Supernatural - Oneshot - Klaustrophobie

    Mit der weiteren Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden um Ihnen die Nutzerfreundlichkeit dieser Webseite zu verbessern. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

    • Supernatural - Oneshot - Klaustrophobie

      Seit ein paar Wochen habe ich mit einer Freundin von mir ein Projekt laufen, dass sich das 120-er Projekt nennt. Ursprünglich mal auf dem Livejournal gestartet, finden sich nun auch auf anderen Plattformen Autoren, die sich vorgenommen haben zu 120 Stichworten jeweils eine kleine Story in einem bestimmten Fandom zu schreiben. *:)*

      Das nur zur Erklärung vorneweg, warum die Titel immer nur aus einem Wort bestehen und was für eine Idee hinter diesen One Shots steckt.

      Titel: Klaustrophobie
      Autor: AngelA
      Diclaimer: Die Rechte an Supernatural gehören nicht mir. Ich schreibe nur zum Vergnügen und verdiene kein Geld damit.
      FSK: 12

      Kategorie: Mystery/Drama

      Inhalt: Ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit, soll Dean Winchester fast das Leben kosten.
      Charaktere: Dean


      52. Claustrophobia – Klaustrophobie (Platzangst)


      Aufmerksam bewegte sich der Fünfzehnjährige über den dunklen Friedhof. Hier und da hingen Nebelfetzen über dem Boden und erweckten den Eindruck von sich bewegenden Schatten, die sich beim Näherkommen dann doch als harmlose Grabsteine entpuppten. Trotzdem blieb Dean wachsam, denn er wusste, hier lauerte mehr als die überreizte Fantasie eines Teenagers.

      Anders als andere Fünfzehnjährige, war der Junge mit einem nächtlichen Aufenthalt auf dem Friedhof nicht mehr zu schrecken. Die Art, wie er seine Schrotflinte schussbereit hielt, verriet eine große Erfahrung in solchen Dingen und er strahlte die Gewissheit aus, dass er auch in der Lage war sein Ziel zu treffen. Deans Unruhe rührte eigentlich woanders her. Sein Blick wanderte kurz zu der kleinen Kapelle mit der unterirdischen Gruft, die sein Vater gerade inspizierte.

      Von dort war nichts zu hören oder zu sehen. Die grünen, zusammengekniffenen Augen streiften das bereits ausgehobene Grab, welches noch leer auf seinen zukünftigen Bewohner wartete. Hätte er sich die Mühe gemacht einen Blick in die Grube zu werfen, wäre ihm wohl der geöffnete Sarg am Grund aufgefallen, der durch seine gänzliche Leere einen beunruhigenden Anblick geboten hätte. So allerdings versuchte er gerade krampfhaft das Baumdickicht am Rande des Friedhofs zu durchdringen, welches die vertrauten Umrisse des Impalas verdeckte. Einen Seufzer unterdrückend fragte er sich, wie es Sammy wohl gerade ging.

      Es war nun mehr als ein Jahr vergangen, seit Sam Johns Tagebuch entdeckt hatte. Natürlich war dies ihrem Vater nicht verborgen geblieben. Seitdem der Jüngere dieses Wissen mit sich trug, mehrten sich die Streitereien mit seinem Vater und es dauerte nicht lange, bis der John wutschnaubend die Wahrheit um die Ohren schlug.

      "Dir ist es ja wichtiger irgendwelche Fremden vor Monstern zu retten, als dich darum zu kümmern, was deine eigenen Söhne machen!!"


      John hatte sich vor seinem fast zehnjährigen Sohn aufgebaut, der sich unbeeindruckt davon mit geballten Fäusten ebenso aufgestellt hatte, auch wenn ihm die Wut Tränen in die Augen getrieben hatte.

      Kein Laut war in dem schäbigen Motelzimmer zu hören gewesen, außer Deans verzweifelten Versuchen wieder zu Luft zu kommen, nachdem er sich vor lauter Schreck an seinem Frühstück verschluckt hatte. Weiß wie eine Wand, hatte John seinen Jüngsten angestarrt, bevor er wortlos nach draußen verschwunden war.

      Es hatte nicht lange gedauert, da war er wieder mit einem Dufflebag voll Waffen über der Schulter aufgetaucht, hatte den protestierenden Sam einfach mit nach draußen gezogen und den verwirrten Dean mit einem harschen "Du bleibst hier und wartest" zurückgestoßen.

