Supernatural - Oneshot - Gedankenspiele [Sequel/AU zu Five-Triologie]

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    • Supernatural - Oneshot - Gedankenspiele [Sequel/AU zu Five-Triologie]

      In alter Gewohnheit gibt es Deanstags mal wieder etwas zu lesen.

      Titel: Gedankenspiele [Sequel/AU zur Five-Triologie]
      Rating: P 12



      Disclaimer: Alle Rechte an den Charakteren aus dem Supernatural Universum liegen bei CW, ich habe sie mir nur zum Spielen ausgeliehen. Ich verdiene mit der Geschichte kein Geld sondern schreibe nur zum Vergnügen.

      Inhalt: Ein Wiedersehen mit Máire und anderen Charakteren aus meiner Five-Triologie. Die Geschichte selber kann ich nur schwer in eine Schublade einsortieren. Die Idee kam mir schon damals beim Schreiben von "Time of my dying" und wie man sieht, hat sie mich auch nicht mehr losgelassen.


      ***

      "Maire!"

      Leicht genervt klang die Stimme ihrer Mom die Treppe hinauf. Den Ruf ignorierend, zog sich das Mädchen lieber ein weiteres Mal die Decke über den Kopf.

      Sie wollte nicht aufstehen. Viel lieber wollte sie noch ein wenig liegenbleiben und sich an ihren Traum erinnern. Der Moment war einfach zu schön gewesen und ihr Wecker hatte sie herausgerissen, bevor sie alles gesehen hatte, was sie sehen wollte.

      Mit fest zusammengekniffenen Lidern, versuchte sie das vorwitzige Sonnenlicht auszusperren und dort anzuknüpfen, wo der Alltag sie herausgerissen hatte.

      Die vollen Lippen, welche zu einem schmalen Strich zusammengepresst waren, entspannten sich allmählich als sie die Musik wieder erfüllte.

      Die unwillig gefurchte Stirn glättete sich, als sie Sam und die Mom ihrer Freundin tanzen sah.

      "Maire, schau doch nur. Dein Dad tanz ja."

      Ihr Blick folgte dem verblüfften Fingerzeig ihrer besten Freundin Anne. Die hatte zwar ihre anfängliche Scheu Dean gegenüber abgelegt, doch nach wie vor fand sie, dass Máires Vater oft eine Aura der Unnahbarkeit umgab, wie sie es zur Belustigung von dessen Tochter immer nannte.

      Sam war da ganz anders. Anne hatte sich vom ersten Moment an sehr gut mit dem Riesen verstanden und war richtig glücklich, als die Sache zwischen ihrer Mutter und dem jüngeren Winchester immer offensichtlicher wurde.

      Máires Blick hing dagegen an ihren Eltern, die sich ein Stück von der feiernden Festgesellschaft zurückgezogen hatten. Die Hand ihres Vater ruhte auf dem deutlich gerundeten Bauch und die grünen Augen strahlten, wie sie es nur bei ihm sah, wenn ihre Mutter in der Nähe war.

      "Was wünschst du dir eigentlich? Ein Brüderchen oder eine Schwester?", unterbrach Anne ihre Beobachtungen.

      "Ich weiß nicht. Bisher habe ich mich noch nicht entschieden." Immernoch war der kleine Wurm, im Bauch ihrer Mutter, geschlechtslos.

      "Màire! Der Schulbus wartet nicht auf dich!"

      Das Bild ihrer Eltern zerplatzte, als sie mit einem genervten Schnauben die Augen öffnete.

      "Ja Mom, ich bin ja schon dabei!"

      Brummelnd schlug sie die Decke zurück und schwang die Beine über die Bettkannte, bevor sie fröstelnd zusammenzuckte, als ihre bloßen Füße den kalten Boden berührten.

      Von unten drangen die gewohnten Geräusche zu ihr herauf. Das Radio lief irgendwo im Haus und ihre Mom sang den Refrain eines akutellen Songs mit. Geschirr klapperte, während sie die Pausenbrote richtete.

      Die Badezimmertür öffnete sich und fiel wieder ins Schloss. Schwere Schritte polterten die Treppe herunter und eine dunkle Stimme ließ einen Morgengruß hören und nahm dann einen verwunderten Klang an.

      Màire rollte die Augen, weil sie schon wusste, was nun kommen würde.

      "Màire, wofür haben wir ein zweites Bad, wenn du es nicht benutzt?"

