Näherei aufgeschlagen hatten.

      "Guten Morgen allerseits", begrüßte Jensen die Wissenschaftler, die bereits eifrig an der Arbeit waren.

      "Na Mädels, was habt ihr denn zu bieten, dass ihr nach Papa gerufen habt?"

      Einer der Kriminaltechniker drehte sich zu ihm um und sah ihn über den Rand seiner Spezialbrille zweifelnd an.

      "Avery, so gut aufgelegt zu sein und das an einem Montag, um knapp acht Uhr früh, grenzt echt schon an Obszönität."

      "Freut mich auch dich zu sehen."

      Da TJ seine, latexbehandschuhten, Hände gerade in irgendeine Sauerei gesteckt hatte, nickten sie sich nur kurz zu. Der Techniker bedeutete Jensen ihm nach draußen zu folgen.

      "Hast du eine Ahnung wo sich dein Partner Nachts so herumtreibt? In ominösen Bars oder im Bordsteinschwalben-Viertel oder gar auf illegalen Raves, wie es hier der Fall war, bevor alles in einem kleinen Massaker endete?"

      Jensen runzelte die Stirn, "willst du damit irgendwas andeuten TJ?"

      Ohne seine Miene auch nur für den Bruchteil einer Sekunde zu verziehen sprach der Techniker weiter, "ich hatte schon mal Gelegenheit Beast bei seiner "Arbeit bewundern zu dürfen". Ist zwar schon eine Weile her, aber trotzdem…"

      "TJ, es wäre wesentlich einfacher für mich, wenn du ohne Umschweife ausspuckst worum es hier geht"

      TJ schluckte und so hörbar Luft in seine Lungen, "sagen wir mal der Tatort entspricht seiner Vorgehensweise. Allerdings könnte man meinen der Junge war diesmal auf nem PCP-Höllentrip."

      Noch immer spiegelten sich Zweifel in Jensens Blick.

      "Wenn du mir nicht glaubst Avery, dann überzeug dich selbst. Der Coroner wird noch auf sich warten lassen, die Wehen seiner Frau kamen ihm dazwischen. Bitte, hier entlang."

      Das mulmige Gefühl in Jensens Magen hatte sich zu einem bleischweren Knäuel mit der Größe eines Fußballes verklumpt, als er, zusammen mit dem Techniker, in das unterirdische Tunnellabyrinth hinabstieg. Um hier arbeiten zu können, hatten sie provisorische Stromleitungen gelegt, die eher Stolperfallen glichen.

      Der Geruch von Blut und verwesendem Fleisch wurde immer heftiger. Zum Glück hatte Jensens Frühstück grad mal aus einem Vanilla Latte von Starbucks bestanden. Und der rebellierte bereits und drängte nach oben. Aber nicht mit ihm. Also atmete er weiter durch den Mund.

      "Wer war das arme Schwein, der das hier entdeckt hat", wollte Jensen wissen, nachdem sie am Ort des Geschehens angelangt waren.

      "Irgend ein Typ von ner Immobilienverwaltung, die wollen hier in ein paar Wochen mit dem Bau einer modernen Lagerhalle für Spielwaren beginnen. Im Moment ist es jedoch noch Deaths'r'Us anstatt Toys'r'Us", scherzte TJ.

      "Du red nochmal was von obszön in meiner Gegenwart", grunzte Jensen. TJs Humor trieb oft seltsame Blüten.

      Nachdem er sich alles genau angesehen hatte, musste er zugeben, dass TJ mit seiner Behauptung von vorhin gar nicht so unrecht gehabt hatte. Trotzdem wollte Jensen nicht daran glauben, das Alex was mit dem "Schlachtfest" zu tun haben könnte. Nicht einmal ansatzweise.

      "Und was meinst du?" drängte ihn TJ, der seine Annahme bestätigt sehen wollte.

      "Gibt es hier eine Leiche, deren Oberkörper noch intakt ist? Ich meine, mit Kopf und allem Drum und Dran, womöglich noch mit intakter Kehle?"

      "Warum? Hast du vor ein Schwätzchen …." TJ wurde blaß.

      "Ja, warum nicht? Doch wenn jemand die Kehle rausgerissen wurde, kann er mir auch im Tot nichts erzählen", erklärte Jensen.

