Supernatural - One Shot - There ain't no me, if there ain't no you

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    • Supernatural - One Shot - There ain't no me, if there ain't no you

      Nach längerer Zeit mal wieder was kurzes von mir.

      Titel: There ain't no me, if there ain't no you

      Autor: AngelA

      Diclaimer: Die Rechte an Supernatural gehören nicht mir. Ich schreibe nur zum Vergnügen und verdiene kein Geld damit.

      FSK: 16

      Warning: Spoiler 09x01



      Kategorie: Familie



      Inhalt: Ein Blick auf die Hintergründe von Deans Entscheidung



      There ain't no me, if there ain't no you

      Es waren seine Worte gewesen, die Ezekiel Sam gesagt hatte und welche diesen dazu bewegten hatten Ja zu sagen.

      Ja zu einem Engel. Die Erlaubnis seinen Körper in Besitz zu nehmen.

      Noch fünf Minuten zuvor hätte Dean behauptet, dass dies etwas sei, was er niemals zulassen würde.

      Und jetzt war er sogar der Komplize gewesen, der einem Engel dabei half eben dieses Ja von seinem Bruder zu erhalten.

      Der Grund für seinen Gesinnungswandel lag auf der Hand – er konnte Sam nicht sterben lassen.

      Sam hatte Ja gesagt, weil er wusste, dass Dean die Wahrheit ausgesprochen hatte. Ohne seinen Bruder würde der Dean, den sie alle kannten, nicht mehr existieren. Nach allem was er durchgestanden und auch nach allem was er verloren hatte, brauchte er Sam an seiner Seite. Denn ohne ihn, so fürchtete Dean, würde er über kurz oder lang seine Menschlichkeit verlieren. Die Vergangenheit hatte dies oft genug bewiesen. Sie brauchten einander, um menschlich zu bleiben.

      Ihm war keine Zeit zum Überlegen geblieben und so hatte er aus dem Bauch heraus eine Entscheidung getroffen. Doch diesmal wollte er es richtig machen. Er wollte es vor Sam nicht geheim halten, wenn dieser wieder aufwachen würde. Die Sache war zu groß, um sie zu verschweigen.

      Die lange Gestalt seines Bruders blieb stehen und sah ihm zweifelnd ins Gesicht. Und doch war der Ausdruck in den Augen und die Mimik eine andere und ließ Dean nicht vergessen, dass er hier nicht mit Sam sprach.

      „Und was wird er tun, wenn du ihm erzählst er ist besessen von einem Engel?“, fragte Ezekiel auf seine Ankündigung hin das Geheimnis aufzudecken.

      Deans sowieso schon recht wackelig geäußerte Hoffnung, dass Sam es akzeptieren würde, wurde von dem Engel mit der einfachen Gegenfrage „Und was wenn er es nicht tut?“ beiseite gewischt. Ezekiel ließ keinen Zweifel daran, dass der Engel in dem Fall nichts mehr tun konnte, um Sams Leben noch zu retten.

      Verbitterte Resignation trat auf Deans Gesicht als er für einen Moment den Blick senkt und dann nach kurzem Nachdenken letztlich widerwillig sein Einverständnis gab, die Anwesenheit des Engels geheim zu halten. Das Risiko, dass Sam den Engel wieder aus einem Körper warf, war einfach zu groß.

      Die Möglichkeit bestand durchaus, denn er hatte gesehen um was Sam Death gebeten hatte. Sein Bruder war des Kämpfens müde. Und war es nicht genau das, was Sam versucht hatte ihm zu erklären, als er aus dem Fegefeuer zurückkam? Das es da auch noch eine andere Art zu leben gab und Sam sich nach mehr von dieser Art Leben sehnte.

      Hatten sie nicht genug getan? Bereits genug gelitten und genug verloren? Hatten sie es nicht verdient, auch dieses andere Leben zu führen? Wenigstens eine Weile lang, bevor sie starben?

      War es nun Zeit die Dinge anderen Jägern zu überlassen? Auch wenn er Sam damals harsch für dessen Handeln verurteilt hatte, gab es da diese kleine Stimme in ihm, die ihm zuflüsterte, dass Sam recht gehabt hatte. Das sein kleiner Bruder es verdient hatte, glücklich zu werden.

      Sein Problem war nur, dass er nicht wusste ob und wie er es Sam gleichtun sollte. Besonders nach dem Fegefeuer. Wie sollte sein Leben dann aussehen? Denn im Grunde gab es nur eine Sache, die er wirklich gut konnte – das Jagen.

      Wenn ihn morgens beim Rasieren der eigene Anblick anwiderte, dann war es dieses Wissen, das ihn wieder aufbaute. Der Gedanke daran, wie viele Leben er schon gerettet hatte. Das es das alles wert gewesen war.

      Die Sache hatte nur eine Haken.

      Er wollte es nicht alleine tun. Er konnte es nicht.

      Und eben dieser Haken sorgte immer wieder dafür, dass er einsame Entscheidungen traf. Entscheidungen, die weitere Lügen nach sich zogen und tiefe Gräben in das brüderliche Vertrauensverhältnis rissen, wenn sie herauskamen.

      Bereits in dem Moment, wo Dean die Entscheidung getroffen hatte, die Sache mit Ezekiel vor Sam geheimzuhalten war ihm bewusst, dass sie irgendwann und irgendwie herauskommen würde. Denn solche Sachen kamen immer heraus und meist zum allerschlechtesten Zeitpunkt. Er mochte ein guter Lügner sein, doch Sammy war schon zu lange an seiner Seite, um es nicht zu erkennen, wenn er ein Geheimnis vor ihm hatte.