      "Ja, ja, ja. Bin ja schon unterwegs", brummte sie, für den anderen unhörbar. Nicht zu überhören war allerdings, dass sie nun über den Flur ging und die Badezimmertür geräuschvoll zufiel, was ihr ein weiteres missbilligendes "MÀIRE!" einbrachte.

      Bis sie das Bad wieder verließ, war sie mit ihrer Mom und ihrer Schwester alleine im Haus. Leise schlich sie am Zimmer der Jüngeren vorbei und betrat wieder ihren eigenen Raum. Mit wenig Begeisterung betrachtete sie das ungemachte Bett und machte sich seufzend daran, ein wenig Ordnung in das Chaos zu bringen.

      Die Schulsachen lagen immer noch verstreut auf dem Schreibtisch, so wie sie die Hefte gestern hingeworfen hatte. Grimassen ziehend, warf sie einen Stift nach dem anderen in ihr Mäppchen, verschloss es und ließ es zusammen mit dem Block in den Rucksack gleiten.

      "Kommst du endlich? Ich steh mir hier schon die Beine in den Bauch. Sam ist schon seit einer halben Ewigkeit weg. Wir müssen los!", drang jetzt auch Annes Stimme zu ihr herauf.

      "Wann fängst du endlich an ihn Dad zu nennen?", murmelte Máire verstimmt, die nicht verstehen konnte warum die andere sich so konsequent dagegen wehrte. Immerhin war Sam nun schon seit über einem Jahr mit ihrer Mutter verheiratet. Sie wollte nicht den Gedanken zulassen, dass Anne sich vielleicht aus Solidarität zu ihr weigerte, ihren Stiefvater so zu nennen.

      Ihr Blick streifte das Foto ihrer Mutter. Eines der wenigen, die sie besaß. Dabei brauchte sie eigentlich kein Foto, denn ein Blick in den Spiegel war ausreichend. Sie strich eine lockige Strähne hinter das Ohr. Die Ähnlichkeit war verblüffend, nur weniges hatte sie von ihrem Vater geerbt. Sie selber war auch auf dem Bild. An den Tag konnte sie sich jedoch nicht erinnern. Ihre Mutter saß auf einer Schaukel und hielt ihre vierjährige Tochter fest, die auf ihrem Schoß saß. Beide lachten sie glücklich in die Kamera. Wer das Bild aufgenommen hatte, würde sie wohl nie erfahren.

      Mit einem wehmütigen Lächeln berührte sie das Haar ihrer Mutter auf dem Bild. Es war auf den Tag genau nun zwei Jahre her. Doch sie konnte sich immer noch an ihren Geruch erinnern.

      "Bis später", hauchte sie kaum hörbar, um dann im Eilschritt die Treppe runterzupoltern.

      "Wurde auch Zeit das du kommst", nörgelte Anne, die schon am Absatz wartete und ihr einen Schubs gegen die Schulter verpasste, als sie mit einem genuschtelten Sorry vorbeihetzte.

      "Hier, dein Pausenbrot. Beeil dich."

      Máire gab der Frau, die ihr mit einem nachsichtigen Lächeln die Brotbox hinhielt, einen schnellen Kuss auf die Wange und machte sich auf den Weg nach draußen, bevor sie zuviel über den Ausdruck nachdenken konnte, den sie in den Augen ihrer Mom gesehen hatte und den sie dort nicht sehen wollte, weil er ihr zeigte, dass sie durchschaut war.

      "Bis später", rief Máire noch schnell über ihre Schulter, bevor sie mit Anne das Haus verließ und die Tür hinter ihr zufiel.
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      Obwohl die Haustür schon längst geschlossen und die Mädchen verschwunden waren, starrte Vanessa noch eine Weile auf die zugefallene Tür.

      Sie erschien ihr, wie ein Sinnbild für ihre Beziehung zu ihrer Pflegetochter. Im Gegensatz zu ihrer Tochter Anne, hatte Vanessa nicht vergessen, was heute für ein Tag war. Heute vor zwei Jahren war ihre beste Freundin gestorben und hatte eine Tochter hinterlassen.

      Da die Suche nach dem Vater des Mädchens nur in Sackgassen endete, entschloss sich Vanessa schließlich, die damals Fünfzehnjährige bei sich aufzunehmen.

      Anne und Máire waren Sandkastenfreunde und dementsprechend gut hatten sich die Mütter gekannt und der Gedanke, dass Máire in ein Heim sollte, hätte Vanessa das Herz gebrochen.

      Das Mädchen hatte sich nach dem Schicksalsschlag auch gut hier eingelebt und schien soweit glücklich. Irgendwann fing sie an, Anne ihre Schwester und Vanessa "Mom" zu nennen. Wenn sie auch nie Mutter zu ihr sagte. Dieses Wort würde wohl immer Mac vorbehalten bleiben.