      "Es gibt tatsächlich die Leiche eines Mädchens. Sie liegt noch ein Stück weiter den Gang runter, brauchst du mich dabei?"

      TJ fühlte sich sichtlich unwohl in seiner Haut.

      Jensen schüttelte den Kopf, "nope. Geh zurück zu deinen Kumpels. Da muss ich alleine durch. Seid ihr hier unten schon mit den Fotos durch? Du weißt, wenn ich meinen Hokus Pokus abziehe, kann es gut sein, dass sie alle in einer anderen Position liegen."

      "Alles erledigt. Mach nur. Viel Glück, vielleicht kann sie dir verraten, wer hier so … gewütet hat."

      Als TJ auf dem Absatz kehrt machte und nach oben ging, hatte Jensen den Eindruck, es könne ihm nicht schnell genug gehen.

      Auch bei Jensen setzte eine Art Fluchtreflex ein. Kein Wunder, anstatt Tote in Frieden ruhen zu lassen, riss er sie noch einmal in die Welt zurück, um sie über ihre letzten Minuten auszufragen. Wer glaubt, dass man damit problemlos vor Gericht gehen konnte, um jemand des Mordes zu überführen, der lag allerdings falsch. Es erleichterte unter Umständen die Ermittlungen. Sofern das Opfer seinen Täter überhaupt gesehen hatte. Das war's dann auch schon. Handfeste Beweise mussten die zuständigen Leute auch weiterhin ranschaffen.

      Böse Zungen behaupteten sogar, Jensen würde seine Fähigkeiten dazu missbrauchen, "Unschuldigen" etwas anzuhängen. Das war schlicht und ergreifend an den Haaren herbeigezogen. Er war ja kein Puppenspieler und die Toten nicht seine Marionetten. Er war lediglich ein Verbindungsglied zwischen der anderen Seite und dem Hier und Jetzt.

      Sofern der Tot erst kurz zurücklag, wie bei diesen armen Seelen hier, benötigte Jensen auch keine Opfergaben. Und obwohl er es schon unzählige Male durchgemacht hatte, schauderte ihm jedes Mal davor, sich erneut darauf einzulassen. Überhaupt bei Opfern von Gewaltverbrechen. Niemand hatte es verdient, alles noch einmal durchleben zu müssen, die Angst, den rasenden Puls und die schrecklichen Schmerzen. So gut es ging versuchte Jensen hier eine Art Puffer zu sein. Doch er durfte sich nicht zu viel darauf einlassen, sonst könnte es sein, dass er auf die andere Seite gezogen wurde. Dann läge er im richtigen Leben im Koma ohne eine Chance jemals wieder aufzuwachen. Wie er seine "Gabe" doch liebte …

      #####

      Alex fühlte sich, als hätte ihn eine Dampflok überrollt. Eben so, wie auch schon gestern und vorgestern. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es bereits nach zehn Uhr morgens war.

      "Ach du Scheiße", stöhnte er und hievte sich aus dem Bett.

      Duschen, rasieren, Zähne putzen, alles auf Autopilot. Der Tag konnte nur noch besser werden. Von Jensen gab es weit und breit keine Spur. Weshalb erschloss sich ihm, als er die Küche betrat und dort mitten auf dem Tisch eine Thermoskanne mit frisch gebrühtem Kaffee vorfand, unter der ein Zettel lag.

      "Wie süß, Jenny schreibt mir jetzt schon Briefe", griente Alex, nahm sich einen Kaffebecher aus dem Hängeschrank, goss sich ein und schlürfte einmal ganz genüsslich und laut vor sich hin.

      Wenn Jensen anwesend war ging das nicht, der würde ihm den Kaffee übers Shirt kippen. Er hasste Alex' Art Kaffee zu trinken.

      Wieder und wieder verschwammen die Buchstaben vor seinen Augen. Er blinzelte ein paar Mal.

      "Guten Morgen Sonnenschein, musste dringend aufs Revier, einige Ungereimtheiten wegen meines vermeintlichen Abnippelns klären. See you later, gator!" Jensen

      "Du mich auch", gähnte Alex und fuhr sich mit der Hand übers Gesicht.