      "Ja, Sir", flüsterte Dean und starrte dabei die geschlossene Tür an. Zwei ganze Tage waren die beiden verschwunden gewesen. Als sie zurückgekommen waren, hatte John einen blassen Sam, dessen dunkle Augenringe vom Schlafmangel zeugten, in das Zimmer geschoben und war ohne eine weitere Erklärung wieder verschwunden. Mit verkniffener Miene berichtete Sam ihm von dem Crashkurs, dem John ihn in den letzten zwei Tagen unterzogen hatte und dessen Höhepunkt eine Geisterjagd gewesen war.

      Traurig bemerkte Dean, dass sein kleiner Bruder nicht mehr ganz so klein wirkte. Das Erlebte hatte ihn nachhaltig beeinflusst und unwiderruflich verändert, so wie es Dean schon zuvor gegangen war. Jahrelang hatte er versucht, Sam genau davor zu beschützen und seinen Vater mehr als einmal angefleht, Sam noch ein wenig mehr Zeit zu lassen. Es war das einzige Thema, bei dem er sich seinem Vater deutlich widersetzt hatte, doch das war jetzt vorbei.

      Danach durchlief Sam denselben Drill, wie schon Dean zuvor. Es dauerte nicht lange und er war ein wandelndes Lexikon, was alles Übernatürliche anging. Im selben Maß wie Sams Fähigkeiten als Jäger wuchsen, wurden die Streitereien mit ihrem Vater ebenfalls schlimmer. Dean gab sein Bestes, um als Puffer zwischen den beiden Menschen zu stehen, die für ihn das Wichtigste auf der Welt waren, ignorierend, dass er dabei selber aufgerieben wurde. Er verstand es nicht, warum sein Bruder alles in Frage stellen musste, was ihr Vater entschied. An und für sich zufrieden, kritisierte Dean nur selten das Leben, welches ihr Vater ihnen aufzwang. Nun gut, seine Noten in der Schule sähen vermutlich besser aus, wären da nicht das Jagen und die Tatsache, dass er über Tage oft alleine für Sam und sich verantwortlich war. Doch wenn er ehrlich war, störte ihn das nicht sonderlich. Ihm gefiel sein Leben, in dem er so viel mehr Freiheiten genoss als seine Altersgenossen. Der Kitzel der Jagd, hatte ihn schon lange gepackt und sie halfen anderen Menschen. Das war ein gutes Gefühl, wieso konnte sein Bruder das nicht genauso sehen?

      Bei vielen Jagden durfte Sam immer noch nicht mitwirken und normalerweise blieb Dean dann bei dem Jüngeren. Doch heute hatte sein Vater ihn einfach mit herausgewunkenen und seinem Jüngsten befohlen still zu sein und zu warten. Mit einem hilflosen Blick war er ihrem Vater gefolgt, wohl wissend, dass hier jeder Widerspruch zwecklos war, wenn John beschlossen hatte, dass sein Bruder jetzt alt genug war, um alleine im Wagen zu warten.

      Ob der Kleine okay war? Wie ging es ihm wohl, wenn er nicht da war, um diesen von seinen Ängsten abzulenken? Sammy war zäh, doch Dean wusste, dass er sich immer sehr um seine Familie ängstigte, wenn er diese auf der Jagd wusste. Immer noch suchte Dean den Waldrand ab und so kam der Schlag gegen seinen Kopf, der ihm das Bewusstsein raubte, vollkommen unerwartet. Mit dem Rücken voraus, stürzte Dean in die Grube. Dass jemand seine Beine noch in den Sarg hievte, bemerkte er nicht.

      Als er die Augen aufschlug, umgab ihn Dunkelheit. Die Geräusche, welche an sein Ohr drangen, klangen merkwürdig gedämpft.

      ".... habe aber Hunger."

      "Das geht nicht, solange der Ältere noch nach uns sucht. Er wird den hier nicht finden. Wir graben ihn wieder aus, wenn der andere weg ist", antwortete eine zweite, fremde Stimme.

      Dean wollte heftig auffahren, doch er kam nicht sehr weit, da stieß er mit der Stirn gegen etwas Hartes. Die Arme konnte er kaum von seinem Körper strecken, da spürte er ebenfalls schon wieder einen Widerstand. Zunehmend hektischer erkundete er die Grenzen seines Gefängnisses.

