Supernatural - One Life, One Heart, One Soul

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    • Supernatural - One Life, One Heart, One Soul

      Disclaimer: Alle Charaktere und sämtliche Rechte an Supernatural gehören CW und Eric Kripke. Diese Fanfiction wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht, um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden und toten Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt. Alle weiteren Charaktere sind Eigentum des Autors.

      Spoiler:
      Dies ist die erste von 6 zusammenhängenden Stories und sie beginnt irgendwo in der 3. season, nach Deans Deal mit dem Crossroad-demon, um Sam zurückzuholen.
      Damals (Gott, ist das lange her!) rätselte das gesamte Fandom, wie die Autoren Dean retten wollten - auch ich.


      Ich bitte um Nachsicht - meine Freundin Sue ist als Beta erst Mitte der 2. Story dazu gestoßen. Daher überarbeite ich momentan Alles noch einmal.
      Ich habe meine Winchester-Saga bereits mehrfach an anderen Stellen gepostet, hoffe aber, hier neue Leser begeistern zu können.

      Zum Einstieg gibt es heute ein größeres Kapitel...


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      Prolog

      "Ich… muss… ihn retten! Ich muss ihn retten! Ich muss …. retten…!"
      Das schmale Gesicht des jungen Mannes ist kreideweiß, seine Lippen bewegen sich wie in Trance, seine Stimme klingt verzweifelt, fast panisch. Feine Schweißperlen glitzern auf seiner Oberlippe und Verzweiflung trübt den Blick der grünen, katzenhaft schräg geschnittenen Augen, eine vereinzelte Träne rinnt die schmale Wange hinunter…


      Blair saß auf dem Rand des schmalen Bettes und versuchte, sich an jede Einzelheit ihres Traumes zu erinnern, einer Vision, die sich seit Wochen jede Nacht wiederholte und sie rat- und meist schlaflos zurück ließ - ratlos deshalb, weil es eindeutig ein Hilferuf war, leider aber zu vage, um zu handeln. Sie war es gewohnt, mit ihren Träumen umzugehen, diskret Menschen zu helfen, die ihrer Hilfe bedurften, aber dazu benötigte sie einen Ansatzpunkt - einen Ort, eine Straße, einen Namen, ein Ereignis. In diesem Fall hatte sie nichts, außer dem dringlichen Gefühl, diesem verzweifelten jungen Mann helfen zu müssen, dessen Qual so gigantisch war, dass sie ihren psychischen Schutzwall mit ungeheurer Gewalt durchbrach.
      Sie ließ sich aufs Bett zurückfallen und zog die Decke eng um sich. Die Nacht war warm, aber aus ihrem Inneren überzog sie ein kalter Schauer und machte sie frösteln.


      Kapitel 1

      "Sam…"
      Dean Winchester rieb sich die Augen und blinzelte verschlafen im Halbdunkel hinüber zu seinem Bruder, der sich im Nachbarbett hektisch umher wälzte. Gemurmelte Wortfetzen drangen zu ihm, zu leise und abgehackt, um sie zu verstehen.
      "Sammy?" Lauter und eindringlicher sprach er seinen Bruder an. Der Jüngere erwachte nicht, aber seine fahrigen Bewegungen wurden ruhiger, die unterdrückt heraus gepressten Worte verstummten.
      Sam schlief schon seit Wochen kaum und wenn, quälten ihn Alpträume. In der Folge schien Dean nur noch mit einem Teil seines Bewusstseins zu schlafen, während der andere Teil auf seinen Bruder konzentriert blieb.
      Die Gedanken des Älteren wanderten viele Jahre zurück in die Zeit, wenige Wochen, nachdem Sam im Alter von erst acht Jahren vom älteren Bruder erfahren hatte, was ihr Vater tat, wenn er unterwegs war und in welcher Gefahr er sich befand, während seine beiden Söhne, auf sich gestellt, in fast täglich wechselnden Motels zurück blieben. Dean hatte seinen Vater als quasi unsterblichen Helden verinnerlicht, doch Sam wurde von bösen Träumen gequält, von Ängsten, zusätzlich zur Mutter auch noch den Vater zu verlieren. In vielen der folgenden Nächte lag er, aus bösen Träumen erwachend, weinend in den Armen seines großen Bruders, der ihn fast väterlich liebevoll bewachte und aus genau diesem Grund die Wahrheit vor Sam so lange verborgen hatte, wie es möglich gewesen war.

      Auch heute hätte er ihn gern tröstend in den Arm genommen, nicht nur um ihn, sondern um sich selbst zu trösten, aber er wusste genau, das war unmöglich, ohne das Gesicht zu verlieren und Sam zu brüskieren. Es hätte auch bedeutet, zugeben zu müssen, dass er selber allnächtlich vom Blick dämonischer, lackschwarzer Augen verfolgt wurde, dass er von den Flammen der Hölle träumte und davon, als Monster zu enden, als eines der Wesen, die er sein Leben lang gejagt hatte.
      Dean rieb sich mit der flachen Hand über das Gesicht, wie um die Erinnerung fort zu wischen, ließ sich rücklings auf das Bett sinken und schloss resigniert die Augen in dem sicheren Wissen, dass er auch in dieser Nacht nicht in den Genuss traumlosen, erholsamen Schlafes kommen würde…

      *
      *
      *

      Blair schob die Tiefkühlpizza in den Ofen, schaltete die Kurzzeituhr ein und widmete sich den Abendnachrichten im Fernsehen. Die Welt war wieder mal verrückt geworden – eine Schreckensmeldung nach der anderen flimmerte über den Bildschirm. Nach fünf Minuten blutigen Psycho-Terrors schaltete sie ab und begann vor sich hinzuträumen, bis plötzlich ein Fahndungsfoto ihre volle Aufmerksamkeit erregte.

