Supernatural - That was just your life

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    • Supernatural - That was just your life

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      Tausend Dank! *umarm*


      Autorin: TimeDrop

      Rating: P16
      Genre: Drama mit leisem Humor
      Pairing: Het, es ist aber kein richtiges pairing geplant
      Charaktere: Dean, Sam, Castiel, Bobby, Amber [OC], Am Rande Lilith, Ruby und Konsorten
      Spoiler: Etwa bis zur Mitte der 4. Staffel

      Disclaimer: Die Serie gehört ihren Schöpfern, den Schreibern und The CW. Ich habe mir die Figuren der Serie für diese Story, mit der ich kein Geld verdiene, nur ausgeliehen.
      Teile des Plots beruhen auf der Originalhandlung, der Rest jedoch ist mein geistiges Eigentum. Gleiches gilt für die von mir geschaffenen OC's.
      Der Titel der FF ist inspiriert duch Metallicas gleichnamigen Song vom Album "Death Magnetic".
      Die Story wurde von mir bereits auf zwei anderen Plattformen hochgeladen, also bitte nicht wundern, falls jemandem das hier irgendwie bekannt vorkommen sollte ;)
      Allerdings ist das hier die nachträglich korrigierte Version ^^

      Kurzer Inhalt: Nachdem Dean aus der Hölle zurück ist und die Brüder schon wieder einige Zeit gemeinsam durch die Lande jagen und dabei immer wieder auf Vorboten der Apocalypse stoßen, lernen sie eines Tages durch einen Fall die rätselhafte Amber und deren Freundin Salene kennen.Ist Amber das „übernatürliche Miststück“ nachdem sie suchen, oder irren sich die beiden Jäger?
      Und was sollen ihre merkwürdigen Andeutungen in Richtung Zukunft bedeuten? Schon bald ist Amber allerdings ihre geringste Sorge.
      Irgendetwas stimmt nicht mit Dean und das hat ausnahmsweise nichts mit seinem Aufenthalt in der Hölle zu tun.
      Bevor Sam jedoch heraus finden kann, warum Dean nicht mehr der Alte ist, hat das Rad des Schicksalsroulettes schon längst begonnen, sich unaufhaltsam zu drehen.
      Story wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt.

      Anmerkung/Widmung: Kann das übliche SPN-typische Gefluche enthalten und sexuelle Handlungen werden lediglich angedeutet.
      Die Story wird einmal die Woche (Mittwochs) um ein Kapitel erweitert, bis mir die Vorsprungs-Kapitel ausgehen :D Im Moment hab ich allerdings 26 fertig, also hoffe ich mal, ich gerate mit dem Hochladen nicht ins Stocken.
      Und nun an alle potentiellen Leser: Ich wünsche euch ganz viel Spaß und freue mich über jegliche Art von Feedback!

      Und los geht's!

      That was just your life.

      Kapitel 1 - Flash Forward - Entscheidungen

      Seufzend starrte er auf den schneebedeckten Grabstein.
      Er zog die Nase hoch, in dem Versuch jetzt bloß keine Träne zuzulassen.
      Nicht hier.
      Nicht jetzt.
      Er hatte nicht mehr die Kraft dazu.
      Er rieb sich noch einmal über sein Gesicht, um seine Fassung zurück zu gewinnen, und bückte sich zu dem Stein hinunter.
      Seine eiskalten, zittrigen Finger glitten über das raue Gestein und wischten den Schnee fort, der die Gravur verbarg.
      Als er den Namen seiner Mutter las, war es wie immer ein Schlag in den Magen.
      Es überraschte ihn immer wieder, wie weh es auch nach all der Zeit noch tun konnte.
      Nach allem, was er in letzter Zeit durchgemacht hatte, war es jedoch kein Wunder dass ihm jetzt doch eine Träne über die Wange lief.
      Ohne dass er es hätte verhindern können, fiel er auf die Knie und spürte sofort den kalten Schnee durch seine Kleidung dringen.
      Die Hände vors Gesicht geschlagen verharrte er einige Sekunden so, unfähig sich weiter zu bewegen.
      Als er die Hände wieder von seinem Gesicht nahm, krampfte sich sein Herz zusammen.
      Immer wenn er diesen Ort betrat, spürte er dasselbe.
      Trauer, niemals eine intakte Familie gehabt zu haben.
      Angst, den winzigen Rest seiner Familie einmal verlieren zu können.
      Schuld, weil er noch immer glaubte, sein Dad hätte seine Seele nicht für die seine hergeben sollen.
      Und letztendlich das Gefühl, eine untragbare Last auf den Schultern zu haben, unter der er zusammen zu brechen drohte.
      Letzteres war seit den letzten Monaten besonders schlimm.
      Das Gefühl, stetig auf Sammy aufpassen zu müssen war seit seiner Rückkehr aus der Hölle nicht geschwunden.
      Es war gewachsen.
      Aber es war nicht nur sein Aufenthalt in der Hölle, der ihn verändert hatte.
      Vielmehr waren es die letzten Wochen gewesen, die dieses Gefühl stärker als jemals zuvor werden ließen.
      Zusammen mit diesem enormen Gefühl von Verantwortung waren auch Verzweiflung und Hilflosigkeit gekommen, die schon lange drohten ihn zerbrechen zu lassen.
      Der Konflikt der in ihm tobte, raubte ihm das letzte Bisschen vernebelten Verstand über das er noch zu verfügen glaubte und trieb ihn letzten Endes an diesen Ort, an dem aus seinem Gefühlssturm ein wahrer Hurricane von Gefühlen wurde.
      Obwohl er genau das geahnt hatte, war er hierhergekommen.
      Er war gekommen um eine Entscheidung zu treffen.
      Eine Entscheidung die folgeschwerer nicht hätte sein können.
      Er musste wissen, ob er diese auch im Angesicht des Grabes seiner Mutter treffen konnte.
      Er musste wissen, ob die Last auf seinen Schultern wirklich untragbar war.
      Er musste wissen, ob er Sammy…
      Seine Gedanken stockten beim Gedanken an seinen Bruder.
      „Sam…“ rann es von seinen bebenden Lippen.
      Das Schuldgefühl pumpte wieder stärker durch seine Adern.
      Was hatte Sam alles durchmachen müssen, nur seinetwegen.
      Trotzdem würde er ihm unweigerlich etwas antun, was ihn vermutlich brechen würde.
      Das war sicher, egal wie Deans Entscheidung ausfiel.
      Jemand anderes hatte schon lange über sein Schicksal entschieden.

      Währenddessen raste Sam eine der zahllosen Landstraßen in der Umgebung entlang.
      Das Gaspedal bis aufs Blech durchtretend und seine Umgebung nur noch verschwommen wahrnehmend, sprach er hektisch in sein Telefon.
      „Ich habe Amber gesagt, sie soll sämtliche Plätze abklappern, die infrage kommen…nein Bobby, du bleibst wo du bist. Es kann genauso gut sein, dass er auf dem Weg zu dir ist. Ich weiß es nicht. Ich…suche ihn auch. Das kann ich dir jetzt nicht erklären, aber wenn er wirklich…also…na ja ich glaube ich weiß wo ich ihn finde. Hoffe ich. Ja, ich melde mich, wenn ich etwas Neues weiß. Danke Bobby.“
      Er warf sein Handy achtlos auf den leeren Beifahrersitz und umklammerte mit beiden Händen das Lenkrad so fest, dass seine Fingerknöchel weiß hervortraten.
      Das Gaspedal noch mehr malträtierend und Deans „Baby“ bis an die Grenzen treibend, versuchte er seinen Verstand klar zu halten und die hässlichen Gedanken zu verdrängen, die sich ihm unweigerlich aufdrängten.
      Dean würde doch wohl nicht…
      Sam würde ihn früh genug finden.
      Ganz sicher.
      Der Schweiß rann ihm von der Stirn in die verschleierten, ohnehin schon brennenden Augen.
      Trotzig zog er die Nase hoch und achtete nicht auf seine zitternden Hände, als er die Tropfen fort wischte.

      Währenddessen kniete der Ältere Winchester noch immer vor dem Grab seiner Mutter und hatte es aufgegeben, gegen die Tränen anzukämpfen.
      Es war ohnehin egal.
      Niemand konnte ihn sehen, also warum die starke Maske aufsetzen?
      Sein Zittern war inzwischen heftiger geworden.
      Ob wegen der Kälte, seiner Erschöpfung oder seiner Tränen, konnte er nicht sagen.
      Dean schloss die Augen und atmete tief durch, drängte die Tränen beiseite und beschloss, sich aus seiner unbequemen Haltung zu erheben.
      Ihm taten schon wieder die Knochen weh.
      Fast musste er lachen bei dem Gedanken daran, wie schnell er quasi ein alter Mann geworden war.
      Hatte er nicht einmal zu Sam gesagt, er wolle niemals alt werden, wenn er an all die Zipperlein des Alters dachte?
      Er schnaubte.
      „Pass auf ,was du dir wünschst, oder wie war das?“
      Er seufzte noch einmal tief und stützte dann seine Hände auf den rutschigen Boden um sich aufzurichten.
      Der Vorgang einfach nur aus der Hocke wieder aufzustehen bedeutete für ihn inzwischen einen solchen Kraftaufwand, dass er die Vögelchen singen hörte, als er endlich wieder stand.
      Seine Beine fühlten sich an wie Wackelpudding und in seinem Magen machte sich eine schwindelige Übelkeit breit.
      Er hasste es, wusste er doch, was jetzt passieren würde.
      Gerade noch schaffte er es, sich mit schwankenden Beinen zu einem Gebüsch ein paar Meter weiter zu schleppen, bevor er sich erbrach.
      Angewidert wischte er sich über den Mund und wartete dann einige Sekunden, bis der Schwindel erträglicher wurde.
      Dann schlurfte er zu einer verschneiten Bank, die gegenüber dem Grab seiner Mutter lag, und ließ sich kraftlos auf ihr nieder.
      Erleichtert lehnte er sich gegen die nasse Rückenlehne und schnaufte.

      Zum ungefähr eintausendsten Mal griff Sam nach seinem Handy und wählte Deans Nummer.
      Erneut hörte er das Freizeichen und erneut wurde nicht abgenommen.
      Stattdessen sprang die Mailbox an und die Stimme seines Bruder drohte ihm die Tränen in die Augen zu drängen.
      „Dean, bitte.“ Seine Stimme zitterte.
      „Was immer du vorhast…ich…lass es einfach sein, okay? Ich…du bist nicht allein. Wir stehen das zusammen durch…Dean….“
      Damit warf er sein Handy wieder beiseite und blinzelte heftig.
      Ein kleines bisschen Wut brodelte inzwischen neben der Angst in seinem Bauch.
      Sein Bruder war ein solcher Vollidiot.

      Dean spürte, wie sein Handy in seiner Jackentasche vibrierte und tastete danach.
      Er warf einen Blick aufs Display.
      „Sam.“
      Er schüttelte den Kopf.
      Er konnte und wollte jetzt nicht mit ihm sprechen.
      Es war doch eigentlich schon alles gesagt.
      Er steckte sein Telefon aus alter Gewohnheit heraus wieder weg und holte stattdessen einen anderen Gegenstand hervor.
      Glitzernd lag er in seinen Händen, reflektierte das dumpfe Winterlicht.

      Es waren nur noch wenige Straßen und obwohl Sam sich gute Chancen ausrechnete, seinen Bruder hier zu finden, konnte dies seine Panik nicht dämpfen.
      Er hatte einfach keine Ahnung, was plötzlich in Dean gefahren war.
      Er wusste nicht, warum er plötzlich verschwunden war und was er vorhatte.
      Er wusste nur, dass er ein furchtbar ungutes Gefühl in der Magengegend hatte.
      Seine Entscheidung war gefallen.
      Der Schmerz drückte ihm wieder das Wasser in die Augen, aber er blinzelte es fort.
      Er musste seine eigene Entscheidung akzeptieren.
      Es war ja nicht so, als hätte er sich spontan entschlossen.
      Dean hatte lange darüber nachgedacht und war sich des Ergebnisses sicher.
      Es musste so sein.
      Seufzend betrachtete er den Gegenstand in seinen Händen und fummelte daran herum.
      Ein lautes Klicken.
      Er musste schmunzeln, als er darüber nachdachte, wie vertraut ihm dieses Geräusch trauriger weise war.

      Das was Sam mit dem Wagen tat, konnte man wahrlich nicht als Parken bezeichnen.
      Schlitternd kam der Impala vor dem schmiedeeisernen Tor zum Stehen und Sam war froh, dass bei diesem undankbaren Wetter niemand im Weg stand, den er hätte überfahren können.
      Halten und aus dem Wagen springen war eine fließende Bewegung und mit wenigen kurzen Schritten befand er sich auf dem Gelände.

      Noch immer starrte er in seine Hände.
      Auch wenn es inzwischen dunkler geworden war, das verlockende Glitzern wurde nicht weniger.
      Er seufzte und gerade als er beschlossen hatte, seine Entscheidung genau jetzt zu besiegeln…

      „Dean!“
      Wie von der Tarantel gestochen rannte Sam über den Friedhof.
      Nirgends war sein Bruder bisher zu sehen aber er war sich fast sicher, dass er da vorne hinter der Biegung zu finden sein würde.
      Und er lag richtig.
      Keuchend kam er zum Stehen als er Dean entdeckte.
      Erleichterung breitete sich in ihm aus und er gönnte sich eine kurze Atempause, ehe er zu ihm hinüber gehen und mit ihm reden wollte.
      Plötzlich jedoch war seine Entspannung wie weggewischt, als er den Gegenstand bemerkte den Dean in den Händen hielt.
      Ein heiseres, verzweifeltes Brüllen entfuhr seiner Kehle, als der Gegenstand sich bewegte.
      „DEAN!“

      Ein lauter Knall und der Revolver landete mit einem leisen „Klonk“ auf dem schneebedeckten Boden.

      „DEAN!!!!“


      TBC *luzi*
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      Ava & Sig by angelinchains. Vielen Dank! *umarm*

      TimeDrop just got sherlocked.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von TimeDrop ()

    • Kapitel 2 - Titty Twister

      Mittwoch!
      Hier kommt also wie versprochen Kapitel Nummer 2!