      Zeit, endgültig in die Gänge zu kommen. Nächstes Ziel: Büro, Anrufbeantworter abhören, nichts. Jensen hatte wohl auf sein Handy umgeleitet. Der musste aber ein schlechtes Gewissen haben. Langsam bekam jedoch Alex selbiges, denn es war absolut nicht notwendig ihn dermaßen zu schonen. Auch wenn seine dunkle Seite offensichtlich Amok lief, mehr oder weniger.

      Da stand er nun, schwarzes T-Shirt, schwarze Jeans und Bikerboots, eigentlich könnte er eine Runde mit seiner Maschine drehen. Ihm war aber nicht danach, ihm war auch nicht nach Joggen, Fernsehen oder sonst was. Er fühlte sich wie einer von den Duracel-Hasen, dem jeglicher Saft ausgegangen war. Hier rumstehen und auf Jensen warten, wollte er aber auch nicht.

      Und was tat Alex wenn ihm langweilig war? Er machte Hausarbeit, in dem Fall: Wäsche waschen. Bald hatte er nämlich nichts mehr anzuziehen. Er raffte sich auf, ging nach oben und sammelte alles ein, was an Schmutzwäsche irgendwo herum kullerte. Dann stopfte er alles in die Waschmaschine, die sich in der Waschküche im Keller des alten Gebäudes befand. Nächster Akt.

      Der Müllsack in der Küche hatte auch schon besser gerochen. Angeekelt schnappte er ihn sich und ging in den Hof. Wenigstens hatte die Müllabfuhr diese Woche nicht gestreikt und es war noch jede Menge Platz in den großen Containern.

      Allerdings blieb er mit der rechten Hand an der Kante hängen und riss sich sein FOSSIL-Armband vom Gelenk.

      "Wahnsinn, das schaffe auch nur ich, du dämlicher Vollidiot!" schimpfte er sich selbst und versuchte das Armband von draußen ausfindig zu machen. Als ihm das nicht gelang, ging er zurück in die Garderobe und suchte in einem der Spinde nach ihren Ganzkörper-Kondomen. Diese reißfesten Overalls, die sie ab und an benötigten, wenn der Ekelfaktor eines Falles alles bisher da gewesene in den Schatten stellte.

      So geschützt und mit Latexhandschuhen "bewaffnet" kletterte er, mehr oder weniger elegant, in den Dumpster. Was für ein Gestank. Leichen rochen bei weitem nicht so ekelig wie Hausmüll, fand er und stand damit wohl ziemlich alleine da. Nach ein paar Minuten wurde er fündig. Seine Freude wurde allerdings von einer anderen Entdeckung gebremst.

      Blutige Klamotten, deren Größe und Aussehen nach weder ihm noch Jensen gehören konnten. Eher jemandem mit zierlicher Gestalt. Und da war da noch eine Handtasche und High Heels … Was zum Henker … Entweder hatte Jensen mit irgendwelchen Leichen herumgespielt, was er ihm ausdrücklich verboten hatte oder etwas ziemlich schräges ging hier ab.

      "Komm du mir mal nach Hause Jennylein, dann reden wir ein paar Takte Fraktur", murmelte Alex halblaut.

      Wer da wohl wem Rede und Antwort stehen würde, konnte er zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen und auch nicht, was sich tatsächlich über der Stadt zusammenbraute. Genauso wenig wie Jensen, dessen "Befragung" der Leiche alles andere als nach Plan verlief. tbc
      LG angelinchains

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von angelinchains ()

    • *thumps* Hmmm. Immer wenn ich denke die Story geht in eine bestimmte Richtung....dann tut sie genau das nicht.
      Ich hab keine Ahnung wer da unter wessen Bann steht, aber irgendwas läuft da im Hintergrund, und ich bin schon seeeeehr gespannt zu erfahren was das ist.
      "A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory.LLAP"
      “Don’t you dare think there is anything, past or present, that I would put in front of you.”


      *rose* Sig by angelinchains
    • soo, auch hier habe ich jetzt den Anschluss wieder und ich muss sagen, du bist echt gemein AiC! Da Schluss zu machen... da sind doch einige Fäden lose, die besser zu einem großen Ganzen verwebt werden wollen! Boah, ist das spannend, Alex hat ne dunkle Seite und Jensen ist mit seinem Voodoo-Hokuspokus auch kein Unschuldslamm.... Oh Mann, das kann ja heiter werden! *shock*

      *and sometimes I feel that I should go and play with the thunder*
    • Dickes SORRY für die lange Wartezeit. Es kam mir immer wieder was dazwischen, aber ich gelobe Besserung. Hier geht es nun weiter und wie *shock*

      Chapter 6

      Jensen kniete sich neben das tote Mädchen und flüsterte, "es tut mir leid, dass ich dir das antun muss, aber es gibt leider keine andere Möglichkeit."