      "… werden gesucht wegen dreifachen Mordes, Kreditkartenbetruges und Grabschändung. Sachdienliche Hinweise bitte direkt an das FBI unter der Nummer… "

      Zwei Fotos wurden eingeblendet, sympathische Gesichter, die ihrem Bauchgefühl nach nicht zu den Vorwürfen passen wollten. Beide hatten grüne Augen, aber dabei endete rein äußerlich auch schon die Ähnlichkeit. Dean, der Ältere, hatte raspelkurzes, dunkelblondes Haar, ein klassisch geschnittenes Gesicht und eine kleine Narbe am Kinn. Sie musste grinsen – er schien die Prozedur des Fotografierens für die Verbrecher-Kartei nicht wirklich ernst genommen zu haben – er zog eine Blue-Steel-Schnute!
      Sams Gesicht war eher katzenartig spitz zulaufend, er hatte längeres, dunkelbraunes Haar, dessen Ponyfransen bis über die mandelförmigen Augen reichten und ihm fast die Sicht nahmen.

      Und Sam war der Sucher aus ihren Träumen! Sie hatte einen Namen! Aber wie kam sie an die beiden jungen Männer heran?

      ~~~~~~~~~~

      "Harvelle!"

      "Hi Ellen, hier ist Blair, Blair Sinclair. Wie geht es dir?"

      "Ok soweit. Lange nichts von dir gehört, Honey. Wie geht es deiner Mom?" Ellen Harvelles Stimme klang sanft und ein wenig rauchig.

      "Es geht ihr gut, denke ich. Ich habe seit ein paar Wochen nicht mit ihr gesprochen. Ellen, weshalb ich anrufe – ich suche zwei Männer, die leider auch vom FBI gesucht werden und ich dachte mir, vielleicht könnte Ash…"

      Ellen fiel Blair ungewohnt schroff ins Wort. "Honey, Ash… er ist tot."

      Blair war für einen Moment sprachlos. "Was ist passiert?" fragte sie nach einer kurzen Atempause, während eine Ahnung ihr eine Gänsehaut über den Rücken jagte.

      "Dämonen haben das Roadhouse abgebrannt. Ash und einige Jäger sind dabei ums Leben gekommen. Ich hatte Glück – ich war unterwegs – die Brezeln waren ausgegangen…" Die von unterdrückten Emotionen raue Stimme am anderen Ende der Leitung erstarb.

      "Ich weiß nicht, was ich sagen soll, Ellen. Es tut mir so leid." Blair schluckte. Sie hatte Ash nicht sehr gut gekannt, aber er war klug und witzig gewesen und sie wusste, dass er quasi zu Ellens Familie gehört hatte.

      "Es ist nicht zu ändern. Blair, wen suchst du? Vielleicht kann ich dir helfen."

      "Die Männer heißen Sam und Dean Winchester. Kannst du mit diesen Namen etwas anfangen? Sie werden vom FBI gesucht." Blair hatte auf Ash gehofft und nur wenig Hoffnung, dass Ellen ihr weiterhelfen könnte.

      "Ich kenne die Beiden. Warum suchst du sie? Hat es mit deinen Visionen zu tun?"

      "Hat es. Der Jüngere schreit jede Nacht im Traum seine Verzweiflung raus und raubt mir den Schlaf. Vielleicht kann ich ihm helfen, aber dafür müsste ich ihn erstmal finden."
      Blair seufzte bei der Erinnerung an Sams gequältes Gesicht. "Dass du die beiden kennst, ist sicherlich kein Zufall."

      "Sam und Dean sind die Söhne eines alten Freundes. Sie sind Hunter wie ihr Vater es war, und sie wohl im Zusammenhang mit einigen seltsamen Todesfällen auf dem Radar der Polizei aufgetaucht. Um was für Todesfälle es da geht, kannst du dir sicher ansatzweise vorstellen. In Deans Fall hat ein Shapeshifter sich seiner Gestalt bedient und nun werden er und Sam wegen mehrfachen Mordes und Beihilfe gesucht!"

      "Ellen, ich muss unbedingt mit Sam sprechen, besser noch mit beiden."

      "Honey, ich fürchte, du wirst nicht viel Erfolg haben – sie sind in Bezug auf Gefühle – speziell die ihren - nicht sehr gesprächig …"

      "Hm… ich möchte trotzdem mein Glück versuchen, für meinen eigenen guten Schlaf und den von Sam. Weißt du, wo ich sie finden kann?"

      *
      *
      *

      "Hat Ellen gesagt, was sie von uns will? Ist was mit Jo nicht in Ordnung?"
      Sam lümmelte auf dem Beifahrersitz in einer jahrelang erprobten, halbwegs bequemen Haltung, die Augenränder unter einer Sonnenbrille verborgen, und kämpfte mit der Müdigkeit, während Dean aufs Gas trat und den Impala die Kilometer fressen ließ.

      "Sie meinte nur, sie müsse dringend mit uns reden. Dude, du siehst echt Scheiße aus, wieder schlimme Träume?" Der ältere der Winchester-Brüder riskierte einen kurzen, besorgten Seitenblick auf seinen dunkelhaarigen Beifahrer.

      "Huhh?" Sam zog die Augenbrauen hoch.

      "Clowns oder Zwerge?" Dean grinste breit und klopfte mit der flachen Hand den Takt zu Highway to Hell auf dem Lenkrad.

      Der Jüngere schob die Brille hoch und rieb sich die Augen.
      "Nope, hab geträumt, du wärst mit Bela im Bett… autsch!" Deans Pferdekuss hatte gesessen.