      Kapitel 2 -Titty Twister

      6 Monate zuvor, in Maysville, Alabama

      Dean starrte in seinen Kaffee, als würde er versuchen, ihn zu exorzieren.
      Sein Gesicht war derart grimmig, dass Sam schon fast schmunzeln musste.
      Das Zucken seiner Mundwinkel wurde bemerkt.
      „Was grinst du?“
      „Nur so. Hast du vor dem Kaffee was ernsthaft Böses anzutun oder warum schaust du ihn so an?“
      „Ha Ha. Sehr witzig. Verschwinde lieber wieder hinter deinem Laptop, Einstein und sag mir, was das hier für ein Job sein soll.“
      Sam grinste noch einmal verhalten und beschloss, jetzt besser nicht nach dem Grund für Deans schlechte Laune zu fragen.
      Als Sams Augen sich wieder dem gewidmet hatten, hörte er wie Dean sich räusperte.
      „Also, was hast du?“
      „Ein junger Mann, Albert Silver, verschwand nach einem Barbesuch spurlos.“
      „Na und? Das könnte genauso gut…“
      „Jetzt warte doch mal ab! Er ist der 5. Kerl der in den letzten drei Monaten verschwunden ist.
      Alle fünf Männer hatten zuvor dieselbe Bar aufgesucht.“
      Dean hob die Augenbrauen.
      „Serienkiller kommt nicht in Betracht?“
      Sam zuckte die Schultern.
      „Ich denke nicht. Man hat niemals eine Leiche gefunden.“
      „Hm.“
      Dean nahm einen Schluck Kaffee und verzog angewidert das Gesicht als er merkte, dass dieser schon längst kalt war.
      Sam konnte sich ein Grinsen wieder nicht verkneifen.
      „Könnte also was sein.“
      „Könnte, ja.“
      Dean seufzte.
      „Also gut. Finden wir’s raus. Vielleicht ist das tatsächlich ein Fall für uns.“
      „Bitte nicht zu viel Enthusiasmus.“
      „Alter, es ist 8 Uhr Morgens und ich bin die halbe Nacht Auto gefahren.“
      „Seit wann beschwerst du dich übers Auto fahren?“
      Dean rollte mit den Augen.
      „Es geht nicht ums Fahren. Es geht darum, deinem Gelabere die ganze Nacht zuzuhören.“
      „Bitte?“
      „Du redest im Schlaf.“
      Sam öffnete empört den Mund um etwas zu erwidern, aber heraus kam nur heiße Luft.
      „Frag nicht, Sam. Es war peinlich.“
      Damit breitete sich ein breites Grinsen auf Deans Gesicht aus.
      Sam zog verärgert die Augenbrauen zusammen.
      „Du zahlst, Sammy.“
      Dean erhob sich.
      „Jerk!“ rief Sam ihm noch hinterher, während er die Bedienung zu seinem Tisch winkte.
      „Bitch!“ kam es vom anderen Ende des Diners zurück.

      Nachdem sie in einem billigen Motel eingecheckt und einige Stunden geschlafen hatten, machten die beiden Männer sich auf den Weg zu besagter Bar um heraus zu finden, warum alle Opfer zuvor hier zu Gast gewesen waren.
      Als der Impala vor dem schummrig beleuchteten Laden zum stehen kam und Dean das Namensschild über der Eingangstür erblickte, brach er in lauthalses Gelächter aus.
      Sam sah ihn nur fragend an.
      Dean deutete noch immer lachend auf das Schild.
      Sam sah es sich an und konnte nichts allzu lustiges daran finden.
      „Was?“
      „Ihr hattet nicht viel Spaß in Stanford, oder?“
      Sam rollte mit den Augen.
      „Man Sammy, der Laden heißt Titty Twister.“
      „Super. Sowas finde ich nicht mehr lustig, seit…“
      „Man, doch nicht deswegen. Nie „From Dusk ‘till Dawn“ gesehen?“
      Sam schüttelte energisch den Kopf.
      „Vielleicht sollten wir den ein oder anderen Holzpflock mit da rein nehmen.“
      Dean grinste.
      Sam starrte ihn begriffsstutzig an.
      „Oh man. Ich kann nicht fassen, dass du den Film nicht kennst. Salma Hayek. Schlangentanz. Mexikaner aus Mexiko. Sagt dir das denn rein gar nichts?“
      „Nein.“
      Kopfschüttelnd stieg Dean aus dem Wagen.
      „Bildungslücke, Sammy. Echte Bildungslücke.“
      Als sie das Lokal betraten, stand Dean der Mund weit offen.
      „Scheiße.“
      „Was?“
      „Das ist wirklich krank.“
      Sam rollte mit den Augen.
      „Was denn?!?“
      „Hier drin sieht‘s auch aus wie im Film.“
      Sam schnaubte.
      „Super. Können wir jetzt unsere Arbeit machen, bitte?“
      Dean erwachte aus seiner Starre und räusperte sich.
      „Klar.“
      Die beiden Männer ließen sich an der Bar nieder und winkten den Barkeeper zu sich, der zurzeit noch die einzige Person war, die neben ihnen den Laden bevölkerte.
      Der dickliche Riese mit Halbglatze kam auf sie zu und murmelte ihnen irgendwas entgegen.
      Sam hob die Augenbrauen. „Bitte was?“
      Der Barkeeper seufzte entnervt.
      „Wir haben noch geschlossen. Die Sonne ist noch nicht untergegangen.“
      Dean konnte sich ein leises Lachen nicht verkneifen, worauf hin Sam ihm unsanft auf den Fuß trat.
      Dean trat ihn zurück und wandte sich dann völlig ungerührt an den bulligen Barkeeper.
      „Können wir nicht trotzdem schon einen Drink bekommen? Wir waren den ganzen Tag unterwegs und jetzt sind wir ja einmal hier…“
      Während er sprach legte er sachte einen Zehn Dollar Schein auf die Theke und zwinkerte.
      Der Barkeeper schob das Geld zurück zu Dean und zuckte die Schultern.
      „Von mir aus. Was soll’s sein?“
      Dean grinste seelig.
      „Scotch, bitte.“
      Der Barkeeper sah Sam an.
      „Ähm…Bier…“
      Als sie ihre Getränke bekommen hatten, verzog sich der Barkeeper wieder an den hinteren Teil der Bar und putze Gläser.
      „Er ist wohl nicht der Gesprächigste“ , stellte Dean fest.
      „Scheint so.“
      Dean sah Sam an, der plötzlich ziemlich in sich gekehrt am Etikett seiner Bierflasche knibbelte.
      „Was ist?“
      „Nichts.“
      Dean schnaubte.
      „Versuchs gar nicht erst Sammy. Was ist los?“
      Sam zuckte die Schultern.
      „Wäre schön, wenn du wenigstens während der Arbeit mal auf harten Alkohol verzichten könntest.“
      Dean seufzte lautstark.
      „Sind wir jetzt wieder bei dem Thema, ja?“
      „Du hast gefragt. Ich habe geantwortet.“
      „Fein. Weißt du, ich fände es ganz nett wenn wir unsere süßen intimen Gespräche über Alkoholprobleme außerhalb der Arbeitszeiten führen könnten.“
      Sam nahm seine Bierflasche und erhob sich.
      „Wenn du meinst.“


      Gut anderthalb Stunden später, die Sonne war gerade unter gegangen, begann der „Titty Twister“ sich zu füllen.
      Dean saß noch immer an der Bar, frönte dem Scotch und wartete darauf, jemandem Informationen entlocken zu können.
      Während dessen hatte Sam sich an den Billiardtisch verzogen und wartete ebenfalls auf informationswillige Gesprächspartner.

      In seinen Scotch starrend dachte Dean über die Bar nach.
      Es war schon wirklich seltsam, wie nahe sie der Bar im Film kam.
      Vielleicht würde gleich eine Horde Vampire über sie her fallen!
      Er schmunzelte.
      Das wäre wenigstens mal eine willkommene Abwechslung.
      Ihre letzten Fälle hatten alle einen so deprimierenden Beigeschmack gehabt.
      Die Zauberer in Vegas, die menschlichen Killer die versucht hatten die frisch eingezogene Familie in ihrem Haus zu töten, der Junge von ihrer alten Highschool…alles keine besonders aufbauenden Fälle.
      Dabei wäre es genau das, was Dean gebrauchen konnte.
      Einen Fall bei dem es nur Schwarz und Weiß und keine Grauzone gab
      Einfach ein paar üble Monster, die es verdient hatten, zu sterben.
      Nicht in den Wahnsinn getriebene Menschen oder zu recht wütende Geister oder….so was in der Art.
      Alles was Dean wollte, war Ablenkung.
      Ihre letzten Fälle waren dagegen eher Konfrontation denn Ablenkung gewesen.
      Eine Hand auf seiner Schulter ließ ihn aus seinen Gedanken hochfahren.
      Eine junge Frau stand neben ihm.
      „Ist da noch frei?“ Sie deutete auf den Hocker neben ihm.
      Dean warf einen Blick zu Sam, der sich inzwischen mit zwei Männern am Billiardtisch unterhielt.
      „Klar.“
      Sie ließ sich neben ihm nieder und winkte eine Barkeeperin heran, die inzwischen dazu gekommen war.
      „Gina!“
      Die Gerufene kam herüber.
      „Hey. Was kann ich bringen?“
      Die junge Frau starrte auf Deans Glas.
      „Ich denke ich nehme auch einen Scotch.“
      Dean grinste, während Gina das angeforderte Getränk lieferte.
      „Harten Tag gehabt?“
      Die Unbekannte nickte. „Verdammt hart.“
      Dean ließ seinen Blick über sie schweifen und unweigerlich hatte er das Bedürfnis sein Repertoire an Anmachsprüchen heraus zu holen.
      Sie hatte lange schwarze Haare, stechend blaue Augen, volle rote Lippen, war schlank und hatte Hüften wie…Dean fiel keine passende Beschreibung ein. Holz hatte sie auch welches vor der Hütte. Sie passte also absolut perfekt in sein Beuteschema. Er lächelte. Vielleicht würde dieser ätzende Tag ja doch noch ein vergnügliches Ende finden.
      Sein anvisiertes Beutetier leerte den Scotch in einem Zug ohne sich danach auch nur zu schütteln und sah ihm ins Gesicht.
      „Bist du fertig mit Anstarren oder willst du noch aufstehen und meinen Hintern begutachten?“
      Dean öffnete den Mund um etwas zu sagen und schloss ihn gleich wieder.
      Schließlich fand er in seinem schon leicht benebelten Gehirn doch noch eine passende Entgegnung.
      „Ich hab‘ nicht dich angesehen. Ich hab‘ mich umgesehen.“
      Sie lachte und streckte ihm die Hand entgegen.
      „Natürlich. Ich bin übrigens Amber.“
      Er nahm ihre Hand und schüttelte sie.
      „Dean.“
      „Und, was führt dich her, Dean?“
      „Och…so dies und das.“
      „Aber du bist nicht von hier.“
      „Woher weißt du das?“
      „Ich wohne hier. Die halbe Stadt hängt jeden Abend im Titty Twister. Du warst noch nie hier. Woraus ich schließe, dass du entweder auf der Durchreise bist oder zugezogen.“
      Dean schmunzelte.
      „Ich bin auf der Durchreise. Mein Bruder und ich, wir machen sowas wie einen…Roadtrip.“
      Wow, er redete mit einer Frau und schaffte es, etwas zu sagen, was nicht komplett gelogen war.
      Amber hob skeptisch die Augenbrauen.
      „Und da macht ihr hier Station? Am Arsch der Welt?“
      „Na ja, wir kamen spät nachts hier vorbei und wollten erst mal eine Pause machen…also haben wir uns hier ein Motel gesucht.“
      Sie nickte.
      „Na dann.“
      Sie winkte nach Gina und orderte einen neuen Scotch.
      „Ach und Gina? Für meinen neuen Freund Dean bitte auch einen!“
      Gina nickte und stellte wenige Sekunden später zwei Gläser vor ihnen ab.
      Dean grinste.
      „Normalerweise lasse ich mich ja nicht von einer Frau aushalten…aber gut…danke.“
      „Halt die Klappe und trink.“
      Gesagt, getan.
      „Gott tut das gut.“
      „Dein Tag muss ja wirklich beschissen gewesen sein.“
      Amber nickte und rollte mit den Augen.
      „War er. Es sind alle fürchterlich aufgeregt wegen den verschwundenen Kerlen.“
      Dean lächelte in sich hinein.
      Bingo.
      „Verschwundene Kerle?“

      TBC


      *feed* *;)*
      Bis zum nächsten Mal !
      TimeDrop
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      Ava & Sig by angelinchains. Vielen Dank! *umarm*

      TimeDrop just got sherlocked.
    • Hey Melinda!
      Wieder vielen Dank für deinen Kommentar! *:)*

      Ja, Amber ist...nicht unbedingt jemand von der Sorte "leicht zu beeindrucken"...was allerdings so seine Gründe hat. Aber ich will ja nicht spoilern *hust*
      Was es mit den verschwundenen Kerlen auf sich hat, wird noch ans Tageslicht kommen, das dauert aber noch ein wenig ;)

      Hmm. Vielleicht lasse ich mich ja dazu hinreißen, Kapitel 3 schon ein wenig früher zu posten.
      Und die späteren Kapitel werden auch alle etwas länger ;)

      Den Film muss man auch nicht zwangsläufig gesehen haben, um in der Story irgendwelche Zusammenhänge zu verstehen. Ich wollte nur eine kleine Popkulturelle Anspielung bringen, die zu Dean passt :D
      Ist aber ein cooler Film, finde ich. Ein typischer total beknackter Rodriguez Film mit George Clooney und Quentin Tarantino in den Hauptrollen.
      [IMG:http://www.fotos-hochladen.net/uploads/sherlock001ge8tbjr0ah.jpg]
      Ava & Sig by angelinchains. Vielen Dank! *umarm*

      TimeDrop just got sherlocked.
    • Kapitel 3 - Peepshow

      Sooo und weiter geht's =)