      'Ein Sarg! Ich stecke in einem verdammten Sarg!' Mit aller Kraft stemmte er sich gegen den Deckel, der sich jedoch keinen Millimeter rühren wollte. Dann wurde ihm bewusst, dass er gerade dabei war Sauerstoff zu verschwenden und zwang sich, die Hände ruhig neben seinem Körper abzulegen. Von außen war ein schabendes Geräusch zu hören, dass sich regelmäßig wiederholte.

      'Oh mein Gott. Erde! Sie vergraben mich lebendig!' Es kostete ihn seine ganze Kraft nicht laut zu schreien. Doch wer auch immer da draußen war, würde ihn sowieso nicht befreien. Er musste darauf bauen, dass ihn sein Vater finden und befreien würde, bevor diese Kerle – vermutlich Ghoule - fertig waren.

      Während die Geräusche von draußen leiser wurden, wuchs die Panik in Dean immer weiter. Schließlich hielt er es nicht mehr aus und grub die Finger in den glatten Satinstoff, mit dem der Sarg ausgekleidet war. Schnell hatte er das Holz darunter freigelegt, doch es bot seinen Fingern keine Angriffsfläche. Ein leises Wimmern entkam seiner Kehle, dass so gar nicht nach dem taffen Fünfzehnjährigen klingen wollte. Fest die Augen zusammenkneifend, hielt er sich an dem einzigen Gedanken fest, der ihn jetzt noch davon abhielt, vor Angst durchzudrehen. "Dad, kommt bald. Dad erledigt diese Mistkerle und dann findet er das Grab. Dad würde wissen, wo er war."

      Sein Dad war ein phänomenaler Jäger, in Deans Augen konnte dieser über das Wasser gehen, wenn es nötig war.

      Die Luft wurde heiß und stickig. Er fing an in kurzen, stoßweisen Zügen nach Luft zu schnappen. Sein eigenes, atemloses Keuchen klang ihm überlaut in den Ohren. Obwohl es um ihn herum stockfinster war, hatte er das Gefühl die näher rückenden Wände zu sehen, welche ihn schier zu erdrücken schienen. Fast zwanghaft streckte er, in immer kürzeren Abständen, die Finger aus, um die Distanz zu den Wänden zu ertasten, welche sein Gefängnis darstellten. Das beruhigende Gefühl, dass er lediglich mit dem Mittelfinger bis an das Holz heranreichte und mit keinem anderen Finger, hielt nie sonderlich lange an.

      Er lag in seinem eigenen Schweiß und kam sich vor, wie in einem Backofen. Immer öfter wurde ihm schwindelig und er war sich ziemlich sicher, dass er schon ein paar Mal für kurze Zeit das Bewusstsein verloren hatte. Mit der Erkenntnis, dass ihm nun nicht mehr viel Zeit blieb, brach sich endgültig die Panik ihre Bahn. Wild schlug und trat er auf das ihn umgebende Holz ein. Die Schreie zerrissen ihm schier die Kehle und er spürte die Tränen schon gar nicht mehr, die ihm nun aus den Augenwinkeln liefen. Sein Versuch Aufmerksamkeit zu erlangen, dauerte nur wenige Sekunden an, bis sein Körper erschlaffte und tödliche Stille einkehrte.
      -
      -
      "Dean? Junge, komm schon, Dean. Mach die Augen auf!" Der anfänglich besorgte Ton, wurde zunehmend lauter und fordernder.

      Der Befehlston seines Vaters drang in sein Bewusstsein und aus reiner Gewohnheit, versuchte er diesem Folge zu leisten. Es wollte ihm jedoch nicht so ganz gelingen und ein brennender Schmerz, begleitet von einem klatschenden Geräusch, breitete sich auf seiner Wange aus. Erneut wurde er aufgefordert die Augen zu öffnen.

      "Dean?" Letztlich war es die zittrige Stimme seines Bruders, die ihn ganz ins Bewusstsein zurückholte.