      Er legte ihr die Hand auf die Schulter, um eine Verbindung herzustellen. Augenblicklich wurde es rund um ihn herum unappetitlich. Die Leichenteile bekamen ein seltsames Eigenleben. Jeder Knochen, jeder Fetzen Fleisch wurde von Jensens magischer Kraft angezogen. Deshalb hatte er auch vorher gefragt, ob die Spurensicherung mit ihrer Arbeit hier fertig war.

      Er bekam davon nicht viel mit, tauchte er bereits in die jüngste Vergangenheit dieses einen Opfers ein. Irgendwie war er nicht so locker drauf, wie er sein sollte. Gut möglich, dass es daran lag, dass er befürchtete, dass das, was er zu sehen bekam, ihm so gar nicht gefallen könnte. Er atmete tief durch und befand sich kurz darauf in einem Getümmel von Leuten, die ausgelassen zu viel zu lauter Musik abtanzten. Er fühlte sich ein wenig beschwipst, das heißt, das Mädchen. Er war jetzt nur mit an "Bord", sah alles durch ihre Augen. Ein plötzliche Übelkeit überfiel sie, ließ sie nach draußen eilen, wo sie sich hinter dem Gebäude ein paar Mal heftig übergab.

      "Ich sauf nie wieder so viel Alkohol", murmelte sie und richtete sich auf.

      Eine Gruppe junger Leute ging an ihr vorbei. Sie alle lachten, johlten und hatten offensichtlich Spaß am Leben.

      Plötzlich fühlte Jensen etwas, eine dunkle Präsenz. Wäre er in jener Nacht vor Ort gewesen hätte er mit seinen Fähigkeiten möglicherweise Leben retten können. Hätte, könnte, wäre – alles keine Optionen, es war passiert, aus – Maus – Pause. Die Präsenz war überwältigend. Da Jensen jedoch keine Macht über den Körper des Mädchens hatte, konnte er sich nicht umsehen, woher diese kam. Das Mädchen versuchte sich halbwegs salonfähig zu machen und ging zurück in die Halle.

      Ein großer Kerl in Lederklamotten verstellte ihr, unvermittelt, den Weg.

      "Na, wohin denn so eilig? Du bist ganz allein hier draußen? Tz, tz, tz. Ein bisschen leichtsinnig um diese Uhrzeit.

      Leicht verlegen hob sie ihren Kopf und blickte direkt in zwei rotglühende Augen. Das war auch das einzige, das Jensen zu sehen bekam, denn die Kreatur sie, binnen Sekunden, ihrem Willen unterworfen.

      "Hallo Jensen, schön dich wiederzusehen", sagte der Fremde plötzlich, aber wie …

      "Wie heißt es doch? Wer mit dem Feuer spielt, kommt darin um", dröhnendes Lachen erfüllte den unterirdischen Gang.

      "Deine armseligen Nekromanten Tricks ziehen bei mir nicht. Ich hole mir WAS ich will, WANN ich es will. Und jetzt VERSCHWINDE."

      Die Verbindung war gerissen. Jensen wurde regelrecht einige Meter von der Leiche weggeschleudert. Der ganze Tunnel ging in Flammen auf, die mit einem entsetzlichen Getöse über ihn hinwegfegten. Er konnte sich gerade noch auf den Bauch rollen und sich die Jacke über den Kopf ziehen. Der ganze Spuk war binnen Sekunden vorbei. Die Leichenteile und das tote Mädchen waren zu Asche verbrannt. Rote Augen, die dunkle Stimme, die Hitze … nein, das konnte nicht sein und doch ließ es nur einen Schluss zu: Beast. Es lag durchaus im Bereich des Möglichen, dass Alex davon absolut nichts mitbekam. Ein eiskalter Schauder lief Jensens Rücken entlang. Er schüttelte sich. Obwohl alle Anzeichen dafür sprachen, irgendwas lag hier sehr im Argen. Und nach allem, was er in letzter Zeit mitbekommen hatte, war nichts so, wie es auf den ersten Blick schien. Er musste sofort zurück ins Büro …