      "Das ist NICHT witzig! Diese Schlampe könntest du mir splitterfasernackt auf den Bauch binden…" Deans Stimme klang angefressen, auch wenn er versuchte, seinen Worten mit einem schiefen Grinsen die Schärfe zu nehmen. Demonstrativ schaute er auf die Straße vor sich, die sich eintönig baumlos und schnurgerade vor ihm erstreckte, während er überlegte, was Ellen wirklich von ihnen wollen konnte.
      Sie hatte die Trümmer vom Roadhouse weggeräumt, die Leichen begraben und angefangen, ihr Zuhause neu aufzubauen, während sie für die Dauer der Bauarbeiten in einem Trailer nebenan 'hauste'. Diese Frau war nicht kleinzukriegen, sie war unheimlich tough und nötigte ihm einen Heidenrespekt ab – einer der Gründe, weshalb er niemals versucht hatte, Jo anzubaggern, obwohl sie ein süßes Ding war und, wie er sehr wohl wusste, eine Schwäche für ihn hatte. Sie war zu jung für ihn und sie war Ellens Tochter. Punkt.

      Sam war mittlerweile eingenickt. Kein Wunder, und er selber fühlte sich auch nicht viel munterer, was ihn nach der Thermoskanne greifen ließ in der Hoffnung, einen Becher des Kaffees zu ergattern, den sie am Morgen im Diner hatten auffüllen lassen. Noch lagen einige Stunden Fahrt bis an ihr Ziel vor ihm und es sah nicht aus, als wäre Sam in absehbarer Zeit in der Lage, das Steuer zu übernehmen.

      ~~~~~~~~~~

      Dean schaufelte eine Riesenportion Eier mit Schinken in sich hinein, während er unauffällig die späten Gästen des Diner in Augenschein nahm. Sam hatte, wie meistens, den aufgeklappten, zerschrammten Laptop vor sich platziert, um ungewöhnliche Vorkommnisse und Todesfälle in der Umgebung zu checken, ungewöhnlich im Sinne von nicht logisch erklärbar oder einfach unnatürlich.

      "Hey, Sammy, du solltest dir auch was zu essen bestellen, ist wirklich gut hier", presste Dean zwischen zwei Bissen hervor und leckte sich das Fett von den Lippen.

      "Nope, ich bin nicht hungrig. Hab vorhin unterwegs gegessen", erwiderte Sam, ohne vom Computer aufzusehen.

      "Aaach… einen Apfel – was ist das schon?" Dean nahm eine Serviette aus dem Ständer, der vor ihm auf dem Tisch stand, wischte sich den Mund ab und nahm einen Schluck Kaffee. Die hübsche Bedienung, die ihn nicht aus den Augen gelassen hatte, eilte sofort heran und schenkte ihm nach. Natürlich hatte ihm die vollbusige junge Frau bereits mit einem eindeutigen Lächeln verraten, dass sie Penny hieß und er sich nur melden musste, wenn er etwas brauchte. Dean schenkte ihr sein 'hast-du-heute-Abend-schon-was-vor'-Lächeln und zwinkerte ihr vielsagend zu, als sie sich errötend im Rückwärtsgang zum nächsten Tisch begab.

      "Was meinst du, warum uns Ellen hierher geschickt hat? Sie tat so geheimnisvoll. Nicht sehr gesprächig, die Gute." Sam riskierte einen Blick über den Rand des Laptops.

      "Hab keinen Schimmer. Ich bin verdammt froh, dass sie sich so schnell eingekriegt hat und nicht daran denkt, aufzugeben. Es ist toll, dass sie das neue Roadhouse schon im nächsten Monat eröffnet. Ohne sie würde etwas fehlen – und ohne Ash wird es sowieso nicht dasselbe sein."
      Dean schluckte hart. Opfer ihres Kampfes gegen die Dämonen – es gab viel zu viele.

      Die melodische Klingel über der Eingangstür läutete, als ein neuer Gast den Diner betrat, sich umsah und direkt auf den Tisch zu marschierte, an dem Dean und Sam saßen. Deans im Taxieren von Frauen geübter Blick erfasste blitzschnell jede Kleinigkeit: schlank, knapp mittelgroß, endlos lange Beine. Sie trug ihr rotleuchtendes Haar streichholzkurz und als sie vor dem Tisch stehen blieb, konnte er erkennen, dass sie veilchenblaue Augen und Sommersprossen hatte. Sie trug wenn überhaupt, nur sparsam Make-Up, Jeans, ein weißes Tanktop und schwarze Lederjacke. Eine sehr aufrechte Haltung und ein herausforderndes Lächeln bewiesen, dass sie sicher nicht an übertriebener Schüchternheit litt.

      "Hi, Jungs." Sie warf ihren Rucksack auf die rot gepolsterte Bank neben Dean und schob sich ihm gegenüber neben Sam an den Tisch.
      "Wie ist hier der Kaffee?" Fragend ging ihr Blick zu Dean, der sie einigermaßen sprachlos anstarrte. Sam hatte aufgehört, auf der Tastatur herumzuhacken und schaute die junge Frau mit gerunzelter Stirn von der Seite an, während Dean seine Fassung wieder gewann und tatsächlich nach der Bedienung rief.

      "Und was verschafft uns das Vergnügen, Lady?" Deans Stimme war tief und sanft, die Stimme eines Mannes, der sich seiner Wirkung auf Frauen voll bewusst war. Seine Aufmerksamkeit galt vollständig dem Neuankömmling.

      "Ihr seid Sam und Dean Winchester, richtig? Richtig – blöde Frage, ich habe eure hübschen Gesichter im Fernsehen gesehen… auf Fahndungsfotos. Ellen hat mich her geschickt. Ganz schön dumm gelaufen, einige eurer Aktionen, oder?"

      "Wer will das wissen?" Dean stoppte Sam, der bereits kommunikativ wie immer zu einer Antwort angesetzt hatte, mit einem warnenden Blick.