      @Melinda: Ja kann ich verstehen. Ist ja auch nicht jedermans Sache ;)
      Ich wollte das heutige Kapitel tatsächlich sogar früher hochladen, aber dann hab' ich's verschwitzt.
      Nun aber ^^

      Kapitel 3 - Peepshow

      „In den letzten paar Monaten sind hier in der Gegend einige Männer spurlos verschwunden. Hast du noch nichts davon gehört?“
      „Wie gesagt. Wir sind nur auf der Durchreise. Was meinst du mit spurlos verschwunden?“
      Amber nippte an ihrem dritten Scotch, den Gina ihr inzwischen gebracht hatte und zuckte die Schultern.
      „Sie sind eben weg, keiner weiß wohin.“
      „Das ist merkwürdig.“
      Amber machte ein schnaubendes Geräusch.
      „Wenn ich könnte, würde ich auch von hier verschwinden.“
      Dean hob die Augenbrauen.
      „Aber du kannst nicht?“
      Amber lächelte matt.
      „Noch nicht“
      „Warum nicht?“
      „Sagen wir, ich habe hier noch etwas zu erledigen.“
      „Du wirst mir wohl nicht sagen was, wenn ich frage, oder?“
      Er lächelte sein charmantestes Lächeln, aber Amber schüttelte entschuldigend den Kopf.
      Dean nickte.
      „Glaubst du also, die Kerle haben einfach nur die Biege gemacht?“
      Amber spielte mit ihrem leeren Glas.
      „Keine Ahnung. Fest steht, sie haben ihren Frauen nicht gesagt, dass sie weg wollen.
      Schon seltsam, dass sie alle in so kurzer Zeit verschwunden sind.“
      Dean wurde hellhörig.
      „Sie waren verheiratet?“
      Amber winkte nach Gina und nickte.
      „Nicht alle. Aber zwei von ihnen. James Parker und Peter Thatcher.“
      Dean grinste in sich hinein.
      Er hatte Namen! Großartig!
      Aber was noch besser war, Amber plauderte ganz von allein noch mehr nützliche Informationen aus.
      „Alle dachten immer, das seien glückliche Ehen…aber die Leute hier sind ja auch leichtgläubig…“
      „Inwiefern?“
      Amber schnaubte.
      „James und Peter waren Schürzenjäger. Wie sie neulich diese Tänzerin angestarrt haben, die hier arbeitet. Widerlich. Dann gingen sie Nachhause und kamen niemals dort an. Bedauernswert.“
      Dean lachte leise.
      „Du hast was gegen Schürzenjäger?“
      Amber hob nur vielsagend die Augenbrauen.
      Gina eilte heran und unterbrach ihr Gespräch.
      „Noch ein Scotch, Amber?“
      „Nein danke. Ich würde gern zahlen.“
      Dean legte erstaunt den Kopf schräg.
      „Du gehst schon?“
      Sie nickte.
      „Ja. Ich muss los. Hab‘ noch was zu erledigen.“
      „Sehe ich dich noch mal?“
      „Ich dachte du bist auf der Durchreise?“
      Dean grinste schelmisch.
      „Vielleicht bleibe ich ja länger…“
      Sie lächelte und schüttelte den Kopf, bevor sie Gina Geld über den Tresen schob und sich erhob.
      „Bis dann, Dean“
      Damit war sie verschwunden.

      Während Dean sich drüben an der Bar mit einer hübschen jungen Frau zu vergnügen schien, versuchte Sam seinen Mitspielern beim Billard etwas über die Umstände zu entlocken, unter denen die Vermissten verschwunden waren.
      Auch er hatte ihnen auf Nachfrage hin erzählt, er sei auf der Durchreise und mache hier ein paar Tage Station.
      Er spendierte ein paar Bier, hörte den Anekdoten über die Stadt zu, die die Männer zu erzählen hatten und war freundlich. Er versuchte, ihr Vertrauen zu gewinnen.
      Irgendwann kamen seine neuen Bekanntschaften dann von ganz alleine auf das Thema zu sprechen, welches ihn interessierte.
      „Gibt es was Neues von James und den anderen?“
      Die Frage kam von Barry, einem bärtigen Endvierziger der aussah wie ein gealterter Holzfäller.
      Bevor Jeremy, welcher der junge Sheriff der Kleinstadt war, seine Frage beantworten konnte, mischte Sam sich ein.
      „James?“
      Jeremy seufzte.
      „Ein Freund von uns. Er ist seit Tagen verschwunden, genau wie vier andere Jungs von hier.“
      „Verschwunden?“
      „Ja, wie vom Erdboden verschluckt.“
      „Das ist ja seltsam…“
      Der Sheriff nickte.
      „Es gibt immer noch nichts neues, Barry…keinen einzigen Hinweis. Alles deutet darauf hin, dass die Jungs einfach die Biege gemacht haben.“
      Barry schüttelte den Kopf.
      „Das glaubst du doch selbst nicht…denen muss irgendetwas passiert sein, da bin ich sicher!“
      Sam setzte eine besonders ratlose Miene auf.
      „Wo wurden sie denn zuletzt gesehen?“
      Barry ließ den Blick durch die Bar schweifen.
      „Na hier.“
      „Sie sind aus dieser Bar verschwunden?“
      Der Sheriff schüttelte den Kopf.
      „Nein. Auf dem Weg zurück Nachhause…sie kamen einfach niemals dort an.“
      „War ihr Verhalten denn besonders merkwürdig? Hätte man erwartet, dass sie planen zu verschwinden?“
      Barry zuckte die Schultern.
      „Die Jungs waren hier eigentlich ganz zufrieden.“
      „Ist ihnen sonst etwas Merkwürdiges aufgefallen?“
      Der Sheriff beäugte Sam argwöhnisch.
      „Sagen sie mal, Sam…warum interessiert sie das so brennend? Glauben sie, ihnen fällt etwas auf, was ich außer Acht gelassen habe? Ich werde diese Jungs schon finden, lassen sie das meine Sorge sein und stecken sie den Hobbyermittler wieder weg.“
      Sam nickte unsicher.
      „Klar. Entschuldigung. Ich war nur neugierig.“
      Bevor der Sheriff noch etwas antworten konnte, gingen die Lichter aus und ein Raunen durch das Lokal.

      Dean runzelte die Stirn.
      Warum ging das Licht aus?
      „Gina?“
      Er hörte Schritte, dann stand die Bedienung vor ihm.
      „Was gibt’s?“
      „Warum ist das Licht aus?“
      „Showtime!“
      „Wie bitte…was?“
      Doch sie war schon wieder zum anderen Ende der Bar gelaufen.
      Als Dean gerade aufstehen und seinen Bruder suchen wollte, blendeten ihn plötzlich mehrere Schweinwerfer, die jetzt eine kleine Bühne am Ende des Raumes anstrahlten.
      Er erstarrte und wandte seinen Blick dorthin.
      Wenn es jetzt das wurde, was er dachte, dann…verdammt, die zogen das hier wirklich durch mit der „From dusk ‘till dawn“ Nummer.

      Sam blinzelte, als die grellen Scheinwerfer plötzlich den Raum wieder erleuchteten und einige Männer anfingen, laut zu Grölen.
      Barry legte ihm die Hand auf die Schulter.
      „Jetzt kommt das Beste, mein Junge.“
      Sam runzelte die Stirn.

      Dean verschluckte sich fast an seinen Bier, als er sah, was jetzt auf der Bühne passierte.
      Eine heiße Latina mit einer Schlange um den Hals trat spärlich bekleidet tänzelnd auf die Bühne.
      Im selben Moment dröhnte der Song „Only after Dark“ aus den Lautsprechern.
      Es war original wie im Film.
      Gut, die Tänzerin war nicht Salma Hayek und sie trug ein durchsichtiges Victoria‘s Secret Nachthemd anstelle roter Unterwäsche, aber hey…warum nicht?
      Grinsend nippte er an seinem Bier, während die Dame ihre Show abzog.
      Die männlichen Besucher tobten, wedelten vor der Bühne mit Geldscheinen, die die Tänzerin anzüglich grinsend einsammelte.
      Sie schwang verführerisch mit den Hüften, spielte mit der Schlange, die über ihren halbnackten Körper schlängelte und dann…
      „Hey Dean.“
      Ärgerlich wandte Dean sich um.
      „Nicht jetzt, Sammy. Gleich kommt das große Finale.“
      Sam rollte mit den Augen.
      „Ich muss mit dir reden, jetzt gleich.“
      „Alter…“
      „Sofort!“
      Ärgerlich schnaubend knallte Dean einige Scheine auf den Tresen und verlies dann mit Sam die Bar.

      „Was ist?“
      Dean warf die Tür hinter sich zu und lehnte sich an die Hauswand.
      „Ich habe ein bisschen was rausgefunden!“
      „Toll. Und deshalb holst du mich von dem Salma Hayek Double weg?“
      „Dean, wir sind zur Arbeiten hier.“
      Dean schnaubte.
      „Oh entschuldige, Sherlock. Ich hatte vergessen, dass wir nicht das Recht auf Spaß besitzen.“
      Sam rollte mit den Augen.
      „Dean, können wir das jetzt bitte lassen?“
      Dean schüttelte den Kopf.
      „Was denn?“
      „Diese Diskussion. Können wir das auf Morgen vertagen?“
      „Wir hätten auch gerne das ganze Gespräch auf Morgen vertagen können.“
      Sam kratze sich am Hinterkopf und murmelte etwas.
      Dean hob die Augenbrauen.
      „Was hast du gesagt?“
      „Nichts.“
      Er schnaubte.
      „Oh bitte, Sam. Ich bin doch nicht blöd.“
      Sam zuckte die Schultern.
      „Ich habe gesagt, du bist sowieso zu betrunken um vernünftig zu arbeiten.“
      Dean saugte seine Unterlippe ein und sah seinem Bruder in die Augen.
      „Ach so ist das!“
      Sam reib sich über die Stirn.
      „Nicht jetzt. Lass‘ uns über den Fall reden.“
      „Du hast doch wieder damit angefangen, Nervensäge!“
      Sam schüttelte den Kopf.
      Schweigen.
      Dean schmunzelte.
      „Ich hab da drin mit einer Kleinen geredet. Sie heißt Amber.“
      Sam konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.
      „Und, wie lange hast du gebraucht um ihre Nummer zu kriegen?“
      „Ist noch in Arbeit. Sie hat mir aber andere interessante Sachen verraten.“
      Sam sah ihn fragend an.
      „Zwei der Verschwundenen heißen James Parker und Peter Thatcher und sind beide verheiratet. Laut Amber waren sie ziemliche Schürzenjäger. Vielleicht sollten wir ihre braven Ehefrauen mal ein wenig ausfragen. Was hast du rausgefunden?“
      „Der Sheriff der Stadt ist ein dämlicher Jungspund. Die Männer sind tatsächlich alle nach dem Besuch des „Titty Twister“ verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Keiner der Männer hatte vorher den Anschein erweckt, die Stadt oder ihre Familien verlassen zu wollen. Bist du jetzt überzeugt, dass wir einen Fall haben?“
      Dean schnalzte mit der Zunge.
      „Das war ich schon die ganze Zeit.“
      Sein kleiner Bruder hob die Brauen.
      „Klar.“
      Dean überging Sams Kommentar.
      „Also statten wir den Damen Parker und Thatcher Morgen Früh mal einen Besuch ab?“
      „Klar. Willst du die Peepshow weiter sehen?“
      Er deutete auf die Tür der Bar.
      Dean schüttelte den Kopf.
      „Nein, jetzt hab‘ ich das Beste sowieso schon verpasst. Lass‘ und ins Motel fahren. Dann kannst du dich hinter deinen Computer klemmen und ich komme ins Bett.“
      Er zog die Autoschlüssel aus der Jackentasche und wollte zum Impala gehen.
      Sam hielt ihn an der Schulter zurück und hielt die Hand auf.
      „Was willst du?“
      „Die Schlüssel.“
      „Pff. Träum weiter.“
      „Du hast getrunken.“
      „Du auch!“
      „Ein Bier. Jetzt gib mir die Schlüssel. Ich fahre!“
      Dean seufzte entnervt und drückte seinem Bruder die Schlüssel in die Hand.
      „Fahr‘ eine Delle rein und du bist tot!“, murmelte er, als er sich schließlich missmutig auf den Beifahrersitz gleiten ließ.
      „Ich hab den Wagen monatelang gefahren ohne eine Delle rein zu fahren!“, murmelte Sam während er den Schlüssel drehen wollte.
      „Dein Glück. Du hast wohl schon vergessen dass du mein Baby mit so einem MP3 Ding verschandelt hattest! Das zählt quasi als Delle!“
      „Oh bitte! Dein Kassettensortiment war nicht so ganz meins.“
      „Entschuldige bitte, dass du es jetzt wieder ertragen musst.“
      Dean starrte grimmig aus der Windschutzscheibe, schob eine Metallica Kassette in das Kassettendeck und drehte die Lautstärke hoch.
      Sam legte den Kopf schräg und wollte gerade etwas sagen.
      „Lass den mitleidigen ‚ich weiß du warst in der Hölle‘ Hundeblick sein, Sam und fahr endlich.“
      Sam rollte mit den Augen und startete den Motor.
      „Bitch!“
      „Jerk!“

      Helena Parker schaltete den Staubsauger aus, als es an der Tür klingelte.
      Sie hoffte bloß, es würde nicht wieder diese aufdringliche Amber sein, die ihr seltsame Fragen über ihren Mann stellte und versuchte ihr weiß zu machen, ihr Mann sei vielleicht von einem Bären verschleppt worden.
      Sie eilte zur Tür und schielte durch den Spion.
      Als sie zwei junge Männer in dunklen Anzügen vor ihrer Tür stehen sah, wusste sie nicht ob sie erleichtert oder beunruhigt sein sollte.
      Sie warf die Haare zurück und öffnete die Tür.