      Umso verlockender war das Angebot des Engels für ihn.

      Vergessen, dass er sich erneut über Sams Wünsche hinweggesetzt hatte.

      Vergessen, dass er das egoistische Arschloch in der Geschichte war.

      Einfach nur vergessen.

      Dieses Angebot hatte nur einen Haken. Wie sollte es auch anders sein? Sein Leben schien mit mehr Haken gespickt zu sein als der Korb eines Anglers.

      Wie sollte er Sam schützen wenn er vergaß, dass es da etwas gab vor dem er den Jüngeren beschützen musste? Wer hinderte Ezekiel noch daran einfach Sam weiterhin als Hülle zu benutzen, wenn dieser geheilt war?

      Wortlos schüttelte Dean verneinend den Kopf und der Engel in Gestalt seines Bruders hinterfragte dessen Entscheidung auch nicht weiter.

      Ungeniert hatte Ezekiel Dean beobachtet, während dieser eine Entscheidung traf. Er hatte im Himmel schon so einiges über den Winchester gehört. Über dessen Härte, einen eisernen Willen gepaart mit einer Starrköpfigkeit, die wohl seinesgleichen sucht. Seinen Kampfwillen, der nicht so leicht auszulöschen war und die Bereitschaft auch das Falsche zu tun, um das Richtige zu erreichen. Und auch, was dieser bereit war auf sich zu nehmen, um seinen Bruder zu retten und zu schützen.

      Worüber bisher niemand gesprochen hatte, war der Preis, den dieses Leben von Dean Winchester forderte und der sich gerade so deutlich für einen kurzen Augenblick in dessen Augen widergespiegelt hatte.

      Der Engel spürte Respekt in sich aufkeimen für einen Mann der es bevorzugte mit dem geheimen Wissen zu leben, ungeachtet dessen, das ihn dieses zerriss, statt den vermeintlich einfacheren Weg zu wählen. Nämlich das Vergessen.

      Ezekiel glaubte zu wissen, dass es nicht viele Menschen gab, die diesen Weg gewählt hätten. Warum Dean Winchester so entschied, blieb für den Engel ein Rätsel. Doch egal was ihn auch antrieb, es machte ihn eben zu genau dem Mann, der er laut der Erzählungen war.

      Nachdenklich zog sich Ezekiel tief in seine neue Hülle zurück, die sich so stark und mächtig anfühlte. Stark genug, um Luzifer auszuhalten. Er glaubte nun zu verstehen, wie es dazu kam, dass Castiel rebelliert hatte. Dean Winchester war eine überzeugende Persönlichkeit. Seine Gedanken kreisten um Loyalität und auch um Verrat.

      Und darum, ob es klug war dem Mann, der gerade in sich gekehrt neben ihm lief, das zu nehmen, was ihn zu der Person machte, die er war.
    • *shock* Woah, toller one-shot, beschreibt so ziemlich genau das was mir durch den Kopf ging als Dean mal wieder den Winchester Way einschlug um Sam zu retten.
      Danke für's posten Angel! *umarm*
      "A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory.LLAP"
      “Don’t you dare think there is anything, past or present, that I would put in front of you.”


      *rose* Sig by angelinchains
    • Ein toller One-Shot, Angel, aber das hatte ich auch nicht anders von dir erwartet. *;)* Wunderbar analysiert und auf den Punkt gebracht, was in Dean vorgehen muss - und auch mein Gedanke, dass Ezekiel Sams Luzifer-gestählter Körper als neue Heimstatt verdammt verlockend erscheinen könnte! *thumps*


      Edit
      Ich muss nochmal nachhaken, davon ausgehend, dass der OS auf der Folge komplett basiert - Ezekiel bietet Dean nicht an zu vergessen - er bietet nur an, Sam vergessen zu lassen.
      Aber ich nehme das mal als künstlerische Freiheit *;)*


      What the hell?! I mean, normal people, they see a monster, and they run. But not us, no, no, no, we -- we search out things that want to kill us. Yeah? Huh?
      Or eat us! You know who does that? Crazy people! We...are insane!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SydneyB ()

    • Hallo ihr beiden. Erstmal danke für die tollen Kommentare und ich freue mich total, dass ihr den OS als stimmig empfindet. ^^

      Zwar kommt Ezekiel in der Folge durchaus sympathisch und aufrichtig rüber, doch die Vergangenheit hat uns eigentlich bisher immer gezeigt, dass es schief gegangen ist, wenn Dean (oder Sam) einen solchen Deal abgeschlossen haben. Wer kann also sagen ob Ezekiel nicht seine Meinung ändert, wenn er mal ein Weilchen die neue Hülle hatte. *seufz* Ich erwarte da auf jedenfall noch Ärger. :)

      @SydneyB

      Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es wirklich ein Hörfehler meinerseits ist. Ich habe da aus einem He ein You gemacht. Vielleicht war da auch nur der Wunsch Vater des Gedanken. *grins*

      Im Nachhinein ärgert es mich natürlich, weil der OS damit eben nicht mehr so wirklich auf dem Seriendialog basiert. Und es zumal den Grundgedanken hinter dem OS nun nichtig macht, weil eben das Angebot so in der Form ja nie bestand. *hyst* *frust* Lässt sich nun leider nicht mehr ändern. *seufz*