      "Sorry, es tut mir leid. Normalerweise bin ich nicht so unhöflich. Mein Name ist Blair Sinclair, ich bin Medium und kann euch möglicherweise bei eurem Problem mit diesem Deal helfen, den Dean dummerweise geschlossen hat."
      Mit diesem Paukenschlag hatte Blair beide zunächst einmal mundtot gemacht und lehnte sich zufrieden auf dem abgesessenen Kunstlederbezug zurück.

      Sie hatte sich instinktiv neben Sam gesetzt, fühlte seine mentale Kraft und wunderte sich nicht mehr darüber, dass seine Emotionen in ihre Träume geschwappt waren. Dean dagegen schien mental kalt, er sendete nicht – mal ausgenommen ein eindeutiges Interesse an ihr als Frau.
      Sie musterte ihn ungeniert – große, grüne Augen, beschattet von dunklen, langen Wimpern, um die ihn jede Frau beneiden würde, eine Nase, die wohl schon mal unsanft Bekanntschaft mit einer Wand oder einer Faust gemacht hatte, deren fehlende Symmetrie aber ihre klassische Schönheit eher unterstrich. Sein dunkelblondes, kurzes verstrubbeltes Haar gab ihm etwas Verwegenes und für die vollen Lippen, die just in diesem Moment zwei Reihen schneeweißer, gleichmäßiger Zähne enthüllten, als Dean sie breit und unverhohlen angriffslustig angrinste, brauchte er einen Waffenschein.
      Er hatte wirklich alles – alles, was sie an einem Mann abturnte! Er war außergewöhnlich gutaussehend und sich dessen durchaus bewusst, arrogant, überheblich, Macho - und er schien außerdem seinen kleinen Bruder rumzukommandieren, ein typischer Weiberheld zudem.
      Sie fragte sich in diesem Moment allen Ernstes, wieso sie diesem Ausbund an Männerstolz überhaupt ihre Hilfe angeboten hatte!

      "Süße… du scheinst zu oft den Demon Hunters Quarterly zu lesen. Gerüchte über meine baldige Abreise in die Hölle sind stark übertrieben…"

      Hm… er gibt den coolen Typen à la Bogart – nervtötend, dieser Knabe!

      Sam legte den Kopf schräg, um sich diese Frau genauer ansehen zu können, die anscheinend überaus gut informiert war, wobei ihm die dunklen Haare über die Augen fielen, die ebenso grün waren wie die des Bruders. Er wirkte trotz seiner selbst im Sitzen erkennbaren Körpergröße jungenhafter als der Ältere, ein Eindruck, der durch die langen, lockigen Haare verstärkt wurde. Aber sein Blick war ebenso neugierig und eindringlich wie Deans.

      "Woher weißt du von dem Deal und wie kommst du darauf, dass ausgerechnet du uns helfen könntest?"
      Dean beugte sich über dem Tisch vor und fixierte Blair aus zusammen gekniffenen grünen Augen, die, wie Blair fasziniert feststellte, goldbraune Einsprengsel aufwiesen. Seine große Hand berührte in der Mitte der Tischplatte ihre Schmale und in diesem Moment, dem Augenblick des ersten Kontaktes, schien ein Wirrwarr aus Bildern und Gefühlen in ihren Geist zu strömen, ungeordnet, schwarz-weiß und farbig, Gefühle in allen Schattierungen, von überaus traurig zu so fröhlich, dass sie augenblicklich hätte loskichern können.

      ER WAR ES.

      Ihre Mutter hatte ihr vorausgesagt, dass sie den Mann, der ihr Leben bestimmen würde, erkennen würde, wenn sie ihm begegnete und obwohl sie wusste, dass ihre Mutter nie irrte, hatte sie immer vorgezogen, es als typisches Mutter-Blabla abzutun, vor allem, da sie mittlerweile 26 Jahre alt war und sich dergleichen geschehen war. Sie hatte einige nette Freunde gehabt, anständige Typen, und es hatte keinen Blitz eingeschlagen und kein Menetekel an der Wand und kein anderes übernatürliches Zeichen hatte ihr verkündet, dass es ihn überhaupt gab… bis heute!
      Jetzt saß sie da mit diesem Dean Winchester und wenn ihre Mutter wirklich Recht hatte, gab es nur noch zwei Möglichkeiten: sie konnte die Flucht ergreifen, oder versuchen, zu seinem Kern vorzudringen. Vielleicht - hoffentlich - war an ihm mehr dran, als man auf den ersten Blick zu sehen vermochte?
      Ach Mum, warum kann es nicht Sam sein? Der wäre viel eher mein Typ. Blair seufzte.

      Dean fühlte, dass zwischen ihnen etwas geschah. Ein warmer Strom floss zwischen ihren Händen, verteilte sich in seinem Körper und erzeugte ein starkes Kribbeln in seinem Magen. Erstaunt zog er die Brauen über der Nasenwurzel zusammen und kaute nachdenklich auf seiner Unterlippe. Ok, sie war süß, vielleicht sogar schön, wenn er genauer hinsah. Ihre tiefblauen Augen wurden von einem Kranz dichter Wimpern umrahmt und ihr herzförmiger Mund, die niedlichen Grübchen, die sie beim Lachen zeigte und ihre Stimme – wow, tief und sexy für eine so kleine Person. Er lächelte, als er feststellte, dass sie wahrscheinlich genau so viele Sommersprossen hatte wie er selber.

      "Dean? Hallo? …. Deeeeeeeeean!" Wie erwachend zuckte er zusammen und sein verträumtes Lächeln verblasste schlagartig, als Sams große Hand zwischen Blair und ihm herum wedelte. Er zog im selben Augenblick seine Hand von Blairs, in dem sie ihre hastig vor ihm in Sicherheit brachte.