      +++++

      Trey erwachte aus seinem Koma ähnlichen Zustand. Er lag noch immer auf dem Boden des behelfsmäßigen Altarraumes. Mühsam richtete er sich auf. Es sah aus, als hätte ein Wirbelsturm durchs Gebäude gefegt. Nur das Amulett, es lag noch immer genau dort, wo er es angefasst hatte. Seltsam. Ein zweites Mal würde er es sicher nicht versuchen. Sein Schädel dröhnte, als hätte er einen mordmäßigen Kater.

      Und, fühlte er sich irgendwie anders? Trey hörte in sich hinein. Nope, kein bisschen. Klasse. Dann hatte er den überirdischen Stromschlag ganz umsonst erhalten.

      "Izzie, du unfähige Kuh. Komm du mir ja heute nicht mehr in die Quere", zischte er. "Wie blöd kann man eigentlich sein? Nicht mal ein Portal kannst du öffnen. AARGH!"

      Wütend trat er nach dem nächstbesten Gegenstand, der ihm vor die Füße kam.

      +++++

      Alex schraubte in der Garage munter an einem seiner drei Wagen rum und summte leise vor sich hin. Plötzlich hörte er das Lachen eines Kindes. Verblüfft fuhr er mit dem Kopf in die Höhe und knallte – äußerst unsanft – gegen die Motorhaube.

      "Scheieiei…benkleister", fluchte er und legte den Schraubenschlüssel aus der Hand.

      Noch während er sich die schmerzende Stelle an seinem Hinterkopf rieb, sah er sich um. Nichts. Kaum drehte er sich wieder um … Kinderlachen … Er wischte sich seine Hände in einen Lappen, den er aus der Gesäßtasche seiner Jeans geangelt hatte.

      "Hallo, ist da jemand?" rief er und kam sich gleich darauf saublöd vor. Wie in einem dieser schlechten Filme. Trotzdem versuchte er es erneut. Nichts.

      Seufzend verstaute er den Schraubenschlüssel in der Werkzeugbank.

      "Dada."

      Alex fuhr herum. Das war jetzt eindeutig von da hinten gekommen, wo sein Motorrad stand.

      Mit drei langen Schritten war er dort, durchsuchte alles, nichts.

      Kinderlachen.

      Langsam fühlte er es in sich brodeln. Beast wurde aktiv.

      "Dada."

      Schon wieder, diesmal aus einer anderen Ecke.

      "Komm raus, komm raus, wo immer du auch bist!" brüllte er, "aber hör mit diesem Scheiß auf. Weder bin ich dein Dada noch dein Kindermädchen."

      Kinderlachen.

      "Jetzt reicht es mir aber von so was", murmelte Alex, "ich hol mir ein Bier, von mir aus bleib du wo du bist."

      Er schloss gerade das Garagentor, als jemand an seiner Jeans zupfte. Sein Blick fiel zur Seite nach unten und traf auf ein sabberndes, aber äußerst fröhliches Kindergesicht.

      "Dada?" das kleine Wesen hatte große blaue Kulleraugen, die Finger der linken Hand im Mund während es mit der rechten zupfte, was das Zeug hielt.

      Alex war wie vom Donner gerührt.

      "Von wo kommst du denn auf einmal her?" wunderte er sich und suchte mit seinen Augen die Gegend nach einem Erwachsenen um, den das Kind ja im Schlepptau haben musste. Doch da war niemand.

      Der Winzling streckte ihm seine Ärmchen entgegen, und brabbelte irgendwelches Kauderwelsch. Alex nahm den Kleinen nur zögernd hoch, Kinder waren ja nicht so seines. Im Allgemeinen.

      Kaum hatte er das Kind auf seinem Arm, schmiegte es sich gleich an ihn und drückte ihm einen äußerst feuchten Schmatzer auf die Wange.

      Ein wenig angeekelt, wischte sich Alex mit dem Lappen aus seiner Gesäßtasche über die Stelle, was zur Folge hatte, dass die Spucke zwar weg war, dafür hatte er jetzt aber einen Schmierfleck dort.

      Nachdem er den kleinen ein Weilchen am Arm hatte, bemerkte er einen Geruch, den viele Eltern kennen: volle Windeln.