      Doch ab und zu stand etwas in diesen intensiv grün leuchtenden Augen, dass sie nicht verstand und doch so gern verstehen würde. Was ging dann nur in ihrer Pflegetochter vor, wenn sie mit fernem Blick ins Nichts zu starren schien?
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      Die Landschaft flog vor dem Busfenster vorbei, doch Máire schien diese gar nicht zu sehen, mit Augen, die denen ihres Vaters so verblüffend ähnelten. Das war einer der wenigen Fakten, welche sie ihrer Mutter als kleines Kind über ihren Vater entlocken konnte.

      Dies - und der Name ihres Vaters.

      Dean Winchester.
    • Meine anfängliche Freude über eine Fortsetzung hat sich schnell in eine leichte Wehmut verwandelt! *:(* Diese Wendung hätte ich aber nicht gewollt. War jetzt alles nur ein Traum von Maire? Nein, ich hoffe mal nicht, sondern das ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, wie das Ganze hätte ausgehen können. [IMG:http://i17.photobucket.com/albums/b94/MelindaWarren/GIF/Smilies/smilie_denk_19-1.gif]

      Trotz alledem ist dieser Oneshot absolute Klasse, eben ganz typisch aus deiner Feder (die ich hier ganz schmerzlich vermisse), man lebt und fühlt sofort wieder mit den Charakteren, hier Maire, mit. [IMG:http://i17.photobucket.com/albums/b94/MelindaWarren/GIF/Smilies/respect.gif]

      Vielen Dank dafür, und ich hoffe, du lässt uns noch öfter an deinen Werken teilhaben! [IMG:http://i17.photobucket.com/albums/b94/MelindaWarren/GIF/Smilies/gemischt_0012.gif]
      *tea*
    • Hey Melinda. *umarm*

      Ich finde es auch schön, dich mal wieder zu lesen. ^^ Und ganz weg vom Fenstern bin ich ja zum Glück auch nicht. Der letzte One Shot aus der 120-er Reihe "Standing Still" hat übrigens keinen Kommi von dir. Vielleicht ist dir der sogar durch die Lappen gerutscht? *:)*

      Ich will diesen OneShot noch nichtmal als eine klare Fortsetzung deklarieren. Deswegen habe ich auch extra im Titel das "AU" erwähnt, was ja für Alternate Universe steht. Es ist wirklich ein Gedankenspiel, dass für sich ganz alleine stehen bleiben wird. :)

      Nach wie vor gibt es zur Five-Triologie ein paar Ideen, die mir noch im Kopf rumspuken. Kleine Sache und seit ein paar Tagen auch eine Idee, die genug Stoff für was Längeres bieten würde. Es wird also bestimmt noch hier und da was zu lesen geben und das wird dann unter Garantie NICHT dieses Gedankenspiel berücksichtigen, sondern eben "nur" auf der Triologie selber basieren. *Melinda beruhigt* *:D*

      Im Moment hält mich allerdings noch eine andere Langzeitstory auf Trab, an der ich schon eine Weile schreibe. Ich schätze aber, dass ich in den nächsten Wochen damit fertig werde und dann habe ich auch wieder mehr Luft für Mac, Máire, Dean und Co. ^^

      Ich freue mich sehr über deinen Kommi und solange sich immer noch zwei treue Leute hier finden (die Musketiere), werde ich auch weiterhin meine Sachen posten. [IMG:http://smiles.kolobok.us/light_skin/give_heart2.gif] Ich weiß ja, dass du immer eine der Ersten bist, die sich dann darüber freut. *kiss1*
    • AngelA. schrieb:

      Der letzte One Shot aus der 120-er Reihe "Standing Still" hat übrigens keinen Kommi von dir. Vielleicht ist dir der sogar durch die Lappen gerutscht? *:)*

      Ähhh..... Das scheint tatsächlich an mir vorbeigegangen zu sein. *kratz* Ok, das hol ich nach, versprochen! *umarm*

      AngelA. schrieb:

      Ich freue mich sehr über deinen Kommi und solange sich immer noch zwei treue Leute hier finden (die Musketiere), werde ich auch weiterhin meine Sachen posten.

      Ich gehöre zu den Musketieren! Das war schon immer mal mein Traum! *lol1* Lieben Dank für das Kompliment. Und ich freu mich wahnsinning, wenn es demnächst etwas Neues von MMD&Co. geben wird. *freu*
      *tea*