      "Zunächst mal – ich bin NICHT deine Süße!" Der Blick, mit dem sie Dean bedachte, hätte einen Lavastrom zum Eisberg erstarren lassen.
      "Woher ich meine Infos habe? Ellen hat mir von dem Handel mit der Hölle erzählt, als ich sie um Hilfe bat bei der Suche nach euch und ihr meine Träume schilderte. Könnten wir die hochnotpeinliche Befragung und die Daumenschrauben vorerst zurückstellen? Ich muss unbedingt was essen, ich kann schon gar nicht mehr denken."
      Blair fühlte sich dem Hungertod nahe, immerhin hatte sie seit dem frühen Morgen nichts gegessen und ihr Magen knurrte unüberhörbar.

      Dean lehnte sich zurück und grinste, das Gefühl kannte er zur Genüge.
      Blair bestellte ein T-Bone-Steak mit Pommes Frites und für die Gesundheit einen Alibi-Salat. Die gute Penny sah ziemlich angefressen aus, während sie die Bestellung notierte. Sie sah in der Rothaarigen wohl eine Konkurrenz im Rennen um die Gunst des hübschen grünäugigen Gastes mit dem einladenden Grinsen.

      Die Wartezeit überbrückte Blair mit einer Riesentasse schwarzen Kaffees und beantwortete dabei die ersten Fragen der Winchesters zu ihrer Person, da Ellen sich den Beiden gegenüber in geheimnisvolles Schweigen gehüllt hatte. Sie ihrerseits interessierte sich brennend für Sams Visionen, ob sie ihren eigenen ähnelten, wie lange er voraus schauen und ob er Dinge verhindern, die Zukunft verändern konnte.

      "Sam, was für Fähigkeiten hast du? Präkognition, Telekinese oder Ähnliches? Ich hatte Träume, in denen ich dich gesehen habe. Darum vermute ich, dass du ebenfalls Visionen hast, aber auch ein starker Sender bist. Sonst hättest du mich nicht erreicht aus 1000 Meilen Entfernung."

      Sam klappte den Laptop zu, und antwortete –nach einem Blick auf den wachsamen Bruder allerdings merklich reserviert.
      "Ich hatte Visionen – bis vor etwa einem halben Jahr. Da hat es aufgehört… nicht, dass ich darum traurig wäre…"
      "Hat es geendet, als ihr den YED getötet habt?"
      Dean fuhr ihr ins Wort. "Woher weißt du das alles? Verdammt, Sam, erzähl ihr nichts mehr!"

      Sam zuckte mit den Schultern. "Dean, Ellen vertraut ihr und hat ihr bereits Einiges über uns erzählt. Aber trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, was sie für uns tun könnte. " Seine Augenbrauen zogen sich bei einem Seitenblick auf die junge Frau zweifelnd nach oben.

      "Ich werde jedenfalls erst mit Ellen telefonieren, bevor ich hier weiter unsere Familiengeschichte vor einer Wildfremden ausbreite." Dean verschränkte bockig die Arme vor der Brust.

      "Ok, Jungs, ich kann euch durchaus verstehen, ich würde auch nicht jedem Dinge erzählen, für man schon mal in die Klapsmühle kommen kann."
      Blair legte die Stirn in Denkerfalten. "Ich erzähle euch, was ihr über mich wissen solltet, aber ehrlich gesagt, ich bin hundemüde. Habt ihr schon ein Motel gefunden, das halbwegs anständige Zimmer hat?"

      "Das „Microtel-Inn“ ein paar Straßen weiter sieht annehmbar aus. Du fährst am besten einfach hinter uns her." Sam sah Dean ein wenig zweifelnd an – für ihre beschränkten Finanzen war das Motel halbwegs annehmbar, aber für Blair würde es ein ziemlicher Affenstall sein.

      Penny brachte Blairs Steak und sie machte sich hungrig darüber her. Ihr war vollkommen egal, dass es wirken musste, als ob sie keine Kinderstube hätte, aber sie würde vor Schwäche unter den Tisch sacken, wenn sie nicht endlich ihren Blutzuckerspiegel auf Vordermann brächte. Dean und Sam schienen eine nonverbale Kommunikation zu führen, was ein wenig nach Pantomime aussah. Komische Typen waren das, der eine ein intellektueller Träumer, der andere ein selbstgefälliger Draufgänger. Das konnte interessant werden…

      Sie hatte kaum den Teller bis zum letzten Krümel geleert, als Dean auch schon nach der Bedienung rief, um zu zahlen. Penny lächelte ihn verführerisch an und deutete wenig subtil auf ein Post-It, das sie auf die Rechnung geklebt hatte – ihre Telefonnummer, darunter in fetten roten Lettern 'ruf mich an'. Dean lächelte gewohnheitsmäßig zurück, zahlte und ließ die Rechnung mitsamt Klebezettelchen drauf achtlos auf dem Tisch liegen, als sie das Diner verließen. Verdutzt schaute ihn Sam von der Seite an. "Dean, hast du nicht was vergessen?"
      Sein großer Bruder schaute an ihm vorbei auf Blairs Profil und fragte zerstreut "…was…?"
      Sam grinste – Dean hatte ein eindeutiges Angebot noch nie ignoriert! Was – oder wer – hatte ihn denn da so verwirrt?

      Sie steuerten auf den Parkstreifen auf der anderen Straßenseite zu, wo neben dem Impala ein bordeauxroter 72er Corvette Stingray parkte, der Dean ein bewunderndes Schnalzen entlockte.
      "Wow, was für ein Prachtstück!" Er strich anerkennend über den glänzenden Kotflügel.

      "Gefällt er dir, Winchester?" Blair grinste Dean breit an, bevor sie in das Objekt seiner Bewunderung stieg und ihn sprachlos stehen ließ.
      "Huhh – nicht, dass er mit meinem Baby konkurrieren könnte…" Die Türen des schwarzen Impala fielen fast gleichzeitig hinter den jungen Männern zu und mit Blair im Schlepp fuhren sie die wenigen Straßen zu dem billigen Motel, das sie vor dem Essen bereits im Vorbeifahren abgecheckt hatten.