      "Auch das noch", stöhnte er.

      Und weil er so absolut kein Händchen für Kleinkinder und allem was dazugehört hatte, rief er in größter Verzweiflung bei den Hexen vom Tribeca-Coven an.

      +++++

      Tief in Gedanken versunken betrat Jensen die Eingangshalle des Büro-Wohn-Komplexes. So sehr er sich auch bemühte geeignete Worte zu finden, es wollte ihm nicht gelingen.

      Wie zum Teufel brachte man seinem besten Kumpel bei, dass er Menschen getötet, in Stücke gerissen und teilweise verspeist hatte? Gar nicht? Sollte Jensen es ihm verheimlichen, bis er mehr wusste? Bis Beast wieder zugeschlagen und noch mehr Menschen gekillt hatte? Sollte er Alex in das dunkle Verlies im Keller einsperren? Ihm einfach sagen, es diene zu seinem Schutz, fertig? Sein Kumpel war vieles, aber nicht blöd.

      Deshalb war Jensen mehr als verblüfft, als Alex um die Ecke geschossen kam und ihn beinahe über den Haufen gerannt hätte.

      "Hey Jensen, sorry. Hier überschlagen sich gerade die Ereignisse, wir müssen unbedingt reden."

      Die beiden musterten einander kurz.

      "Jen, alles in Ordnung?" hakte Alex – natürlich – gleich nach.

      Denn – natürlich – war ihm gleich aufgefallen, das da einiges im Argen lag, so wie sein Partner drein schaute.

      "Nein, gar nichts ist in Ordnung", seufzte Jensen, gab sich geschlagen und hängte seine Jacke auf den Haken. Besser gleich reden, dann hätten sie es hinter sich.

      "Wie lief deine Befragung?" dabei machte Alex mit den Zeigefingern Anführungszeichen in die Luft, "konntest du was in Erfahrung bringen?"

      "Ja klar, ich weiß jetzt, dass mein Kollege ein irrer Serienmörder ist, der alles dransetzen wird, mich aus dem Verkehr zu ziehen, damit ich ihm bei seinen Racheplänen nicht im Weg stehe".

      Quatsch nein, das sagte er natürlich nicht, sondern, "sagen wir mal so. Ich bin wieder um eine Erfahrung reicher, auf die ich aber auch gern verzichten kann."

      Alex warf ihm einen besorgten Blick zu, "das hört sich nicht gerade nach Erfolg an. Ich hol uns mal zwei Bier."

      Während Jensen ihm hinterher blickte, drang die Stimme einer Frau an seine Ohren. Sie sang. Ein Kinderlied. Gleichzeitig hörte er auch ein fröhliches Glucksen eines Kleinkindes. Die Geräusche kamen aus der Show-Bibliothek.

      Was hatte Alex nun wieder angestellt? Ein Kind und seine Mutter entführt? Der Tag wurde immer besser.

      Auf alles war Jensen gefasst, nur auf diesen Anblick nicht. Als er die Bibliothek betrat, stand Kara, eine der Hexen vom Tribeca-Coven und gleichzeitig Alex Schwarm, mit einem süßen kleinen Fratz in ihren Armen, mitten im Zimmer und ließ es schneien. Dazu sang sie Schneeflöckchen.

      Sie war so vertieft, dass sie nicht bemerkte, dass zuerst Jensen und gleich drauf Alex bei der Tür standen und sie, selig lächelnd, beobachteten.

      "Ist sie nicht süß?" schwärmte Alex und drückte Jensen die Flasche Bier in die Hand.

      "Ich weiß zwar nicht wen von den beiden du meinst", sagte Jensen verträumt, "aber ich find sie beide zum knuddeln."
      "Na Kara, ich mein Kara. Der Knirps in ihrer Hand ist ein Junge und ich hab keine Ahnung, wie der zu uns in die Garage gekommen ist. Er war einfach da und hat mich Dada genannt."

      Jensen hatte Mühe, das Bier nicht auszuspucken, das er gerade in seinem Mund hatte. Hastig schluckte er runter.

      "Bitte WAS?!" rief er entsetzt.

      Daraufhin erschrak Kara, der Schneefall endete abrupt und der kleine Junge fing an zu weinen.

