Supernatural - Oneshot - The Devil in me

    • Supernatural - Oneshot - The Devil in me

      Ich hab vor einiger Zeit mal einen kleinen Oneshot geschrieben. Konnte nicht schlafen, hab Musik gehört und bäm *:D*
      Ich hoffe es gefällt euch (wenigstens etwas)?! :) Hab diesen Song als Inspiration genommen & in die Story eingebaut




      The Devil in me


      I will keep quiet
      You won't even know I'm here
      You won't suspect a thing
      You won't see me in the mirror
      But I crept into your heart
      You can't make me disappear
      Til I make you

      Dean stand von seinem Bett auf und blieb für einige Minuten auf der Bettkante sitzen. Nach all den Dingen die geschehen sind, was er anderen und auch sich selbst angetan hatte nahm ihn immer noch mit. Er machte sich selbst stärker als er eigentlich war. Er gab vor stark zu sein. Dabei war er schwächer geworden. Die Hölle, die Dämonen, die Menschen. Alles aus der Vergangenheit prägte ihn. Jedoch blieb er standhaft, wollte nichts zugeben, wie so oft. Die Menschen brauchten ihn. Vorallem sein kleiner Bruder. Zu viel hatte er mitmachen müssen. Zu viel musste er mit ansehen. Schon das alleine bescherte Dean Magenschmerzen.

      Kurz schüttelte der Jäger den Kopf und stand auf. Er ging zum Stuhl, der in der Nähe des Bettes stand und nahm seine Klamotten dort herunter, die er noch am Vorabend so sorgfältig aufgehangen hatte. Langsam und leise um Sam nicht zu wecken, schlich er ins Badezimmer. Er brauchte unbedingt eine kalte Dusche. Das würde ihm nun gut tun und vielleicht sogar auf andere Gedanken bringen.

      I made myself at home
      In the cobwebs and the lies
      I'm learning all your tricks
      I can hurt you from inside
      Oh I made myself a promise
      You would never see me cry
      Til I make you

      Das kühle Wasser, welches die erhitzte Haut berührte tat gut. Dean genoss das kühle und schloss seine Augen. Einige Bilder flackerten plötzlich vor seinem Auge auf. Wie er Cas zusammen schlug, ihn bedrohte und wie er ihn anschrie. Das war doch immer sein Engel gewesen. Der, der ihn rettete und das nicht nur einmal. Es war hundert mal. Wenn nicht, sogar noch mehr. Irgendwann hatte er aufgehört zu zählen. Er war einfach nur noch dankbar dafür. Viel zu oft hatte Castiel schon sein eigenes Leben riskiert für andere, für Dean. Und nicht einmal hörte er ein danke. Und er beschwerte sich nicht mal. Sondern sah es als normal an. Er war doch da um einen zu helfen. So dachte Dean zumindest. Schmerzhaft zog sich Deans Magen zusammen bei diesen Gedanken und diesen Bildern. Cas war doch sein bester Freund. Wieso ist alles nur so ausgeartet? Wieso musste das alles so kommen? Wieso musste er nur all so schlimme Dinge tun?

      War das wirklich die Prophezeihung oder war es sogar er selbst, dem die ganzen Emotionen hoch kochten und plötzlich kam alles aus ihm raus? Die Schmerzen wurden stärker und Dean hielt sich eine Hand an den Bauch. Wieder versuchte er stärker zu sein. Jedoch würde ihn hier sowieso niemand sehen, unter der Dusche. Sam würde eh nicht hinein kommen wenn er das Wasser rauschen hört. Dann wüsste er, dass Dean unter der Dusche stand und lies ihn in ruhe.

      You'll never know what hit you
      Won't see me closing in
      I'm gonna make you suffer
      This Hell you put me in
      I'm underneath your skin
      You'll never know what hit you

      Ganz vorsichtig rollte ihm die erste Träne die Wangen herunter und perlten am Kinn ab. Dann folgte die nächste und die nächste und noch eine. Dean sank auf den Boden der Dusche. Das Wasser prasselte immer noch auf ihn herab und vermischten sich langsam mit den Tränen, die die überhand nahmen. Kurz schloss Dean wieder die Augen. Da waren sie auch schon wieder. Diese Bilder die ihn so quälten. Diese Bilder die ihn zeigten, was er angerichtet hat. Wie er zu den anderen war. Wie sehr er sich verändert hat. Zitternd hob er die Hand und wischte sich damit über das Gesicht. Er hatte Angst, doch aufhalten konnte er sowieso nichts. Kurz lies er die Augen geschlossen. Sie brannten von den Tränen.

      Da war auch schon der erste Schlag. Der zweite folgte. Dann wehrte sich Sam. Schlug ihn, doch Dean war stärker. Sam fiel immer wieder zu Boden. Rutschte ihn entland, blieb kurz liegen und rappelte sich ganz tapfer wieder auf. Das Böse hatte schon wieder gesiegt über ihn. Schnell riss Dean wieder seine Augen, doch das Bild von Sams entsetztem Gesicht blieb vor seinen Augen hängen. Er schüttelte sich und schlug um sich.