      --- tbc ---


      *feed*


      What the hell?! I mean, normal people, they see a monster, and they run. But not us, no, no, no, we -- we search out things that want to kill us. Yeah? Huh?
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von SydneyB ()

    • [IMG:http://smiles.kolobok.us/artists/just_cuz/JC_goody.gif] Es geht los, es geht los. *im Kreis rumrenn und wie blöd freu*


      Ich muss zugeben, du hast mich bereits mit der Traumsequenz beim ersten Lesen gehabt. Zumal ich natürlich direkt am grübeln war, welchen Winchester Blair nun eigentlich sieht. Grüne Augen war ja nicht gerade hilfreich, doch die einzelne Träne über der Wange ... Hach, das ist so ein Bild mit dem hat man mich direkt. *:D*

      Schön auch wie du direkt noch mal die Gelegenheit nutzt und die Beziehung der Brüder untereinander klar stellst. Auch Deans Erkenntnis, das er heutzutage Sam nicht mehr in den Arm nehmen kann und wie er feststellt, dass er mittlerweile auch schon unter der drohenden Hölle leidet.

      Blair sieht also die FBI Bilder, herrlich wieder die Blue-Steel-Schnute, direkt muss ich wieder grinsen. Bei Ellens Auftritt muss ich direkt seufzen. Du beschreibst sie so lebendig, das ich sie direkt wieder vor mir sehe und ich vermisse diesen Char wirklich. *seufz* Natürlich fing es im Oberstübchen direkt zu rattern an, wie es nur sein kann, dass Blair Ellen und auch Ash kennt. *;)* Der Kontakt zu den Winchesters war so jedenfalls schnell hergestellt. Ellens Feststellung hier fand ich super gut. Ein Satz, der alles ganz klar beschreibt:

      "Honey, ich fürchte, du wirst nicht viel Erfolg haben – sie sind in
      Bezug auf Gefühle – speziell die ihren - nicht sehr gesprächig …"

      Clowns oder Zwerge... *lol1* Ich liebe es, wenn solche Dinge aus der Serie aufgegriffen werden. Und das Sam hier auch noch schlagfertig antwortet ist klasse. *thumps* Also Deans Streitereien mit Bella hatten auch was für sich. *lach1*

      Ich muss jetzt schon wieder Grinsen, wenn ich Blairs erste Einschätzungen zu den Brüdern lese. Ich mag Blairs freche, schlagfertige Art und das sie eben nicht direkt bei Deans Anblick dahinschmilzt. :love: Doch scheinbar hat das Schicksal ja andere Pläne mit ihr. :whistling:

      Ich freue mich riesig, dass du die Story nun auch hier vorstellst und ich werde jetzt mal ein wenig Werbung machen, denn erst mit vielen Lesern wird es so richtig lustig. *bye* *die Peitsche zückt und zum Leser zusammentreiben aufbricht* *cool*
    • Oho... Peitsche klingt gut... deine Story ist das Zeltlager - meine das Straflager *lol1*
      Ich find's riesig, dass du dich sofort reingestürzt hast, zumal du sie ja schon kennst! *umarm*


      What the hell?! I mean, normal people, they see a monster, and they run. But not us, no, no, no, we -- we search out things that want to kill us. Yeah? Huh?
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    • *lol1* Das Straflager........jetzt kippe ich vom Stuhl vor Lachen. *Lachflash hab*

      Ich glaube dir ist immer noch nicht klar, wie sehr ich diese Story liebe. *blush* Natürlich bin ich sofort wieder dabei und zur Not werden Leute bestochen, um dem Thread hier Leben einzuhauchen.

      Bin mir aber sicher das wird nicht nötig sein, dazu ist die Geschichte zu gut. :love:

      "Wo ischt die Peitsche, wo ischt die Peitsche?"
      "Die ischt noch nischt trocken...." *lol1*
    • AngelA. schrieb:

      "Wo ischt die Peitsche, wo ischt die Peitsche?"
      "Die ischt noch nischt trocken...." *lol1*


      Yep, genauso klingt es, wenn Dean versucht, um einen Burger drumherum zu sprechen *lol1*


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    • Kuckuck! [IMG:http://i17.photobucket.com/albums/b94/MelindaWarren/GIF/Smilies/fakeltraeger-1.gif]

      Ein kleines Vögelchen hat mir gezwitschert, dass es hier auch noch was zu lesen gibt. Ich bin ja immer neugierig, wenn es um meine Lieblings Dämonenjäger geht, also les ich von jeder Story wenigstens den Anfang. Bei manchen, leider wenigen, bleib ich dann gerne dabei.
      Ja...und hier werde ich ab sofort mein Lager aufschlagen, und erst wieder abziehen, wenn ich die ganze Story kenne.
      Also kurz gesagt: Ich will mehr! *thumps*

      Die Story ist super schön und flüssig erzählt, man ist sofort von der Geschichte gefesselt. Ich bin neugierig zu erfahren, was es mit Blair auf sich hat, und wie sie wohl mit den Brüdern, speziell mit Dean, klar kommen wird.

      Ich hoffe, du postest auch zweimal die Woche ein Kapitel. [IMG:http://i17.photobucket.com/albums/b94/MelindaWarren/GIF/Smilies/hail-01.gif]
      *tea*
    • Melinda schrieb:

      Ich hoffe, du postest auch zweimal die Woche ein Kapitel.