      Dean nahm seine Sonnenbrille ab.
      „Agent Hetfield, FBI. Das ist mein Partner, Agent Fogerty. Sie sind Mrs. Parker?“
      „Ähm.“ Die junge Frau schien Perplex. „Ja, was…wie kann ich ihnen helfen?“
      Sam steckte seinen gefälschten FBI Ausweis weg, den er Helena Parker eben noch unter die Nase gehalten hatte und lächelte sie höflich an.
      „Wir würden ihnen gerne ein paar Fragen über ihren Mann stellen, Mrs. Parker.“
      Die junge Frau nickte unsicher.
      „Natürlich. Kommen sie rein.“
      Dean wandte sich um, bevor er freundlich lächelnd hinter Sam das Haus betrat.
      Er hätte schwören können, da drüben im Gebüsch etwas klicken gehört zu haben.
      Es war aber nichts zu sehen.
      Er zuckte die Schultern.
      Vielleicht war nur eine Katze vorbei gelaufen.

      Amber grinste zufrieden und steckte den Fotoapparat wieder in ihre Tasche.
      Sie erhob sich aus dem Gebüsch, als die Tür sich hinter den Winchester Brüdern geschlossen hatte und wischte sich einige Blätter von der Schulter.
      Sie lachte leise in sich hinein.
      Ihr Gespür hatte sie nicht getäuscht.
      Die beiden Kerle waren Jäger.
      Perfekt!



      TBC
      =)
      [IMG:http://www.fotos-hochladen.net/uploads/sherlock001ge8tbjr0ah.jpg]
      Ava & Sig by angelinchains. Vielen Dank! *umarm*

      TimeDrop just got sherlocked.
    • Ha! Ich hab mir schon gedacht, dass Amber nicht so harmlos ist, wie es den Anschein hat. Dafür hat sie viel zu bereitwillig erzählt, einem ihr völlig Fremden noch dazu. *;)*
      Ist sie auch eine Jägerin, oder arbeitet sie für eine Zeitung? Ich bin mal neugierig, wie sich die Geschichte weiter entwickelt. *thumps*

      Es gefällt mir auch gut, wie du das Verhältnis von Sam & Dean beschreibst. Bitch...Jerk... *high*

      Sam holt Dean vom Striptease weg, ich hab gelacht! *lol1* Konnte mir sein Gesicht direkt vorstellen.
      *tea*
    • Hey Melinda =)

      Hmh, ja, Amber ist in der Tat nicht wirklich harmlos. Ohne zu viel vorgreifen zu wollen, verrate ich mal, dass sie so ihre Geheimnisse hat ;)
      Die Auflösung kommt dann in Kapitel 6 und 7 ;)

      Freut mich, dass dir ihre kleinen Kebbeleien gefallen. Das sind in der Serie immer meine Lieblingsszenen, deshalb konnte ich in der Story nicht widerstehen ^^

      Hehe, armer Dean, was? Sam hat in diesem Fall aber auch ein echt schlechtes Timing!

      Danke für deinen Kommentar, freut mich, dass ich dich zum Lachen bringen konnte *tanz1*
      [IMG:http://www.fotos-hochladen.net/uploads/sherlock001ge8tbjr0ah.jpg]
      Ava & Sig by angelinchains. Vielen Dank! *umarm*

      TimeDrop just got sherlocked.
    • Kapitel 4 - Bilderbuchstädtchen

      So, hier kommt Kapitel 4, das wohl ein paar Fragen aufwerfen dürfte *imp*

      Kapitel 4 – Bilderbuchstädtchen

      Helena Parker hatten den beiden Herren vom FBI einen Platz auf ihrem Sofa und einen Kaffee angeboten und nun saßen die beiden in ihrem Wohnzimmer und stellten ihr dieselben Fragen, die ihr schon dutzende andere Menschen gestellt hatten.
      Langsam ging es ihr auf die Nerven. Warum kamen nur andauernd neue Leute, die dumme Fragen stellten anstatt endlich ihren Mann wieder zu finden?
      Die ewige Fragerei, das Gerede in der Stadt und die Sorge um James hatten sie leicht reizbar gemacht. Es fiel ihr schwer, die beiden Anzugträger für voll zu nehmen, wenn sie darüber nachdachte, dass sie nicht älter sein konnten, als sie selbst.

      Dean nippte höflich lächelnd an seinem Kaffee, während er Helenas Miene betrachtete.
      Sie sah gestresst und genervt aus. Keine besonders guten Voraussetzungen um ihr ein Paar Informationen zu entlocken. Aber für solch heikle Aufgaben hatte er ja sein Berufssensibelchen Sammy. Er würde es mit seiner verständnisvollen Art sicher schaffen, ihr etwas aus der Nase zu ziehen. Deshalb überließ er seinem Bruder vorerst das Reden und lehnte sich in dem bequemen Sofa zurück.
      „Mrs. Parker, ihr Mann ist jetzt seit drei Wochen verschwunden, liege ich da richtig?“
      Helena nickte verhalten und starrte bedrückt zu Boden.
      „Ja. James war abends mit seinen Freunden unterwegs und kehrte bis heute nicht zurück.“
      Dean beobachtete amüsiert, wie Sam seine Mitleidsmiene aufsetzte.
      Manchmal beneidete er seinen kleinen Bruder um dessen Einfühlungsvermögen, auch wenn er dies natürlich niemals vor ihm zugeben würde.
      Er selbst war selten dazu in der Lage, sensibel auf einen Menschen einzugehen.
      Außer vielleicht auf Sammy.
      Während Sam also verständnisvoll nickte, schaltete sich Dean nun doch in das Gespräch ein.
      Sie waren ja nicht hier um die Frau zu bemitleiden.
      „Glauben sie, ihr Mann könnte vielleicht einfach die Biege gemacht haben?“
      Er kassierte einen leichten Rippenstoß von Sam.
      Helena schüttelte empört den Kopf.
      „Nein, das glaube ich nicht. Verdammt nochmal, wir haben erst vor zwei Monaten geheiratet und wollten diesen Monat in die Flitterwochen! Warum hätte James also einfach so verschwinden sollen?“
      Sam hob beschwichtigend die Hände.
      „Mrs. Parker, wir wollten ihnen nicht zu nahe treten.“
      Helena seufzte und fuhr sich durch die Haare.
      „Ist schon gut. Es ist nur so, dass sie nicht die ersten sind, die mich das fragen.“
      Sam nickte verständnisvoll.
      „Der Sheriff hat das sicher auch schon gefragt.“
      Helena machte eine wegwerfende Handbewegung.
      „Wenn es nur der wäre. Die ganze Stadt ist der Meinung, er hätte vor mir Reißaus genommen.
      Außer Amber. Die glaubt, ein Bär hätte ihn gefressen.“
      Dean tauschte einen Blick mit Sam.
      „Amber?“
      Helena runzelte die Stirn.
      „Sie kennen sie?“
      Dean schmunzelte leicht und schüttelte den Kopf.
      „Nein, ich kenne sie nicht. Können sie mir sagen, wer sie ist?“
      Helena überlegte eine Sekunde.
      „Amber Dearing lebt seit etwa einem Jahr in Maysville. Sie wohnt etwas abgeschieden am Waldrand und hat die nervige Angewohnheit, sich immer in alles einzumischen. Alle paar Wochen verschwindet sie für ein paar Tage, keine Ahnung wohin. Niemand kennt sie richtig gut, außer Salene Plant, die vor ein paar Monaten hier aufgetaucht ist und bei ihr einzog. Die meisten hier halten die beiden für ein lesbisches Paar.“
      Dean sog zischend die Luft ein und konnte sich ein Grinsen kaum verkneifen.
      „Warum glauben sie ist Amber der Meinung, ein Bär hätte James erledigt?“
      Helena zuckte die Schultern.
      „Ich schätze von Berufs wegen. Sie ist Jägerin.“
      Dean und Sam tauschten einen angespannten Blick.
      Die nächste Frage kam Synchron von beiden: „Eine Jägerin?“

      „Hey Salene!“
      Amber warf ihre Tasche auf das Sofa in der Ecke des Wohnzimmers und steckte ihren Kopf durch die Küchentür, wo Salene im Schneidersitz auf dem Boden saß und einer Tiefkühlpizza im Herd beim Backen zusah.
      Salene wandte ihr den Kopf zu.
      „Hi. Na, hast du was rausgefunden?“
      Amber betrat nun vollständig die Küche und lehnte sich gegen den Kühlschrank.
      Sie grinste.
      „Komm schon Amber, jetzt spuck‘s aus!“
      „Ich hatte Recht. Sie sind Jäger.“
      Salene lächelte.
      „Jackpot. Ich wusste, dass uns unser Gespür nicht trügt.“
      Amber schnaubte, nahm sich eine Flasche Cola aus dem Kühlschrank und öffnete den Kronkorken mit ihrem Feuerzeug.
      „Unser Gespür? Du meinst wohl eher meine außergewöhnlichen Fähigkeiten!“
      Salene rollte mit den Augen.
      „Hast du auch hübsch Beweise gesammelt?“
      Amber nickte eifrig und nahm einen großen Schluck Cola.
      Ihr entwich ein lauter Rülpser.
      Salene legte den Kopf schief.
      „Sie haben keine Ahnung was du bist, oder?“
      „Nein. Sie haben keinen blassen Schimmer. Es ist nur eine Frage der Zeit und ich habe diesen Dean um meinen Finger gewickelt. Seinen Compagnon kriegen wir notfalls über die Fotos.“
      Salene nickte und erhob sich.
      „Läuft ja alles traumhaft. Willst du ein Stück Pizza?“
      Amber winkte ab.
      „Nein Danke. Mir ist heute nicht nach Fast Food.“

      Helena Parker hob irritiert die Augenbrauen.
      „Ja, sie ist Jägerin. So eine die dafür sorgt, dass der Wildbestand im Gleichgewicht bleibt und so ein Zeug.“
      Dean, der bis eben noch die Luft angehalten hatte, atmete jetzt erleichtert aus.
      Er hatte schon gedacht, Amber sei eine Jägerin im Übernatürlichen Sinne.
      Was dann bedeutet hätte, dass es keinen Fall mehr für die gegeben hätte und das wiederum hätte bedeutet, dass sie sich die ganze Arbeit bis hierher umsonst gemacht hätten.
      Gut also, dass Amber nicht diese Art von Jägerin war.
      Sam räusperte sich.
      „Natürlich, ja. Es ist in der heutigen Zeit vielleicht ein etwas ungewöhnlicher Beruf.“
      Helena zuckte die Schultern.
      „Wenn sie meinen…“
      Dean nickte, wieder mit einem höflichen Lächeln.
      „Wie kommt diese Miss Dearing denn nun auf die abwegige Idee, ein Bär habe ihren Mann verschleppt?“
      Helena seufzte lautstark.
      „Wenn ich das wüsste. Sie behauptet, da schleiche seit Wochen ein Bär durch den Wald. Eine sinnvolle Erklärung dafür, was James nachts im Wald gemacht haben soll, hat sie aber nicht. Ich glaube, sie will sich nur wichtigmachen.“
      „Glaubt Miss Dearing, auch die anderen Männer seien Opfer eines Wildtierangriffs geworden?“
      Helena Parker zuckte die Schultern.
      „Woher soll ich das wissen? Warum interessierten sie sich überhaupt so sehr für Amber? Ich dachte, sie wären wegen James hier?“
      Dean lächelte süffisant.
      „Sicher, Mrs. Parker. Wir wollen nur alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.“
      Sam nickte geschäftig.
      „Ist ihnen in letzter Zeit irgendetwas Ungewöhnliches aufgefallen? An ihrem Mann? An der Bar Titty Twister oder an der Stadt im Allgemeinen?“
      Helena Parker schüttelte verständnislos den Kopf.
      „Mein Mann ist aus der besagten Bar in dieser Stadt spurlos verschwunden. Ist das nicht ungewöhnlich genug?“
      Sam nickte langsam.
      „Nun ja, Mrs. Parker, ich sprach eher von…“
      Dean verpasste ihm nun seinerseits einen Rippenstoß, was seinen kleinen Bruder zum Verstummen brachte, und erhob sich.
      „Vielen Dank Mrs. Parker für ihre Hilfe. Das FBI wird sich bemühen, ihren Ehemann wieder zu finden.“
      Helena nickte nur missmutig und begleitete die Brüder zur Haustür.

      Als sie schließlich im Impala saßen, machte Sam ein fragendes Gesicht.
      „Wieso hast du mich nicht zu Ende reden lassen?“
      „Weil die Frau sowieso schon total genervt war. Aus der hättest selbst du nichts Brauchbares mehr heraus bekommen.“
      Sam seufzte trotzig und dachte sich seinen Teil.
      Einige Zeit herrschte Stille.
      Nur das Schnurren des Motors und das leise Gitarrengekreische des Radios, in dem noch immer die Metallica Kassette steckte, waren zu hören.
      Sam sah aus dem Fenster und runzelte die Stirn.
      „Wo fährst du eigentlich hin?“
      „Ins Motel.“
      „Was ist mit dieser Betty Thatcher? Wollten wir sie nicht auch befragen?“
      Dean seufzte und trommelte auf dem Lenkrad herum.
      „Hat das nicht bis Morgen Zeit?“
      Sam sah zu ihm herüber und hob die Augenbrauen.
      „Willst du den Fall nicht so schnell wie möglich lösen?“
      „Doch, natürlich.“
      Dean rieb sich über die Augen.
      „Aber ich will Heute Abend noch mal in diese Bar und will mich vorher noch mal aufs Ohr hauen.“
      „Wozu? Willst du dir diese Peepshow noch mal angucken?“
      „Das auch. Ich will rauskriegen was hinter dieser Amber steckt. Die weiß irgendwas.“
      Sam konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.
      Dean warf ihm einen argwöhnischen Blick zu.
      „Was lachst du?“
      „Ach komm, Dean. Du willst doch nur versuchen, sie ins Bett zu bekommen.“
      Dean schnaubte.
      „Ob du es glaubst oder nicht Sammy, aber manchmal denke ich auch an andere Dinge als Sex.“
      „Ja, zum Beispiel an Burger oder Pornos.“
      Dean grinste.
      „Zum Beispiel.“
      Damit lenkte er den Impala auf den Motel Parkplatz.
      Dean stieg aus dem Wagen, aber Sam machte keine Anstalten, das Auto zu verlassen.
      Der Ältere klopfte an das Fenster und sah seinen Bruder fragend an.
      Sam stieg aus dem Wagen und lehnte sich gegen das Autodach.
      „Gib mir die Schlüssel. Ich fahre zu Betty Thatcher. Du pennst. Warum auch immer du schon wieder pennen musst. Wir sind vor 5 Stunden erst aufgestanden.“
      Wider erwarten warf Dean Sam seine Schlüssel widerstandslos zu und zuckte die Schultern.
      „Ich habe viel Schlaf nachzuholen, weißt du?“
      Sam nickte, ging hinüber zur Fahrerseite und stieg kopfschüttelnd in den Wagen.
      „Schlaf gut, Dornröschen.“
      Er startete den Impala und fuhr davon.
      „Bring mir was zu essen mit!“, rief Dean ihm noch hinterher.