      "Och Jen, sieh nur, was du wieder angestellt hast", sagte Alex und zog eine Schnute.

      "Was ich angestellt … was ich wieder angestellt habe? Das sollte ich lieber dich fragen, so viele tote Menschen, dann wirst du plötzlich Papa … ich versteh die Welt nicht mehr. Ich glaub ich brauch was Stärkeres, als Bier."

      Er stellte die Flasche auf den Tisch, ging zum Barschrank und bediente sich an einer Flasche Scotch.

      "Wer ist tot?" fragte Kara verblüfft, die Alex den kleinen in die Arme drückte, damit ihn dieser auf seine Schultern setzen konnte.

      "Jensen, ich weiß nicht, ob Alkohol jetzt gut für dich ist. Ich kann sehen, dass deine Aura ziemlich instabil ist und es dir absolut nicht gut geht."

      Sie legte ihm besorgt eine Hand auf den Unterarm.

      "Pfeif auf meine Aura. Alex Karma ist im Arsch. Wir sind im Arsch", schnappte Jensen.

      "Bitte nicht vor Moses", sagte Alex tadelnd.

      "Welcher Moses?" fragte Jensen verwirrt und nahm einen tiefen Schluck von der goldenen Flüssigkeit, die sich angenehm seinen Hals hinunter brannte und im Magen eine wohlige Wärme auslöste.

      "Na der kleine hier. Hab mir gedacht, nachdem ich ihn quasi vor unserer Tür gefunden hab ist das passend."

      "Lag er auch in einem Weidenkörbchen?" Jensen schüttelte den Kopf bevor er den Rest des Glases leerte.

      "Nein, so theatralisch war es dann doch nicht", meinte Alex und setzte Moses auf die Babydecke.

      Danach trat er neben Jensen und murmelte, "und wir gehen jetzt ins Büro und du erzählst mir, wie dein Tag heute so war. Das ist nämlich nix für Kinderohren. Außerdem solltest du dein Gewissen erleichtern, bevor du uns die Bar leer säufst."

      Alex zwinkerte Kara noch verschwörerisch zu, ehe er die Tür der Bibliothek schloss.

      "Hast du ihr schon gesagt, dass du mehr als nur Ringelpitz mit Anfassen mit ihr spielen möchtest?" fragte Jensen.

      "Nein, hab ich nicht und das steht momentan auch nicht zur Debatte. Und jetzt raus mit der Sprache, was ist los mit dir? Du siehst aus, wie ein geprügelter Hund."

      Als Jensen an Alex Schreibtisch vorbei ging, fiel ihm ein Beweismittelbeutel mit blutiger Kleidung darin auf. Etwas daran kam ihm merkwürdig bekannt vor.

      Er nahm ihn in die Hand und hielt ihn vor Alex' Nase.

      "Woher hast du die Teile?"

      "Aus unserem Mülleimer. Hat mich mein Armband gekostet. So eine Schande. Aber wir können ja später darüber reden, dass du daheim nicht mit Leichen rumspielen sollst."

      Jensens Kinnlade klappte nach unten.

      "Was zum Teufel soll das wieder heißen?"

      "Da weder du noch ich Neon Bikini Oberteile tragen bzw. Mini-Röcke und Plateau Schuhe stammen die nicht von hier. Es sei denn du frönst jetzt dem Cross-Dressing, so hätte …"

      "Alex, halt den Mund und setz dich. Mir ist absolut nicht zum Scherzen zumute, dafür ist die Situation viel zu ernst. Wann warst du das letzte Mal auf einem Rave?"

      Der angesprochene zog seine Stirn kraus.

      "Willst du mir jetzt das anhängen?"

      Jensen zuckte mit den Schultern, "vielleicht."

      Vergebens wartete Alex darauf, dass sein Partner anfing zu lachen und ihm erklärte er wäre ihm mal wieder auf den Leim gegangen.

      "Du meinst es ernst, nicht wahr?" hakte er vorsichtshalber noch einmal nach.

      "Ja, todernst. Und bitte denke genau nach."

      "Da brauch ich nicht lang nachdenken, das war schon vor Monaten."

      Jensen sah ihm forschend ins Gesicht.

      "Absolut sicher, keine Zweifel?"

      "Absolut."