      Darauf kannst du wetten - ich will dich und AngelA ja nicht zu lange zappeln lassen *thumps*
      Wenn ich mit dem Überarbeiten gut zurecht komme, poste ich schneller, da es viiiiiiiel zu lesen gibt *;)*
      Und hey - ich freu mich, dass der Anfang dir genug gefällt, dass du weiterlesen möchtest! *freu*


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      Or eat us! You know who does that? Crazy people! We...are insane!
    • Soooo, ich bin jetzt auch hier und lese. *:D*
      Blöder Einstieg ... dass ich hier bin, sieht man und dass ich hier poste, weil ich lese, hätte man sich auch denken können. *hmpf*.
      Also gut, damit diese Einleitung auch noch irgendetwas sinnvolles enthält, verrate ich, dass ich direkt beim lesen kommentiere. *:D*

      Der Anfang gefällt mir gleich mal sehr gut.
      Merlin, die arme Blair, sich den Schlaf von den Ängsten anderer Leute verderben lassen zu müssen ist irgendwie ... unfair.
      Aber immerhin bringt es sie direkt in die Story und damit bin ich natürlich sehr zufrieden. *:D*

      Auch der kleine Exkurs in das brüderliche Verhältnis hat mir sehr gut gefallen, man merkt, dass dir die Charaktere am Herzen liegen und du sie mit Respekt behandelst. Da das im Fandom nicht selbstverständlich ist, möchte ich dir dafür ein großes Lob aussprechen. Alleine damit hast du schon mal mich als Leserin gewonnen.

      Geniale Idee, Blair Sam auf einem Fahndungsfoto erkennen zu lassen. Ach ja ... das waren noch Zeiten, als die Folge lief *in erinnerungen schwelg*
      So, nun weiß sie also, wen sie sucht. Fragt sich nur, wie sie ihn finden will.

      Ah ... okay ... Ellen.
      Herrjeh, ich musste schwer schlucken, als Ellen und Jo erwähnt wurden. Die beiden vermisse ich doch sehr. *cry*
      Sehr cool, die Verbindung über Ellen herzustellen. Die beiden Frauen scheinen sich ja recht gut zu kennen, immerhin weiß Ellen von Blairs Träumen und Visionen und solche Dinge vertraut man ja keiner lockeren Kneipenbekanntschaft an.

      Hach, die Szene zwischen Sam und Dean hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen. Sowohl im Auto, als auch in dem Diner danach.
      Allerdings finde ich es etwas irritierend, dass du deutsche und englische Begriffe vermischt. Auf der einen Seite "Hunter" und "Shapeshifter", auf der anderen Seite "Dämonen". Beide englischen Begriffe sind ja keine SPN-Erfindungen, für die es evtl. keine vernünftige deutsche Übersetzung gäbe.
      Ich hoffe, du bist mir nicht böse, dass ich das anmerke, aber etwas einheitlicher würde mir das besser gefallen.

      Uuuuund ... Autritt: Blair! *thumps*
      Sehr, sehr cooler Auftritt, den sie da hinlegt. Und sie verblüfft die Jungs ja auch ganz gut. *:D*

      während Dean seine Fassung wieder gewann und tatsächlich nach der Bedienung rief.
      Nachdem er
      "Und was verschafft uns das Vergnügen, Lady?" Deans Stimme war tief und sanft, die Stimme eines Mannes, der sich seiner Wirkung auf Frauen voll bewusst war.

      Öhm ... fehlt da nicht etwas nach dem "Nachdem er"?

      Wooooom ... und mit der Preisgabe ihres Wissens um den Deal hat sie gleich die nächste Bombe losgelassen. *:D*
      Obwohl ... ich denke, das ist genau die richtige Taktik, sonst würde es Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis Dean ihr ausreichend vertraut, um mit solchen pikanten Details rauszurücken.

      Na super ... Dean als der vorherbestimmte Mr. Perfekt. *lach*
      Das ist eine Rolle, die ihm bestimmt gut gefällt.
      Arme Blair, hätte sie doch lieber den schüchternen, jungenhaften Sam gehabt.
      Aber, wie wir schon oft feststellen durften: Faith is a bitch. *:D*

      Na, es wird ja immer bunter. Gibt es etwas, was Blair nicht über die beiden weiß? Kein Wunder, dass Dean angefressen ist, das ginge mir auch so, zumal er gerade mal ihren Namen kennt. Logisch fühlt er sich da mächtig im Nachteil.
      Und dann ist sie auch noch zu hungrig und zu müde, um viel zu erzählen. Das wird Deans Stimmung nicht gerade heben. *lach*

      Hach, mit der Corvette hat Blair zumindest einen guten Geschmack bewiesen und auch bei Dean ein paar Pluspunkte eingeheimst.


      Soooo ... also der Anfang gefällt mir sehr, sehr gut und ich werde bestimmt weiterlesen! *thumps*

      /hugs
      Lyth
      "Happiness isn't about getting what we want. It's about appreciating what we have."
      Spooks

      ~~~

      "Some people live more in 20 years than other do in 80. It's not the time that matters, it's the person."
      The Doctor

      ~~~

      the madness within can be a gift ... the gift of inspiration
    • Oh wow... danke, Anja und Lyth, für die tollen Kommentare *kiss2*
      Lyth, ich hoffe, mein englisch-deutsches Sprachgemisch stört nicht allzu sehr... *blush* Mein Problem ist, dass ich die show ausschließlich in Englisch gucke und in meinem Kopf spielt sich alles, vor allem aber die Dialoge, in Englisch ab. Deshalb flucht Dean eher nicht in deutsch, deshalb gibt es einige Ausdrücke ausschließlich in Englisch. Ich hasse z. B. den dt. Kreuzungs-Dämon! So eine blöde Übersetzung. Wenn ich aber den alten Begriff Kreuzweg-Dämon benutze, wird schwierig, da viele den Ausdruck Kreuzweg nicht mal mehr kennen.
      Also hab ich gestückelt, was das Zeug hält und dabei ist es die gesamte Story lang geblieben. Da unsere Sprache mittlerweile eh' stark mit Englisch durchsetzt ist, hat es noch niemanden schlimm gestört. Es wäre echt schade, wenn es dir den Spaß an der Story vergraulen würde *kratz*

      Zum brüderlichen Verhältnis - es ist der Kern unserer Lieblingssendung und auch in meiner Geschichte gibt es nichts, das diese Bruderliebe toppen kann. Ich hoffe, meine Schilderungen enttäuschen euch nicht.