      Dean warf die Tür ihres schmuddeligen Zimmers zu und entledigte sich seiner Jacke, die erst mal auf dem Fußboden landete.
      Gähnend tappte er ins Badezimmer, drehte den Wasserhahn auf und warf sich etwas kaltes Wasser ins Gesicht.
      Warum war er denn schon wieder so verdammt müde?
      Er war es doch gewöhnt, nicht viel zu schlafen, warum also machte es ihm plötzlich etwas aus?
      Er betrachtete sein nasses Gesicht im Spiegel.
      Ihm war die Müdigkeit auch anzusehen.
      Dunkle Schatten lagen unter seinen geröteten Augen.
      Merkwürdig.
      Dean schnappte sich ein Handtuch und trocknete sich sein Gesicht ab.
      Als nächstes warf er sich auf sein Bett und schaltete Sams Laptop ein.
      Er öffnete das Internetprogramm und tippte „Medikament gegen Müdigkeit“ in eine Suchmaschine ein.
      Sofort flogen etliche Suchergebnisse über den Bildschirm.
      Er klickte das erste Ergebnis an.
      Es war der Beitrag eines Users in einem Studentenforum.
      „Ich nehme in der Prüfungsphase immer Koffeintabletten, um länger wach zu bleiben!“, las Dean.
      Er lachte leise.
      So hatte Sam das also vermutlich geschafft, in Jura Vorlesungen nicht einzuschlafen.
      Er schaltete den Laptop aus und beschloss, sich gleich Morgen irgendwo diese Koffeintabletten zu besorgen.
      Dann zog er die Vorhänge zu, warf sich in voller Montur auf sein Bett und schloss die Augen.
      Sekunden später war er eingeschlafen.

      Als Sam am späten Nachmittag zurück ins Motel kam, lag Dean noch immer auf seinem Bett und schlief tief und fest.
      Sam schüttelte lächelnd den Kopf, während er Deans Jacke vom Boden auflas und sie auf sein eigenes Bett warf.
      Sein Gespräch mit Betty Thatcher hatte ihn nicht viel weiter gebracht.
      Sie hatte nicht viel Anderes erzählt als Helena. Sie hatte lediglich geäußert, dass ihr Mann in der letzten Zeit häufig immer später aus der Bar zurück gekehrt war. Das war alles.
      Seufzend schälte Sam sich aus seiner Fake – FBI – Uniform und stellte die Tüte mit ihrem Abendessen auf den kleinen Esstisch gegenüber der Betten.
      Dann ging er hinüber zu den Vorhängen und zog sie auf.
      Obwohl die tiefstehende Nachmittagssonne jetzt auf Deans Gesicht fiel, wachte dieser nicht auf.
      Sam schüttelte den Kopf.
      Der Kerl schlief wie ein Stein.
      Aber Sam konnte es irgendwie verstehen.
      Die letzten Wochen hatte Dean häufig die halbe Nacht wachgelegen oder war von Alpträumen heimgesucht worden. Kein Wunder also, dass die schlaflosen Nächte jetzt ihren Tribut forderten.
      Trotzdem, ein kleines Bisschen Sorgen machte Sam sich schon um seinen Bruder.
      Schließlich war Dean sonst nicht so der Typ Schlafmütze.
      Er zuckte die Schultern.
      „Vielleicht sollte ich mir nicht immer über alles den Kopf zerbrechen“, dachte er stumm bei sich.
      Er rüttelte seinen Bruder an der Schulter.
      Ein leises Brummen, gefolgt von einer abwehrenden Handbewegung.
      „Dean, ich hab dir einen Burger mitgebracht!“
      Dean wälzte sich murrend auf den Rücken und rieb sich über die Augen.
      „Wie spät ist es?“
      „5 Uhr nachmittags.“
      „Was? Warum hast du mich nicht eher geweckt?“
      „Weil ich gerade erst wieder gekommen bin.“
      Dean setzte sich auf und streckte sich.
      „Verdammt, ich muss tatsächlich den ganzen Tag geschlafen haben…“
      „Jap.“
      Dean erhob sich und schlurfte ins Bad.
      „Und, was herausgefunden?“
      „Nicht wirklich. Die Thatcher hat nicht viel zu erzählen gehabt. Ich bin danach noch ein bisschen durch die Stadt gefahren. Rein gar nichts Auffälliges. Ein echtes Bilderbuchstädtchen.“
      Dean kam, sich mit einem Handtuch über das Gesicht wischend, aus dem Bad zurück und ließ sich auf einen Stuhl fallen.
      „Tja, Sammy, so wirken diese Städte doch immer, oder? Und am Ende sind sie die Wiege des Bösen!“
      Sam seufzte, nahm seinen Salat aus der Tüte und schob Dean seinen Burger herüber.
      Dean grinste, während er ihn auspackte.
      „Das ist jetzt quasi mein Frühstück!“

      „Die schwarzen Stiefel oder die High Heels, Salene?“
      „Nimm die High Heels, an den Stiefeln ist noch so ein hässlicher Blutfleck…“
      „Gut, gut.“
      Amber schlüpfte in ihre schwarzen Plateaupumps.
      „Ich werde den Jungen mal anstacheln gehen…“
      Salene grinste und reichte ihr ihre Handtasche.
      „Ich warte nicht auf dich.“
      Amber zwinkerte ihr zu.
      „Richtig. Es könnte spät werden.“
      [IMG:http://www.fotos-hochladen.net/uploads/sherlock001ge8tbjr0ah.jpg]
      Ava & Sig by angelinchains. Vielen Dank! *umarm*

      TimeDrop just got sherlocked.
    • So hab ich es mir gedacht! *shock*
      Amber ist eine...ja was denn? Sirene, Hexe Banshee? Sie hat die ganzen Männer verschleppt, getötet, gegessen, oder was sonst noch.
      Sie hat auch Dean schon irgendwie infiziert, denn warum sonst ist er plötzlich immer so müde?
      Gut, Amber hat Dean in der Bar getroffen und berührt, dadurch hat sie ihn mit dem Schlaf-Virus infiziert. Aber wie will sie Sam dran kriegen, über die Fotos? Mit einem Zauber? [IMG:http://i17.photobucket.com/albums/b94/MelindaWarren/GIF/Smilies/Hexen%20and%20Halloween/smilie_hal_101.gif]

      Hach man, ich spekuliere schon wieder zuviel. Das mach ich immer bei FF's, musst dich nicht wundern. *ka*

      Ganz nett spannend deine Story! *thumps*
      *tea*
    • Hehe.
      Tja, wer oder was ist Amber wohl? Ich verrate es natürlich erst mal nicht, aber das Geheimnis wird schon bald gelüftet!
      Infiziert? Hmm. Auch da kann ich natürlich noch nix verraten.
      Ich liebe Spekulationen! Es macht Spaß zu sehen, ob die Leser vielleicht auf der richtigen Fährte sind :D

      Freut mich, dass du so eifrig spekulierst und es spannend findest =)
      Bald geht's ja auch schon wieder weiter ;)
      [IMG:http://www.fotos-hochladen.net/uploads/sherlock001ge8tbjr0ah.jpg]
      Ava & Sig by angelinchains. Vielen Dank! *umarm*

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    • Kapitel 5 - Schwarze Witwe

      Sooo, weiter geht's und es wird noch ein wenig rästelhafter zugehen in diesem Kapitel....ich bin schon gespannt auf neue Spekulationen =)
      Viel Spaß beim Lesen!


      Kapitel 5 – Schwarze Witwe

      Amber drückte den Knopf auf ihrem Autoschlüssel und die Zentralverriegelung sprang auf.
      Mit einer einzigen fließenden Bewegung stieg sie in den Wagen und warf ihre Tasche auf den Beifahrersitz.
      Sie ließ den Motor an und lächelte, als sie im Rückspiegel die nachtdunkle Silhouette von Salene bemerkte, die ihr zuwinkte.
      Sie steuerte den Jeep vom Parkplatz vor dem Haus hinunter und fuhr über den holprigen Waldweg in Richtung Stadt.
      Kurz vor der Gabelung, die sie zur Hauptstraße bringen würde, fuhr sie rechts ran und stieg aus dem Wagen.
      Sie öffnete den Kofferraum, nahm ein paar schwarze Gummihandschuhe heraus und zog sie über ihre Hände.
      Dann ging sie ein Stück in den Wald hinein und bückte sich zu einem kleinen Hügel frisch aufgewühlter Erde.
      Amber schob die Erde beiseite und legte eine kleine silberne Schatulle frei.
      Sie nahm einen Glänzenden Gegenstand aus der Schatulle und vergrub das leere Kästchen wieder.
      Grinsend erhob sie sich, schob die Handschuhe von ihren Händen, hängte sich den Gegenstand um den Hals und stieg zurück in den Jeep.

      Dean starrte auf seine halbvolle Bierflasche.
      Ob diese seltsame Amber heute wohl auftauchen würde?
      Er hatte das dringende Bedürfnis heraus zu finden, wer genau sie war.
      Irgendetwas an ihr kam ihm seltsam vor und sein Instinkt sagte ihm, dass es besser wäre, herauszufinden, ob das etwas mit ihrem neuen Fall zu tun hatte.

      Während Dean also sein viertes Bier in sich hinein schüttete und darauf wartete, dass Amber vielleicht auftauchen würde, hockte Sam in ihrem Motel über seinem Laptop und versuchte sich in den örtlichen Polizeiserver zu hacken.
      Natürlich mit Erfolg.
      Gähnend las er sich durch die Akten über die verschwundenen Männer und fand nichts heraus, das er nicht schon wusste.
      Die Männer verschwanden ausnahmslos nachts, auf dem Nachhauseweg von dieser zwielichtigen Bar namens „Titty Twister“.
      Größtenteils waren sie nach außen hin Musterehemänner, die gerne mal einen trinken gingen und in Wirklichkeit alle dem Fremdgehen nicht abgeneigt waren. Alle von ihnen waren verschwunden, ohne dass es zuvor Anzeichen gegeben hätte, dass sie die Stadt verlassen wollten.
      Es gab keinerlei Hinweise auf ihren Verbleib.
      Es wurden keine Leichen gefunden, keine Spuren, nichts das auf ein Verbrechen hindeutete.
      Sam seufzte.
      Im Moment hatte er wirklich keine Ahnung, mit was sie es hier zu tun haben könnten.
      Alles was er wusste, war, dass er nicht glauben konnte, dass diese Menschen freiwillig verschwunden waren.
      Das waren einfach zu viele seltsame Zufälle auf einmal.

      Dean musterte gerade gedankenverloren das dunkle Holz des Bartresens, vor dem er saß, als jemand ihm auf die Schulter tippte.
      Er fuhr herum.
      „Hallo Dean!“
      Amber lächelte ihm entgegen.
      Er konnte sich ein selbstgefälliges Grinsen nicht verkneifen.
      „Hi Amber.“
      Während sie sich auf dem Hocker neben ihm nieder ließ und nach dem Barmann winkte, betrachtete Dean ihre Aufmachung.
      Es war ihm nicht entgangen, dass sie völlig anders zurechtgemacht schien als bei ihrem ersten kurzen Zusammentreffen. Heute trug sie nicht Jeans und ein simples Top, sondern einen ultrakurzen schwarzen Jeansrock und eins von diesen weit ausgeschnittenen Flatteroberteilen die Frauen nun mal trugen, wenn sie auf ihre Brüste aufmerksam machen wollten.
      Ihre Haare wehten als offene wilde Mähne um ihr Gesicht und waren nicht wie beim letzten Mal zu einem strengen Zopf zusammen gebunden.
      Dean hob anerkennend die Augenbrauen.
      Amber entging sein musternder Blick nicht und sie grinste ihn unverhohlen an.
      „Es wundert mich, Dean, dass du dich an meinen Namen erinnerst.“
      Dean schnaubte.
      „Du hast ja offenbar einen tollen ersten Eindruck von mir.“
      Sie lachte leise.
      „Der erste Eindruck täuscht mich selten“
      Er nickte grinsend.
      Sie nippte an ihrem mittlerweile servierten Getränk.
      „Was trinkst du da?“
      „Whisky Cola.“
      „Schon wieder einen harten Tag gehabt?“
      Sie schüttelte den Kopf.
      „Nein. Ich hatte einen sehr erfolgreichen Tag.“
      „Irgendwas geschossen?“
      Sie zog die Augenbrauen zusammen.
      „Woher weißt du…“
      „Oh, du weißt schon. In Kleinstädten weiß man schnell, was jeder so von Beruf ist.“
      Sie nickte langsam.
      „Ach so.“
      „Und, hast du nun was geschossen?“
      Sie lächelte leise und spielte mit ihrem Glas.
      „Ja, kann man so sagen.“

      Salene klickte sich grinsend durch die Fotos, die sie inzwischen auf den Computer überspielt hatte.
      Die beiden Typen schienen vielversprechend. Genau das, worauf sie so lange gewartet hatten.
      Genau das, was sie brauchten um ihren Plan in die Tat umzusetzen.
      Sie wählte das aussagekräftigste Bild aus und klickte auf das Druckersymbol.