      "Bin okay", murmelte er noch etwas undeutlich. Unsicher ertastete sich seine Hand den Weg zu Sam, der neben ihm kniete. Er tätschelte dem anderen ungeschickt den Arm, bevor er die Hand wieder sinken ließ und einmal tief durchatmete, um sich das erleichterte Schluchzen zu verbeißen, dass ihm in der Kehle aufstieg, weil da kein Holz mehr war, das ihn in seiner Bewegung einschränkte.
      -
      -
      Schwerfällig öffnete er die Augen. Sie waren trocken, wie ein Tag in der Wüste Gobi und schienen auch mit deren Sand gefüllt zu sein, da sie fürchterlich kratzten. Um ihn herum herrschte im ersten Moment Dunkelheit, an welcher sich auch im zweiten und dritten Moment nichts zu ändern schien. Sein Ächzen hallte merkwürdig zu ihm zurück und eine Erinnerung, welche tief in ihm begraben lag, drängte sich an die Oberfläche. Panisch schossen seine Hände nach oben und fanden dort die Bestätigung, dass es sich hier nicht um einen grausamen Alptraum handelte.

      'Oh bitte nicht', dachte er verzweifelt. Zum Sprechen fühlte sich sein Mund viel zu trocken an. Seine Fingernägel ertasteten raue Holzbohlen, die ihn umgaben. Anders als der teure Sarg damals, war dieser ein selbstgezimmerter Notbehelf. Das musste doch ein Alptraum sein? Jäger wurden verbrannt und nicht beerdigt! Mit einer Stimme, die so rau klang, dass sie ihm fremd erschien, begann er um Hilfe zu rufen. Seine Hände fuhren panisch über die Decke und fanden endlich einen Spalt zwischen zwei Bohlen. Seine letzten Kräfte mobilisierend, durchstieß er das marode Holz und brachte den Holzdeckel damit zum Einbrechen. Ein Haufen Erde flutete ihm entgegen und erstickte seine Hilferufe.

      Für einen kurzen Moment glaubte er Tageslicht gesehen zu haben. Die Luft anhaltend grub Dean verzweifelt mit seinen Händen in der Erde über sich, bis er spürte wie seine Finger auf nichts mehr stießen, außer Luft. Wie ein Ertrinkender, der im letzten Moment den rettenden Strand erreicht, kroch der Mann aus seinem Grab und krallte die Finger in die lose Erde unter sich, während ihm die Sonne auf den Rücken brannte und ihn willkommen hieß.

      Es dauerte einige Minuten, bis die Klaustrophobie den Winchester aus ihren Klauen entließ. Mit einem letzten schaudernden Blick auf die nunmehr leere Grube, wandte sich Dean der Straße zu und machte sich auf die Suche nach seinem kleinen Bruder, um herauszufinden, wer oder was ihn diesmal aus dem Grab gezogen hatte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von AngelA. ()

    • Oh Mann *schluck*. Das ist wirklich ein ganz toller One-Shot, den du so intensiv be- und geschrieben hast, dass ich beim Lesen sogar immer wieder die Luft angehalten habe.

      Normalerweise lese ich nicht so gerne Geschichten von den Jungs in ihrem Teenageralter -bis auf wenige Ausnahmen- und genau zu diesen Ausnahmen zählt ab sofort deine Geschichte.

      Wahnsinn - diese Idee und gerade das Ende passte einfach perfekt. *ja* Die Überleitung zu dem Teil, als Deans Hand aus der Erde kommt, kam für mich zwar sehr überraschend - ich hatte damit so gar nicht gerechnet - aber es fügt sich so nahtlos in deine Geschichte ein - mir fehlen fast die Worte. *thumps*

      Danke für diese atemraubenden Lesegenuss an diesem Samstag.

      LG
      Liljana
    • Hallo Liljana *:)*

      Bei deinem Review werde ich ja rot wie ne Tomate und strahle wie ne 1000-Watt Glühbirne. [IMG:http://smiles.kolobok.us/artists/just_cuz/JC_goody.gif]

      Das du die Geschichte zu deinen Favoriten zählst, und das obwohl sie im Teenangeralter spielt, ist für mich wohl das größte Kompliment.