      Btw, Lyth, wieso brachtest du Merlin in deinem Kommentar ins Spiel? *kratz* ... abgesehen davon, dass er jetzt eben im TV läuft *gg*


      What the hell?! I mean, normal people, they see a monster, and they run. But not us, no, no, no, we -- we search out things that want to kill us. Yeah? Huh?
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    • Was ich eigentlich meinte, war, dass "Jäger" und "Gestaltwandler" ja nun keine besonders SPN-spezifischen Begriffe sind. Deshalb kam es mir so merkwürdig vor, sie im Englischen zu lesen.
      Es verhagelt mir das LEsevergnügen nicht, aber es lässt den Lesefluss stocken, was ich schade finde.
      Der Kreuzweg-Dämon dagegen ist ein etwas anderer Fall. Ich persönlich finde den Ausdruck "Kreuzweg-Dämon" sehr schön. Wen er zu altmodisch ist, der sollte sich vor Augen führen, dass die dahinter stehende Legende ja auch uralt ist. Nicht umsonst hat man früher Verbrecher an Wegkreuzungen aufgehängt. *;)*
      Natürlich sind viele Wörter aus dem Englischen inzwischen in unsere Sprache übernommen worden, für das "Diner" gibt es ja auch kein echtes Wort. Da stört mich sowas nicht so sehr.

      Ich selber habe noch keine einzige Folge auf deutsch gesehen, ich gucke die komplette Serie (wie die meisten Serien) ausschließlich auf englisch.

      Was nun Merlin betrifft.
      ich hoffe, du verzeihst mir diesen fandomfremden Einbruch. *:D*
      Das stammt noch aus meiner sehr intensiven Harry Potter Fanzeit. Dort wurde Merlin immer dann benutzt, wenn im üblichen Sprachgebrauch "Gott" verwendet würde.
      Wahrscheinlich, weil Ms Rowling jede Form von religiösen Äußerungen aus ihrer Zaubererwelt herausgehalten hat.


      /hugs
      Lyth
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    • Oh, klar, da ich kein HP-Fan bin, war mir das nicht bekannt *;)*
      Ich überarbeite die story eh' vor dem Posten, dabei werde ich versuchen, die vermeidbaren englischen Ausdrücke rauszuziehen...


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    • *umarm*

      Auf jeden Fall hast du mich mit diesem ersten Kapitel ganz schön angefixt. *:D*
      Und wie schon vorher erwähnt, dein Umgang mit den Charakteren und deine Schreibe haben mir schon diesen ersten Abschnitt zu einem echten Lesevergnügen gemacht. Ich bin echt gedpannt, wie es weiter geht.
      Hast du dir schon fixe Tage für's Posten rausgesucht? *neugierig guck*
      Darauf legt man hier viel Wert. Wir sind ja alle nicht zwanghaft, im Gegenteil, wir sind alle sehr, sehr flexibel, ABER WENN WIR AN UNSEREN VERSPROCHENEN TAGEN KEIN KAPITEL BEKOMMEN, WERDEN WIR ZU ECHTEN FURIEN!!! *:D*

      *hust* habe ich das grade laut gesagt?!? *duck und weghusch*
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    • *lol1* *lol1* *lol1* Shit! Da hatte ich echt gedacht, ich poste einfach mal, wenn ich wieder genügend durchgeschaut hab! Aber wenn ihr lieber warten wollt...
      Ich will euch selbstverständlich keinen Stress machen... nicht, dass ihr nicht mit dem Lesen hinterher kommt! *cool*

      Welche Wochentage wären den Damen denn genehm??? :whistling:


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    • Nanana... nicht übertreiben.... *luzi*

      2 Tage die Woche finde ich okay. AngelA postet Deanstags und wann noch? Und wann ist Lyth dran? Ich quetsch mich dann mal so dazwischen... könnte aber morgen wieder ein bisschen was hier reinwerfen, wenn's Recht ist *tv*


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    • Also täglich wäre mir ehrlich gesagt zuviel gewesen. Da hätte ich wohl schnell den Anschluss verloren. *seufz*
      Irgendwie sind da ja auch immer noch diese lästigen Dinge, wie Job, Familie, Haushalt, Schlafen, Essen, usw., die irgendwie immer etwas von der täglichen Zeit einfordern. *lach*
      Und dann sind da noch die erfreulichen Dinge, wie mehrere Geschichten lesen, selber schreiben, Beta-Lesen, eigenes Sachen überarbeiten. So erfreulich sie sind, sie fordern auch Zeit ein.
      Und schwupps ... sind die 27 Stunden des Tages rum. *:D*

      Also Ich poste am Montag und Donnerstag, Angel am Dienstag ... such dir war vom Rest aus ... *:D*
      Wie wäre es mit Mittwoch und Sonntag?
      Und das Kapitel, das du morgen reinwirst, wird dann unter "leicht verspäteter Sonntag" verbucht.
      Schon hat alles seine Ordnung und wir können uns alle auf unsere Kapitel unserer verschiedenen Lieblingsstories freuen. *freu*
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      Spooks

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    • Ok, dann isses Mittwoch und Freitag, so als netten Start ins WE *cool*

      Also ausreichend Zeit, die Werbetrommel zu rühren *;)* *:D*


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    • Hab ich es dir nicht gesagt, Syd?? *:D* *bääääh* *freut sich über den Trubel hier im Thread*


      Da das so schön geklappt hat, Lythandas Hope könnte auch noch ein paar Leser vertragen. *blush* *:D*

      Das mit "Merlin" kannte ich übrigens auch nicht. Als totaler HP Verweigerer ist mir das bisher entgangen. *ka* Merci für die Erklärung. ^^