      „Du bist also immer noch hier, Dean?“
      Er zuckte die Schultern.
      „Sieht wohl ganz so aus.“
      „Maysville scheint es dir und deinem Bruder wohl wirklich angetan zu haben. Apropos, wo ist dein Bruder eigentlich?“
      Dean winkte ab.
      „Der sitzt im Motel und…tut sonst was.“
      Fast hätte er gesagt „und recherchiert für unseren Fall“.
      Warum hatte er in ihrer Gegenwart eigentlich das Gefühl, die Wahrheit sagen zu müssen?
      „Dann bist du also ganz allein hier?“
      Sie legte ihre Hand auf seinen Oberschenkel.
      Dean zuckte zusammen.
      Was wurde das denn jetzt? Versuchte sie etwa, sich an ihn ran zu machen? Gott, die war ja ziemlich einfach zu haben. Wie langweilig.
      Dean hob vielsagend die Augenbrauen.
      „Quasi, ja.“
      „Ganz einsam und allein…“
      Sie nahm ihre Hand wieder von seinem Knie und starrte ihm in die Augen.
      „Du siehst ganz schön fertig aus, dafür, dass du eigentlich Urlaub machst…“
      Dean zuckte die Schultern, überrascht vom plötzlichen Themenwechsel.
      „Ich habe nicht besonders viel geschlafen, in der letzten Zeit.“
      Sie schüttelte den Kopf.
      „Das ist es nicht. Du wirkst so bedrückt.“
      Dean schnaubte.
      „Das kannst du sicher beurteilen, nachdem du mich schon zwei Mal gesehen hast.“
      „Ich habe eine gute Menschenkenntnis.“
      „Sicher.“
      Er nippte an seinem Bier und stierte vor sich her.
      In diese Richtung hatte das Gespräch nun nicht gehen sollen.
      Er wollte Amber Informationen entlocken und sie vielleicht in die Kiste kriegen, nicht mit ihr über seinen Seelenfrieden reden.
      Dass sie sich jetzt benahm wie ein zweiter Sam, passte ihm gar nicht in den Kram.
      „Tut mir leid, wenn ich zu tief in deine Privatsphäre eingedrungen bin.“
      Er lächelte schief.
      „Hast du eigentlich nichts Besseres zu tun, als in dieser Spelunke rumzuhängen und dich mit einem Fremden zu unterhalten?“
      Amber zuckte die Schultern.
      „Dasselbe könnte ich dich fragen.“
      „Ja, vor allem, weil ich aufpassen muss, auf dem Weg zum Motel nicht abhanden zu kommen.“
      Sie grinste.
      „Auf jeden Fall.“
      „Glaubst du, ein Tier könnte die Männer verschleppt haben?“
      Sie runzelte die Stirn.
      „Warum sollte ich das glauben?“
      „Weil du Jägerin bist?“
      „Deswegen bin ich noch lange nicht dumm. Ein wildes Tier kommt doch nicht in die Stadt, verschleppt einen schwer alkoholisierten Mann und lässt seine Leiche spurlos verschwinden. Hältst du mich für so blöde, das zu glauben?“
      Dean hob anerkennend die Augenbrauen.
      „Nein, du bist definitiv nicht dumm.“
      „Falls das ein Kompliment sein sollte: Vielen Dank.“
      Er grinste.
      In seinem Kopf ratterten die Zahnräder. Okay, sie dachte offenbar nicht wirklich, dass ein Bär hier irgendwen verschleppte. Warum sagte sie sowas dann zu Mrs. Parker Oder warum behauptete Mrs. Parker, dass Amber so etwas gesagt habe? Und woher nahm sie die Weisheit, dass die Verschwundenen stark alkoholisiert gewesen waren?
      Da half wohl nichts, außer weiter nachbohren.
      „Schon seltsam, dass sie alle einfach weg sind, was?“
      „Oh bitte, fang‘ du nicht auch noch an. Ich bin so genervt von diesem Gequatsche.“
      Dean schmunzelte. „Über was würdest du denn gerne reden?“
      Sie lachte.
      „Wer sagt denn, dass ich überhaupt scharf auf’s Reden bin? Das wird völlig überbewertet.“
      Sie schenkte ihm ein anzügliches Grinsen und strich sich die Haare hinters Ohr.
      Dean schluckte. Schön weiter mit dem Gehirn denken.
      „Was glaubst du denn, warum sie weg sind?“
      Amber warf den Kopf in den Nacken und stöhnte entnervt.
      „Das beschäftigt dich wirklich, was? Du musst aber keine Angst im Dunkeln haben, du kommst schon heil nachhause.“
      „Warum bist du da so sicher?“
      Sie lächelte vielsagend.
      „Soweit ich sehe, hat dich noch keine Schwarze Witwe im Visier.“
      „Schwarze Witwe?“
      „Guck dich um. Starrt dich irgendeine Frau an?“
      „Hier sind fast ausschließlich Männer.“
      „Außer mir.“
      „Außer dir.“
      „Also. Niemand wird dich auf dem Weg in dein Bettchen auffressen.“
      Dean runzelte die Stirn.
      „Und du bist keine Schwarze Witwe?“
      „Wer weiß?“
      Damit erhob sie sich, knallte ein paar Scheine auf den Tresen und wandte sich zur Tür.
      Dean hielt sie am Handgelenk zurück.
      „Du gehst?“
      „Falls du dich noch mal in die Stadt verirrst, komm mich doch mal besuchen. Ich wohne in der Hütte am Waldrand. Jeder in der Stadt kann dich hinbringen.“
      „Und falls ich vorhätte, noch etwas zu bleiben?“
      „Dann könntest du Morgen vorbei schauen.“
      „Und falls ich noch nicht ins Motel fahren wollte?“
      „Dann könntest du hier bleiben, bis zugesperrt wird.“
      „Willst du nicht noch bleiben?“
      „Nein, es ist schon spät und ich muss Morgen ein paar Zäune im Wald erneuern. Jägerarbeit, du weißt schon.“
      „Und wer beschützt mich vor den schwarzen Witwen?“
      „Niemand, wenn du jetzt nicht gehst.“
      Damit zwinkerte sie ihm zu, wand sich geschickt aus seinem Griff und stolzierte davon.
      Zurück blieb ein verwirrter Dean, der sein Bier bezahlte und sich auf den Weg zu seinem Impala machte.

      Amber trat aufs Gaspedal und bändigte ihre langen Haare mit einem Haargummi.
      Ein Stück von der Bar entfernt fuhr sie in eine Parklücke und kramte ihr Handy aus ihrer Tasche.
      „Salene?“
      „Amber, wie läuft’s?“
      „Großartig. Er hat angebissen.“
      „Kommt er Morgen her?“
      „Mit hundertprozentiger Sicherheit.“
      „Alles wie geplant?“
      „Alles wie geplant. Ich komme jetzt rüber, sobald ich was erledigt habe.“
      Salene seufzte am anderen Ende der Leitung.
      „Schon wieder? Pass‘ auf, dass dich niemand erwischt.“
      „Bis später, Salene.“

      Dean schlenderte über den Bürgersteig hinüber zu seinem Wagen, als er ein lautes Kichern hörte.
      Er blieb stehen und sah sich um.
      Da drüben standen zwei Gestalten im Schatten des „Titty Twister“ und… taten, was Mann und Frau so tun, in dunklen Ecken.
      Er hob die Augenbrauen, seufzte und setzte seinen Weg zum Impala fort.

      „Sammy?“
      Dean warf die Tür hinter sich zu und schlüpfte aus seinen Schuhen.
      Das Licht brannte, also musste Sam noch wach sein.
      Sich seiner Jacke entledigend, ging er vom Eingang zu den Betten hinüber und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.
      Sam lag auf seinem Bett, den aufgeklappten Laptop auf dem Bauch und schlief tief und fest.
      Dean schüttelte den Kopf.
      Typisch Sammy.
      Ewig nur an die Arbeit denken und dann darüber einschlafen.
      Leise tapste Dean ins Bad, schlüpfte aus seinen Klamotten, putzte sich die Zähne und schlich dann hinüber zu den Betten.
      Vorsichtig schaltete er das Licht aus, stellte Sams Laptop auf dem Boden ab, ging hinüber zu seinem eigenen Bett und schlüpfte unter die Decke.
      „Nacht Sammy“ murmelte er leise.

      Mitten in der Nacht wurde Sam von einem lauten. „Nein!“ geweckt.
      Er wälzte sich auf die Seite und blinzelte in die Dunkelheit hinein.
      Sein älterer Bruder saß kerzengerade in seinem Bett und zitterte leicht.
      „Dean?“
      Er bekam keine Antwort.
      Sam stieg aus seinem Bett, trat beinahe auf seinen Laptop und schaltete das Licht an.
      Keine Reaktion seitens Dean, der geradeaus stierte, während Schweißperlen über sein Gesicht und seinen Brustkorb rannen.
      Sam zog die Augenbrauen zusammen und stellte sich vor seinen Bruder.
      „Ist alles okay bei dir?“
      Dean erwachte aus seiner Starre und schüttelte sich kurz.
      Er starrte Sam an, der seinerseits besorgt zurück starrte.
      Dann erwachte sein Gehirn.
      „Ja, klar. Alles okay, Sammy.“
      Sam seufzte.
      „Alpträume?“
      Dean nickte.
      „Wie spät ist es?“
      Sam warf einen Blick auf die Uhr an der Wand.
      „Halb 4.“
      Dean rieb sich über sein Gesicht und stöhnte.
      „Mach das Licht wieder aus und schlaf weiter.“
      Sam zuckte die Schultern, schlurfte zum Lichtschalter und schlüpfte wieder in sein Bett.
      Er schloss die Augen, konnte aber nicht ignorieren, dass Deans Atem schneller ging, als er sollte.
      „Hast du wieder von der Hölle geträumt?“
      Er hörte Dean stöhnen.
      „Sammy, bitte.“
      „Hast du?“
      „Ja. Jetzt hör auf mich zu nerven, ich würde jetzt gerne weiter schlafen.“
      „Hör mal…“
      „Wir sind durch mit dem Thema.“
      „Dean, ernsthaft…“
      „Halt die Klappe, Sam.“
      „Ich…“
      „Wow, du nervst echt!“
      Dean stand auf, schaltete das Licht an und setzte sich auf sein Bett.
      „Los komm her, umarme mich, streich mir über den Rücken und flüstere mir ins Ohr, das alles gut wird. Und dann lass‘ mich endlich in Frieden.“
      Sam hob die Augenbrauen.
      „Sehr witzig.“
      Dean rieb sich durchs Gesicht.
      „Hör mal…da ist alles gesagt, was zu sagen war, okay?“
      Sam nickte widerwillig.
      „Okay.“
      „Fein. Jetzt bin ich wach.“
      „Was über diese Amber rausgefunden?“
      Dean grinste breit.
      „Sie will mit mir schlafen.“
      Sam rollte mit den Augen.
      „Und sonst?“
      „Nicht wirklich. Sie redet in Rätseln. Hat irgendwas von schwarzen Witwen und so einem Kram gefaselt. Ich werde aus ihr nicht wirklich schlau. Sie hat mich eingeladen, sie Morgen zu besuchen. Vielleicht finde ich ja dann was raus.“
      „Oder wo rein.“
      Dean überging Sams Kommentar.
      „Hast du was rausgefunden?“
      „Nein. Nichts, was wir nicht schon wussten. Wir sollten Morgen dringend mal den Wald durchforsten.“
      „Warum?“
      „Na ja. Es gab bisher keinerlei Leichenfunde, aber der Wald wurde auch nicht durchkämmt, weil es keine Anzeichen für ein Gewaltverbrechen gab. Wo würde man aber wohl eine Leiche verstecken?“
      „Bingo. Gut, Amber wohnt sowieso am Waldrand, da liegt der Wald ja quasi auf dem Weg.“
      Dean erhob sich, schaltete das Licht wieder aus und legte sich hin.
      „Gute Nacht Sam.“
      „Gute Nacht, Dean.“
      [IMG:http://www.fotos-hochladen.net/uploads/sherlock001ge8tbjr0ah.jpg]
      Ava & Sig by angelinchains. Vielen Dank! *umarm*

      TimeDrop just got sherlocked.
    • Hätte nicht gedacht, dass sich meine Verwirrung noch steigern könnte. Ich werde aus Amber einfach nicht schlau. Eigentlich weist alles drauf hin, dass sie die Schuld am Verschwinden der Männer trägt.
      Aber dann ist da irgendwas an ihrem Verhalten, was nicht so ganz passt.[IMG:http://i17.photobucket.com/albums/b94/MelindaWarren/GIF/Smilies/a015.gif]
      Aber wenn sie nicht die Mörderin/Hexe/Dämonin-oder sonst was-Schlampe ist, was will sie dann von den Brüdern, und wozu sind die Zwei genau richig?
      Du siehst, so was macht mich total wuschig. [IMG:http://i17.photobucket.com/albums/b94/MelindaWarren/GIF/Smilies/bag.gif]

      Aber das hier:
      Dean schluckte. Schön weiter mit dem Gehirn denken.

      *lol1* Das ist so typisch Dean, am liebsten wär er doch mit ihr mit gegangen.