      Die Überleitung am Ende ist wohl das eigentliche Herzstück und ich hatte gehofft, dass es euch beim lesen genauso geht, wie du es hier beschreibst.
      Danke für das tolle Review. *kiss1*

      LG :love:
    • Klasse Story, sehr gut erzählt, wie eigentlich alles von dir. *thumps*

      Allerdings ist es mir nicht so leicht gefallen, hier überhaupt reinzuschauen. Schon der Titel schreckt einen Phobiker wie mich total ab. Und ich hatte auch beim Lesen dieses beklemmende Gefühl aufsteigender Panik, aber ich hab es überstanden. *stirnabwisch*
      Aber mehr solcher Geschichten brauche ich wirklich nicht.
      *tea*
    • Hey Melinda *freu*

      Da bin ich ja megahappy, dass du dich doch noch getraut hast. Und du weißt ja, ich liebe es Drama zu schreiben. *schief grins* Du bekommst von mir aber auch einen Orden angeheftet, weil du dich so tapfer durchgekämpft hast. [IMG:http://smiles.kolobok.us/artists/just_cuz/JC_cookies.gif]

      Vielleicht bist du erleichtert, wenn du hörst, dass die nächste Geschichte das Stichwort Candy hat. *sabber2*
    • Wow...dieser OS hat es in sich...ich lese gerne hin und wieder die Jungversion von Sam und Dean...und du hast das super hinbekommen...genauso stelle ich mir ihre Kindheit vor...Dean, der sich während der Jagd von den Sorgen um Sam ablenken lässt...auch die Idee aufzuzeigen, wie John darauf reagiert, wenn er erfährt, dass Sam jetzt von den Monstern weiß, finde ich klasse...ich habe mir diese Frage oft gestellt, als ich die Szene sah, wie Dean Sam aufgeklärt hat, nachdem dieser das Tagebuch fand...und deine Gedanken gingen da wohl in die gleiche Richtung wie meine...John fand, dass es nun an der Zeit war Sam einzuarbeiten....und irgendwie wirkt es ja schon gleichgültig, wie John, dann den traumatisierten Sam einfach wieder bei Sam abliefert...aber das passt genau in mein Bild, was ich mir gemacht hatte...John hatte schon recht früh die Verantwortung für Sam an Dean übertragen....von daher passt die Szene einfach in die Welt der Winchester...Nicht der Vater bleibt bei seinem traumatisierten Sohn, sondern der noch minderjährige Bruder...
      Und du zeigst hier sehr schön die Unterschiede zwischen Sam und Dean auf....Sam, der gegen seinen Vater immer mehr aufbegehrt und Dean, der seinem Vater wie ein loyaler Soldat folgte...nicht zuletzt, weil er schon vom Jagdfieber befallen ist und auch die Wichtigkeit derselbigen erkennt...wobei ich Sam nicht unterstellen will, dass er Menschenleben retten als nicht wichtig betrachtet...

      Tja...der Fall selber ist ja äußerst schockierend...lebendig vergraben *Entenhaut überzieht den Rücken*...wow...für einen 15-jährigen reagiert er sehr rational....aber auch er ist eben noch ein Kind...und er wäre fast gestorben *shock* ...und obwohl Dean´s Hauptbestreben immer darin lag die Befehle seines Vaters zu befolgen, war es doch die besorgte Stimme seines Bruders, die ihn wieder ins Bewusstsein zog...ja, ja...die Sorge um seinen Bruder...war schon immer ein noch beherrschenderes Gefühl als die Befehle seines Vaters zu folgen...

      Die Überleitung zu dem Erwachen in dem Grab, als er aus der Hölle entkam...einfach genial...und wieder war der erste Gedanke...Sam...

      Super geschrieben...hat mich richtig mitgerissen...und vor allem die Dreierbeziehung zwischen John und seinen beiden Söhnen sind meiner Meinung nach sehr gut getroffen...
    • Hey du, sieht so aus, als hättest du gestern Abend/Nacht eine Revieworgie abgehalten. *lach1* *freu*

      Die Frage hat scheinbar schon einige Leute beschäftigt, was passiert ist, nachdem Sam das Tagebuch gelesen hatte. Was John angeht, so finde ich es immer schwierig ihn zu schreiben. Denn auf der einen Seite hat er viel falsch gemacht bei seinen Kindern, doch auf der anderen Seite sieht man auch, dass Dean und Sam ihn lieben, also kann er nicht nur schlecht gewesen sein. Ich denke John hat oft so hart gehandelt, weil er dachte, dass er seine Kinder auf diese Weise hart machen kann.

      Und zu einem gewissen Teil hat das ja auch funktioniert, denn was die Jagd angeht, sind seine Söhne härter als manch anderer Jäger.

      Ich freue mich total, dass dir die Überleitung so gut gefällt, denn gerade da war ich mir unsicher ob es so beim Leser ankommt, wie ich es mir vorstelle. Doch jetzt bin ich beruhigt. ^^