      I will be here
      When you think you're all alone
      Seeping through the cracks
      I'm the poison in your bones
      My love is your disease
      I won't let it set you free
      Til I break you

      Dean hielt sich seine Hände vor die Augen. Dieser Alptraum sollte aufhören. Sollte ihn endlich in Ruhe lassen. Nun wurde er schwach. Fing richtig an zu weinen, schluchzte. Immernoch zitternd griff er mit einer Hand an die Tür und stieß sie offen. Vorsichtig stand er auf und stellte das Wasser ab. Trotz des kalten Luftzuges fror er ganz und gar nicht. Das Gegenteil war eher der Fall. Es fühlte sich an, als würde sein Körper innerlich verbrennen. Ihm war heiß und er sehnte sich nach dem kühlen Nass, das bis eben noch da war.

      Langsam und sachte stieg er aus der Wanne und schaute sich im Raum um. Er hätte schwören können, dass er ein Lachen gehört hat. Von wem wusste er nicht. Aber es war definitiv da gewesen. Wieder unternahmen seine Gedanken eine wilde Karusselfahrt, die ihm ganz und gar nicht gefiel. Immer und immer wieder schüttelte er den Kopf. Versuchte die Gedanken los zu werden die so hässlich waren, dass es sich niemand vorstellen konnte. War er wirklich so ein schlechter Mensch? Nein. Damals nicht. Nur einige Ausrutscher hier und da. Aber was war passiert?

      I tried to be the lover to your nightmare
      Look what you made of me
      Now I'm the heavy burden that you can't bear
      Look what you made of me
      Look what you made of me
      I'll make you see

      Da war es wieder. Dieses schäbige Lachen. Dean schleppte sich zum Waschbecken und schaute in den Spiegel. Plötzlich tauchte Sams Gesicht auf. Er sah traurig aus und Tränen rannten sein Gesicht herab. Dean drehte sich schnell herum, doch nichts war zu sehen. Er schaute zurück in den Spiegel, sah in die Augen seines Bruders. In diese Illusion. Seine Lippen formten ein 'Warum?' das konnte Dean ganz genau erkennen. Dann tauchte plötzlich Cas auf. Direkt neben Sammy. Sein Gesicht war Blut verschmiert und auch er wirkte traurig. Man sah seine großen schwarzen Flügel. Täuschte sich Dean, oder verdunkelte sich plötzlich wirklich der Raum? Anscheinend drehte er grade völlig durch.

      Immer wieder war dieses Lachen da. Zwischendurch hörte Dean das schreien seines Bruders und wie Castiel ständig seinen Namen schrie. Der Jäger hielt es nicht mehr aus und seine Faust schnellte nach vorne. Zertrümmerte den Spiegel und schrie laut. Scheiß auf die sieben Jahre Pech. Schlimmer könnte es eh nicht mehr werden. Da war er sich sicher. Überall schossen kleine und größere Glassplitter herum und verteilten sich im Raum. Einige der Splitter trafen seine Haut, hinterließen Schnittwunden und ließen das Blut langsam heraus fließen.

      You'll never know what hit you
      Won't see me closing in
      I'm gonna make you suffer
      This Hell you put me in
      I'm underneath your skin
      You'll never know what hit you.

      Entkräftet fiel Dean auf seine Knie. Er spürte den Schmerz, den die Scherben verursachten als sie sich in seine Haut bohrten. Seltsamerweise tat es gut. Der Schmerz war die Erlösung für all die Qualen, die er grade auf einmal durchlebte. Ganz leise hörte er ein poltern. Er wusste dass er seinen kleinen Bruder geweckt haben musste. Es tat ihm leid. Dabei wollte er doch leise sein und Sammy seine Ruhe gönnen. Vielleicht war er doch ein schlechter Bruder gewesen. Beschützte ihn nicht, verprügelte ihn, weckte ihn mitten in der Nacht...

      Er spürte an dem Luftzug, dass die Tür aufgerissen wurde. Da war eine Stimme. Sie war allerdings anders gewesen, als die die ihn ausgelacht hatte. Sie hatte mehr Emotionen. Man hörte den Schmerz und die Trauer. Die ersten Worte drangen durch seine Ohren. Sammy schrie seinen Namen. Dean merkte wie sein Körper hochgehoben wurde. Er erkannte Umrisse von dem robusten Schrank und den Fesntern. Er sah den Mond, wie er alles erhellte und wie sich die Bäume mit dem Wind bewegten.

      Sein Körper wurde auf etwas weiches gelegt. Nach kurzer Stille hörte er, wie sein Bruder den Notruf wählte und sie anflehten sofort zu kommen. Kurz wurd es schwarz vor seinen Augen. Mit einem mal spürte Dean einen kräftigen Schlag und ein ziehen in seinem Körper. Er schlug mit einem Mal die Augen auf und blickte direkt in die, vor Tränen geröteten, Augen von seinem kleinen Bruder. Um ihn herum waren Sanitäter, die wild durcheinander sprachen.

      Er würde leben.
      Er wollte Leben.
      Und alles nochmal anders machen.
      Nochmal von vorne Anfangen.
      Ein besserer Mensch werden!

      Ja, genau das war es, was Dean Winchester wollte!
      Ich meine, why not? - Es könnte ja amazing werden. ♥
      *imp*