      So, dann erzähl mal weiter, was jetzt in der ominösen Hütte im Wald passiert. Ich denke mal nicht, dass Dean blind in eine Falle tappen wird...oder doch? Er ist ein Mann, oder? *:D*
      *tea*
    • Hey Melinda *servus*

      Hihi. Ich weiß es ist gemein, aber ich freue mich immer, wenn man nicht gleich dahinter kommt, was da los ist =)
      Amber ist schon irgendwie strange, oder? ^^ Warum wieso und weshalb und ob sie zu den Guten oder zu den Bösen gehört wird schon bald aufgelöst. Um genau zu sein in den nächsten beiden Kapiteln ^^
      Wozu die zwei genau richtig sind? Hehe, auch das verrate ich jetzt natürlich noch nicht. Aber sagen wir mal, sie sind für das, worum es geht, geradezu prädestiniert :D
      Ohje, wenn dich das so wuschig macht, dann könnte ich ja aml in Erwägung ziehen, das neue Kapitel ein bisschen früher hochzuladen ;)

      Tja, Dean mal wieder, was? Kaum sieht der eine hübsche Frau und sein Verstand setzt aus :D
      Eben, er ist zwar ein kluger Jäger, aber eben auch nur ein Mann. Mal sehen, ob er in eine Falle tappt, oder nicht ;)

      Vielen Dank wieder für's Lesen und für dein Feedback! *freu* *danke*
      [IMG:http://www.fotos-hochladen.net/uploads/sherlock001ge8tbjr0ah.jpg]
      Ava & Sig by angelinchains. Vielen Dank! *umarm*

      TimeDrop just got sherlocked.
    • TimeDrop schrieb:

      Ohje, wenn dich das so wuschig macht, dann könnte ich ja aml in Erwägung ziehen, das neue Kapitel ein bisschen früher hochzuladen ;)

      Oh ja bitte. Ich bin ganz furchtbar wuschig, sozusagen verwirrt. Guck [IMG:http://i17.photobucket.com/albums/b94/MelindaWarren/GIF/Smilies/smilie_tra_077.gif]

      Es ist auch viel gesünder für den Leser, wenn er zwei Kapitel pro Woche zu lesen kriegt, denn auf einem Bein kann man ja bekanntlich nicht stehen. [IMG:http://i17.photobucket.com/albums/b94/MelindaWarren/GIF/Smilies/hail-01.gif]

      (ich weiß, ich bin unmöglich)
      *tea*
    • Kapitel 6 - Das übernatürliche Miststück

      Also dann will ich mal nicht so sein *hihi*
      Und deshalb kommt hier *tatatatataaaa* Kapitel Nummer 6!

      Kapitel 6 – Das übernatürliche Miststück

      Amber schlüpfte in ihre schwarzen Bikerboots und trat hinaus auf die Veranda.
      Die helle Morgensonne blendete sie und sie hielt sich die Hand schützend vor die Augen.
      Blinzelnd ging sie die zwei Stufen hinunter in den kleinen Garten, der im Wald mündete.
      Seufzend ging sie hinüber zu einem kaputten Zaun am Rande des Grundstückes.
      Behände nahm sie einen Hammer aus ihrem Werkzeuggürtel und schob sich einen Nagel zwischen die Lippen.
      Sie nahm das lose Ende des Zaunes auf und nagelte es provisorisch fest.
      Nickend betrachtete sie ihr Werk, machte auf dem Absatz kehrt und ging zurück ins Haus.
      Sie warf das Werkzeug in eine Ecke neben der Garderobe und schaute sich suchend um.
      „Salene?“
      „In der Küche!“
      Amber schlurfte in die Küche, ohne sich die Mühe zu machen ihre schlammverschmierten Schuhe auszuziehen.
      Am Küchentisch saß Salene und las Zeitung.
      „Guten Morgen.“
      Amber ging zum Kühlschrank und nahm sich eine Dose Red Bull.
      Salene verdrehte angewidert die Augen.
      „Das du sowas trinken kannst. Widerlich. Und völlig unnötig, schließlich haben wir genügend andere Möglichkeiten unsere Energie aufzuladen.“
      Amber grinste und leerte die Dose in wenigen Zügen.
      „Wir haben aber keinen besonders großen Vorrat mehr, meine Liebe.“
      „Nicht?“
      „Nein. Und das nur, weil du zu faul bist, mir neue Zutaten zu besorgen.“
      „Ich bin sehr beschäftigt damit, den Sheriff von der Arbeit abzuhalten. Besorg deinen Kram selber!“
      „Tut mir leid, ich bin zu beschäftigt damit, diese beiden Idioten von Jägern um meinen Finger zu wickeln.“
      Salene stöhnte.
      „Schon gut. Ich besorg‘ das Zeug heute Abend.“
      „Geht doch.“
      Salene hob hinter ihrem Rücken einen Stift vom Tisch und wollte ihn nach Amber werfen, die gerade aus dem Fenster sah.
      Amber schüttelte den Kopf.
      „Versuch es gar nicht erst. Du weißt, dass du mich nicht treffen kannst.“
      Salene stöhnte.
      „Du bist eine verdammte Spielverderberin.“
      Amber grinste.
      „Ich weiß.“

      Während Dean sich genüsslich mit einem Teller Ham & Eggs vollstopfte, nippte Sam stumm an seinem Kaffee und sah aus dem dreckigen Fenster des Diners, in dem sie hockten.
      „Was ist los?“ nuschelte Dean mit vollem Mund.
      „Ich habe keine Ahnung, womit wir es hier zu tun haben könnten.“
      „Na und?“
      „Das beunruhigt mich.“
      Dean schnaubte und spülte seinen Mundinhalt mit etwas Kaffee herunter.
      „Sammy, seit wann beunruhigt es dich, wenn wir irgendwas jagen ohne eine Ahnung zu haben, was es ist? Soweit ich weiß hatten wir schon größere Probleme. Höllenhunde, Apokalyptische Siegel, Engel… du erinnerst dich dunkel?“
      Sams Miene wurde düster.
      „Danke, dass du mich daran erinnerst. Ich hätte es glatt vergessen. Es geht mir nur darum, dass ich nicht weiß, wonach wir überhaupt suchen sollen. Es könnte praktisch alles sein…Vampire, sämtliche menschenfressende Monster, ein Dämon… es gibt hunderte Möglichkeiten.“
      Dean zuckte die Schultern.
      „Bleibt es wenigstens spannend.“
      Sam hob die Augenbrauen und leerte seinen Kaffeebecher.
      „Na wenn du meinst.“
      Nach dem Frühstück bestand Dean darauf, an einem Drug Store vorbei zu fahren und Sam zog es vor, im Auto zu warten.
      Sam genoss die Stille im Wagen, beobachtete das Treiben auf der Straße und versuchte im Kopf eine Liste möglicher übernatürlicher Kreaturen anzulegen, die auf jeden Fall auszuschließen waren.
      Mit relativ wenig Erfolg.
      Schließlich kam Dean zurück, stieg in den Wagen und warf eine weiße Plastiktüte auf den Rücksitz.
      Während Dean den Motor startete, musterte Sam die Tüte im Rückspiegel.
      „Was hast du gekauft?“
      „Gummis.“ Er grinste.
      Sam rollte mit den Augen.
      „Du bist einfach unverbesserlich.“
      „Ich weiß.“
      Dean hatte allerdings gelogen.
      In seiner Tüte lagen Koffeintabletten und irgendein Eisenpräparat, dass eine Verkäuferin ihm empfohlen hatte.

      Die Füße auf dem Tisch liegend putzte Amber ihre Schrotflinte und summte im Takt der Musik, die durch das Haus schallte.
      Salene betrat das Wohnzimmer und drehte die Musik leiser.
      „Hey, was soll das?“
      Salene überging ihre Bemerkung.
      „Die Fotos liegen in der Kommode im Flur. Erste Schublade.“
      Amber nickte.
      „Gut. Denk dran, in Rufnähe zu bleiben! Ich bin mir nicht sicher, ob sie so dumm sind, wie wir glauben.“
      Salene lächelte.
      „Keine Sorge. Ich bleibe in Stellung. Die Beiden werden uns nicht entwischen.“

      Dean parkte den Impala vor einem matschigen Trampelpfad, der in den Wald führte und stieg aus dem Wagen.
      Sam, der neben ihm stand, starrte in den trotz des Sonnenscheins düsteren Wald hinein.
      „Wo würdest du eine Leiche verstecken, wenn du eine hinterhältige Kreatur wärst?“
      Dean schnaubte.
      „Irgendwo, wo sicher niemand sucht.“
      Sam nickte.
      „Bingo. Also sollten wir uns etwas tiefer in diesem Dickicht umsehen. Am Wegesrand werden wir sicher nicht fündig.“
      Dean sah auf seine Uhr.
      Es war halb 12.
      „Sam, ich schlage vor, wir teilen uns auf.“
      Er zeigte auf eine Gabelung des Trampelpfades, etwa 50 Meter vor ihnen, die wieder aus dem Wald hinaus zu führen schien.
      „Da drüben irgendwo muss die Hütte von Amber stehen. Ich statte ihr einen Besuch ab, während du den Wald durchkämmst. In spätestens zwei Stunden treffen wir uns am Impala.“
      Sam hob spöttisch lächelnd die Augenbrauen.
      „Ist das dein Ernst? Du hast das Vergnügen und ich suche nach verwesten Körpern?“
      „Sammy, ich mache das nicht zum Vergnügen!“
      „Ja, sicher. Alles rein investigativ.“
      „Natürlich. Was denkst du denn von mir?“
      Sam rollte mit den Augen und winkte ab.
      „Tu, was du nicht lassen kannst.“
      Dean grinste breit und rieb sich erwartungsfroh die Hände.
      „Rufst du mich an, wenn du was hast?“
      Sam nickte. „Klar.“

      Es klopfte.
      Amber nickte Salene grinsend zu, welche sich ihre Waffe schnappte, das alte Fenster aufschob und hinaus kletterte.
      Amber zog das Haargummi aus ihren Haaren, schüttelte ihre Mähne noch einmal durch, öffnete den obersten Knopf ihrer Bluse und ging zur Tür.

      Die Tür wurde geöffnet und Dean musste schlucken.
      Da stand Amber in einer rotweißen Karobluse im Cowboystil die sehr weit aufgeknöpft war und fast den Blick auf ihre Unterwäsche freigab, einer extrem knappen Jeans Hotpants, in Biker Boots, die Hände in die Hüften gestemmt und lächelte ihn an.
      „Hi Dean“ hauchte sie ihm entgegen.
      „Komm doch rein.“
      Er brachte nichts als ein stummes Nicken zustande, während sie sich umdrehte und mit dem Hintern wackelnd ins Haus ging.

      Trotz des strahlenden Sonnenscheins, der heute herrschte, konnte Sam kaum seine Hand vor Augen sehen.
      Der Wald war derart dicht, dass die Baumkronen sämtliches Licht absorbierten.
      Mit der Taschenlampe in der einen und der abgesägten Schrotflinte in der anderen Hand suchte er den Waldboden nach Spuren ab, bisher allerdings erfolglos.
      Ab und zu hinterließ er selbst mit Absicht ein paar Spuren, malte hier und da einen roten Strich mit einem Edding an einen Baum, damit er wieder aus diesem Dickicht heraus finden konnte.
      Mittlerweile war er ziemlich tief in den Wald gelaufen, fernab von jedem Weg und jeder Straße stapfte er über den dicht bemoosten Boden, der jedes Geräusch seiner Schritte verschluckte.
      Er hörte nur noch das Rauschen des Windes in den Baumwipfeln und dann und wann ein leises entferntes Vogelzwitschern.
      Sonst nichts.
      Die fast gespenstische Stille hüllte ihn ein, als er plötzlich stehen blieb.
      Er rümpfte die Nase.
      Was war das denn für ein ekliger Geruch?

      Dean schloss die Tür, löste seinen Blick schwerfällig von Ambers schwingenden Hüften vor sich und sah sich um.
      Die angebliche „Hütte“ entpuppte sich als halbwegs geräumiges Haus mit mindestens 3 Zimmern, einer Küche, einer Diele und einem Badezimmer.
      Trotz der vielen Fenster schien es dunkel, weil alle Wände holzvertäfelt waren.
      An einer Wand hingen tatsächlich ein ausgestopfter Bären- und ein Hirschkopf.
      Dean schauderte es.
      Er hatte nie viel für ausgestopfte Tiere übrig gehabt.
      Amber beobachtete ihn und lächelte.
      „Der Bär war ein ganz schöner Brocken. Hatte Glück, dass ich ihn erschossen hab‘, bevor er mich fressen konnte.“
      Dean lächelte höflich und nickte.
      Amber grinste.
      „Gefällt dir meine Jagdbeute nicht?“
      „Och…“ Dean kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
      Amber lachte leise und nahm plötzlich seine Hand.
      „Komm‘, wir setzen uns ins Wohnzimmer, da starren uns keine toten Tiere an.“
      Stumm ließ Dean sich von Amber aus dem Flur in ein großes, lichtdurchflutetes Zimmer führen und fand sich Sekunden später plötzlich auf dem Sofa wieder, Amber auf seinem Schoß sitzend.
      Obwohl leicht überrumpelt, konnte er sich ein breites Grinsen nicht verkneifen.
      Amber grinste ebenfalls, leicht amüsiert darüber, wie überrascht er zunächst ausgesehen hatte.
      „Dean, du hattest doch nicht etwa gedacht, ich lade dich auf eine Tasse Tee ein, oder?“
      Dean lachte.
      „Nicht wirklich.“
      „Gut.“
      Sie warf ihre schwarze Mähne zurück und ließ ihre Hände in seinen Nacken wandern.
      Eine leichte Gänsehaut wanderte über Deans Rücken, als er spürte, wie ihre Fingernägel sachte über seine Haut kratzten.
      Seine Hände legten sich an ihre Hüften, wanderten zu ihrem Po und er zog sie näher an sich heran.
      Plötzlich fiel ihm die Musik auf, die durch den Raum waberte.
      „Hey, ist das ‚Evil Woman‘?“

      Sam wehte wieder der beißende Geruch in die Nase und er musste würgen.
      „Oh Gott.“ Er hielt sich seinen Arm vor die Nase, in der Hoffnung, sich vor dem Geruch schützen zu können.
      Dem Lichtkegel seiner Taschenlampe folgend stapfte er in die Richtung aus der der Gestank kam.
      Schließlich tauchte im Licht der Taschenlampe etwas auf, was ihn noch einmal zum Würgen brachte.

      Inzwischen hatte Amber sich auf Deans Schoß so weit nach vorne gelehnt, dass ihre Nasenspitze die seine berührte und er einen freien Blick auf ihr Dekoltee hatte.
      Deans Hände wanderten in Ambers Haare.
      Sein Gehirn hatte sich ausgeschaltet, er lief auf Autopilot.
      Gesteuert von etwas deutlich unter der Gürtellinie.
      Amber strich ihm lächelnd mit dem Zeigefinger über den Brustkorb.
      „Es ist ganz schön warm hier, findest du nicht auch?“
      „Geradezu heiß…“
      Ambers warmer Atem prallte gegen seine feuchten Lippen.
      Rückartig schob sie sich ein Stück zurück.
      „Vielleicht sollte ich uns eine kleine Erfrischung besorgen.“
      Zwinkernd erhob sie sich von seinem Schoß, zupfte an ihrer Bluse herum und verschwand aus dem Zimmer.
      Zurück blieb ein verwirrter Dean.
      Diese Frau steckte voller Überraschungen.