      "Wenn Beast dich im Schlaf überrumpelt und er die Führung übernimmt, würdest du es merken?" bohrte Jensen weiter

      "Ja, klar. Nach einiger Zeit sicher."

      "Was ist einige Zeit? Stunden, Minuten, Sekunden?"

      "Sag mal spinnst du? Wie redest du mit mir? Das ist ja das reinste Verhör. Brauch ich vielleicht auch noch einen Anwalt?"

      "Denke nicht, dass der dir da viel helfen kann. Es sei denn, er kommt direkt aus der Hölle."

      Die beiden starrten sich an, wie erbitterte Feinde.

      "Leute, nun kommt mal wieder runter, " Kara stand plötzlich neben den beiden.

      Keiner hatte bemerkt, dass sie ins Büro gekommen war.

      "Hier liegt so viel Spannung in der Luft, ihr könntet die ganze East Side mit Strom versorgen."

      "Wo ist Moses?" wollte Alex wissen.

      "Der schläft im Laufstall", erwiderte Kara knapp.

      "Lenk nicht vom Thema ab Alex", ging Jensen nervös dazwischen.

      "Sorry, ich …"

      "Du hast keine Ahnung, welches Schlachtfeld ich mir heute hab ansehen müssen. Du hast keinen blassen Schimmer was die jungen Leute dort erleben mussten. Beast teilt offenbar nicht alle seine Geheimnisse mit dir. Oder tust du nur so ahnungslos?"

      Alex sah zwischen Jensen und Kara hin und her, "klär mich bitte auf, WAS Beast – ohne mein Wissen – getan haben soll."

      "Das Blutbad, bei einem illegalen Rave am Hafen. Ich hab deine Augen gesehen in meiner Vision, Beasts Stimme gehört …"

      Kara hob die Hand und gebot Jensen Einhalt.

      "Moment, du hast es in einer Vision gesehen? Du hast dich quasi ins Gehirn einer Toten gehackt? Dann musst du aber auch wissen, dass es Mächte gibt, die diese Gedanken manipulieren können."

      "Wie manipulieren? Das Mädchen ist tot. Ich sehe nur das, was sie erlebt hat. Es ist unwiderruflich in ihrem Gehirn gespeichert. Niemand kann da was tricksen. Sie hat es erlebt, nicht geträumt. Das ist der Unterschied."

      Kara verzog das Gesicht, "und trotzdem war heute etwas anders. So anders, dass es dich total aus der Bahn geworfen hat."

      "Ja, weil das Monster, Beast, mich direkt angesprochen hat, als ich im Geist des Mädchens herumgestöbert habe."

      Jetzt klappe Alex die Kinnlade nach unten.

      "Mit wie vielen Körpern hattest du es zu tun? Wie viele Tote hast du in die Vergangenheit begleitet?"

      "Eine, es gab nur einen einzigen Körper, der intakt genug war, um mich …."

      "Soso. Ein Körper? Super. Zufällig auch noch schön platziert? Theatralisch an die Wand gelehnt?"

      Jensen staunte. "Wieso weißt du das, Kara?"

      "Jemand spielt mit dir Jensen. Jemand, der dich und deine Fähigkeiten kennt. Der weiß, wie du tickst und deine Arbeit macht."

      Jensens Blick fiel kurz auf Alex.

      "Nein, nicht er", sagte Kara sofort, "es ist jemand, der über deine oder ähnliche Fähigkeiten verfügt. Du und Alex, Ihr seid beide in Gefahr. In größter Gefahr."

      "Moira?" warf Alex in den Raum.

      Kara schüttelte den Kopf, "nein. Sie ist eine Hexe, kann vieles, aber das nicht."

      Ein leichtes Beben ging durchs Haus.

      Die drei tauschten besorge Blicke. Kara sagte, sie würde nach Moses sehen. Jensen und Alex hatten den gleichen Gedanken: Der Nexus in ihrem Keller.

      Wie von Furien gehetzt, liefen sie die alte Steintreppe nach unten, bewaffnet mit zwei Maglites.

      Als Jensen das Kombinationsschloss der Tür öffnete und die Holztreppe entlang leuchtete, entdeckten deutliche Fußabdrücke auf ihr. Es sah aus, als wäre jemand durch flüssiges Teer gelaufen und dann die Treppe hochgestiegen. Doch die Abdrücke endeten genau vor der Tür … tbc
      LG angelinchains