      Angewidert bückte Sam sich zu der Quelle des Gestankes hinunter.
      Mehrere männliche Leichen lagen fein säuberlich nebeneinander aufgereiht und waren unterschiedlich stark verwest.
      Wie nicht anders zu erwarten, erkannte Sam die Toten als die Männer, die vermisst wurden. Er kannte sie ja von den Fotos.
      Sam zog ein paar Handschuhe aus seiner Jackentasche und machte sich daran, die Leichen zu untersuchen.
      Überrascht musste er feststellen, dass nirgendwo auch nur ein Tropfen Blut zu finden war.
      Er drehte eine der Leichen auf den Bauch und konnte auch hier nichts feststellen, was auf eine Gewalteinwirkung schließen ließ.
      Verwundert sah er sich weiter um und konnte dennoch nichts feststellen.
      Hätte er es nicht besser gewusst, hätte er glatt glauben können, die Männer seien eines natürlichen Todes gestorben.
      Er hielt inne und dachte nach.
      Sie konnten auch vergiftet worden sein, aber etwas sagte ihm, dass das keinen Sinn machte.
      Fest stand, dass sie alle demselben Mörder zum Opfer gefallen waren, menschlich oder nicht.
      Sam erhob sich und leuchtete mit der Lampe um sich, auf der Suche nach weiteren Hinweisen.
      Schließlich entdeckte er, wonach er suchte.
      Eine Schleifspur.
      Er folgte ihr mit dem Lichtkegel der Taschenlampe und entdeckte, dass sie zu dem Pfad führte, von dem er gekommen war.
      Warum war die Spur ihm nicht schon früher aufgefallen?
      Vermutlich, weil es so dunkel war.
      Er wollte gerade zum Wagen zurück gehen, weil dort sein Laptop lag und er dringend heraus finden wollte, zu welcher Kreatur die Spuren passten, als sein Blick auf etwas am Boden fiel.
      Er bückte sich hinunter und hob es vom Blätterbedeckten Boden auf.
      Es war ein Büschel langer schwarzer Haare.
      Hatte Dean nicht erzählt, diese Frau hätte…
      Seine Hand wanderte zu seiner Hosentasche, auf der Suche nach seinem Handy, während er in Richtung Pfad zu rennen begann.

      Dean nahm einen Schluck aus der Bierflasche, die Amber ihm gebracht hatte, bevor sie anzüglich grinsend im Bad verschwunden war.
      Er war schon gespannt, ob sie jetzt gleich tatsächlich in Dessous aus dem Bad kommen würde, oder ob sie ihn gerade zum Narren hielt.
      Er hoffte stark auf die Dessous.
      Sich schon das Bild einer halbnackten Amber vor Augen haltend, wurde er vom Klingeln seines Handys aus seinen Gedanken gerissen.
      Verärgert über das beschissene Timing seines kleinen Bruders ging er an sein Telefon.
      „Was ist?“
      „Dean…du…Amber“
      Sein kleiner Bruder klang völlig außer Atem.
      „Whoa Sam, ganz ruhig…was ist los?“
      „Sie hat doch schwarze Haare, oder?“
      „Ja. Wieso fragst du mich das?“
      „Verschwinde aus der Hütte!“
      „Warum?“
      „Ich glaube, Amber ist eine Succuba.“
      „Eine was?!?“
      „Erklär ich dir später. Jetzt mach, dass du da weg kommst!“
      Ernüchtert atmete Dean aus.
      „Sie ist also das übernatürliche Miststück nach dem wir suchen.“
      „Ja. Und du bist ihr nächstes Opfer. Also mach dich aus dem Staub, und zwar schnell!“
      „Ich regel das sofort.“
      „Dean, Amber ist gefährlich. Ich weiß noch nicht einmal, wie man sie töten kann!“
      „Ach wirklich?“
      Er legte auf.

      Sam seufzte und ließ das Telefon in seine Hosentasche gleiten.
      Warum konnte Dean nicht ein Mal auf ihn hören?
      Eilig rannte er jetzt in Richtung der Hütte um seinem Bruder rechtzeitig beispringen zu können.
      Er wünschte sich, er würde sich irren, aber es passte einfach alles zusammen.
      Die Bar, die ein halber Stripclub war, die Tatsache dass nur Männer verschwanden, die scheinbar unversehrten Leichen, das Haarbüschel, die Schleifspuren.
      Eine Succuba war eine Art weiblicher Dämon, der laut Legende im Traum zu Männern kam und ihnen die Lebensenergie aus dem Körper saugte. Es gab aber auch Geschichten, in denen eine Succuba keine reine Traumgestalt war, sondern wie andere Dämonen eine menschliche Hülle benutzte um ihre Opfer zu verführen und schließlich zu töten.
      Er hatte erst vor kurzem etwas über diese Kreaturen gelesen, war aber nicht dahinter gekommen, dass sie es hier mit einer ihrer Art zu tun haben könnten.
      Im Gegensatz zu anderen Dämonen hinterließen Succubi keinen Schwefel, im Gegenteil: sie hinterließen fast gar keine Spuren.
      Deshalb hatte Sam so lange nichts Auffälliges finden können.
      Und dann war da diese Amber, die sich völlig ohne Grund an seinen Bruder heran warf und mit merkwürdigen Dingen um sich warf. Sie hatte lange schwarze Haare und machte den Eindruck, die reine Verführerin zu sein.
      Bingo.
      Sie hatten ihr Monster.

      Dean entsicherte seine Waffe und erhob sich.
      In diesem Moment betrat Amber den Raum, mir aufgeknöpfter Bluse und unten herum nur noch in Unterwäsche.
      Sie bemerkte, dass Dean den entsicherten Revolver auf sie richtete und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
      „Schade, Dean. Wir hätten eine schöne Zeit haben können.“
      Dean schnaubte abfällig.
      „Halt die Klappe, Miststück.“
      „Sachte Cowboy, was willst du sonst tun?“
      Deans Finger legte sich an den Auslöser.
      „Und tschüss, Schl…“
      Er brach ab, das Zimmer drehte sich vor seinen Augen.
      Er hörte noch wie Amber anfing zu lachen, dann wurde alles schwarz.
      Das letzte was er spürte, war, wie sein Kopf hart auf dem Fußboden aufkam.

      Vorsichtig pirschte Sam sich an das einsame Haus heran.
      Er wollte gerade versuchen, die Tür aufzustoßen, als er die kalte Mündung einer Schrotflinte an seiner Schläfe spürte.
      „Fallen lassen.“
      Eine heisere Frauenstimme bellte ihn an.
      Resignierend ließ Sam seine Waffe fallen.
      Na großartig.
      Die Mündung drückte sich jetzt in seinen Rücken.
      „Na los, vorwärts!“
      Er schob die knarrende Tür auf und wurde in das Haus geschoben.
      Im Halbdunkel erkannte er Amber, die ihn breit anlächelte.
      „Schön, dass du es einrichten konntest.“
      Dann knallte etwas gegen seinen Kopf und die Lichter gingen aus.

      Irgendetwas stieß gegen seinen Rücken.
      „Psst, Sammy…wach auf!“
      Er erkannte die Stimme seines Bruders und versuchte die Augen zu öffnen.
      Schließlich schaffte er es, die Tonnenschweren Lider zu heben und musste erst ein paar Mal Blinzeln um zu verstehen, in welcher Situation er sich befand.
      Er fand sich in einer Art Dachkammer an einen Stuhl gefesselt, offenbar Rücken an Rücken mit Dean.
      „Sammy, bist du wach?“
      Sam ignorierte das Brummen in seinem Schädel.
      „Ja. Was zur Hölle geht hier vor sich?“
      Dean seufzte, beruhigt darüber, dass Sam wieder unter den Lebenden weilte.
      „Keine Ahnung. Diese Amber und ihre Komplizin, Salene heißt sie, haben uns beide irgendwie ausgeschaltet und hier gefesselt.“
      Sam runzelte die Stirn, was sein Kopf mit einem kräftigen Hämmern quittierte.
      Er stöhnte leise.
      „Das macht doch alles keinen Sinn.“
      „Ist mir auch schon aufgefallen.“
      „Eine Succuba hätte uns längst die Seele aussaugen müssen.“
      „Wow, wie beruhigend.“
      „Dean, denk doch mal nach! Wenn sie das ist, was wir glauben, warum sollte sie uns dann so lange am Leben lassen?“
      Die Tür wurde aufgestoßen und Amber trat ein, in Begleitung von Salene.
      „Vielleicht aus purem Sadismus?“, grinste Amber und warf den Beiden Jägern einen spöttischen Blick zu.
      Dean schnaubte.
      „Du hast mir besser gefallen, als du noch ein normales Flittchen warst.“
      Ihre Miene verhärtete sich.
      „Wer im Glashaus sitzt, mein Lieber…“
      Er lachte.
      „Ich hatte wenigstens nicht vor, dir deine Seele auszusaugen.“
      Amber grinste Salene an.
      Sie grinste zurück.
      „Ihr haltet mich, oder besser uns, also für Succubi – Dämonen?“
      „Du hättest besser auf deine Haare aufpassen sollen, dann wären wir vielleicht nicht so schnell drauf gekommen!“, meldete Sam sich zu Wort.
      Amber lachte und hielt Salene die Hand für einen High-Five hin.
      Die stimmte in ihr Lachen ein und schlug ein.
      Dean hob die Augenbrauen.
      „Gott ihr seid solche Freaks!“
      Amber schien ihm gar nicht zuzuhören.
      Sie fasste Salene begeistert grinsend an den Schultern.
      „Salene, ich hatte Recht! Succuba! Ich wusste, dass diese Kerle Jäger sind!“
      „Amber, ich habe dir seit Wochen gesagt, dass du Recht hast mit deinem Succuba – Verdacht.
      Du wolltest ja nicht hören.“
      „Vollkommen egal. Mach die Waffen startklar, wir killen das Miststück noch heute Nacht!“
      Sam und Dean starrten die beiden Frauen ratlos an, als Salene den Raum verlies.
      Amber beobachtete amüsiert ihre Ratlosigkeit.
      „Ihr schnallt gar nichts, oder?“
      Die Brüder antworteten nicht.
      „Jungs, ihr seid ja nicht übel, aber ich bin nicht die Succuba.“
      „Was für ein Freak bist du dann?“
      „Ich bin Jägerin.“
      Sam schnaubte „Bitte was?“
      „Jägerin wie ihr beide Jäger seid.“
      Dean lachte trocken.
      „Cool. Wir schlagen unsere Kollegen für gewöhnlich auch nieder und fesseln sie aneinander.“
      Amber lächelte entschuldigend.
      „Es war nötig. Ich konnte ja nicht ahnen, dass ihr keine Ahnung habt, was ich bin. Ihr hättet mich umlegen können.“
      „Weil du eine Jägerin bist?“
      „Ihr habt ja tatsächlich keine Ahnung…“
      Salene kam zurück, ein Messer in der einen Hand, einen Umschlag in der anderen.
      „Soll ich sie losbinden, Amber?“
      „Eine Sekunde noch, Salene. Sie wissen noch immer nicht, was ich bin.“
      „Wow, die sind ja blauäugig!“
      „Soll ich es für mich behalten?“
      „Wenn du willst, dass sie uns helfen, die Succuba zu ködern, werden sie es früher oder später sowieso heraus finden. Sie müssten ja nur mal die Zweitküche im Keller entdecken.“
      „Du hast vielleicht Recht. Hast du die Fotos?“
      Salene wedelte mit dem Umschlag.
      „Klar.“
      Dean hörte wie gebannt zu, konnte aber einfach nicht entschlüsseln, was die Frauen da redeten.
      „Bist du ein Dämon?“
      Amber rollte mit den Augen.
      „Nein. Ich bin das, was ihr eine Hexe nennen würdet.“

      TBC *imp*

      *hexe*
      [IMG:http://www.fotos-hochladen.net/uploads/sherlock001ge8tbjr0ah.jpg]
      Ava & Sig by angelinchains. Vielen Dank! *umarm*

      TimeDrop just got sherlocked.
    • Ich danke dir! *umarm*

      So, eine Hexe also. [IMG:http://i17.photobucket.com/albums/b94/MelindaWarren/GIF/Smilies/Hexen%20and%20Halloween/smilie_hal_017.gif]
      Ich will nicht sagen, ich wusste es, aber es überrascht mich nicht. [IMG:http://i17.photobucket.com/albums/b94/MelindaWarren/GIF/Smilies/Hexen%20and%20Halloween/smilie_hal_105.gif]
      Wobei mir der Gedanke an eine jagende Hexe schon mal ganz gut gefällt. Eine perfekte Unterstützung für die Brüder, wenn sie denn wirklich zu den Guten gehört. Da bin ich mir immer noch nicht so sicher.[IMG:http://i17.photobucket.com/albums/b94/MelindaWarren/GIF/Smilies/Hexen%20and%20Halloween/smilie_hal_100.gif]

      Und das hier...
      Sein Gehirn hatte sich ausgeschaltet, er lief auf Autopilot.

      ...ist einfach nur komisch. Dean wie er leibt und lebt! *lach*
      *tea*
    • Gern geschehen! Ich habe zu danken, dafür, dass du immer so fleißig kommentierst! *umarm*

      Jup, eine Hexe *kessel*
      Ja, du warst da ja schon ein bisschen auf der richtigen Spur ;)
      Ob Amber zu den Guten gehört? Das beschäftigt auch die Jungs im nächsten Kapitel schwer...

      Am Ende ist Dean dann eben auch nur ein Mann :D

      Dann also bis zum nächsten Mal *;)*
      [IMG:http://www.fotos-hochladen.net/uploads/sherlock001ge8tbjr0ah.jpg]
      Ava & Sig by angelinchains. Vielen Dank! *umarm*

      TimeDrop just got sherlocked.